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            <channel><title>Presseurop | <![CDATA[Europäisches Parlament]]></title>
                <link>http://www.presseurop.eu/de</link>
                <description>Das Beste aus Europas Presse in 10 Sprachen</description>
                <language>de</language><item><title>EU-Parlament | Die machtlose Volksvertretung (The Economist, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1654851-die-machtlose-volksvertretung</link><description><![CDATA[Alle wollen eine demokratischere EU. Aber ihn ihrem einzigen demokratischen Organ, dem Parlament, erfüllen die Abgeordneten immer noch nicht ihre Funktion als Volksvertreter. Schuld ist die Struktur, die ihnen jegliche Souveränität verweigert, und auch ihre eigene Arbeitsweise. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 19 Mar 2012 15:23:01 +0100</pubDate><guid>1654851</guid></item>
<item><title>Ungarn | Orbán unter Aufsicht der EU-Abgeordneten</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1521391-orban-unter-aufsicht-der-eu-abgeordneten</link><description><![CDATA[<p>Am 16. Februar hat das Europ&auml;ische Parlament <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/de/pressroom/content/20120216IPR38359/html/Ungarn-soll-Grundwerte-der-EU-einhalten-meinen-die-Abgeordneten" target="_self">beschlossen</a>, die neusten ungarischen Gesetze unter die Lupe zu nehmen. Sie will beurteilen, ob sie die europ&auml;ischen Werte respektieren. Dem Entschluss stimmten die politisch sozialistischen, liberalen und gr&uuml;nen Europaabgeordneten zu. Die Konservativen hielten sich eher bedeckt. Die linksgerichtete Tageszeitung <a href="http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=521749" target="_self"><em>N&eacute;pszava</em> titelt</a>, dass der Entschluss &ldquo;eine Ohrfeige f&uuml;r Orb&aacute;n&rdquo; sei.</p>
<blockquote><p>Selbst wenn die Version der Regierung der Wahrheit entspricht und es sich um ein linksliberales Komplott handeln sollte, stellt sich folgende Frage: Warum ist immer Ungarn die Zielscheibe? [&hellip; Man sollte nicht vergessen, dass man beim Eintritt in die EU nicht nur das Europarecht annimmt, sondern sich auch verpflichtet, die demokratischen Werte zu respektieren. [...] Bis jetzt hat der Antrag keine juristischen Konsequenzen, das Europ&auml;ische Parlament hat der ungarischen Regierung Zeit zum reagieren gelassen. Die muss sie nun nutzen.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.magyarhirlap.hu/velemeny/tal_lencse.html" target="_self"><em>Magyar H&igrave;rlap</em> gibt</a> wie zu erwarten den ungarischen sozialistischen Europaabgeordneten die Schuld. Der Journalist Zsolt Bayer ist Parteimitglied der Fidesz, der Partei von Victor Orb&aacute;n, und zudem enger Bekannter des Regierungschefs. Er fragt sich in einem Kommentar mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Ein Linsengericht&rdquo;:</p>
<blockquote><p>Wie kann es sein, dass sich im Europ&auml;ischen Parlament eine kommunistische Gruppe befindet? [ &hellip;] Sie sind auch nicht besser als die Nazis. [...] Das Verhalten der ungarischen Sozialisten w&auml;re in einem anderen Land v&ouml;llig undenkbar. Als zu Haiders Zeiten Sanktionen gegen &Ouml;sterreich verh&auml;ngt wurden, rief zum Beispiel der Parteichef der Sozialisten dazu auf, die Hetzjagd gegen sein Land zu beenden.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:20:27 +0100</pubDate><guid>1521391</guid></item>
<item><title>Lebensmittel | Europas Reste-Berg</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1421041-europas-reste-berg</link><description><![CDATA[<p>Die Europ&auml;er verschwenden ihre Lebensmittel, und das Europ&auml;ische Parlament will jetzt gegen die Wegwerf-Sucht vorgehen. In einer am 19. Januar votierten Resolution fordert es die Halbierung der Lebensmittelverschwendung bis 2025. Bed&uuml;rftige sollten besseren Zugang zu den Nahrungsmitteln bekommen. Statt im Abfall zu landen, sollen diese an 16 Millionen hilfsabh&auml;ngige Menschen verteilt werden.</p>
<p>Die Resolution aus der Feder des sozialistischen italienischen Abgeordneten Salvatore Caronna appelliert an die Kommission, sie solle entsprechende Ma&szlig;nahmen unterst&uuml;tzen. Dazu br&auml;uchte es etwa die Kennzeichnung mit zwei Daten [letztes Verkaufsdatum und Haltbarkeitsdatum] sowie Preisrabatte f&uuml;r besch&auml;digte oder dem Haltbarkeitsdatum nahe Nahrungsmittelprodukte.</p>
<p>Diese Information wird heute <a href="http://www.elpais.com/articulo/sociedad/Europa/desperdicia/tercio/alimentos/elpepisoc/20120120elpepisoc_9/Tes" target="_self">von der spanischen Tageszeitung <em>El Pa&iacute;s</em> aufgegriffen</a>, die berichtet: Fast die H&auml;lfte der essbaren, unverdorbenen Lebensmittel werden in Europa verschwendet, und zwar &ldquo;w&auml;hrend der verschiedenen Verarbeitungsphasen zwischen der Herstellung und dem Tisch des Verbrauchers&rdquo;. Das macht im Durchschnitt &ldquo;ein halbes Kilo pro Person und Tag, doch mit gro&szlig;en Abweichung je nach Land und Sektor&rdquo;, hei&szlig;t es in der Tageszeitung weiter. Die Europ&auml;er verschwenden j&auml;hrlich </p>
<blockquote><p>179 Kilo essbare, gesunde Lebensmittel pro Person [...] Das meiste davon wird von den Haushalten vergeudet, n&auml;mlich 42 Prozent (wovon 60 Prozent anscheinend vermeidbar w&auml;ren). Die Erzeuger verschwenden 39 Prozent, Fast-Food-Unternehmen 14 Prozent und der Handel f&uuml;nf Prozent.</p>
</blockquote>
<p>Der Parlamentsbeschluss ist zwar nicht ma&szlig;geblich und die Kommission beh&auml;lt das letzte Wort, doch dies k&ouml;nnte ein &ldquo;lauter Warnruf&rdquo; sein, so <em>El Pa&iacute;s</em>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:33:14 +0100</pubDate><guid>1421041</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Hurrikan Schulz folgt auf Buzek den Leisen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1410061-hurrikan-schulz-folgt-auf-buzek-den-leisen</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>Mit Martin Schulz wird wahrscheinlich der einzige deutschsprachige  EU-Abgeordnete zum Parlamentsvorsitzenden, der auch bei seinen eigenen  Landsleuten bekannt ist. Das h&auml;ngt durchaus mit seiner Wortgewalt  zusammen. Der Mann &uuml;bertritt regelm&auml;&szlig;ige die ihm zugeteilte Sprechzeit  im Plenarsaal, um vorzuf&uuml;hren, &rdquo;dass wenige so starke Spr&uuml;che klopfen  wie er&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,808574,00.html">wie es im <em>Spiegel</em> hei&szlig;t</a>.</p>
<p>Das Hamburger Nachrichtenmagazin erkl&auml;rt, dass Schulz das Parlament  zur &ldquo;Gegenregierung&rdquo; erheben will. So will er sich dem Europ&auml;ischen Rat  entgegenstellen, in dem die Staats- und Regierungschefs ihre  Entscheidungen aushandeln, und mit politische Vorst&ouml;&szlig;en  die Kommission vor sich hertreiben. &ldquo;Ob das in den EU-Vertr&auml;gen steht  oder nicht&rdquo;, wie der Betroffene selbst erkl&auml;rte &ldquo;ist mir egal.&rdquo; <em>Der Spiegel</em>  erinnert daran, dass Schulz im Gegensatz zu seinen Vorg&auml;ngern nicht am  Ende seiner Karriere steht und noch viele politische Ambitionen hegt. Zu erwarten sei damit...</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-spiegel.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Kampf um Macht, Aufmerksamkeit, Deutungshoheit. Scheitert er [...] könnte er das Parlament der Lächerlichkeit preisgeben. Hat er damit Erfolg, könnte er das Brüsseler Machtgefüge ändern.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Dieser Meinung <a target="_self" href="http://www.ftd.de/politik/europa/:eu-parlament-gefaehrlich-hohe-ziele/60156053.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/politik">ist auch die <em>Financial Times Deutschland</em></a>, die jedoch anzweifelt, ob Schulz auch wirklich in der Lage ist, seine &ldquo;Coups&rdquo; durchzusetzen. So will Schulz etwa aktiv an den EU-Gipfeln teilnehmen, angefangen bei den Verhandlungen &uuml;ber das Fiskalpaket. <br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/FTD-logo.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">[Doch] er vertritt ja nicht nur wie bisher eine einzelne Fraktion, sondern er repräsentiert alle Abgeordneten: die Nationalisten wie die Proeuropäer, Linke wie Konservative, Föderalisten und Zentralisten. All deren Meinungen kann er kaum in diesen Gremien vertreten. […] Das darf auch gar nicht seine Aufgabe sein.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Die polnische Presse hingegen w&uuml;rdigt den aus dem Amt scheidenden Pr&auml;sident <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/ar/288126/Triumf-mimo-woli/">In der <em>Wrpost</em> hei&szlig;t es</a>, dass Buzek im EU-Parlament gerne die direkte Konfrontation vermieden und lieber Kompromisse angestrebt habe. Er habe auch Verhandlungstalent bewiesen: Er war derjenige, der in Prag den tschechischen Pr&auml;sidenten V&aacute;clav Klaus davon &uuml;berzeugte, den Vertrag von Lissabon zu unterzeichnen, und seine Reise in die Republik Moldau trug dazu bei, eine Regierungskrise zu l&ouml;sen und eine proeurop&auml;ische Koalition auf die Beine zu stellen.<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/wprost-logo_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Er hatte seinen Finger am Puls der internationalen Politik und wusste, wo er sein musste, und wann. Er sprach zu den Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo und zu den libyschen Rebellen in Tripolis, die für ihn “Danke Europa!” skandierten. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Deshalb sei Buzek allgemein beliebt und geachtet, f&uuml;r die Zeitung hinzu. Er wurde jedoch stark kritisiert wegen seiner strikten Auffassung des politisch Korrekten und seiner pedantischen Beachtung des Prozedere. &ndash; Was alles in allem <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,76842,10977117,Buzek_nie_zawiodl.html">die <em>Gazeta Wyborcza</em> zu folgendem Fazit f&uuml;hrt</a>: Trotz alledem lieferte er...<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-gazetawyborcza.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">... den Beweis, dass die Polen führenden internationalen Ämtern durchaus gewachsen sind.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:18:21 +0100</pubDate><guid>1410061</guid></item>
<item><title>Ungarn-EU | Die Machtprobe hat begonnen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1409471-die-machtprobe-hat-begonnen</link><description><![CDATA[<p>Am 17. Januar richtete die Kommission drei <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/24&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=FR&amp;guiLanguage=en" target="_self">Schreiben</a> an die ungarische Regierung. Sie gab ihr einen Monat Zeit, um ihre Gesetze EU-konform zu machen. Die Begr&uuml;ndung der Kommission: Unabh&auml;ngig sind weder die Datenschutzbeh&ouml;rde, noch die Justiz, und schon gar nicht die Notenbank. Sollte Budapest den Forderungen innerhalb dieser Frist nicht nachkommen, droht ein Verfahren vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof. In der f&uuml;r den 18. Januar geplanten EU-Parlamentsdebatte wird Regierungschef Viktor Orb&aacute;n Rede und Antwort stehen m&uuml;ssen.</p><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Die linksliberale<a href="http://www.nol.hu/velemeny/20120118-az_erotlenseg_nyelve" target="_self"> <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em> hebt</a> den dreifachen Schlag Br&uuml;ssels gegen Viktor Orb&aacute;n auf ihre Titelseite und erkl&auml;rt, dass Europa:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/nepszabadsag-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">momentan nichts anderes sagt, als: Entweder wacht das ungarische Volk auf und gibt sich bei den nächsten Wahlen eine neue Regierung, oder es muss erleben, wie der Staat Konkurs macht und sich die Regierung letztendlich doch dem europäischen ‘Diktat’ fügen muss. Für die europäische Diplomatie gibt es keine andere Lösung.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Allerdings verf&uuml;gen die gemeinschaftlichen Institutionen wohl nicht &uuml;ber die notwendigen Druckmittel, meint <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em>:</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/nepszabadzag.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Die Kommission spricht die Sprache der Gesetze, das Europäische Parlament die der Politik. Orbán aber versteht nur die Sprache der Macht. Europas Macht gehört dem Rat, also den Mitgliedsstaaten selbst. Wenn sich die Politiker der einzelnen (und insbesondere der ‘großen’) Länder zu einem klaren und unmissverständlichen Signal durchringen würden, könnte es vielleicht klappen. […] Die Möglichkeiten des Europäischen Parlaments darf man nicht unterschätzen. Welche Konsequenzen aber haben diese Debatten? Keine.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://mno.hu/vezercikk/terden-allva-1044273" target="_self"><em>Magyar Nemzet</em> h&auml;lt dagegen</a>: &ldquo;Die EU-Kommission beanstandet drei ganz konkrete Gesetze, was nicht das Ende der Welt bedeutet. Kritisiert werden nur technische und keine politischen oder emotionellen Aspekte. Jetzt sind die Juristen dran.&rdquo; Allerdings warnt die rechtsliberale Zeitung:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/magyar-nemzet.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Europa vertraut Ungarn nicht. Weder seiner Wirtschaftspolitik, noch seiner Demokratie. Aus Zeitmangel sollten wir aber nicht die beleidigte Leberwurst spielen. Alle Themen müssen angesprochen werden. Schließlich bringt es der Union rein gar nichts, Ungarn in die Knie zu zwingen. Wie wir vergangenes Wochenende gesehen haben [anlässlich der Demonstration der rechtsextremen Partei Jobbik, bei der unter anderem Europa-Fahnen angezündet wurden], kommt übertriebene Kritik an der Union nur den Rechtsextremen zugute.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Worum es momentan wirklich geht, <a href="http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=511790" target="_self">fasst <em>N&eacute;pszava</em></a> mit dem Titel &ldquo;Ungarn oder Orb&aacute;n&rdquo; zusammen. Dabei darf man das Wichtigste aber nicht vergessen, erinnert das linksliberale Blatt: Die drei von der Kommission angeprangerten Verst&ouml;&szlig;e<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Nepszava-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">sind nur die Spitze des Eisbergs. Das Hauptproblem ist, das Orbán ein politisches und wirtschaftliches System schafft, das mit den europäischen Werten unvereinbar ist. […] Wir können uns rechtfertigen, feilschen, juristische Wortspielchen betreiben. In Straßburg wird sich Orbán heute aber noch viel mehr Kritik anhören. Und klein bei geben müssen. Nicht in Straßburg, sondern zuhause. Und dies so schnell wie möglich.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:39:40 +0100</pubDate><guid>1409471</guid></item>
<item><title>Die Kommission wählen | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1300021-die-kommission-waehlen</link><description><![CDATA[<p>In den letzten Tagen bekamen wir h&auml;ufig zu lesen, dass die Zeit zu den Gr&uuml;nden z&auml;hlt, aus denen die Schuldenkrise in der Eurozone die Einheitsw&auml;hrung fast zum Scheitern gebracht h&auml;tte. Die Regierungen, und allen voran Berlin, haben n&auml;mlich viel zu lange gebraucht, bis sie sich zum Reagieren entschlossen haben. </p>
<p>Und als sie endlich reagierten, taten sie das auf ihre Art: indem sie dem deutsch-franz&ouml;sischen Paar die Initiative &uuml;berlie&szlig;en.</p>
<p>So wurde &ldquo;Merkozy&rdquo; &ndash; mitunter ungewollt &ndash; zum Entscheidungstr&auml;ger. Die beiden Staatschefs konnten knapp verhindern, dass die Krise den Euro zum Scheitern brachte &ndash; zumindest vor&uuml;bergehend. Ihre Art und Weise, die Notsituation zu meistern und die bevorstehenden Entwicklungen f&uuml;hrten zum Triumph der von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy bevorzugten intergouvernementalen Methode. </p>
<p>Auch der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Rates Herman Van Rompuy, dessen Spezialit&auml;t das Zustandebringen von Kompromissen zwischen den Mitgliedsstaaten ist, hat eine Vorliebe f&uuml;r sie. Diese Methode hat ihre Vorteile &ndash; wenn Entscheidungen unter Staats- und Regierungschefs getroffen werden, ist man schneller, effizienter und legitimer. Zu den Nachteilen z&auml;hlen hingegen der Mangel an Transparenz und die Tatsache, dass &ldquo;kleine&rdquo; L&auml;nder an den Rand gedr&auml;ngt werden.</p>
<p>Ins Abseits geraten bei dieser Methode auch die europ&auml;ischen Institutionen (Kommission und Parlament), so dass schlie&szlig;lich die gesamte Union geschw&auml;cht wird. Diese wird von der &ouml;ffentlichen Meinung schlie&szlig;lich als ein Teil des Problems angesehen, und nicht als seine L&ouml;sung.</p>
<p>Jos&eacute; Manuel Barroso fordert mehr Einfluss f&uuml;r die EU-Kommission. So will er ihr beispielsweise die Verantwortung f&uuml;r die Kontrolle &uuml;ber die Einhaltung des neuen Euro-Paktes &uuml;bertragen.</p>
<p>Das &auml;ndert nichts daran, dass die von ihm geleitete Institution in den Augen der Kommentatoren und eines gro&szlig;en Teils der &ouml;ffentlichen Meinung weiterhin als Club nicht gew&auml;hlter B&uuml;rokraten gilt, die Staatsregierungen ihre Haushaltsverwaltung, wenn nicht sogar die Art und Weise, auf die sie die unvermeidlichen Sparma&szlig;nahmen umsetzen sollen, vorschreiben will.</p>
<p>Und damit w&auml;ren wir auch schon bei der wichtigsten Grenze derjenigen, die die europ&auml;ische Regierung verk&ouml;rpern sollen: Die EU-Kommissare genie&szlig;en zwar das Vertrauen des EU-Parlaments, werden jedoch nicht von den B&uuml;rgern gew&auml;hlt, sondern von den Mitgliedsstaaten ernannt.</p>
<p>Es fehlt also an einer direkten Beziehung, was f&uuml;r viele Europ&auml;er die demokratische Legitimit&auml;t ihres Handelns in Frage stellt. Deshalb w&auml;re es w&uuml;nschenswert, dass sie entweder direkt von den B&uuml;rgern oder &ndash; was kurzfristig realistischer sein d&uuml;rfte &ndash; vom Parlament unter seinen Mitgliedern gew&auml;hlt werden. <em>(ae)</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:41:23 +0100</pubDate><guid>1300021</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Ein Verhaltenskodex für Abgeordnete</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1238151-ein-verhaltenskodex-fuer-abgeordnete</link><description><![CDATA[<p>&quot; Meine Herren, es ist verboten, Bestechungsgelder anzunehmen&quot;, <a href="http://www.elmundo.es/elmundo/2011/11/30/union_europea/1322685882.html" target="_self"><em>kommentiert</em></a> die Tageszeitung<em> <a href="http://www.elmundo.es" target="_self">El Mundo</a></em> den neuen <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A7-2011-0386+0+DOC+XML+V0//DE" target="_self"><em>Verhaltenskodex f&uuml;r EU-Abgeordnete</em></a>, dem das Europaparlament nur noch zustimmen muss. Die neuen Regeln reagieren auf den von der britischen Wochenzeitung The Sunday Times im M&auml;rz <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/562451-lobby-skandal-im-eu-parlament" target="_self"><em>aufgedeckten Skandal</em></a> um ein paar EU-Abgeordnete, die sich f&uuml;r ihre Zustimmung oder Ablehnung einiger EU-Rechtsvorschriften bestechen lie&szlig;en. &quot;In einer Stadt, in der nahezu 15.000 Personen ihre Zeit mit Lobbying verbringen, soll&quot; der neue Kodex die Parlamentarier &quot;so gut es geht vor der Schmiergeld-Versuchung bewahren&quot;, berichtet El Mundo. Gem&auml;&szlig; dem vom <a target="_self" href="http://www.europarl.europa.eu/committees/de/full-list.html"><em>Ausschuss f&uuml;r konstitutionelle Fragen des Europaparlaments </em></a>erarbeiteten Text d&uuml;rfen die EU-Abgeordneten in Zukunft &quot;weder Bestechungsgelder noch Geschenke &uuml;ber 150 Euro annehmen&quot;. Wie die Tageszeitung betont, soll er noch vor Weihnachten in Kraft treten, &quot;wenn sich die Geschenke in den Unternehmens- und Politikerb&uuml;ros stapeln&quot;.</p>
<p>Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen die Parlamentsmitglieder ihre Aktivit&auml;ten und Einnahmen f&uuml;r die drei Jahre vor Dienstantritt melden und alle Einnahmen aus anderen T&auml;tigkeiten (sollten ihnen diese j&auml;hrlich mehr als 5.000 Euro einbringen) bekannt machen. Der Text sieht auch vor, dass &quot;die Abgeordneten die Geschenke, die sie als offizielle Parlamentsvertreter erhielten, dem Pr&auml;sidenten &uuml;bergeben m&uuml;ssen.&quot; </p>
<p>Auch das Gehalt der 754 Abgeordneten [das teilweise 10.000 Euro Netto &uuml;bersteigt], sorgt in einer Gesellschaft, die in einer tiefen Krise steckt, immer wieder f&uuml;r Emp&ouml;rung. Angesichts des damit verbundenen Glaubw&uuml;rdigkeitsverlusts hatte das Europaparlament keine andere Wahl, als diese Regeln aufzustellen und diejenigen Parlamentarier zu bestrafen, die die neuen Regeln missachten. </p>
<p>Bisher gab es keinen solchen Kodex. Nur hier und da eine ganze Reihe parlamentsinterner Regeln [...]. &quot;Nun m&uuml;ssen die Abgeordneten 'dem Pr&auml;sidenten eine Interessenerkl&auml;rung vorlegen', aus der ihr Parlamentariergehalt, ihre parallel [zu dieser Funktion] ausge&uuml;bten verg&uuml;teten Aktivit&auml;ten, sowie ihre Zugeh&ouml;rigkeit zu Unternehmensaussch&uuml;ssen, Vereinen und regierungsunabh&auml;ngigen Organisationen hervorgehen.&quot;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 01 Dec 2011 16:45:48 +0100</pubDate><guid>1238151</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Die mediale Demokratiekrise (De Morgen, Brüssel)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1230081-die-mediale-demokratiekrise</link><description><![CDATA[Mit der Krise verlagert sich die Macht mehr und mehr nach Brüssel. Denn dort sitzen die europäischen Institutionen und die einflussreichsten Medien. Diese meist wirtschaftlichen und angelsächsischen Medien geben den Ton in der Politik der Mitgliedsländer an, stellt ein belgischer Leitartikler fest. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 29 Nov 2011 16:57:11 +0100</pubDate><guid>1230081</guid></item>
<item><title>EU-Haushalt | Auch Brüssel muss sparen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1193121-auch-bruessel-muss-sparen</link><description><![CDATA[<p>F&uuml;nfzehn Stunden &ldquo;m&ouml;rderischer&rdquo; Verhandlungen waren n&ouml;tig bis der n&auml;chstj&auml;hrige <a href="http://www.europarl.europa.eu/de/headlines/content/20111107MUN30717/html/Der-EU-Haushalt-auf-einen-Blick-neu-mit-aktuellen-Daten" target="_self">EU-Haushalt</a> stand. Am 19. November fiel die Entscheidung: Das Budget wird nur um zwei Prozent auf 129 Milliarden Euro steigen. <a target="_self" href="http://biznes.gazetaprawna.pl/artykuly/567808,bruksela_ogranicza_wydatki_to_moze_byc_dla_polski_niebezpieczny_precedens.html">Wie die <em>Dziennik Gazeta Prawna</em> bemerkt</a>, ist dies der erste &ldquo;echte R&uuml;ckgang der EU-Ausgaben&rdquo;, da die Inflation in der Eurozone im September drei Prozent betrug. Die Kommission und das Parlament hatten jeweils eine viel st&auml;rkere Haushaltserh&ouml;hung verlangt (um f&uuml;nf Prozent), mussten aber dem Druck der Nettozahler nachgeben.</p>
<p>&ldquo;Die reichen L&auml;nder haben sich durchgesetzt&rdquo;, kommentiert die Warschauer Tageszeitung und f&uuml;hrt sie alle auf: Gro&szlig;britannien, die Niederlande, Schweden, &Ouml;sterreich, D&auml;nemark und Finnland. Diese Mitgliedsstaaten hatten lange daf&uuml;r gek&auml;mpft, dass der EU-Haushalt effektiv eingefroren werden solle. Ihr Argument: Die Kommission k&ouml;nne nicht die Ausgaben erh&ouml;hen, wenn alle anderen rundherum K&uuml;rzungen vornehmen. &ldquo;Das Ergebnis der Verhandlungen &uuml;ber den Haushalt von 2012 k&ouml;nnte zum Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die viel wichtigere Aushandlung des <a target="_self" href="http://ec.europa.eu/budget/biblio/documents/fin_fwk1420/fin_fwk1420_de.cfm">Finanzrahmens f&uuml;r 2014-2020</a> werden&rdquo;, schlie&szlig;t die Warschauer Zeitung und betont, Gro&szlig;britannien habe &ndash; unterst&uuml;tzt durch Frankreich und Deutschland &ndash; bereits klargestellt, dass es keinem Ausgabenanstieg oberhalb der Inflationsrate zustimmen werde. Der neue EU-Finanzrahmen soll bis Ende n&auml;chsten Jahres unterzeichnet werden.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 21 Nov 2011 13:02:26 +0100</pubDate><guid>1193121</guid></item>
<item><title>Scheideweg | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1112981-scheideweg</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Au&szlig;er der Schaffung von Eurobonds haben wir alles, was wir wollten, erreicht.&rdquo; Wenn man diesen von <em>Le Monde</em> zitierten Bankier sprechen h&ouml;rt, k&ouml;nnte man glauben, dass das Abkommen aus der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober zum Schuldenschnitt Griechenlands, der Rekapitalisierung der Banken und der Erweiterung des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsfonds den Weg aus der Krise der Eurozone bereite.</p>
<p>Nach den Erfahrungen mit den vorigen hart verhandelten Abkommen sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Die Wege der Finanzm&auml;rkte sind teilweise undurchdringbar und es besteht das Risiko, dass auch dieses Gipfeltreffen im Endeffekt nicht viel bewirkte. Daher wollen wir hier keine voreiligen Prognosen aufstellen.</p>
<p>Da aber die europ&auml;ischen Staatschefs angek&uuml;ndigt haben, dass die Zukunft Europas auf dem Spiel stehe, ist es interessant, nach diesem doppelten Gipfeltreffen einen Blick auf die europ&auml;ische Landschaft zu werfen. Dabei wird klar, dass die von der Finanzkrise &uuml;berdeckte politische Krise h&ouml;chstwahrscheinlich erst begonnen hat. Viele Beobachter haben darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Eurozone auf eine verst&auml;rkte Integration zubewege. Dies wird vermehrte Unsicherheit zur Folge haben.</p>
<p>Die Dramatisierung der Gespr&auml;che zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy zeigt, dass die Achse Paris-Berlin erneut alleinige Treibkraft Europas ist. Doch Europa besteht nicht mehr nur aus 6 oder 12 Staaten, daher kann ihre Zugkraft unm&ouml;glich so stark sein wie vor den sukzessiven Erweiterungen und der Schaffung von m&auml;chtigen Verwaltungsorganen wie der Europ&auml;ischen Zentralbank.</p>
<p>Der Waffengang zwischen Nicolas Sarkozy und David Cameron und der <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1097261-cameron-kriegt-die-euro-krise">Debatte im Unterhaus</a> &uuml;ber einen Volksentscheid hinsichtlich der Zugeh&ouml;rigkeit des Vereinigten K&ouml;nigreiches zur EU zeigen, dass London in diesem werdenden Gebilde seinen Platz sucht. &ldquo;<a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/blog/1081021-auslese-das-merkozy-duumvirat">Merkozy</a>&rdquo; werden sich f&uuml;r die Briten nicht krumm machen. Daf&uuml;r hat das Inselvolk zu lange die liberale Entwicklung der Europ&auml;ischen Kommission beeinflusst, ohne die dazugeh&ouml;rige politische Verantwortung vollst&auml;ndig zu &uuml;bernehmen.</p>
<p>Doch Gro&szlig;britannien ist nicht das einzige Land, das seinen Platz sucht. Die neun anderen Staaten, die nicht zur Eurozone geh&ouml;ren (wie z.B. Polen und Schweden), beginnen schon, die Schaffung dieses Zweiklassen-Europas anzufechten. Sicherlich sind die Regeln f&uuml;r den Schengen-Raum oder das Europa der Verteidigung nicht dieselben. Aber sie setzen kein so gro&szlig;es Regelungssystem voraus wie es bei der Kontrolle der nationalen Budgets oder der Schaffung eines europ&auml;ischen Finanzministers der Fall w&auml;re.</p>
<p>Hiermit w&auml;ren wir mitten in der kommenden Instabilit&auml;t. Denn die Wirtschaftsregierung, die Berlin und Paris &ndash; unterst&uuml;tzt von den Niederlanden und Finnland &ndash; unbedingt einsetzen wollen, greift die Selbstverwaltung der Staaten an und wirft die Frage der demokratischen Kontrolle auf. So dr&uuml;ckt es der Soziologe <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1109061-juergen-habermas-demokratie-gefahr">J&uuml;rgen Habermas in einem bald erscheinenden Essay aus, aus dem <em>Presseurop</em> erste Ausschnitte ver&ouml;ffentlichte</a>.</p>
<p>So gesehen befindet sich die EU in einem gef&auml;hrlichen Zwiespalt. Denn ihre Politiker m&uuml;ssen politische Effizienz mit demokratischem Handeln verbinden. Wie schwierig das ist, wurde bei dem unvollkommenen Ratifizierungsverfahren des Abkommens vom 21. Juli gezeigt. Die nationalen Parlamente sind den Finanzm&auml;rkten gegen&uuml;ber zu langsam.</p>
<p>Au&szlig;erdem bringen die nationalen Demokratien widerspr&uuml;chliche Forderungen hervor, die zu einer Blockierung der EU f&uuml;hren. <a target="_self" href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/26/europe-national-debates">Dies zeigte Timothy Garton Ash diese Woche</a>, nachdem er die Diskussionen im britischen und deutschen Parlament verfolgt hatte.</p>
<p>Doch weil niemand eine europ&auml;ische Demokratie errichten will, die auf einem transnationalen Parlament aufbaut, das anhand transnationaler Diskussionen gew&auml;hlt wurde, werden Entscheidungen weiterhin von Politikern hinter geschlossenen T&uuml;ren getroffen und von Parlamenten abgesegnet werden, die vor allem nach innerpolitischen Gesichtspunkten gew&auml;hlt wurden. Der Euro ist vielleicht gerettet, aber die EU ist noch nicht aus dem Schneider.</p>
<p><em>Aus dem Franz&ouml;sischen von Signe Desbonnets</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 28 Oct 2011 16:10:55 +0100</pubDate><guid>1112981</guid></item>
<item><title>Journalismus | Protest gegen europäischen Preis</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1073571-protest-gegen-europaeischen-preis</link><description><![CDATA[<p>Zum vierten Mal verlieh das EU-Parlament am 19. Oktober 2011 den <a href="http://www.europarl.europa.eu/de/pressroom/content/20111017IPR29432/html/Journalistenpreis-Gewinner-2011-aus-Deutschland-Frankreich-Italien-Finnland" target="_self">europ&auml;ischen Journalistenpreis</a>. Ausgezeichnet wurden der Franzose Romain Gubert (Print), der Italiener Massimiliano Nespola (Internet), der Finne Tero Koskinen (Fernsehen) und der Deutsche Steffen Wurzel (Radio) f&uuml;r ihren Beitrag &ldquo;zu einem besseren Verst&auml;ndnis der EU-Institutionen oder der Politik der EU&rdquo;, <a href="http://www.expressen.se/ledare/1.2594765/malin-siwe-ris-for-eu-pris" target="_self">berichtet <em>Expressen</em></a>. F&uuml;r das schwedische Boulevardblatt, das mit harten Worten gegen Br&uuml;ssel nicht geizt, macht &ldquo;dieser Preis keinen Sinn&rdquo;. Schlie&szlig;lich &ldquo;sollten Journalisten sich nicht zum Ziel setzen, die Politik der EU oder ihre byzantinische B&uuml;rokratie verst&auml;ndlicher zu machen, sondern vielmehr investigativ untersuchen und aufkl&auml;ren, was schlicht und einfach etwas ganz anderes ist.&rdquo;</p>
<p>&ldquo;Die EU hat viele Dinge gemacht, die sie besser h&auml;tte sein lassen sollen&rdquo;, f&uuml;gt <em>Expressen</em> hinzu. &ldquo;Die Auszeichnung von Journalisten ist ein Beispiel daf&uuml;r. Man kann nicht f&uuml;r eine freie Presse Sorge tragen und gleichzeitig diejenigen belohnen, die &lsquo;gute Sachen&rsquo; &uuml;ber &lsquo;gute Themen&rsquo; schreiben.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 19 Oct 2011 14:17:18 +0100</pubDate><guid>1073571</guid></item>
<item><title>Barroso - kampfesmutig aber entwaffnet</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1006761-barroso-kampfesmutig-aber-entwaffnet</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&quot;Wir haben Jos&eacute; Manuel Barroso wieder gefunden! &quot;, ironisiert Mediapart. &quot;Die Kommission hat am Mittwoch in Stra&szlig;burg ein Lebenszeichen von sich gegeben. Seit Monaten glaubte man ihren Pr&auml;sidenten Jos&eacute; Manuel Barroso vermisst, w&auml;hrend noch nie da gewesene Turbulenzen die Euro-Zone ersch&uuml;ttern.&quot;<em><br />
</em></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Mediapart-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"Um den Skeptikern zu beweisen, dass er lebendiger denn je sei, hat Barroso zwei Vorschläge auf den Tisch gelegt, die die Finanzmärkte beruhigen sollen: eine Finanztransaktionsteuer für die gesamte Union und Eurobonds für die Euro-Zone." Aber die Pariser Website bleibt skeptisch, denn "der einzige Vorschlag, den Barroso etwa zur selben Zeit im letzten Jahr zu bieten hatte (grünes Licht für eine europäische Verschuldung, um gezielte Investitionsprojekte zu finanzieren), wurde niemals in Angriff genommen." "Dass der Portugiese Schwierigkeiten hat, sich bei Fragen der Finanzregulierung auf dem Höhepunkt der Krise durchzusetzen, liegt daran, dass er den Grossteil seines ersten Mandats (2004-2009) damit zubrachte, die Fäden der noch auf den Märkten vorhandenen Restregulierung zu entwirren. (...)(...) Wie soll er heute die Mittel haben, um die Märkte in ihre Schranken zu weisen? </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>F&uuml;r die Lissabonner Zeitung P&uacute;blico verfolgte die Rede von Barroso &quot;ein wesentliches, politisches Ziel: den deutsch-franz&ouml;sischen Vorschlag einer Wirtschaftsregierung f&uuml;r die Euro-Zone zur&uuml;ckzuweisen, f&uuml;r den sich Kanzlerin Angela Merkel und Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy bei ihrem Treffen vom 16. August eingesetzt hatten.&quot;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Publico-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"Gestern hat Herr Barroso deutlich gemacht, dass die &#039;Wirtschaftsmacht&#039; von der Kommission ausgeübt werden sollte. Seine Rede klingt ein bisschen wie ein Eingeständnis von Schwäche. Die Kommission, die er leitet, ist fast vollständig im Strudel der europäischen Krise untergegangen. Sie wurde systematisch von der Entschlossenheit des deutsch-französischen Duos marginalisiert. Sie hat der Entscheidungsübernahme durch Berlin machtlos zugeschaut. Und wenn es überhaupt einen Protagonisten im realen Kampf gegen die zerstörerischen Folgen dieser Krise gibt, dann ist das die Europäische Zentralbank. Es scheint sich um eine unvermeidliche Entwicklung zu handeln, die von der Schuldenkrise nur noch beschleunigt wird."</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Dennoch muss man anerkennen, dass die Kommission handelt, stellt El Pa&iacute;s fest. Der Zeitung zufolge zeugt die Rede von Barroso im Europaparlament</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Pais-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"von  Realismus inmitten von Ungeschicklichkeiten und unnötigem Gerede, das in letzter Zeit das Krisenmanagement kennzeichnet." </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Von den Vorschl&auml;gen des Kommissionspr&auml;sidenten ist bei P&uacute;blico vor allem die Zahl 0,01 Prozent h&auml;ngen geblieben: die H&ouml;he der &quot;Tobin-Steuer&quot;, die Br&uuml;ssel&nbsp; ab 2014 auf Transaktionen zwischen Banken erheben will.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/publico-es-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">.“Die Zahl zeigt, wie schüchtern diese Initiative im Vergleich zu den 4.600 Milliarden Euro ist, die die EU-Bürger seit Beginn der Krise in das Finanzsystem gesteckt haben. Und es bleibt noch zu überprüfen, ob diese Maßnahme umsetzbar ist, denn die dickhäutige Finanzmaschinerie der Union verlangt, dass jede Änderung der europäischen Finanzstruktur einstimmig von allen Mitgliedsstaaten angenommen wird. Die britische Regierung hat sich bereits klar gegen diese Steuer ausgesprochen. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Auch wenn es dem Pr&auml;sidenten der Kommission missf&auml;llt, aber diese &quot;Rede zur Lage der Union&quot; h&auml;tte nicht er halten sollen, sondern Angela Merkel, meint Marek Magierowski in der Rczespospolita:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/rzeczpospolita-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"Nicht er hält die Fäden in der Hand und würde die Verantwortung im Falle eines Zusammenbruchs der Euro-Zone übernehmen müssen […] Die EU wird von der deutschen Kanzlerin regiert und alle Augen sind auf sie gerichtet. [...] Die Rede wurde mehrmals von Ovationen der EU-Abgeordneten unterbrochen und die konservativen Parteien brachten ihren Enthusiasmus  zum Ausdruck. Alle haben ihre Rolle im Theater der EU perfekt gespielt. Aber das wahre Leben spielt sich woanders ab." </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Das Kr&auml;ftemessen des Kommissionspr&auml;sidenten hat dagegen Maroun Labaki von Le Soir &uuml;berzeugt.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/le-soir-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"José Manuel Barroso ist ein sehr geschickter Politiker. Ein bisschen Taktik und viel Überzeugung: der Präsident der Europäischen Kommission hat eine große und sehr politische &#039;Rede zur Lage der Union&#039; gehalten. […] Man kann erahnen, dass gestern eine ‘Verbindung’ zwischen der Kommission und dem EU-Parlament entstanden ist. Diese Annäherung wird de facto auf Kosten der Hauptstädte und des Rates gehen. Die Staats- oder Regierungschefs haben also allen Grund zur Sorge..."
</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Thu, 29 Sep 2011 17:12:11 +0100</pubDate><guid>1006761</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Brüssel vor Spesen-Skandal</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/730871-bruessel-vor-spesen-skandal</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Mit den Ausgaben der EU-Parlamentarier steht Europa ein Unwetter bevor&ldquo;, <a target="_self" href="http://www.independent.co.uk/news/world/europe/europe-braced-for-meps-expenses-storm-2300806.html">titelt der <em>The Independent</em> </a>den Bericht &uuml;ber den Missbrauch von Parlamentsmitteln. Die Br&uuml;sseler Volksvertretung will den seit 2008 verbissen geheilgehaltenen Bericht nun ver&ouml;ffentlichen. Wie die britische Tageszeitung schreibt, folgt es damit dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, der das &bdquo;vorrangig &ouml;ffentliche Interesse&ldquo; der Bekanntmachung hervorhob. Die 2009 durchgesickerten und <a target="_self" href="http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article5780750.ece">in der <em>Sunday Times</em> gedruckten Ausz&uuml;ge</a> war ein langes Justizverfahren gefolgt. Der Bericht enth&auml;lt detaillierte Angaben zu den Ausgaben der EU-Parlamentarier f&uuml;r nicht zugelassene Assistenten und Jahresendpr&auml;mien. F&uuml;r den <em>Independent</em> ist es &bdquo;unwahrscheinlich, dass die wiederaufflammenden Vorw&uuml;rfe des Steuergeldmissbrauchs durch EU-Abgeordnete in den Stra&szlig;en Athens und dem Rest der Union auf Begeisterung sto&szlig;en werden.&ldquo; Zumal &bdquo;sich die EU dabei schwer tut, L&auml;nder wir Griechenland, Irland und Portugal zur Einhaltung eines harten Sparkurses zu bewegen.&ldquo; F&uuml;r den britischen Abgeordneten <a target="_self" href="http://chrisdaviesmep.org.uk/">Chris Davies</a>, der den Bericht durchsickern lie&szlig;, ist heute ein wichtiger Tag f&uuml;r die EU: &bdquo;Unter lautstarken Protesten n&auml;hert sich das Parlament St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck der Transparenz.&ldquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 22 Jun 2011 13:50:27 +0100</pubDate><guid>730871</guid></item>
<item><title>Weißrussland | Europa tritt für Poczobut ein</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/652541-europa-tritt-fuer-poczobut-ein</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Europa f&uuml;r Poczobut&ldquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75248,9588907,Poczobut_oskarzony.html" target="_self">titelt die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>, nachdem der wei&szlig;russische Korrespondent der Warschauer Tageszeitung und wei&szlig;russische Oppositionsk&auml;mpfer Andrzej Poczobut gestern offiziell wegen Beleidigung und Verleumdung des Pr&auml;sidenten Alexander Lukaschenko angeklagt wurden. Poczobut wurde vor 38 Tagen verhafte. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren. Nach der EU-Au&szlig;enministerin Catherine Ashton und dem Vorsitzenden des Europ&auml;ischen Parlaments Jerzy Buzek <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+P7-RC-2011-0334+0+DOC+XML+V0//DE" target="_self">appellieren nun die EU-Abgeordneten</a> an das Regime in Minsk, die Anschuldigungen fallen zu lassen und ihn freizulassen. Die wei&szlig;russischen Beh&ouml;rden haben sich bis jetzt geweigert, Poczobut auf Kaution oder auf pers&ouml;nliche B&uuml;rgschaft von 40 Personen freizulassen. &bdquo;Gesetzlosigkeit bleibt, auch wenn sie in die Talare von Staatsanw&auml;lten und Richtern gekleidet ist, dennoch Gesetzlosigkeit... Sie ist nur scheinheiliger und perverser&ldquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,86117,9588981,Andrzeju__trzymaj_sie_.html" target="_self">schlie&szlig;t der Leitartikel der <em>Gazeta Wyborcza</em></a>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 13 May 2011 13:03:20 +0100</pubDate><guid>652541</guid></item>
<item><title>Institutionen | Bald echte europäische Abgeordnete?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/609571-bald-echte-europaeische-abgeordnete</link><description><![CDATA[<p>Das Europ&auml;ische Parlament hat gerade den &bdquo;ersten Schritt in Richtung eines &sbquo;direkt gew&auml;hlten EU-Pr&auml;sidenten&rsquo;&ldquo; get&auml;tigt, <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/eu/8461420/First-step-towards-directly-elected-EU-president.html" target="_self">versichert der <em>Daily Telegraph</em></a>. Am 19. April, so erkl&auml;rt die britische Tageszeitung, verabschiedete ein <a href="http://www.europarl.europa.eu/de/headlines/content/20110415STO17908/html/Reform-des-Wahlrechts-Parlament-soll-europ%C3%A4ischer-werden" target="_self">Ausschuss des EU-Parlaments einen Vorschlag des britischen Liberaldemokraten Andrew Duff</a>, der darauf abzielt, einen europaweiten Bezirk zu gr&uuml;nden, in welchem die EU-B&uuml;rger 25 neue Abgeordnete auf l&auml;nder&uuml;bergreifenden Listen w&auml;hlen k&ouml;nnen. Diese Abgeordneten k&auml;men zu den 751 Abgeordneten der Mitgliedsstaaten hinzu. <a href="http://euobserver.com/9/32212" target="_self">Der <em>EUobserver</em> ist der Ansicht</a>, diese transnationalen Listen k&ouml;nnten &bdquo;die Legitimit&auml;t&ldquo; des Europ&auml;ischen Parlaments verst&auml;rken. Andrew Duff hingegen versichert, dass sein Projekt &bdquo;die europ&auml;ischen Parteien dazu zwingen wird, zu echten Organisationen zu werden, die Kampagnen f&uuml;hren und mit Ideologie und Politik gegeneinander antreten&ldquo;.</p>
<p>&bdquo;Selbst wenn der Weg noch lang ist, die Idee ist gut&ldquo;, <a href="http://www.demorgen.be/dm/nl/2462/Standpunt/article/detail/1253209/2011/04/20/Kieskring.dhtml" target="_self">schreibt Yves Desmet in <em>De Morgen</em></a>. Der Kolumnist stellt fest, dass sich Europa &bdquo;zunehmend in ein wirtschaftlich-monet&auml;res Projekt verwandelt, dessen gr&ouml;&szlig;te Ambition die Rationalisierung der nationalen Staatshaushalte ist. F&uuml;r den Rest gibt es kaum mehr politische oder moralische Projekte&ldquo;. Er warnt vor dem populistischen Nationalismus, der sich in vielen Mitgliedsstaaten abzeichnet und &bdquo;fast ausschlie&szlig;lich auf der Angst vor den anderen und auf dem eigenen Egoismus beruht&ldquo;. &bdquo;Ein europ&auml;ischer Wahlbezirk ist kein Allheilmittel dagegen, aber zumindest gibt er den Politikern die Gelegenheit, in einem gro&szlig;en Ma&szlig;stab Stimmen f&uuml;r ein europ&auml;isches Projekt zu werben, an das die W&auml;hler noch glauben. Erst dann k&ouml;nnen die Politiker mit der Botschaft, dass Globalisierung und Internationalisierung nicht nur eine Bedrohung, sondern auch und vor allem eine Chance bieten, einen politischen Raum f&uuml;r diese Botschaft finden.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 20 Apr 2011 16:11:02 +0100</pubDate><guid>609571</guid></item>
<item><title>Korruption | „Falsche Lobbyisten" zwingen Parlamentarier zum Handeln</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/580531-falsche-lobbyisten-zwingen-parlamentarier-zum-handeln</link><description><![CDATA[<p>Die Konferenz der Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Parlamentes hat dem <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/de/pressroom/content/20110331IPR16697/html/EP-leaders-agree-to-develop-new-rules-for-lobbyists-and-stronger-code-for-MEPs"><em>Plan </em></a>seines Pr&auml;sidenten Jerzy Buzek zugestimmt, der den Abgeordneten die Korruption austreiben soll. <a target="_blank" href="http://www.rp.pl/artykul/635462_Jak-Buzek-walczy-z-aferzystami.html"><em>Laut Rzeczpospolita</em></a> baut das Projekt auf vier Pfeilern auf: Ein verpflichtendes Lobbyisten-Register (momentan auf freiwilliger Basis), sch&auml;rfere Verhaltensregeln f&uuml;r Abgeordnete (zur klaren Regelung der Beziehungen zu den Lobbyisten), die Ver&auml;nderung der Verfahrensregeln (notwendig zur Durchsetzung neuer Regelungen) und &ndash; last but not least &ndash; soll im Parlament ein Ethik-Komitee geschaffen werden.</p>
<p>&bdquo;Momentan gibt es keine einzige Organisation, die ermitteln k&ouml;nnte, wann ein Abgeordneter gegen den Verhaltenskodex versto&szlig;en hat&ldquo; betont die Warschauer Tageszeitung. Mit dieser Anti-Korruptions-Initiative reagiert man auf die <a target="_blank" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/571581-noch-ein-abgeordneter-lobbyisten-affaere"><em>Enth&uuml;llungen der Sunday Times</em></a>, die mehreren Abgeordneten Schmiergelder angeboten hat, welche einige von ihnen mit Vergn&uuml;gen akzeptierten.</p>
<p>Dem Europ&auml;ischen Amt f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung (OLAF) hat Buzek die Ermittlungen zu den korrupten Abgeordneten zwar erlaubt, den Zugang zu ihren B&uuml;ros hat er jedoch abgelehnt, <a target="_blank" href="http://euobserver.com/9/32101"><em>berichtet </em></a>EUobserver. Daf&uuml;r m&uuml;ssen sie &bdquo;erst einmal ihrer Immunit&auml;t enthoben werden. Erst dann k&ouml;nnen die &ouml;sterreichischen und slowenischen Landesbeh&ouml;rden Strafverfahren einleiten&ldquo;, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlamentes. </p>
<p>W&auml;hrend die EU-Abgeordneten Ernst Strasser (&Ouml;sterreich) und Zoran Thaler (Slowenien) als Reaktion auf den Skandal bereits auf ihr Amt verzichtet haben, &uuml;bt der Rum&auml;ne Adrian Severin seine T&auml;tigkeiten weiterhin als fraktionsloser Abgeordneter aus. <a target="_blank" href="http://www.revista22.ro/articol-10256.html"><em>F&uuml;r Revista 22</em></a>, die an andere Korruptionsf&auml;lle in den europ&auml;ischen Institutionen erinnert, ist&nbsp; diese Aff&auml;re nur &bdquo;die Spitze des Eisberges&ldquo;.</p>
<p>So war einer der einflussreichsten deutschen Beamten der Europ&auml;ischen Kommission, Fritz-Harald Wenig, bereits 2008 gezwungen, sein Amt aufzugeben. Die Sunday Times hatte damals die gleiche Methode angewendet, betont das Bukarester Wochenblatt: &bdquo;Journalisten haben sich f&uuml;r Lobbyisten ausgegeben&ldquo; und versucht, die Eurokraten zu bestechen.</p>
<p>Anschlie&szlig;end listet die Zeitung die Vorg&auml;nger auf: 2004 soll die f&uuml;r den Rechnungshof in Luxemburg arbeitende Griechin Kalliopi Nikolaou nicht verdiente Pr&auml;mien eingesteckt haben, um sich in London eine Wohnung zu kaufen. 1991 kam ans Licht, dass ein sehr guter Freund der franz&ouml;sischen Kommissarin Edith Cresson von europ&auml;ischen Geldern finanzierten Forschungen nachgehe. Kurzum &bdquo;l&auml;sst die Korruption Br&uuml;ssel keine Ruhe&ldquo; folgert Revista 22. <em>(j-h) </em></p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 01 Apr 2011 15:42:52 +0100</pubDate><guid>580531</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Noch ein Abgeordneter in Lobbyisten-Affäre</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/571581-noch-ein-abgeordneter-lobbyisten-affaere</link><description><![CDATA[<p>Erneut tappte ein Abgeordneter <a target="_blank" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/562451-lobby-skandal-im-eu-parlament">in die Falle der <em>Sunday Times</em></a>. Das neue Opfer dieser Jagd auf bestechliche EU-Abgeordnete ist der Spanier Pablo Zalba (Europ&auml;ische Volkspartei). <a target="_blank" href="http://www.elmundo.es/elmundo/2011/03/27/union_europea/1301222359.html">Laut <em>El Mundo</em></a> habe er &bdquo;auf Wunsch einer Gruppe falscher Lobbyisten eine EU-Richtlinie nachgebessert. F&uuml;r 100.000 Euro&ldquo;. Im Januar fand das Treffen zwischen Zalba und den Journalisten der britischen Wochenzeitung statt, die sich als Lobbyisten ausgaben. Mit ihrer Aktion soll &bdquo;aufgedeckt werden, wie Lobbyisten vorgehen, um EU-Richtlinien abzu&auml;ndern&ldquo;, erkl&auml;rt die Zeitung. &bdquo;Ich kann egal welchen Bericht des Parlamentes ab&auml;ndern&ldquo;, hatte Zalba den falschen Lobbyisten im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt. Der Beweis: Der Text wurde mit dem Wortlaut angenommen, den diese vorgeschlagen hatten. Das versprochene Geld, so bemerkt die Zeitung habe Zalba aber nicht erhalten.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 28 Mar 2011 12:38:57 +0100</pubDate><guid>571581</guid></item>
<item><title>Korruption | Lobby-Skandal im EU-Parlament</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/562451-lobby-skandal-im-eu-parlament</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;EU-Abgeordnete im &sbquo;Geld f&uuml;r Gesetze&rsquo;-Skandal blo&szlig;gestellt&ldquo;, <a target="_blank" href="http://www.thesundaytimes.co.uk/sto/news/insight/article582604.ece">titelte die <em>Sunday Times</em> am 20. M&auml;rz</a>. In <a target="_blank" href="http://www.thesundaytimes.co.uk/sto/news/insight/article582319.ece">Enth&uuml;llungen</a>, die wahrscheinlich &bdquo;einen der gr&ouml;&szlig;ten Skandale in der 53-j&auml;hrigen Geschichte des Parlaments ausl&ouml;sen werden&ldquo;, offenbarte die Times, dass drei europ&auml;ische Abgeordnete &ndash; darunter ein ehemaliger rum&auml;nischer Vizeministerpr&auml;sident &ndash; zugestimmt hatten, sich von als Lobbyisten getarnten Reportern bezahlen zu lassen. W&auml;hrend ihrer achtmonatigen Ermittlung kontaktierten die Journalisten &uuml;ber 60 EU-Abgeordnete und fragten, ob diese an einer bezahlten Position als &bdquo;Berater&ldquo; interessiert seien. 14 Abgeordnete bissen an und drei von ihnen &ndash; Adrian Severin, ehemaliger rum&auml;nischer Vizeministerpr&auml;sident, Zoran Thaler, fr&uuml;herer slowenischer Au&szlig;enminister, und Ernst Strasser, fr&uuml;herer &ouml;sterreichischer Innenminister &ndash; erkl&auml;rten sich einverstanden, &Auml;nderungsantr&auml;ge f&uuml;r die Richtlinie &uuml;ber <a target="_blank" href="http://ec.europa.eu/internal_market/bank/guarantee/index_de.htm">Einlagensicherungssysteme</a> einzubringen. Die <a target="_blank" href="http://cma.thesundaytimes.co.uk/sto/multimedia/archive/00137/insight-document_137552a.pdf">&Auml;nderungsantr&auml;ge</a> f&uuml;r diese Richtlinie, die Kundeneinlagen vor Bankkonkursen sch&uuml;tzen soll, stehen nun in den offiziellen Dokumenten des Parlaments genau so, wie die falschen Lobbyisten sie abgefasst hatten. Die EU-Parlamentarier, die bereits Verg&uuml;tungen von &uuml;ber 200.000 Euro zuz&uuml;glich quittungsfreier Spesen beziehen, glaubten, sie w&uuml;rden f&uuml;r ihre Arbeit ein Jahresgehalt von 100.000 Euro, ein Beraterhonorar oder beides bekommen.</p>
<p>&bdquo;Strasser droht jetzt auch ein Strafverfahren&ldquo;, <a target="_blank" href="http://diepresse.com/home/politik/eu/643321/Strasser-droht-jetzt-auch-ein-Strafverfahren?direct=643444&amp;_vl_backlink=/home/politik/eu/643444/index.do&amp;selChannel=">titelt die Wiener Tageszeitung <em>Die Presse</em></a>, nachdem der fr&uuml;here Innenminister infolge der Enth&uuml;llungen der Londoner Wochenzeitung zur&uuml;cktrat. Strasser argumentiert, er habe nichts falsch gemacht und wolle durch seinen R&uuml;cktritt nur Schaden f&uuml;r die &ouml;sterreichische Koalitionsregierung vermeiden. Er behauptet auch, er habe ausl&auml;ndische Geheimdienste hinter der Aktion vermutet und sich weiter mit ihnen getroffen, um &bdquo;an die Hinterm&auml;nner zu kommen&ldquo;. Die <em>Sunday Times</em> berichtet jedoch, Strasser habe den Undercover-Reportern gegen&uuml;ber erkl&auml;rt: &bdquo;Lobbyisten haben einen ganz eigenen Geruch. Man kann sagen, dass ich selber auch ein bisschen so bin. Also m&uuml;ssen wir sehr vorsichtig sein.&ldquo; &bdquo;Was hat Adrian Severin falsch gemacht?&ldquo; <a target="_blank" href="http://www.gandul.info/news/culisele-scandalului-din-parlamentul-european-adrian-severin-a-acceptat-de-la-jurnalisti-deghizati-in-lobbyisti-12-000-de-euro-pentru-un-amendament-depus-de-sebastian-bodu-8078738">fragt <em>Gand&ucirc;l</em></a>. Die Tageszeitung aus Bukarest erinnert ihre Leser daran, dass Severin bei seinem Eintritt ins EU-Parlament 2007 einen Kreuzzug gegen die Korruption gestartet hatte und zitiert ihn mit den Worten, er habe &bdquo;nichts Illegales&ldquo; getan und seine Dienste seien &bdquo;kein Lobbying, sondern Beratung&ldquo; gewesen. Die <em>Sunday Times</em> schildert jedoch, wie Severin die Reporter angemailt hat: &bdquo;Nur damit Sie es wissen, der von Ihnen gew&uuml;nschte &Auml;nderungsantrag wurde termingerecht eingebracht.&ldquo; Und er habe dann eine Rechnung &uuml;ber 12.000 Euro f&uuml;r &bdquo;Beratungsdienste f&uuml;r die Kodifizierung von Richtlinie 94/19/EC, Richtlinie 2009/14/EC und diesbez&uuml;gliche &Auml;nderungsantr&auml;ge&ldquo; geschickt.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 21 Mar 2011 15:30:28 +0100</pubDate><guid>562451</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Faule EU-Abgeordnete entlarvt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/537961-faule-eu-abgeordnete-entlarvt</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Take the money and run&ldquo;: <a target="_blank" href="http://www.elmundo.es/"><em>El Mundo</em></a> nutzt den Titel eines ber&uuml;hmten Woody-Allen-Films als Anspielung auf die &bdquo;Tricks&ldquo; der EU-Abgeordneten, die am Freitagmorgen im Parlament vorbeischauen, um den Tagessatz von 304 Euro einzukassieren, und dann sofort ins Wochenende nach Hause verschwinden. Eine Methode, die rund 60 EU-Abgeordneten (von 726) zur Gewohnheit geworden ist, darunter &bdquo;eine Mehrheit aus Frankreich und den osteurop&auml;ischen L&auml;ndern&ldquo;, wie die spanische Tageszeitung bemerkt. Die unabh&auml;ngige britische EU-Abgeordnete <a target="_blank" href="http://www.yourmep.org/">Nikki Sinclaire</a> machte die Masche publik, indem sie ihre Kollegen im Plenarsaal und in verschiedenen Bahnh&ouml;fen und Flugh&auml;fen <a target="_blank" href="http://www.yourmep.org/newsoftheworld.html">fotografierte </a>&ndash; die Bilder wurden in der britischen Wochenzeitung <em>News of the World </em>ver&ouml;ffentlicht. &bdquo;Das Europ&auml;ische Parlament weigert sich jedoch, seine Strategie zu revidieren&ldquo;, hei&szlig;t es weiter in <em>El Mundo</em>. Ein Sprecher des Parlaments best&auml;tigte, diese Methode &bdquo;entspreche absolut den Regeln&ldquo; und &bdquo;nur die politischen Parteien k&ouml;nnen ihre Mitglieder dazu aufrufen, an nicht gearbeiteten Tagen nicht zu stempeln&ldquo;.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 09 Mar 2011 11:45:26 +0100</pubDate><guid>537961</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament  | Nase voll von Straßburg</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/499951-nase-voll-von-strassburg</link><description><![CDATA[<p> Einsparungen von 180 Millionen Euro pro Jahr, 317 Europabeamte und 19 000 Tonnen an CO2 weniger. Das w&uuml;rde sich &auml;ndern, wenn das Europ&auml;ische Parlament Br&uuml;ssel als einzigen Sitz w&auml;hlen w&uuml;rde. Derzeit legen die 736 Europaabgeordneten und ihre Mitarbeiter einmal monatlich die 431 Kilometer zwischen der &bdquo;Hauptstadt&ldquo; der EU und Stra&szlig;burg f&uuml;r vier Sitzungstage zur&uuml;ck. Obwohl Stra&szlig;burg der offizielle Sitz des Parlaments ist, verbringen die Abgeordneten den gr&ouml;&szlig;ten Teil ihrer Arbeitszeit in Br&uuml;ssel. Es ist offensichtlich, dass dieser &bdquo;monatliche Umzug [...] viel Geld kostet und schlecht f&uuml;r die Umwelt und die Gesundheit der Abgeordneten ist&ldquo;, <a target="_blank" href="http://www.standaard.be/artikel/detail.aspx?artikelid=QM3679HN">erkl&auml;rt <em>De Standaard</em></a>, der sich auf eine <a target="_blank" href="http://www.emcmillanscott.com/resources/A+Tale+of+Two+Cities.pdf">Umfrage</a> bezieht, die am 10. Februar vom Vizepr&auml;sidenten des Parlaments, dem britischen Liberalen <a target="_blank" href="http://www.emcmillanscott.com/">Edward McMillan-Scott</a> ver&ouml;ffentlicht wurde. 91 Prozent der befragten Abgeordneten und ihre Mitarbeiter m&ouml;chten, dass Br&uuml;ssel zum einzigen Parlamentssitz wird. &bdquo;Die Debatte ist wieder im Gange, aber weit von einer Entscheidung entfernt&ldquo;, erkl&auml;rt die belgische Tageszeitung. Denn der <a target="_blank" href="http://europa.eu/lisbon_treaty/glance/index_de.htm">Vertrag von Lissabon</a> sieht nicht vor, dass sich die Abgeordneten ihren Arbeitsplatz aussuchen k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem stellen sich einige einflussreiche Abgeordnete, wie zum Beispiel der Pr&auml;sident der EVP, der Franzose Joseph Daul und sein deutscher Kollege Martin Schulz und auch Paris gegen die Aufgabe von Stra&szlig;burg.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 11 Feb 2011 17:12:18 +0100</pubDate><guid>499951</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Informationsfreiheit in Gefahr</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/487081-informationsfreiheit-gefahr</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Nur sieben Jahre nach ihrer Einf&uuml;hrung wird die EU die Regeln f&uuml;r Informationsfreiheit stark einschr&auml;nken&rdquo;, <a target="_blank" href="http://euobserver.com/9/31736">berichtet der <em>EUobserver</em></a>. Der <a target="_blank" href="http://www.access-info.org/european-union/139-proposed-amendments-to-eu-access-to-docs-regulation#parliament%27s%20proposal">Text</a> befindet sich zwar noch im Ausschuss-Stadium, bevor er den EU-Parlamentariern vorgelegt wird, erregt aber schon den Zorn eines <a target="_blank" href="http://www.access-info.org/documents/Access_Docs/Advancing/EU/Letter_MEPs_28_Jan_2011.pdf">B&uuml;ndnisses</a> aus 180 Menschenrechtsorganisationen, Interessengruppen f&uuml;r Transparenz und Journalistengewerkschaften. Zuk&uuml;nftig &bdquo;sollen Einzelpersonen nur noch zu den Dokumente Zugang haben, die den Amtsweg durchlaufen haben, und f&uuml;r die eine Anfrage gestellt wurde&ldquo;. Tausende informelle Dokumente [beispielsweise Arbeitspapiere und E-Mails], die zwischen politischen Entscheidungstr&auml;gern der EU ausgetauscht wurden, fallen dann nicht mehr unter die bisherige Pflicht zur Informationsfreiheit. Die Br&uuml;sseler Internetseite weist darauf hin, dass die Mitgliedsstaaten dank der neuen Regeln &bdquo;noch mehr M&ouml;glichkeiten erhalten, die Einsicht in ihren Austausch mit den EU-Institutionen abzulehnen, und den Zugang zu Dokumenten zu verweigern, in denen es um Auseinandersetzungen zwischen Kommission und Hauptst&auml;dten geht&ldquo;. Ein Vertreter des B&uuml;ndnisses appelliert an die Europarlamentarier, angesichts dieser restriktiven Gesetzgebung &bdquo;auf die Bremse zu treten&ldquo; und erkl&auml;rt: &bdquo;Volksvertreter sollten die B&uuml;rgerrechte st&auml;rken, nicht beschneiden.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 02 Feb 2011 12:36:34 +0100</pubDate><guid>487081</guid></item>
<item><title>EU-Ratspräsidentschaft | Bewegter Auftakt für Viktor Orbán</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/469761-bewegter-auftakt-fuer-viktor-orban</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Ein angespannter Anfang&ldquo; titelt <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em> am Tag nach der Rede Viktor Orb&aacute;ns vor dem Europ&auml;ischen Parlament. Angereist war der ungarische Regierungschef, um das Programm seiner <a href="http://www.eu2011.hu/" target="_blank">EU-Ratspr&auml;sidentschaft</a> der n&auml;chsten sechs Monate vorzustellen. Empfangen wurde er von EU-Abgeordneten der Gr&uuml;nen, die gegen das <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/446761-pressefreiheit-aufgehoben-nicht-ausgetilgt" target="_blank">Mediengesetz</a> protestierten. <a href="http://nol.hu/lap/mo/20110120-adjonisten__fogadjisten" target="_blank">Laut der Tageszeitung</a> erwiderte der &bdquo;sichtlich ver&auml;rgerte und angeschlagene&ldquo; Orb&aacute;n, dass &bdquo;man nicht ein ganzes Volk beleidigen kann&ldquo;. <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em> schreibt: &bdquo;Seine Gegner d&uuml;rfen nicht die &sbquo;ungarische Ratspr&auml;sidentschaft&lsquo; und &sbquo;Ungarn&lsquo; verwechseln. Sonst wird darunter die EU leiden&ldquo;. In Br&uuml;ssel sei es wichtig, &bdquo;die F&uuml;hrung so reibungslos wie m&ouml;glich zu &uuml;bernehmen. Die Regierung Orb&aacute;ns ist dieser &ndash; alles in allem nicht besonders technischen, sondern in erster Linie protokollarischen &ndash; Aufgabe gewachsen.&ldquo; Aber ob es sich nun um den z&uuml;gigen EU-Beitritt Kroatiens (einem &bdquo;Projekt, welches Ungarn sehr am Herzen liegt&ldquo;), oder die Aufnahme Rum&auml;niens und Bulgariens in den Schengen-Raum handelt: f&uuml;r <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em> h&auml;ngt alles vom Wohlwollen der gro&szlig;en L&auml;nder ab.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 20 Jan 2011 11:34:11 +0100</pubDate><guid>469761</guid></item>
<item><title>Institutionen | Der EU-Haushalt 2011 steht</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/431711-der-eu-haushalt-2011-steht</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Wenn ein Fu&szlig;ballspiel unentschieden ausgeht, fragen sich beide Mannschaften stets, ob sie ganz knapp der Niederlage entkommen sind, oder vielmehr dem Sieg nahe waren (und umgekehrt). Nachdem das EU-Parlament den <a href="http://ec.europa.eu/budget/budget_detail/next_year_de.htm" target="_blank">Haushalt f&uuml;r 2011</a> am Mittwoch in Stra&szlig;burg mit 508 gegen 141 Stimmen und 19 Enthaltungen abgesegnet hatte, dominierte genau dieses Gef&uuml;hl&ldquo;, <a target="_blank" href="http://www.lalibre.be/actu/international/article/630286/les-eurodeputes-votent-une-treve.html?utm_source=Newsletter&amp;utm_medium=Email&amp;utm_campaign=La+minute+libre">berichtet <em>La Libre Belgique</em></a>.</p>
<p>Am 9. Dezember hatten sich die EU-Abgeordneten und die Mitgliedsstaaten nicht geeinigt, weil &bdquo;die Abgeordneten in der Debatte um die finanziellen Perspektiven der EU f&uuml;r 2014 bis 2020 mitentscheiden wollten. Zudem wollten sie &uuml;ber eigene Ressourcen der Union reden&ldquo;, erinnert das Blatt. Wenn die Kommission nicht ein neues Haushalts-Projekt vorgeschlagen h&auml;tte, &bdquo;h&auml;tten der neue Europ&auml;ische Ausw&auml;rtige Dienst und die europ&auml;ische Finanzregulierung das Jahr 2011 ohne einen Cent begonnen&ldquo;. Auch h&auml;tten bestimmte europ&auml;ische Politikfelder mit trockenem Brot und Wasser ausgekommen m&uuml;ssen.</p>
<p>&bdquo;Die Mitgliedsstaaten hatten argumentiert, dass die Ausgaben der EU in Zeiten der Haushaltsstrenge zu z&uuml;geln seien. Damit &uuml;berzeugten sie das Parlament, welches sich damit einverstanden erkl&auml;rte, die Ausgaben nicht &uuml;ber 2,91 Prozent (bezogen auf 2010) steigen zu lassen. Und das obwohl es im Oktober einen Anstieg um 5,9 Prozent entschieden hatte&ldquo; erkl&auml;rt <em>La Libre Belgique</em>. 2011 werden die Zahlungen 125,5 Milliarden Euro, die Verpflichtungserm&auml;chtigungen 141,8 Milliarden Euro betragen. Als Gegenleistung erwirkte das Parlament von der Kommission, dass finanzielle Perspektiven zuk&uuml;nftig diskutiert werden und die Kommission im kommenden Juni konkrete Vorschl&auml;ge zu eigenen Ressourcen machen wird.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 16 Dec 2010 15:03:43 +0100</pubDate><guid>431711</guid></item>
<item><title>Institutionen | Parlament verliert den Haushaltskampf</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/393561-parlament-verliert-den-haushaltskampf</link><description><![CDATA[<p>Die <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/"><em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em></a> zeigt sich angesichts der Machtspiele, die zum <a target="_blank" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/390761-eu-ohne-haushalt-2011">Fehlschlagen der Debatte um den EU-Haushalt </a>zwischen Mitgliedsstaaten und Europ&auml;ischem Parlament f&uuml;hrten, best&uuml;rzt: &bdquo;Begegnen sich die Unterh&auml;ndler weiter so respektlos, geht der EU bald das Geld aus.&ldquo; Und das mitten in der Finanzkrise, bedauert die M&uuml;nchner Tageszeitung. &bdquo;Die Verhandlungen &uuml;ber das europ&auml;ische Haushaltsgeld f&uuml;r 2011 haben schonungslos offenbart, was die Regierungen in den 27 europ&auml;ischen L&auml;ndern von ihren Volksvertretern halten &ndash; n&auml;mlich fast nichts. Die Parlamentarier ihrerseits erwidern diese offensichtliche Geringsch&auml;tzung mit herzlicher Abneigung.&ldquo; Die <em>SZ</em> meint, f&uuml;r das Fehlschlagen seien die Regierungen verantwortlich, die keine Zugest&auml;ndnisse machen wollten.</p>
<p><a target="_blank" href="http://blogs.ft.com/brusselsblog/2010/11/member-states-to-european-parliament-drop-dead/#more-7196">F&uuml;r die <em>Financial Times</em></a> liegt das &bdquo;unerwartet st&ouml;rrische&ldquo; Verhalten der Mitgliedsstaaten an deren &bdquo;Wunsch, das Parlament zu bestrafen, das seit dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon im vergangenen Dezember zunehmend durchsetzungsstark auftritt&ldquo;. F&uuml;r die EU-Abgeordneten ist die Forderung nach mehr Machtbefugnissen &bdquo;ganz einfach Demokratie&ldquo;, bemerkt die <em>FT</em>. &bdquo;Schlie&szlig;lich sind sie in Br&uuml;ssel die einzige vom Volk gew&auml;hlte Institution und sind somit ernst zu nehmen.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Dieses Fiasko bedeutet, dass gerade der Machtkampf innerhalb der EU begonnen hat&ldquo;, <a target="_blank" href="http://wyborcza.pl/1,75968,8672437,Europarlament__ktory_ryknal.html">schreibt wiederum die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>: Wenn der Konflikt tats&auml;chlich &bdquo;mit der Niederlage des Parlaments und dem Sieg einer Handvoll Regierungen unter F&uuml;hrung Londons endet, dann st&uuml;nde uns eine progressive Zerschlagung der EU in Aussicht&ldquo;. Auch f&uuml;r die Warschauer Tageszeitung geht es bei der Debatte weniger um das Geld als vielmehr darum, ob die Regierungen mit den EU-Parlamentariern wirklich dar&uuml;ber diskutieren wollen, wie der Haushalt erstellt werden oder ob sich die EU mit eigenen finanziellen Ressourcen ausstatten soll.</p>
<p>Die Teilnahme des Parlaments an den Haushaltsverhandlungen erh&ouml;ht die Legitimit&auml;t der EU und ist eine Garantie daf&uuml;r, dass die n&auml;chsten Haushalte gerecht der ganzen Union und nicht nur einigen Staaten zugute kommen. Am 15. November &bdquo;wurde deutlich, dass manche Regierungen lieber den EU-Haushalt f&uuml;r 2011 blockieren als einen Pr&auml;zedenzfall zu schaffen. Sie haben es wahrscheinlich getan, weil sie ihn in der Zukunft erheblich k&uuml;rzen wollen. Doch wenn diese Idee &uuml;berwiegt, wird die EU sich verkleinern und nicht erweitern&ldquo;, schlie&szlig;t die <em>Gazeta Wyborcza</em>. <em>(pl-m)</em></p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:15:44 +0100</pubDate><guid>393561</guid></item>
<item><title>Institutionen | EU ohne Haushalt 2011</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/390761-eu-ohne-haushalt-2011</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;In Br&uuml;ssel sind die Verhandlungen &uuml;ber den <a href="http://ec.europa.eu/budget/library/documents/annual_budgets_reports_accounts/2011/2011_Draft_budg_preparation_de.pdf" target="_blank">EU-Haushalt 2011</a> zwischen EU-Parlamentariern und Mitgliedsstaaten am 15. November gescheitert, was die EU-Finanzen gef&auml;hrden k&ouml;nnte&ldquo;, <a href="http://www.lemonde.fr/europe/article/2010/11/11/les-negociations-du-budget-2011-de-l-ue-au-point-mort_1438871_3214.html" target="_blank">berichtet<em> Le Monde</em></a>. Da das Datum f&uuml;r einen Vertragsabschluss abgelaufen sei, &bdquo;muss die Europ&auml;ische Union einen neuen Haushaltsplan vorlegen, w&auml;hrend die Finanzierung der ersten Monate des Jahres 2011 auf den Budgetposten von 2010 beruhen wird&ldquo;, <a href="http://euobserver.com/9/31274" target="_blank">pr&auml;zisiert der<em> EUObserver</em></a>. </p>
<p>Die Verhandlungen seien gescheitert, weil einige Mitgliedsstaaten sich geweigert h&auml;tten, den Europarlamentarien ein gr&ouml;&szlig;eres Mitspracherecht bei der mittelfristigen Haushaltsplanung einzur&auml;umen, schreibt das Online-Magazin. Der niederl&auml;nderische und der britische Minister h&auml;tten sich geweigert, &bdquo;&uuml;ber strittige Punkte zu debattieren, wie mehr Eigenmittel &uuml;ber eine EU-Steuer oder &uuml;ber ein &bdquo;flexibles Budget&ldquo; im Fall von unvorhersehbaren Ausgaben.&ldquo;</p>
<p>&bdquo;Die Mitgliedsl&auml;nder fordern, dass die Zahlungen um h&ouml;chstens 2,91 Prozent pro Jahr steigen d&uuml;rfen (f&uuml;r einen Gesamthaushalt von 123 Milliarden Euro), schreibt <a href="http://www.lesoir.be/" target="_blank"><em>Le Soir</em></a>. &bdquo;Die EU-Parlamentarier lenkten ein, dabei hatten sie anfangs das Doppelte verlangt. Die EU-Parlamentarier sind sich der klammen Haushaltslage in den Mitgliedsstaaten durchaus bewusst&ldquo;. Doch, so schreibt die Tageszeitung aus Br&uuml;ssel, &bdquo;ist die Schlacht um den EU-Haushalt vor allem hochpolitisch. Das Europ&auml;ische Parlament baut vor und will deutlich machen, dass es in Zukunft bei der Finanzierung des EU-Haushalts sein W&ouml;rtchen mitreden will.&ldquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 16 Nov 2010 13:05:45 +0100</pubDate><guid>390761</guid></item>
<item><title>Sacharow-Preis | Parlament uneins über Fariñas Preis</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/368681-parlament-uneins-ueber-farinas-preis</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Das Europ&auml;ische Parlament zeichnet Fari&ntilde;as aus&ldquo;, <a target="_blank" href="http://www.elpais.com/articulo/internacional/Eurocamara/premia/disidencia/cubana/elpepiint/20101022elpepiint_4/Tes">titelt <em>El Pa&iacute;s</em></a>. Nach einer Sitzung hinter verschlossenen T&uuml;ren am 21. Oktober in Stra&szlig;burg einigten sich die Spitzen der Fraktionen im EU-Parlament, den mit 50.000 Euro dotierten <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/parliament/public/staticDisplay.do;jsessionid=E185065F0B99D3BCB1A2280C67C74C0D.node1?language=DE&amp;id=42">Sacharow-Preis</a> 2010 dem kubanischen Dissidenten Guillermo Fari&ntilde;as zuzusprechen. Fari&ntilde;as hat elfeinhalb Jahre hinter Gittern verbracht und wurde erst j&uuml;ngst, nach einem Hungerstreik im Juli, wieder freigelassen. Parlamentspr&auml;sident Jerzy Buzek erkl&auml;rte, &bdquo;dass Fari&ntilde;as bereit war, seine Gesundheit und sein Leben zu opfern, um Ver&auml;nderungen in Kuba zu erreichen.&ldquo; Die von der EVP unterst&uuml;tzte Nominierung Fari&ntilde;as hatte zur Folge, dass &bdquo;das Mitte-Rechts-Lager applaudierte, w&auml;hrend Stille auf den B&auml;nken der Linken Fraktion herrschte, bis ein Ausruf zu h&ouml;ren war, das Parlament sei in &bdquo;Verruf&ldquo; geraten. Ein sozialistischer spanischer Abgeordneter beklagte, &bdquo;die Vergabe des Preises an eine bekannte und bereits gel&ouml;ste Sache.&ldquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 22 Oct 2010 15:11:48 +0100</pubDate><guid>368681</guid></item>
<item><title>Stabilitätspakt | Sturm auf das Merkel-Sarkozy-Diktat</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/368431-sturm-auf-das-merkel-sarkozy-diktat</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Die europ&auml;ische Uneinigkeit&ldquo;, lautet der Aufmacher von <a href="http://www.latribune.fr/" target="_blank"><em>La Tribune</em></a>. Der am vergangenen Montag unter der Federf&uuml;hrung des franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten Nicolas Sarkozy und der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel gefundene <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/366361-das-merkel-sarkozy-diktat" target="_blank">Kompromiss </a>zur Reform des EU-Stabilit&auml;tspakts sto&szlig;e auf heftige Gegenwehr, von der EZB bis zum Europ&auml;ischen Parlament, die lautstark ihrer Kritik Luft machten. So gab EZB-Pr&auml;sident Jean-Claude Trichet zu verstehen, dass er &bdquo;die politische Offensive von Nicolas Sarkozy und Angela Merkel zur k&uuml;nftigen Wirtschaftsregierung der Union gelinde gesagt nicht gerade sch&auml;tze&ldquo;, <a href="http://www.lesechos.fr/economie-politique/monde/actu/020879343464-gouvernance-de-la-zone-euro-trichet-mecontent-du-pacte-franco-allemand.htm" target="_blank">schreibt <em>Les Echos</em></a>. Die EU-Kommission und die EZB pl&auml;dieren &bdquo;f&uuml;r automatische Sanktionen, ohne sechsmonatige Gnadenfrist und ohne Abstimmung im EU-Rat, wie von Paris und Berlin vorgeschlagen&ldquo; erkl&auml;rt La Tribune. Beide L&auml;nder h&auml;tten &bdquo;das politische Heft an sich gerissen, was ihnen zugunsten der EU-Kommission und Experten aus den H&auml;nden zu gleiten drohte&ldquo;, analysiert <em>Les Echos</em>. </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 22 Oct 2010 11:56:04 +0100</pubDate><guid>368431</guid></item>
<item><title>EU-Haushalt | Parlament will Europa-Steuer</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/367441-parlament-will-europa-steuer</link><description><![CDATA[<p>In einem Punkt waren sich die EU-Parlamentarier bei der Abstimmung zum <a href="http://ec.europa.eu/luxembourg/docs/press/2010/86-2010_budget_2011_de_ip468.pdf" target="_blank">EU-Haushalt 2011</a> einig: Die Finanzierung der Institutionen muss &uuml;berdacht werden. Das Thema sei &bdquo;in den Mitgliedsstaaten quasi tabu und wurde seit dem Gipfel von Fontainebleau, bei dem Margaret Thatcher einen Sonderrabatt f&uuml;r die Briten abgerungen hatte, nie wieder anger&uuml;hrt&ldquo;, <a href="http://www.lesechos.fr/" target="_blank">schreibt <em>Les Echos</em></a>. Die Parlamentarier fordern neue Finanzierungsquellen und drohen den 27, den EU-Haushalt 2011 nicht zu verabschieden, sollte die Diskussion nicht begonnen werden. F&uuml;r das EU-Parlament &bdquo;kann man nicht unentwegt der Union neue Aufgaben &uuml;bertragen (Klima, Energie, Raumfahrtprogramm, EU-Au&szlig;endienst, Armutsbek&auml;mpfung...), ohne einen Cent mehr zahlen zu wollen.&ldquo; Die Parlamentarier verurteilten insbesondere den Schwund der Einnahmen durch Z&ouml;lle aufgrund &bdquo;der Liberalisierung des Handels&ldquo;, f&uuml;hrt das Wirtschaftsblatt fort und schreibt, dass mehrere Finanzierungsquellen von den Abgeordneten diskutiert w&uuml;rden  &ndash;  wie beispielsweise eine EU-Mehrwertsteuer oder eine Steuer auf Gewinne und Verg&uuml;tungen. &bdquo;Die Reaktionen aus den Hauptst&auml;dten lie&szlig;en nicht auf sich warten: Nein. Neue EU-Steuern kommen nicht in Frage, lie&szlig; London umgehend verlauten&ldquo;, schlie&szlig;t <em>Les Echos</em>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 21 Oct 2010 15:43:36 +0100</pubDate><guid>367441</guid></item>
<item><title>Haushalt | Brüssels leere Kassen (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/345791-bruessels-leere-kassen</link><description><![CDATA[Die EU ist mit immer größeren Kompetenzen ausgestattet, doch fehlt es ihr an den Mitteln für ihre Ambitionen. Schuld daran sind die Mitgliedsstaaten, die die EU-Organe zu zögerlich finanzieren. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 24 Sep 2010 14:16:10 +0100</pubDate><guid>345791</guid></item>
<item><title>Roma | Gute Frage, schlechte Antwort (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/336811-gute-frage-schlechte-antwort</link><description><![CDATA[Am 9. September verurteilte das Europäische Parlament Frankreich zu recht für seine Einstellung gegenüber der Roma. Dabei hat Frankreich allerdings die Frage nach ihrem Platz in Europa aufgeworfen, die die Union nicht länger beiseite schieben kann. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 10 Sep 2010 17:53:30 +0100</pubDate><guid>336811</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Ein Herz für Versuchstiere</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/335221-ein-herz-fuer-versuchstiere</link><description><![CDATA[<p>&quot;EU rettet Welpen&quot;, <a href="http://taz.de/1/zukunft/umwelt/artikel/1/stammzellen-statt-tiere/" target="_blank">titelt eine zweideutige <em>Tageszeitung</em></a>. Am 8. September haben die EU-Parlamentarier f&uuml;r eine erneuerte Form der 1986er <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+20100908+ITEMS+DOC+XML+V0//DE" target="_blank">Richtlinie zum Schutz von Versuchstieren</a> gestimmt. In sp&auml;testens zwei Jahren d&uuml;rfen Tiere nur noch f&uuml;r Experimente verwendet werden, die der Forschung &uuml;ber Krankheiten des Menschen oder &uuml;ber Tiere dienen, und wenn es keine von der EU anerkannte alternativen Testmethoden gibt. Christdemokratische Politiker verweigerten dem Gr&uuml;nen-Vorschlag zur bevorzugten Ausbeutung embryonaler Stammzellen die Unterst&uuml;tzung, berichtet das Berliner Blatt. Derzeit werden j&auml;hrlich 12,2 Millionen Tiere in etwa 1.300 EU-Versuchslaboren eingesetzt.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 09 Sep 2010 13:41:26 +0100</pubDate><guid>335221</guid></item>
<item><title>Europäische Kommission | Barroso, wenn der Tag lang ist... (Presseurop, )</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/334291-barroso-wenn-der-tag-lang-ist</link><description><![CDATA[Die erste Rede von EU-Kommissionspräsident Barroso zur Lage der Union wurde mit Spannung erwartet. Während sich die EU langsam von der Krise erholt, fehlt es an einer Vision, bedauert die europäische Presse. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 08 Sep 2010 16:43:42 +0100</pubDate><guid>334291</guid></item>
<item><title>Europäische Institutionen | Alle Hände voll zu tun</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/328741-alle-haende-voll-zu-tun</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Sommer gerade einmal vorbei &ndash; und schon ist der EU-Stundenplan voll ausgebucht&ldquo; , titelt die luxemburgische La Voix und gibt damit das wieder, was die siebenundzwanzig L&auml;nder in den kommenden Wochen erwartet: &bdquo;<a target="_blank" href="http://ec.europa.eu/budget/documents/multiannual_framework_fr.htm">Wirtschaftspolitische Steuerung, mehrj&auml;hriger Finanzrahmen, Haushalt f&uuml;r 2011, Europa 2020</a>&ldquo;. Einige dieser Punkte sind bereits in Arbeit, berichtet die Tageszeitung: &bdquo;Die EU-Kommissarin f&uuml;r Justiz, Grundrechte und B&uuml;rgerschaft &ndash; <a target="_blank" href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/multimedia/news/2010/08/index_fr.htm">Vivian Reding</a> &ndash; hat den franz&ouml;sischen Minister f&uuml;r Immigration und den franz&ouml;sischen Europa-Minister empfangen, um das Problem der Roma grunds&auml;tzlich zu besprechen&ldquo;. Ihrerseits hat sich die Kommission versammelt, &bdquo;um die erste Rede zum Zustand der Europ&auml;ischen Union vorzubereiten&ldquo;. Halten wird sie der Pr&auml;sident der Kommission &ndash; Jos&eacute; Manuel Barroso &ndash; am 7. September vor dem Europ&auml;ischen Parlament.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 01 Sep 2010 10:49:03 +0100</pubDate><guid>328741</guid></item>
<item><title>Swift | EU gibt Bankdaten wieder an Terrorfahnder</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/283391-eu-gibt-bankdaten-wieder-terrorfahnder</link><description><![CDATA[<p>&quot;Datenschutz, go home!&quot; So <a href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/und-ewig-zankt-der-europaeer/" target="_blank">lautet das Urteil der <em>Tageszeitung</em></a> zum gestern von der EU unterzeichneten, stark umstrittenen <a href="http://www.swift.com/home/index.page?lang=en" target="_blank">Swift</a>-Abkommen &uuml;ber den Transfer von Bankdaten europ&auml;ischer B&uuml;rgern an die USA. Das Abkommen im Rahmen des Kampfes gegen den Terrorismus wird ab dem 1. August gelten, wenn es das Parlament, das es im <a href="http://www.presseurop.eu/fr/node/189601" target="_blank">Februar abgelehnt hatte</a>, Anfang Juli absegnet. Laut der Berliner Tageszeitung sind die gro&szlig;en Fraktionen im Parlament &quot;eingeknickt&quot; und k&uuml;ndigten bereits ihre Zustimmung an, da in den Verhandlungen wesentliche Verbesserungen beim Datenschutz erreicht worden seien. &quot;Reine Kosmetik&quot;, bemerkt die <em>TAZ</em>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 29 Jun 2010 12:03:15 +0100</pubDate><guid>283391</guid></item>
<item><title>Institutionen | Gefangen in der Lobbyistenfalle (Dziennik Gazeta Prawna, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/282841-gefangen-der-lobbyistenfalle</link><description><![CDATA[Interessengruppen haben heute in Brüssel mehr Macht als in Washington. Und mangels einer strikten gesetzlichen Regelung ihrer Betätigungen werden sie auch weiterhin ganz nach Gutdünken die europäische Gesetzgebung beeinflussen. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 28 Jun 2010 16:09:12 +0100</pubDate><guid>282841</guid></item>
<item><title>Diplomatie | EU-Abgeordnete pochen auf ihre Macht</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/280021-eu-abgeordnete-pochen-auf-ihre-macht</link><description><![CDATA[<p>&quot;Seit Anfang des Jahres und dem Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon sind die EU-Abgeordneten mobilisiert, um die 'gemeinschaftliche Methode' gegen die angeblichen Offensiven der Mitgliedsstaaten und ein zwischenstaatliches Abdriften zu verteidigen&quot;, schreibt <em>Le Monde</em>. Die vier gr&ouml;&szlig;ten politischen Familien &ndash; Konservative, Sozialisten, Liberaldemokraten und Gr&uuml;ne &ndash; sind alle bereit, in etlichen Bereichen f&uuml;r ihre Arbeitsweise zu k&auml;mpfen, wie die franz&ouml;sische Tageszeitung erkl&auml;rt.</p>
<p>Das von Catherine Ashton am 21. Juni durchgesetzte Abkommen, das die groben Linien des zuk&uuml;nftigen europ&auml;ischen diplomatischen Dienstes definiert, ist nur ein Kapitel in dem Kampf, den das <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/public/default_de.htm" target="_blank">Parlament </a>gegen die &quot;Vereinnahmung Br&uuml;ssels durch die Mitgliedsstaaten&quot; f&uuml;hrt. Kommission, Rat und Parlament fanden zu einem Kompromiss, damit die neue Struktur, unter der rund 7000 Funktion&auml;re &ndash; zu 60 Prozent europ&auml;ische und zu 40 Prozent nationale Diplomaten &ndash; zusammengefasst werden sollen, auch funktionieren kann.</p>
<p>Die EU-Abgeordneten hatten vergeblich gefordert, der Dienst solle &quot;in die EU-Kommission integriert&quot; werden, damit diese &quot;seine Funktionsweise und sein Budget besser kontrollieren&quot; k&ouml;nne, ruft <em>Le Monde</em> in Erinnerung. Sie sind der Meinung, die Kommission m&uuml;sse sich bei der Verwirklichung der gemeinschaftlichen Projekte auf das Parlament st&uuml;tzen. &quot;Die Verwirrung bei der Griechenland-Rettung hat die 'Grenzen' der Konzertierung zwischen den Staaten aufgezeigt&quot;, unterstreicht der ehemalige belgische Ministerpr&auml;sident Guy Verhofstadt, der Chef der Liberalen im Parlament, der als &quot;einer der einflussreichsten M&auml;nner des Plenarsaals&quot; gilt. Diese Positionierung sei nicht neu, erkl&auml;rt <em>Le Monde</em>, doch der Vertrag von Lissabon habe ihr &quot;neue Kraft&quot; verliehen. &quot;Die EU-Abgeordneten verf&uuml;gen &uuml;ber neue Pr&auml;rogativen, die sie durchaus auch einsetzen wollen: mehr gemeinsame Beschlussfassungen mit dem Rat, mehr Macht in Haushaltsfragen sowie die F&auml;higkeit, internationale Abkommen pauschal abzulehnen&quot;. Eine Offensive, so die Tageszeitung, die in den Hauptst&auml;dten und beim Europ&auml;ischen Rat Ver&auml;rgerung ausl&ouml;st.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 23 Jun 2010 17:02:56 +0100</pubDate><guid>280021</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | SOS gegen die Finanzlobby</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/278341-sos-gegen-die-finanzlobby</link><description><![CDATA[<p>&quot;EU-Politiker: Wir brauchen Hilfe!&quot; Die Berliner <a target="_blank" href="http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/banker-lobby-beherrscht-bruessel/"><em>Tageszeitung</em> titelt</a> mit einem ungew&ouml;hnlichen <a target="_blank" href="http://www.finance-watch.org/">Appell</a> von 22 EU-Parlamentariern aller gro&szlig;en Fraktionen. Am 21. Juni forderten sie die Zivilgesellschaft und die Kommission auf, ein Gegengewicht zur &uuml;berm&auml;chtigen Lobby des Banken- und Finanzsektors in Br&uuml;ssel zu bilden, der die Deutungshoheit &uuml;ber Expertisen halte. &quot;Mutig&quot;, <a target="_blank" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/investmentbanker-abschalten/">meint die <em>TAZ</em></a>, &quot;aber es w&auml;re naiv, zu glauben, dass es schon ausreicht, wenn sich das EU-Parlament einen wissenschaftlichen Dienst zulegt oder Nichtregierungsorganisationen ein paar hauptamtliche Stellen f&uuml;r Finanzexperten schaffen. Dieser ungleiche Kampf l&auml;sst sich nur gewinnen, indem man die Spezialisten &uuml;berfl&uuml;ssig macht&quot;, hei&szlig;t, die Finanzm&auml;rkte m&uuml;ssen transparent werden.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 22 Jun 2010 12:41:52 +0100</pubDate><guid>278341</guid></item>
<item><title>Rumänien | Ein Revolutionär in Straßburg</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/274391-ein-revolutionaer-strassburg</link><description><![CDATA[<p>Der Abgeordnete der europ&auml;ischen Volkspartei <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/members/expert/groupAndCountry/view.do;jsessionid=19360320F9FC03D6A795A6B4AFF58175.node1?language=DE&amp;partNumber=1&amp;group=2952&amp;country=RO&amp;id=39726">L&aacute;szl&oacute; Tők&eacute;s</a>, der als &quot;der Mann, der die Revolution von 1989 ausl&ouml;ste&quot;, gilt, wurde am 15. Juni zum stellvertretenden Vorsitzenden des Europ&auml;ischen Parlaments gew&auml;hlt, wie die Tageszeitung<em> <a target="_blank" href="http://www.adevarul.ro/international/Tokes-vicepresedinte_al_PE_datorita_Revolutiei_0_277172851.html">Adevărul </a></em><a target="_blank" href="http://www.adevarul.ro/international/Tokes-vicepresedinte_al_PE_datorita_Revolutiei_0_277172851.html">berichtet</a>. Die blutige Niederschlagung der Demonstrationen gegen seine Zwangsversetzung aus Timisoara war einer der Faktoren, die zum Niedergang des kommunistischen Regimes f&uuml;hrten. Der evangelische Pfarrer Tők&eacute;s ist Vorsitzender des Nationalrats der siebenb&uuml;rgischen Magyaren. Er wird Nachfolger des Ungarn P&aacute;l Schmitt, der am 14. Mai zum ungarischen Parlamentsvorsitzenden in Budapest gew&auml;hlt wurde.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 16 Jun 2010 16:30:49 +0100</pubDate><guid>274391</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Eine getarnter Bail-out?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/237241-eine-getarnter-bail-out</link><description><![CDATA[<p>Das heutige Programm des Europ&auml;ischen Parlamentes sieht die <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/059-70708-075-03-12-910-20100316IPR70707-16-03-2010-2010-false/default_en.htm" target="_blank">Vereinfachung der Verteilung </a>der EU-Strukturfonds f&uuml;r die L&auml;nder vor, die die Krise am schwersten getroffen hat, <a href="http://edgp.dziennik.pl/index.php?act=mprasa&amp;sub=article&amp;id=296458" target="_blank">berichtet <em>Dziennik Gazeta Prawn</em>a</a>. So sollten schon bald mehrere Milliarden Euro nach Rum&auml;nien, Ungarn und die L&auml;nder des Baltikums unterwegs sein. Nach Meinung der Warschauer Tageszeitung gleicht dieses Vorhaben dem Rettungsplan f&uuml;r Griechenland, auch wenn niemand in Br&uuml;ssel diese Verbindung herstellt. Nach den alten Regeln h&auml;tten die Staaten Projekte vorlegen m&uuml;ssen, damit man diesen zustimmen und sie gemeinsam finanzieren h&auml;tte k&ouml;nnen. Darunter litten allerdings die neuen Mitgliedsstaaten. 2009 erhielt Rum&auml;nien beispielsweise nur 1,5 Milliarden Euro, was gerade mal 1,2 Prozent des Nationaleinkommens entspricht. Mit nur 1,15 Prozent erging es Ungarn sogar noch schlechter. Nun sollte Zentraleuropa schnellstens Soforthilfen erhalten: Vorauszahlungen von zwei bis vier Prozent des f&uuml;r 2007 bis 2013 festgelegten Fonds von 327 Milliarden m&uuml;ssten sie demn&auml;chst erreichen. Zudem sind diejenigen, die davon profitieren, nicht l&auml;nger dazu verpflichtet, die Projekte vollst&auml;ndig mitzufinanzieren.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 22 Apr 2010 14:49:23 +0100</pubDate><guid>237241</guid></item>
<item><title>Kuba-EU | Eiszeit nach Tod eines Dissidenten</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/210841-eiszeit-nach-tod-eines-dissidenten</link><description><![CDATA[<p>Nach dem Tod des hungerstreikenden kubanischen Dissidenten Orlando Zapata vom 23. Februar sind die Beziehungen der<a target="_blank" href="http://www.eu2010.es/en/documentosynoticias/noticias/mar10_cuba.html"> EU mit Havanna </a>auf einem Tiefpunkt angelangt, schreibt <a target="_blank" href="http://www.elmundo.es/elmundo/"><em>El Mundo</em></a>. Die spanische EU-Ratspr&auml;sidentschaft hatte geplant, ein <em>&quot;politisches, wirtschaftliches und sogar humanit&auml;res Abkommen&quot;</em> mit dem Castro-Regime zu unterzeichnen, doch meint sie heute, dass <em>&quot;der Zeitpunkt schlecht gew&auml;hlt&quot;</em> sei. Der spanische Au&szlig;enminister Miguel Angel Moratinos erkl&auml;rte, dass der 1996 von der EU formulierte <em>&quot;Gemeinsame Standpunkt&quot;</em>, der einen demokratischen Wandel und einen Dialog mit Dissidenten fordert, beim kommenden EU-Au&szlig;enministertreffen im Juni <em>&quot;weder modifiziert noch beiseite gelegt&quot;</em> w&uuml;rde. El Mundo berichtet weiterhin, dass das EU-Parlament <em>&quot;mit &uuml;berw&auml;ltigender Mehrheit&quot;</em> eine <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+MOTION+P7-RC-2010-0169+0+DOC+XML+V0//DE">Resolution</a> verabschiedet hat, die Zapatas Tod und den mangelnden demokratischen Fortschritt verurteilt. Havanna reagierte darauf mit der Absage eines geplanten Treffens mit EU-Vertretern in Madrid, berichtet die Tageszeitung.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 16 Mar 2010 13:09:56 +0100</pubDate><guid>210841</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Westliche Lehrstunde in Polit-Kasper (România libera, Bukarest)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/206291-westliche-lehrstunde-polit-kasper</link><description><![CDATA[Die sprachlichen Entgleisungen der im letzten Juni gewählten Europarlamentarier aus den neuen Mitgliedsstaaten sind hinreichend bekannt. Doch das sei noch nichts im Vergleich zu den Kollegen aus dem Westen, stellt România liberă fest. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 09 Mar 2010 16:31:58 +0100</pubDate><guid>206291</guid></item>
<item><title>Schweden | EU-Parlament bemuttert Frauen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/197921-eu-parlament-bemuttert-frauen</link><description><![CDATA[<p>20 Wochen bei vollem Lohnausgleich anstatt 14, davon sechs nach der Geburt: Am 23. Februar hat der Ausschuss f&uuml;r die Rechte der Frau und Chancengleichheit <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/news/expert/infopress_page/014-69364-054-02-09-902-20100223IPR69363-23-02-2010-2010-false/default_de.htm">vorgeschlagen</a>, den <a target="_blank" href="http://www.touteleurope.fr/fr/actions/social/emploi-protection-sociale/presentation/comparatif-le-conge-maternite-dans-les-etats-membres.html">Mutterschutz innerhalb der EU</a> zu verl&auml;ngern. <em>&quot;Die EU k&uuml;mmert sich um alles&quot;,</em> kommentiert der Leitartikel von <a target="_blank" href="http://www.dn.se/opinion/huvudledare/klafingriga-eu-1.1050978"><em>Dagens Nyheter</em></a>. Die schwedische Tageszeitung notiert, dass es einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von berufst&auml;tigen Frauen und der Geburtenrate gebe. In L&auml;ndern wie Schweden, D&auml;nemark oder Finnland, wo der Anteil der berufst&auml;tigen Frauen hoch ist, ist es die Anzahl der Kinder pro Frau auch. Doch meint das Blatt, dass <em>&quot;die Idee, Frauen zu zwingen, nach einer Geburt sechs Wochen Urlaub zu nehmen, zwiesp&auml;ltig aufgenommen wird. Der Mutterschutz ist ein Recht kein Muss. Eine Frau kann gute Gr&uuml;nde haben, ihren Job fr&uuml;her wieder aufzunehmen. Sie muss es selber entscheiden, nicht die EU.&quot;</em> F&uuml;r <em>Dagens Nyheter</em> zeigt die Tatsache, dass dieser Gesetzesvorschlag von den EU-Parlamentariern S&uuml;deuropas getragen wird, dass &quot;<em>sie sich der EU bedienen, um in ihren eigenen L&auml;ndern Reformen durchzusetzen.&quot;</em></p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 24 Feb 2010 14:49:04 +0100</pubDate><guid>197921</guid></item>
<item><title>EU / USA | EU-Abgeordnete würgen Swift ab</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/189601-eu-abgeordnete-wuergen-swift-ab</link><description><![CDATA[<p><em>&quot;Das war knapp&quot;</em>, <a target="_blank" href="http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/datenschutz-und-demokratie/">schreibt die <em>T</em><em>ageszeitung</em></a>, die ihre hohe Zufriedenheit mit den Geschehnissen des 11. Februar nicht verbergen will. Die EU-Abgeordneten legten da ihr Veto gegen <em>&quot;das Ausspionieren von Banktransfers&quot;</em> durch die amerikanischen Beh&ouml;rden ein. Letztere haben nunmehr im Kampf gegen den Terrorismus keinen Zugang mehr zu den Bankdaten europ&auml;ischer Kunden. Der Zankapfel tr&auml;gt den Namen <a target="_blank" href="http://www.swift.com/home/index.page?lang=en">Swift</a>, nach dem Namen des Servers, der die Daten speichert. Das Parlament annullierte so ein Ende November von den 27 Innenministern unterzeichnetes Abkommen, hei&szlig;t einen Tag vor Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon, der dem Parlament das entscheidende Mitspracherecht einger&auml;umt h&auml;tte. Ohne das jetzige Veto h&auml;tte <em>&quot;der Rat der Regierungen [&hellip;] daraus den Schluss ziehen d&uuml;rfen, dass sich Geheimniskr&auml;merei, Drohungen und Fristverschleppung auszahlen&quot;</em>, meint das Berliner Blatt. Die stets wachsame <em>TAZ</em>, wenn es um Fragen der B&uuml;rgerrechte oder Datenschutz geht, frohlockt angesichts der nahenden Verhandlungen zwischen der EU und den USA, in denen man <em>&quot;auf Augenh&ouml;he&quot;</em> &uuml;ber die Werte <em>&quot;Freiheit und Sicherheit&quot;</em> sprechen wird. <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,677331,00.html"><em>Spiegel Online</em> dagegen sieht</a> in dem Votum eine Quelle f&uuml;r Spannungen im transatlantischen Verh&auml;ltnis. Zudem k&ouml;nnten die Amerikaner immer noch bilaterale Verhandlungen &uuml;ber den Datenaustausch f&uuml;hren.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 12 Feb 2010 14:46:33 +0100</pubDate><guid>189601</guid></item>
<item><title>Religion | EU-Parlament steht für Christen ein</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/175151-eu-parlament-steht-fuer-christen-ein</link><description><![CDATA[<p>Das Europ&auml;ische Parlament bezieht Stellung zu Christen, die &uuml;berall in der Welt verfolgt werden, <a href="http://www.rp.pl/artykul/423266_UE_broni_nekanych_za_wiare_.html" target="_blank">berichtet die <em>Rzeczpospolita</em></a> aus Warschau zufrieden. Als Folge von j&uuml;ngsten Ereignissen in &Auml;gypten, bei denen sechs koptische Christen nach der Messe beim Verlassen der Kirche erschossen wurden, wurde am 21. Januar eine <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&amp;reference=P7-TA-2010-0005&amp;format=XML&amp;language=EN" target="_blank">Resolution verabschiedet</a>, die die Verfolgung von Christen verurteilt und EU-Institutionen und den Europarat dazu anh&auml;lt, das Problem bei Verhandlungen mit &Auml;gypten anzusprechen. Malaysia wird auch aufgef&uuml;hrt, nachdem dort christliche Andachtst&auml;tten angegriffen wurden. Einige Politiker hoffen, dass die Resolution des Europ&auml;ischen Parlamentes ein erster Schritt dazu sein wird, Christen unter den Schutz der EU-Diplomatie zu bringen. Jonathan Rocho vom <a href="http://www.persecution.org/suffering/index.php" target="_blank">International Christian Concern</a> (ICC) zufolge verschlechtert sich die Lage der Christen in muslimischen und kommunistischen L&auml;ndern wie China, Vietnam und Kuba zusehends. <a href="http://www.persecution.org/suffering/pdfs/ICCTop10Report.pdf" target="_blank">K&ouml;rperliche Gewalt, willk&uuml;rliche Vertreibungen und Morde</a> nehmen zu. Andere bef&uuml;rchten, dass Ma&szlig;nahmen schon bestehende Spannungen zwischen dem Christentum und dem Islam weiter verschlimmern k&ouml;nnten.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 22 Jan 2010 17:25:40 +0100</pubDate><guid>175151</guid></item>
<item><title>Institutionen | Eine Million Bürger machen Gesetz (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/173671-eine-million-buerger-machen-gesetz</link><description><![CDATA[Eine Million Unterschriften von EU-Bürgern können die EU zu neuen Gesetzesregelungen auffordern, so sieht es der neue Vertrag von Lissabon vor. Doch diese Anzahl allein wird wohl nicht ausreichen, um das neue Instrument einer partizipativen Demokratie zu definieren. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 20 Jan 2010 17:47:01 +0100</pubDate><guid>173671</guid></item>
<item><title>IVAN KUTUZOV, Dnevnik (Sofia) | Da ist die Tür. | Cartoon (, )</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/picture/173131-da-ist-die-tuer</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Wed, 20 Jan 2010 15:25:09 +0100</pubDate><guid>173131</guid></item>
<item><title>Vorsingen | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/170721-vorsingen</link><description><![CDATA[<p>Seit dem 11. Januar m&uuml;ssen die <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/hearings//commissioners/getHomePage.htm;jsessionid=91D28A2A48331537B17DB693C06E2F5F?language=DE">designierten europ&auml;ischen Kommissare</a> einer nach dem anderen vor dem Europ&auml;ischen Parlament <a target="_blank" href="http://www.presseurop.eu/fr/node/166801">vorsprechen</a>. Drei Stunden lang muss sich jeder den Fragen der Abgeordneten unterwerfen, die sich auf seine Kompetenzen, seine Vision der Zukunft oder seine Meinung zu Gesellschaftsfragen, zur internationalen Politik oder der Wirtschaft beziehen. Hierbei geht es darum zu zeigen, dass die Kommissare nicht nur Erf&uuml;llungsgehilfen sind, um die Entscheidungen des Rates und den von Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso vorgegeben Kurs auszuf&uuml;hren. F&uuml;r die Europaabgeordneten bietet dies eine Gelegenheit f&uuml;r ihren seltensten und kostbarsten Aufgabenbereich: sie k&ouml;nnen die neue Kommission n&auml;mlich insgesamt ablehnen, wenn einer oder mehrere der Kandidaten die Pr&uuml;fung nicht bestehen.</p>
<p>Diese <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/hearings//procedure/default.htm?language=DE">Pr&uuml;fung</a>, der sich nur wenige der derzeitigen Minister in unseren L&auml;ndern unterziehen mussten und die nur wenige bestehen w&uuml;rden, stellt eine der wenigen Gelegenheiten dar, bei der eine demokratische Kontrolle &uuml;ber die europ&auml;ischen Institutionen ausge&uuml;bt wird, denen man meist zu Recht ihre Undurchsichtigkeit vorwirft.</p>
<p>Trotz des stillschweigenden Nichtangriffspakts zwischen den politischen Gewalten, um die Kommissare in spe zu schonen, scheint es so, als ob die Europa-Abgeordneten wie im Jahre 2004 nicht die Absicht haben, passiv den Aufrichtigkeitserkl&auml;rungen und den guten Absichten der Kandidaten zuzuh&ouml;ren. Damals hat der Italiener Rocco Buttiglione, der der Schwulenfeindlichkeit bezichtigt wurde, es am eigenen Leibe erfahren m&uuml;ssen. Dieses Mal sitzt die Bulgarin Roumiania Jeleva auf der Anklagebank, weil sie mutma&szlig;lich ihre finanziellen Interessen vertuschte. Begierig, ihren neuen Einflussbereich auszuprobieren, den der <a target="_blank" href="http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm">Vertrag von Lissabon</a> den Abgeordneten &uuml;bertr&auml;gt, k&ouml;nnten sie eine Umbesetzung oder sogar ein Auswechseln bestimmter Personen fordern. Werden sie dies tun? <em>Gian Paolo Accardo</em></p>
<p>&nbsp;</p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 15 Jan 2010 16:54:24 +0100</pubDate><guid>170721</guid></item>
<item><title>Europäische Kommission | Ab in die Mündliche (Presseurop, )</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/166801-ab-die-muendliche</link><description><![CDATA[Diesen Montag beginnt das Parlament mit den Anhörungen der 26 EU-Kommissare in spe des Teams Barroso II. Das bei den Kandidaten unbeliebte Verfahren gibt dem Plenum die Möglichkeit, seine Autorität zu demonstrieren und zu verstärken, stellt die europäische Presse fest. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 11 Jan 2010 17:28:46 +0100</pubDate><guid>166801</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Die dicken Krankenakten von Dr. EU</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/156381-die-dicken-krankenakten-von-dr-eu</link><description><![CDATA[<p>Trinken Sie? Rauchen Sie? Haben Sie H&auml;morrhoiden? Wann hatten Sie Ihre letzte Regelblutung? Auf solcherart Fragen m&uuml;ssen die rund 1500 Parlaments-Assistenten seit diesem Sommer antworten, <a target="_blank" href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/2145764_Fragen-ans-EU-Personal-Haben-Sie-Haemorrhoiden.html">berichtet die <em>Frankfurter Rundschau</em></a>, hei&szlig;t, seit sie nicht mehr von ihrem Abgeordneten, sondern direkt vom Parlament eingestellt werden. Abgesehen von den Blut- und Urinproben, der R&ouml;ntgenuntersuchung und dem EKG emp&ouml;rt sich die Tageszeitung &uuml;ber Sinn und Zweck, davon Kenntnis zu nehmen, ob der Assistent je an einer der 40 aufgelisteten Krankheiten gelitten habe, ob Familienangeh&ouml;rige hohen Blutdruck h&auml;tten, Krebs oder eine Geisteskrankheit; ob er bereits einen Neurologen, Psychiater Psychoanalytiker oder &ndash;therapeuten aufgesucht habe (und, wenn ja, den Grund und den Namen und Adresse des Spezialisten zu kennen).</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 16 Dec 2009 14:26:14 +0100</pubDate><guid>156381</guid></item>
<item><title>Parlamentsweihe | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/146181-parlamentsweihe</link><description><![CDATA[<p>Der <a target="_blank" href="http://europa.eu/lisbon_treaty/index_de.htm">Vertrag von Lissabon</a>, der am 1. Dezember in Kraft tritt, macht mindestens 736&nbsp;Personen gl&uuml;cklich: die <a target="_blank" href="http://www.europarl.europa.eu/news/public/default_de.htm">Europa-Abgeordneten</a>, deren Machtbereich durch den neuen Text ausgeweitet wird. Was Recht, Innenpolitik und vor allem das Budget und die Agrarpolitik angeht, werden die Europa-Abgeordneten mehr Einfluss als je zuvor haben. Momentan kann man noch nicht absehen, wie sich dies auf das Funktionieren der EU auswirken wird.</p>
<p><em>&quot;Ich glaube, dass wir irgendwann die H&auml;nde &uuml;ber dem Kopf zusammenschlagen und uns fragen werden: 'Mein Gott, was haben wir da nur gemacht?'&quot;</em>, <a target="_blank" href="http://euobserver.com/18/29036">bemerkte</a> k&uuml;rzlich der Politologe Hugo Brady auf <em>euobserver.com</em>. Denn im Vertrag von Lissabon ist alles darauf ausgerichtet, die L&auml;nder wieder ins Zentrum des Spielfeldes zu r&uuml;cken: das Ende f&ouml;deralistischer Ambitionen, ein Kommissionspr&auml;sident (Jos&eacute; Manuel Barroso), ein Ratspr&auml;sident (Herman Van Rompuy) und eine Europ&auml;ische Au&szlig;enministerin (Catherine Ashton), die allesamt unter dem Gesichtspunkt ausgew&auml;hlt wurden, die Regierenden der gro&szlig;en L&auml;nder nicht in den Schatten zu stellen. Alles, au&szlig;er dem Ausbau der Rechte des Parlaments.</p>
<p>Nat&uuml;rlich ist es gut, den Abgeordneten, die als Einzige vom gesamten Gemeinschaftsapparat gew&auml;hlt wurden, mehr Gewicht einzur&auml;umen. Aber durch das Fehlen einer wirklichen europ&auml;ischen Repr&auml;sentativit&auml;t &ndash; mit Parteien, Parteiprogrammen und Wahlkampagnen, die &uuml;ber die Probleme der einzelnen L&auml;nder hinausgehen &ndash; wird es darauf hinauslaufen, dass diese neue parlamentarische Macht nur innerhalb der eigenen Reihen etwas zu sagen haben wird.</p>
<p>Ein erstes Beispiel hierf&uuml;r scheint die Besetzung der Europ&auml;ischen Kommissare zu sein. Wir wissen, dass die Ernennung Van Rompuys und Ashtons vor allem das Ergebnis von Verhandlungen unter den europ&auml;ischen Konservativen und Linken sind. Und schon polieren die Europa-Abgeordneten ihre Waffen, um den einen oder anderen Kandidaten f&uuml;r einen Kommissionsposten zu st&uuml;rzen. Wie die <a target="_blank" href="http://www.presseurop.eu/fr/node/144651"><em>Gazeta Wyborcza </em>berichtet</a>, stehen der Tscheche &Scaron;tefan F&uuml;le und der Ungar L&aacute;szl&oacute; Andor aufgrund ihrer kommunistischen Vergangenheit auf der Abschussliste. Man wartet darauf, dass sich die Abgeordneten konkreten Problemen zuwenden. Daher w&auml;re es schade, wenn diese ihre nationalen Streitigkeiten und ihren Willen sich zu behaupten, &uuml;ber das Gemeinwohl stellen w&uuml;rden. <em>E.M.</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 27 Nov 2009 16:02:01 +0100</pubDate><guid>146181</guid></item>
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