Dossiers

Euro unter Druck

Angesichts der Wirtschaftskrise haben mehrere Länder der Eurozone die Zügel ihrer Staatsausgaben fahren lassen und die EU-Konvergenzkriterien gesprengt. Einige, wie Griechenland, entgingen nur knapp der Zahlungsunfähigkeit und stürzten die europäische Einheitswährung in Schwierigkeiten.

 

Balkan, der Weg nach Brüssel

Sie sind bereits Kandidaten für die Europäische Union oder sind dazu berufen: Kroatien, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro, Albanien und Kosovo. Alle haben den politischen und wirtschaftlichen Übergang eingeleitet, doch der Weg in die Union ist noch weit und gespickt mit Hindernissen: Da ist die Korruption, die Tendenz zum Rückzug in die nationale Stube, und Brüssels eigenes Zögern.

 

Europa im Angesicht der Krise

In der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Krieg handelt die EU mehr oder weniger koordiniert. Die in unterschiedlichem Ausmaß getroffenen Mitgliedsstaaten suchen nach Wegen, um neues Wachstum herbeizuführen ohne ihren Besitzstand zu opfern.

 

Der Vertrag von Lissabon

Als vereinfachte Ausgabe des Verfassungsvertrags, den Franzosen und Niederländer 2005 ablehnten, hat der Vertrag von Lissabon zum Ziel die Funktionsweise einer Union von 27 Mitgliedern zu vereinfachen. Dann aber wiesen die Iren ihn 2008 zurück. Einspruch kam aus Polen, der Tschechischen Republik und sogar Deutschland. Nach einer bewegten Geschichte trat er schließlich am 1. Dezember 2009 in Kraft, und Europa baut nun seine Zukunft auf ihm auf, davon zeugen die Artikel dieses Dossiers.

 

Europawahl 2009

Zwischen dem 4. und dem 7. Juni werden die 375 Millionen Bürger der 27 Mitgliedsstaaten die 736 Abgeordneten des Europäischen Parlaments wählen. Seit 1979 findet diese Direktwahl zum siebten Mal statt. Finden Sie in diesem Dossier alle Artikel über die größten je organisierten transnationalen Wahlen, die auf Presseurop erschienen sind.

 

Europa und die Krise im Iran

Seit der Präsidentschaftswahl vom 13. Juni 2009 streiten die Anhänger von Mir Hossein Mussawi die Wiederwahl des Konservativen Mahmud Ahmadinedschad an und fordern das islamische Regime auf der Straße und im Net heraus. Während sich im Iran Unterdrückung und Zensur breit machen, hat Europa Schwierigkeiten die richtigen Worte zu finden, obwohl es doch so lange Zeit die Vermittlerrolle zwischen Teheran und den USA spielte.

 

1989, 20 Jahre danach

Demonstrationen, Runde Tische, Revolutionen: 1989 bereitete Osteuropa seinen kommunistischen Regimen aus der Nachkriegszeit ein Ende und riss den Eisernen Vorhang nieder. Von Warschau bis Bukarest über Prag und Budapest entdeckten die Menschen nun eine neue Art zu leben: Demokratie, Reisefreiheit, Kapitalismus, Wahlfreiheit, aber auch: Arbeitslosigkeit, Korruption und Einwanderung. Zwanzig Jahre später ist der Übergang zur Demokratie trotz ihres Beitritts zur NATO und EU nicht abgeschlossen.

 

Kopenhagen, Gipfel für den Planeten

Die internationale Gemeinschaft wird sich vom 7. bis 18. Dezember in Kopenhagen an einen Tisch setzen. Das Ziel: Eine Einigung zur Verringerung der Treibhausgasemissionen und der Kampf gegen die Erderwärmung. Gerne nähme die Europäische Union eine führende Rolle auf der Klimakonferenz ein. Fällt das Stichwort erneuerbare Energien oder Entwicklungshilfe, darf sie wirklich einen reichen Ideen- und Erfahrungsschatz ihr eigen nennen. Geht es dagegen um den Handlungswillen von Politik und Wirtschaft, glänzt sie durch Mittelmaß. Eine Bestandsaufnahme.
 

 
 

Blog

 

Mit Muße gegen den Bankrott

Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.

Daily Telegraph wirft für Angela das Handtuch

Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.