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            <channel><title>Presseurop | <![CDATA[Das Leben der 27]]></title>
                <link>http://www.presseurop.eu/de</link>
                <description>Das Beste aus Europas Presse in 10 Sprachen</description>
                <language>de</language><item><title>Euro-Zone | Das Ende der deutschen Hegemonie (To Vima, Athen)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/2051021-das-ende-der-deutschen-hegemonie</link><description><![CDATA[Paris hat einen neuen Kurs eingeschlagen, der das Kräfteverhältnis in der Europäischen Union verschiebt und Deutschland und seinem Sparkurs die Führungsrolle streitig macht. In diesem Kontext sehen die Griechen erstmals wieder ein kleines Licht am Ende des Tunnels und schöpfen neue Hoffnung, freut sich Athen. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 24 May 2012 16:19:25 +0100</pubDate><guid>2051021</guid></item>
<item><title>EU - Libyen | Ashtons Behörde unter Verdacht der Günstlingswirtschaft</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/2041481-ashtons-behoerde-unter-verdacht-der-guenstlingswirtschaft</link><description><![CDATA[<p><a target="_self" href="http://www.rue89.com/2012/05/22/europe-catherine-ashton-chef-de-la-diplomatie-soupconnee-de-favoritisme-232348">Laut Rue89</a> ist das Europ&auml;ische Amt f&uuml;r Betrugsbek&auml;mpfung (OLAF) im Begriff, Untersuchungen einzuleiten, die aufdecken sollen, &bdquo;unter welchen Bedingungen die EU einen wichtigen Auftrag in Libyen an ein britisches Unternehmen vergeben hat, das gar nicht dazu befugt war, in diesem Land t&auml;tig zu werden&ldquo;.</p>
<p>Die Aff&auml;re, &uuml;ber die bereits <a target="_self" href="http://euobserver.com/18/116152">EUobserver berichtete</a>, dreht sich um die britische Firma G4S, die vom Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienst (EAD) entgegen aller Erwartungen einen zehn Millionen schweren Vertrag erhielt, in dem sie sich dazu verpflichtet, die Einrichtungen der EU in Libyen zu sch&uuml;tzen. Im Gegensatz zu allen anderen Bewerbern, die auf die Ausschreibung reagierten &ndash; darunter die ungarische Argus und die britisch-kanadische Garda World &ndash;, hatte es mit G4S &bdquo;vorher nie einen Vertrag zur Sicherung einer europ&auml;ischen Delegation gegeben&ldquo;, betont Rue89.</p>
<p>F&uuml;r das franz&ouml;sische Nachrichtenportal wirft dieser Fall das Problem eines Interessenkonflikts innerhalb des EAD auf, der von der britischen Catherine Ashton geleitet wird:</p>
<blockquote><p>Einige [...] verd&auml;chtigen Gro&szlig;britannien, seinen Einfluss innerhalb des EAD unrechtm&auml;&szlig;ig auszunutzen, um seinen wichtigsten privaten Sicherheits- und Milit&auml;runternehmen Vorteile zu verschaffen.&ldquo;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 23 May 2012 13:59:02 +0100</pubDate><guid>2041481</guid></item>
<item><title>Eurozone | Die Stunde der Wahrheit hat geschlagen (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/2040091-die-stunde-der-wahrheit-hat-geschlagen</link><description><![CDATA[Griechenland aus der Eurozone austreten lassen? Die spanischen Banken retten? Den Gürtel noch enger schnallen, oder auf Wachstum setzen? Lauter Fragen, auf die die Eurozonen-Chefs beim Sondergipfel am heutigen 23. Mai Antworten finden müssen, wenn sie wollen, dass die Europäer auch in Zukunft noch an das gemeinschaftliche Projekt glauben. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 23 May 2012 13:20:54 +0100</pubDate><guid>2040091</guid></item>
<item><title>Deutschland-Frankreich | Hollande-Merkel zum Erfolg verdammt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1989211-hollande-merkel-zum-erfolg-verdammt</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Merkel-Hollande: Europa neu erfinden&ldquo;: So fasst Politikwissenschaftlerin Anne-Marie Le Gloannec im Figaro die Herausforderung an den neuen franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten und die deutsche Bundeskanzlerin zusammen. Die beiden sollen sich am 15. Mai in Berlin zum ersten Mal treffen. Doch &bdquo;zahlreiche Unbekannte bleiben bestehen und die Wolken ziehen auf&ldquo;:</p>
<blockquote><p>Unbekannt ist etwa, ob der neue Pr&auml;sidenten willens ist, die Ausgaben zu k&uuml;rzen [...] Es kommt auch darauf an, ob Fran&ccedil;ois Hollande bereit ist, auf Eurobonds zu verzichten und die Rolle der EZB abzu&auml;ndern.</p>
</blockquote>
<p>Dabei, so nuanciert Anne-Marie Le Gloannec &bdquo;sind Kompromisse wahrscheinlich:</p>
<blockquote><p>Der der Fiskalpakt wird nicht neu ausgehandelt werden, sondern man wird sich vielmehr auf einen Pakt &uuml;ber strukturelles Wachstum einigen, dessen grobe Z&uuml;ge Fran&ccedil;ois Hollande bereits umrissen hat, sowohl f&uuml;r Europa als auch f&uuml;r Frankreich.</p>
</blockquote>
<p>Alles wird die beiden Politiker &bdquo;einander n&auml;her bringen&ldquo;, versichert auch La Croix:</p>
<blockquote><p>Zun&auml;chst die Grunds&auml;tze. In einem vereinten Europa ist nichts m&ouml;glich, wenn Frankreich und Deutschland uneinig sind. Auch der Pragmatismus. [...] Die politische Krise in Griechenland erfordert, dass man sich nicht in Grundsatzstreitereien verliert. Und zuletzt noch ein bisschen Realismus, den man aus den Inneren Angelegenheiten der beiden L&auml;nder sch&ouml;pft.</p>
</blockquote>
<p>Auf deutscher Seite fragt die S&uuml;ddeutsche Zeitung: &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<blockquote><p>Ist damit das deutsch-franz&ouml;sische Tandem am Ende? Keineswegs. Hollande wird sich m&auml;&szlig;igen, die Bundesregierung sich bewegen. Fran&ccedil;ois Hollande hat keine geo-politischen und auch sonst keine an Napoleon oder Mitterrand erinnernden Visionen vorgelegt.</p>
</blockquote>
<p>In einem anderen Kommentar erkl&auml;rt die Tageszeitung, Fran&ccedil;ois Hollande sei &bdquo;eine neue Chance&ldquo; f&uuml;r Merkel. Sie &bdquo;werden entweder als Bewahrer oder als Abwickler des Euro &ndash; und damit der europ&auml;ischen Integration &ndash; in die Geschichte eingehen. Sie sind von ihrem ersten Treffen an zum Erfolg verdammt. Dieser Druck darf ganz Europa Hoffnung machen.&ldquo;</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 15 May 2012 15:42:42 +0100</pubDate><guid>1989211</guid></item>
<item><title>Euro-Zone | Das wäre Europa ohne Griechenland (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1967901-das-waere-europa-ohne-griechenland</link><description><![CDATA[Infolge der politischen Krise ist wieder von einem eventuellen Austritt Griechenlands aus dem Euroraum die Rede. Dieses Szenario ist allerdings heute noch gefährlicher als früher, weil Spanien dezeit besonders schlecht aufgestellt ist. Die Auswirkungen eines Ausscheidens wären nicht nur wirtschaftlich, sondern auch geopolitisch. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 11 May 2012 17:17:05 +0100</pubDate><guid>1967901</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Drei europäische Agenturen ermahnt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1968311-drei-europaeische-agenturen-ermahnt</link><description><![CDATA[<p>Am 10. Mai entschieden die EU-Abgeordneten, die Bewilligung &bdquo;der Haushaltsentlastungen von drei [EU-]Agenturen&ldquo; zu vertagen, berichtet <a target="_self" href="http://www.europeanvoice.com/article/2012/may/meps-warn-three-agencies-over-irregularities/74326.aspx"><em>European Voice</em></a>. Im Klartext bedeutet das: Dem <a target="_self" href="http://www.europarl.europa.eu/news/de/pressroom/content/20120508IPR44653/html/EP-gew%C3%A4hrt-Haushaltsentlastung-f%C3%BCr-Gro%C3%9Fteil-der-EU-Ausgaben-2010">EU-Parlament gef&auml;llt nicht</a>, wie diese Institutionen 2010 mit ihrem Budget umgingen. Auf der Anklagebank: Die Europ&auml;ische Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit (<a target="_self" href="http://www.efsa.europa.eu/de/">EFSA</a>), die Europ&auml;ische Arzneimittelagentur (<a target="_self" href="http://www.ema.europa.eu/ema/">EMA</a>) und die Europ&auml;ische Umweltagentur (<a target="_self" href="http://www.eea.europa.eu/">EUA</a>). Nach Berichten der Zeitung ist der Vorwurf in allen drei F&auml;llen gleich: &bdquo;Mutma&szlig;liche Interessenkonflikte&ldquo; und &bdquo;andere Regelwidrigkeiten&ldquo;, wie unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hohe und ungen&uuml;gend begr&uuml;ndete Ausgaben.</p>
<p>Eine Nachricht beeinflusste die Abstimmung im Parlament ganz besonders: Am 9. Mai gab EFSA-Pr&auml;sidentin Di&aacute;na B&aacute;n&aacute;ti ihren R&uuml;cktritt bekannt. Sie kehrt zu ihrem alten Arbeitgeber, der Forschungseinrichtung International Life Science Institute (ILSI) zur&uuml;ck.</p>
<p>Das Parlament forderte den Europ&auml;ischen Rechnungshofs auf, m&ouml;gliche Interessenkonflikte innerhalb der EFSA und ganz besonders die Verbindungen zwischen Di&aacute;na B&aacute;n&aacute;ti und der Lebensmittelindustrie unter die Lupe zu nehmen.</p>
<p>Die f&uuml;r ihren Kampf gegen Korruption bekannte Haushaltskontrollausschuss-Berichterstatterin <a href="/de/content/news-brief/11281-wer-hat-angst-vor-monica-macovei">Monica Macovei</a> (Europ&auml;ische Volkspartei) freut sich ganz besonders &uuml;ber den Beschluss des Parlaments und <a target="_self" href="http://www.romanialibera.ro/actualitate/europa/regulile-anticoruptie-propuse-de-monica-macovei-aprobate-de-parlamentul-european-263572.html">erkl&auml;rt gegen&uuml;ber <em>Rom&acirc;nia liberă</em></a>:</p>
<blockquote><p>F&uuml;r Regierungen und B&uuml;rger sind Transparenz und gelungenes Management von Interessenkonflikten lebenswichtig. In Haushaltsentlastungsverfahren s&auml;mtlicher EU-Institutionen m&uuml;ssen sie zu entscheidenden Kriterien werden.</p>
</blockquote>
<p>Wie <em>European Voice</em> berichtet,</p>
<blockquote><p>haben die drei Agenturen [nun] bis September Zeit, ihre Ausgaben f&uuml;r das Jahr 2010 mit ausf&uuml;hrlicheren Erkl&auml;rungen zu versehen. Sp&auml;testens im Herbst wird das Parlament dann entscheiden, ob es den Haushalt annimmt oder ablehnt.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 11 May 2012 16:36:44 +0100</pubDate><guid>1968311</guid></item>
<item><title>Europa-Tag | Fest ohne Freudenfeuerwerk (De Standaard, Brüssel)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1954411-fest-ohne-freudenfeuerwerk</link><description><![CDATA[Während die EU am 9. Mai ihren Geburtstag feiert, steckt die europäische Integration in Schwierigkeiten: Die Krise des Euro, der Aufruhr um die EU-Erweiterung und die Finanzkrise sind hochgekocht. Jetzt gibt es auf dem europäischen Dampfer keinen Rückwärtsgang mehr, meint ein belgischer Analyst. Nur Kurskorrekturen sind noch möglich. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 09 May 2012 17:15:32 +0100</pubDate><guid>1954411</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Wenn Hollande über Griechenland stolpert (Financial Times, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1947911-wenn-hollande-ueber-griechenland-stolpert</link><description><![CDATA[Dass François Hollande an seiner strammen Linie gegen die Sparpolitik festhält, muss er erst noch beweisen. Denn egal wie viele Zusätze er auch zu den europäischen Steuerabkommen aushandelt, das politische Unwetter in Griechenland wird seine Agenda eher früher als später vom Tisch fegen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 08 May 2012 17:36:03 +0100</pubDate><guid>1947911</guid></item>
<item><title>Deutschland-Frankreich | Wie heißt das Paar Merkel-Hollande?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1946781-wie-heisst-das-paar-merkel-hollande</link><description><![CDATA[<p>Wie wird das neue deutsch-franz&ouml;sische Tandem aussehen, nun da Fran&ccedil;ois Hollande anstelle von Nicolas Sarkozy neben Angela Merkel im Sattel sitzt? Trotz seiner Kritik an der Sparpolitik wird der neue franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident rasch klein beigeben, denken die Tageszeitungen <em>Le Figaro</em> und <em>TAZ</em>.</p>
<p>Die Pariser Tageszeitung <a target="_self" href="http://www.lefigaro.fr/conjoncture/2012/05/07/20002-20120507ARTFIG00697-entre-merkel-et-hollande-des-desaccords-de-fond.php"><em>Le Figaro</em> kommt</a> auf die Zusammenh&auml;nge des unvermeidlichen Showdowns zwischen Angela Merkel und dem neuen franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten zur&uuml;ck:</p>
<blockquote><p>Berlin macht keinen Hehl aus seiner Ver&auml;rgerung &uuml;ber die wiederholt bekundete Forderung der Mannschaft von Fran&ccedil;ois Hollande, den Fiskalpakt neu zu verhandeln und um einen Wachstumspakt zu erweitern. Um die Kanzlerin zu beruhigen, lie&szlig;en die Berater des sozialistischen Kandidaten verlauten, dass es sich um hierbei um &bdquo;Wahlkampfparolen&ldquo; gehandelt h&auml;tte.</p>
</blockquote>
<p>Die Bundeskanzlerin wisse, dass Fran&ccedil;ois Hollande nicht viel Verhandlungsspielraum habe und dass er &bdquo;auf alle F&auml;lle versuchen wird zu punkten&ldquo;, schreibt die konservative Tageszeitung. Dennoch werde sie nicht nachgeben und verlangen, dass der Vertrag so wie vorgesehen unterzeichnet wird. Sp&auml;ter k&ouml;nne man, falls n&ouml;tig, wieder dar&uuml;ber reden. Es liege also am neuen Staatspr&auml;sidenten, den ersten Schritt zu tun, indem er den Pakt unterzeichnet. Eine Geste, die im Widerspruch zu seinem Wahlkampf gegen die europ&auml;ische Sparpolitik stehen w&uuml;rde.</p>
<p>Dennoch, notiert <em>Le Figaro</em>, haben die beiden Politiker auch Gemeinsamkeiten: &bdquo;Die einzige positive &Uuml;berraschung k&ouml;nnte sich ergeben, wenn die Bundeskanzlerin den neuen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten in Berlin empf&auml;ngt&ldquo;, denn beide w&uuml;rden ein Image des &bdquo;Normalen und Einfachen&ldquo; kultivieren...</p>
<blockquote><p>Diese pers&ouml;nliche Gemeinsamkeit ist alles andere als anekdotisch, sie ist die Vertrauensbasis, die es erm&ouml;glichen k&ouml;nnte, die Meinungsverschiedenheiten zwischen Paris und Berlin aus dem Weg zu r&auml;umen. Und einen Konsens zu schaffen, der Europa hinter dem deutsch-franz&ouml;sischen Gespann mit sich zieht. Sollten Hollande und Merkel einen guten Anfang machen, dann wird alles m&ouml;glich sein.</p>
</blockquote>
<p>Die Berliner<a target="_self" href="http://www.taz.de/Europa-nach-der-Wahl-in-Frankreich/!92930/"> <em>Tageszeitung</em> zweifelt </a>stark daran, dass Fran&ccedil;ois Hollande mit seiner Wachstumsagenda weit kommen wird. Sicher, so schreibt das Blatt, viele europ&auml;ische Spitzenpolitiker wie Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz oder Viviane Reding, die sich als Nachfolger von Jos&eacute; Manuel Barroso in Stellung bringen, h&auml;tten es eilig gehabt, &bdquo;dem neuen starken Mann aus Paris nach dem Mund zu reden&ldquo; und setzen sich nun f&uuml;r einen Wachstumspakt ein. Doch...</p>
<blockquote><p>Im Kern handelt es sich um einen typischen EU-Kompromiss: Man geht auf den Neuen im Kreise der 27 Staats- und Regierungschefs zu, reicht ihm die Hand  &ndash;  und zieht ihn auf seine Seite. Ein wachsweicher Wachstumspakt h&auml;tte aus Br&uuml;sseler Sicht den Charme, dass der strenge Fiskalpakt von Angela Merkel derselbe bliebe. Vermutlich w&uuml;rde er nicht einmal die M&auml;rkte verschrecken. Man k&ouml;nnte es allen recht machen: Merkel und Hollande, den B&uuml;rgern und den M&auml;rkten. &bdquo;Sp&auml;testens beim EU-Gipfel im Juni muss Hollande auf Linie sein&ldquo; fasst es der Europaabgeordnete Elmar Brock (CDU) zusammen.</p>
</blockquote>
<p>Die deutsche F&uuml;hrung sei noch lange nicht pass&eacute;, zumal sich die M&auml;rkte sich an den neoliberalen Diskurs aus Berlin und Br&uuml;ssel klammern, meint die <em>TAZ</em>. F&uuml;gt man dann noch die Griechenlandkrise hinzu,</p>
<blockquote><p>...k&ouml;nnte der EU-Gipfel im Juni wieder einmal zu einem Griechenland-Gipfel werden und Merkel und Hollande zusammenschwei&szlig;en. Was dann noch von der Agenda des Sozialisten &uuml;brig bleibt, steht in den Sternen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 08 May 2012 16:01:30 +0100</pubDate><guid>1946781</guid></item>
<item><title>EU | Manifest für Europas nächste Generation</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1917891-manifest-fuer-europas-naechste-generation</link><description><![CDATA[<p>Auf dem Alten Kontinent trifft die Krise vor allem junge und meist studierte Menschen. Genau an diese Generation richtet sich das Manifest Wir sind Europa!. Der in der <a href="http://www.zeit.de/2012/19/Europa-Manifest" target="_self"><em>Zeit</em></a>, <a href="http://abonnes.lemonde.fr/idees/article/2012/05/02/ecoutons-la-jeunesse-du-vieux- continent_1693157_3232.html" target="_self"><em>Le Monde</em></a> und <a href="http://elpais.com/elpais/2012/04/25/opinion/1335365305_415494.html" target="_self"><em>El Pa&iacute;s</em></a> abgedruckte Text, stammt aus der Feder des EU-Abgeordneten Daniel Cohn-Bendit und des Soziologen Ulrich Beck und wurde von etwa sechzig europ&auml;ischen Intellektuellen, Politikern und K&uuml;nstlern unterzeichnet, darunter auch EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz, Jacques Delors, die Literaturnobelpreistr&auml;ger Imre Kert&eacute;sz und Herta M&uuml;ller, sowie Adam Michnik und</p>
<p>Joschka Fischer. Mit Bezug auf die Worte John F. Kennedys fordern die Unterzeichner:</p>
<blockquote><p>die Europ&auml;ische Kommission und die nationalen Regierungen, das Europ&auml;ische Parlament und die nationalen Parlamente dazu auf, ein Europa der t&auml;tigen B&uuml;rger zu schaffen und sowohl die finanziellen wie auch rechtlichen Voraussetzungen f&uuml;r ein Freiwilliges Europ&auml;isches Jahr f&uuml;r alle bereitzustellen &ndash; als Gegenmodell zum Europa von oben, dem bisher vorherrschenden Europa der Eliten und Technokraten. [&hellip;] Es geht darum, die nationalen Demokratien europ&auml;isch zu demokratisieren und auf diese Weise Europa neu zu begr&uuml;nden. Nach dem Motto: Frage nicht, was Europa f&uuml;r dich tun kann, frage vielmehr, was du f&uuml;r Europa tun kannst &ndash; Doing Europe!</p>
</blockquote>
<p>Den Initiatoren des Manifests geht es darum, dass die europ&auml;ische B&uuml;rgergesellschaft selbst aktiv wird. Ihr Projekt beschreiben sie als &bdquo;ein[en] Selbstgr&uuml;ndungsakt, mit dem sich Europa eine neue t&auml;tige Verfassung von unten gibt&ldquo;.</p>
<p>Zu den Unterzeichnern des Manifestes geh&ouml;ren: Der ehemalige deutsche Au&szlig;enminister Joschka Fischer, der Wirtschaftsexperte, Soziologe und ehemaliger Direktor der London School of Economics, Anthony Giddens, sowie der fr&uuml;here EU-Kommissionspr&auml;sident Jacques Delors, aber auch der ehemalige Generalsekret&auml;r des Europ&auml;ischen Rates und Hohe Vertreter f&uuml;r die Gemeinsame Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik, Javier Solana.</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 03 May 2012 15:42:27 +0100</pubDate><guid>1917891</guid></item>
<item><title>Deutschland-Italien | Merkel ist isoliert und wendet sich Monti zu</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1879641-merkel-ist-isoliert-und-wendet-sich-monti-zu</link><description><![CDATA[<p>Angela Merkel will im Tumult der Krise nicht alleine dastehen. Ihr langj&auml;hriger Partner Nicolas Sarkozy ist nach dem ersten Wahlgang in Frankreich auf dem Weg ins Aus und so sucht die Kanzlerin einen neuen Verb&uuml;ndeten. Ihre Wahl scheint auf Mario Monti gefallen zu sein. Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, gab bekannt, dass Merkels und Montis Teams bereits zusammengekommen sind, um eine Reihe von gemeinsamen deutsch-italienischen Initiativen zu planen. Es sollen Ma&szlig;nahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft gef&ouml;rdert werden, &uuml;ber die der Europ&auml;ische Rat im Juni dann diskutieren soll, <a target="_self" href="http://www3.lastampa.it/economia/sezioni/articolo/lstp/451790/">berichtet <em>La Stampa</em></a>.</p>
<p>Merkel verliert nicht nur potentiell ihre traditionellen treuen Anh&auml;nger Frankreich und die Niederlande (deren Regierung nach einem Streit &uuml;ber die Sparpolitik zur&uuml;cktrat), auch Merkels Credo der Finanzdisziplin geriet gestern unter Beschuss: EZB-Vorsitzender Mario Draghi erkl&auml;rte, Haushaltskonsolidierung k&ouml;nne nicht durch K&uuml;rzungen und Steuern allein erreicht werden und erfordere &bdquo;strukturelle Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung des Wirtschaftswachstums.&rdquo; Die r&ouml;mische Tageszeitung fasst diese Einstellung unter dem Titel &bdquo;Mehr Mut zum Wachstum&rdquo; zusammen und schreibt:</p>
<blockquote><p>W&auml;hrend sie das Urteil der franz&ouml;sischen Wahlen abwartet, beherzigt Merkel Draghis Aussage und erkennt endlich ausdr&uuml;cklich an, dass wir [...] Wachstum [brauchen], das durch Strukturreformen unterst&uuml;tzt werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:54:40 +0100</pubDate><guid>1879641</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Schluss mit der europäischen Sparpolitik? (The Guardian, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1867081-schluss-mit-der-europaeischen-sparpolitik</link><description><![CDATA[Frankreich wird wahrscheinlich einen sozialistischen Präsidenten wählen, der dem Fiskalpakt kritisch gegenübersteht, und die niederländische Regierung bricht über dem Thema Sozialreform zusammen – das Sparmodell der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bezieht Prügel. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 24 Apr 2012 17:44:10 +0100</pubDate><guid>1867081</guid></item>
<item><title>Wirtschaft | 2012, die Hollande-Revolution (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1866411-2012-die-hollande-revolution</link><description><![CDATA[Er ist hausbacken, kompromissbereit und pragmatisch. Wenn der sozialistische Kandidat jedoch zum französischen Präsidenten gewählt wird, könnte er das politisch Ruder in Europa herumreißen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 24 Apr 2012 16:32:00 +0100</pubDate><guid>1866411</guid></item>
<item><title>Aus deutscher Sicht | Die Angst vor der Isolation</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1866051-die-angst-vor-der-isolation</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Scheitert Europa?&ldquo; fragt das <a href="http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/kommentar-die-politik-hat-noch-keine-antworten-auf-ihre-simplen-fragen-gefunden-/6548340-2.html" target="_self">Handelsblatt</a>. In Frankreich hat es die rechtsextreme Partei Front National auf 18% bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen geschafft und in Holland bringt der Rechtspopulist Geert Wilders mit seinem Protest gegen die europ&auml;ische Sparpolitik die Regierung zum Scheitern. Wie auch andere deutsche Zeitungen stellt das Handelsblatt fest, dass Deutschland seine Verb&uuml;ndeten verliert und wittert eine echte Vertrauenskrise in der europ&auml;ischen Politik:</p>
<blockquote><p>Das Erstarken der Rechten zeigt, dass in vielen L&auml;ndern die Politik noch keine Antwort auf ihre simplen Fragen gefunden hat. Die Sprache der EU und der nationalen Regierungen geht an den B&uuml;rgern vorbei, die dankbar sind f&uuml;r die einfachen Spr&uuml;che der Populisten.</p>
</blockquote>
<p>Ganz pragmatisch betrachtet ist diese Vetrauenskrise auch eine schlechte Nachricht f&uuml;r Angela Merkel, &nbsp;bemerkt die <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/regierungskrise-in-den-niederlanden-merkels-verlorene-verbuendete-1.1339967" target="_self"><em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em> :</a></p>
<blockquote><p>F&uuml;r die Bundesregierung ist das Scheitern der niederl&auml;ndischen Regierung bitter. Ihr kommt ein &uuml;beraus wichtiger Verb&uuml;ndeter beim Thema Sparpolitik abhanden. [...]&nbsp; Frankreichs Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy hat die erste Runde der Pr&auml;sidentenwahl gegen Herausforderer Fran&ccedil;ois Hollande verloren [...]. Auch viele Spanier dr&uuml;cken dem franz&ouml;sischen Sozialisten die Daumen. Sie hoffen, dass die Regierung in Madrid weniger sparen wird, wenn der gro&szlig;e Nachbar das tut. &Auml;hnlich ist die Stimmung in Italien. Da k&uuml;mmert es wenig, dass sich beide L&auml;nder ohnehin schon mehr Zeit beim Sparen nehmen d&uuml;rfen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 24 Apr 2012 14:43:12 +0100</pubDate><guid>1866051</guid></item>
<item><title>Schengen | Frankreich und Deutschland fordern Grenzkontrollen im Schengen-Raum</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1844781-frankreich-und-deutschland-fordern-grenzkontrollen-im-schengen-raum</link><description><![CDATA[<p>Frankreich und Deutschland wollen die Freiz&uuml;gigkeit in der EU einschr&auml;nken. Die <a target="_self" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/illegale-zuwanderung-berlin-und-paris-wollen-grenzkontrollen-zurueck-1.1337155"><em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em> berichtet exklusiv</a> auf Grundlage eines gemeinsamen Briefs der beiden Innenminister, der &bdquo;die M&ouml;glichkeit einer auf 30 Tage befristeten Wiedereinf&uuml;hrung der Binnen-Grenzkontrollen&ldquo; einfordert.</p>
<p>Claude Gu&eacute;ant und Hans-Peter Friedrich halten die tempor&auml;re Aussetzung des Schengen-Abkommens dann f&uuml;r notwendig, wenn die EU-Au&szlig;engrenzen nicht ausreichend gesichert seien. Diese Argumentation begr&uuml;nden die beiden Ministerien damit, so die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em>, dass Fragen der inneren Sicherheit die Souver&auml;nit&auml;t der Nationalstaaten betreffen w&uuml;rden.</p>
<p>Weiter macht die Zeitung deutlich, dass die zunehmende Wirtschaftsmigration aus Ost- und S&uuml;deuropa der Grund f&uuml;r die geforderte Beschr&auml;nkung sei. In einem <a target="_self" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-und-paris-wollen-grenzkontrollen-zurueck-dauerwerbung-fuer-europafeinde-1.1337168">Leitartikel</a> gei&szlig;elt Heribert Prantl den anti-europ&auml;ischen Tenor dieser Forderung und warnt vor einer Verst&auml;rkung nationalistischer und populistischer Positionen:</p>
<blockquote><p>Was sind offene Grenzen wert, wenn die &Ouml;ffnung unter Vorbehalt steht? [...] Welchen Wert hat die europ&auml;ische Freiz&uuml;gigkeit, wenn die europ&auml;ischen Regierungen so freiz&uuml;gig damit umgehen? Wenn sich in echt oder angelich heiklen Situationen die Mitgliedsl&auml;nder aus Sicherheitsgr&uuml;nden in ihr nationales Karo zur&uuml;ckziehen, wenn sie auf diese Weise kundtun, dass sie die kleine Welt des Nationalstaates notfalls f&uuml;r besser halten als Europa &ndash; dann muss man sich nicht wundern [...] wenn nationalistische, populistische und rechtsextreme Parteien fast &uuml;berall in Europa vorankommen. Die tempor&auml;ren Grenzschlie&szlig;ungsprogramme sind eine Dauerwerbung f&uuml;r Europafeinde.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 20 Apr 2012 16:04:56 +0100</pubDate><guid>1844781</guid></item>
<item><title>Europäische Kommission | Regeln gegen verzerrte Statistiken</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1830621-regeln-gegen-verzerrte-statistiken</link><description><![CDATA[<p>Bald &bdquo;werden die EU-Regierungen gezwungen sein, f&uuml;r genaue Statistiken zu sorgen&ldquo;, <a href="http://www.adevarul.ro/adevarul_europa/Eurostat-statistica-date_economice-criza_economica-six_pack-Comisia_Europeana-Bruxelles-Guvernul_Romaniei-Grecia-adevarul_europa_0_683931792.html#" target="_self">berichtet <em>Adevărul</em></a>. Um einer Schuldenkrise wie in Griechenland vorzubeugen, will die Europ&auml;ische Kommission sicherstellen, dass die Mitgliedsstaaten seri&ouml;se und unabh&auml;ngige statistische Angaben machen, erkl&auml;rt die rum&auml;nische Tageszeitung. Jahrelang hatte Athen das wahre Ausma&szlig; seiner Haushaltsdefizite verheimlicht und seine Zahlen manipuliert.</p>
<p>Der EU-Kommissar f&uuml;r Steuern, Zollunion, Audit und Betrugsbek&auml;mpfung, Algirdas &Scaron;emeta, <a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/semeta/headlines/news/2012/04/20120417_de.htm" target="_self">fordert</a> neue Statistikregeln und unabh&auml;ngige Beh&ouml;rden in den einzelnen L&auml;ndern. Deren Direktoren d&uuml;rfen seiner Meinung nach nicht mehr nur nach politischen Kriterien ernannt werden. Wie Adevărul berichtet,</p>
<blockquote><p>m&uuml;ssen nicht nur die Statistiken unabh&auml;ngig erarbeitet, erstellt und ver&ouml;ffentlicht, sondern die Statistikbeh&ouml;rde auch unabh&auml;ngig verwaltet werden.</p>
</blockquote>
<p>Jeder Mitgliedsstaat wird &bdquo;auf h&ouml;chster politischer Ebene&ldquo; daf&uuml;r sorgen m&uuml;ssen, dass der Verhaltenskodex f&uuml;r europ&auml;ische Statistiken auch umgesetzt wird, f&uuml;hrt <em>Adevărul</em> fort. Die EU-Kommission wird dieses Dokument gegenzeichnen und Eurostat daf&uuml;r sorgen, dass die Verpflichtungen auch eingehalten werden. Zumal der Bedarf an dieser Art von Statistiken st&auml;ndig w&auml;chst, insbesondere wenn es darum geht, die wirtschaftspolitischen Programme der Union aufeinander abzustimmen.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 18 Apr 2012 13:35:53 +0100</pubDate><guid>1830621</guid></item>
<item><title>Frankreich / Deutschland | Merkozy ist Geschichte (La Tribune, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1824741-merkozy-ist-geschichte</link><description><![CDATA[Nicolas Sarkozy zettelt erneut eine Debatte um die Rolle der Europäischen Zentralbank an. Für die Stimmen jener Wähler, die eine Wachstumspolitik fordern, riskiert er auch Missstimmung mit Angela Merkel. Doch der kommt das aus innenpolitischem Kalkül sogar gelegen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 17 Apr 2012 16:34:18 +0100</pubDate><guid>1824741</guid></item>
<item><title>Wirtschaft | Portugal: Erstes Land ratifiziert Fiskalpakt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1817001-portugal-erstes-land-ratifiziert-fiskalpakt</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Bringt der Pakt etwas?&ldquo; Die Frage stellt <em>Expresso</em> einen Tag nach der Ratifizierung des <a href="http://european-council.europa.eu/media/639244/04_-_tscg.de.12.pdf" target="_self">EU-Fiskalpakts</a> durch die portugiesischen Abgeordneten. Wie das Blatt in seinem Leitartikel vom 14. April berichtet, ist Portugal das erste EU-Land, das dem umstrittenen Vertrag gr&uuml;nes Licht gibt. Laut Expresso wird &bdquo;man abwarten m&uuml;ssen, ob man irgendeinen Nutzen aus [dem Pakt] ziehen wird&ldquo;. Auf die Frage in der &Uuml;berschrift hat das Blatt zwei ganz unterschiedliche Antworten:</p>
<blockquote><p>Ja. Sollten Deutschland und alle anderen nordeurop&auml;ischen L&auml;nder n&auml;mlich bereit sein, die Schutz- und Rettungsmechanismen f&uuml;r die Eurozone auszubauen, wird der EU-Fiskalpakt von grundlegender Bedeutung sein. Nein. Weil es mehr als unwahrscheinlich ist, dass die Vertragsbestimmungen dauerhaft eingehalten werden k&ouml;nnen, selbst von L&auml;ndern, die diese momentan durchgesetzt haben.</p>
</blockquote>
<p>In seinem Leitartikel schreibt <em>Expresso</em> au&szlig;erdem, dass der Pakt...</p>
<blockquote><p>bestenfalls daf&uuml;r sorgen wird, dass die st&auml;rksten L&auml;nder den rettungsbed&uuml;rftigen und gef&auml;hrdeten L&auml;ndern gegen&uuml;ber verantwortungsbewusst handeln und solidarisch sind. [...] Zudem soll [der Pakt] zeigen, dass die Eurozone sich weiterentwickeln kann, ohne dass bestimmte L&auml;nder auf der Strecke bleiben. Ferner sollen diejenigen L&auml;nder zu mehr Haushaltsdisziplin angehalten werden, die sich bisher fast immer dar&uuml;ber hinweggesetzt haben.</p>
</blockquote>
<p>Vor den ganz offensichtlichen Folgen, die der Pakt nach sich ziehen k&ouml;nnte, warnt der Soziologe Pedro Ad&atilde;o e Silva in einer in derselben Woche ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme:</p>
<blockquote><p>Nimmt man den Pakt wirklich ernst, muss man den Mitgliedsstaaten, deren Entwicklung am meisten zu W&uuml;nschen &uuml;brig l&auml;sst, s&auml;mtliche wirtschaftspolitischen Mechanismen vorenthalten. Obwohl gerade diese ihnen bei der Erholung h&auml;tten helfen k&ouml;nnen. Hinzukommt, dass es auch in Zukunft an den so dringend ben&ouml;tigten Finanzinstrumenten mangeln wird, die ein f&ouml;derales System doch gerade auszeichnet. Letzten Endes &uuml;bertragen wir nur unsere Souver&auml;nit&auml;t, bekommen daf&uuml;r aber keinerlei Gegenleistung.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 16 Apr 2012 15:33:02 +0100</pubDate><guid>1817001</guid></item>
<item><title>Polen | Radosław Sikorski, Europa im Sturmschritt (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1797641-radoslaw-sikorski-europa-im-sturmschritt</link><description><![CDATA[Der Chef der polnischen Diplomatie gibt mehr und mehr den einflussreichen Akteur auf der europäischen Bühne, doch sein Aktivismus geht oftmals mit einer Impulsivität und Dreistigkeit einher, die an einen gewissen Nicolas Sarkozy erinnert. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 13 Apr 2012 12:15:55 +0100</pubDate><guid>1797641</guid></item>
<item><title>Bulgarien | Die unendliche Reise nach Schengen (Trud, Sofia)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1759271-die-unendliche-reise-nach-schengen</link><description><![CDATA[Wegen mangelnder Fortschritte im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität verschob die Europäische Kommission die Entscheidung über den Beitritt Bulgariens zur Freiverkehrs- und Freihandelszone. Sofia brüstet sich damit, alle Bedingungen erfüllt zu haben. Das aber widerlegt die Reportage von Trud. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 10 Apr 2012 12:15:03 +0100</pubDate><guid>1759271</guid></item>
<item><title>Griechenland | Diskret wie die Eurokraten in Athen (Le Temps, Genf)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1759171-diskret-wie-die-eurokraten-athen</link><description><![CDATA[Ihre Aufgabe: Die Griechen wieder auf den rechten finanziellen Weg bringen. Ihre Methode: Gewohnheiten umstoßen und Opfer verlangen. Das Resultat: Sie sind der Sündenbock für alle, die sauer auf die EU sind. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 09 Apr 2012 11:11:50 +0100</pubDate><guid>1759171</guid></item>
<item><title>Institutionen | Die nebulösen Geschäfte der EU-Agenturen (Die Presse, Wien)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1718561-die-nebuloesen-geschaefte-der-eu-agenturen</link><description><![CDATA[Intransparent, verschwenderisch, für Interessenkonflikte anfällig: Die zwei Dutzend ausgelagerten Sonderbehörden der Union entwickeln ein Eigenleben, das weder finanziell noch demokratisch akzeptabel ist. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 30 Mar 2012 11:43:16 +0100</pubDate><guid>1718561</guid></item>
<item><title>Bulgarien – Rumänien | Meeres-Duell um Gasfeld</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1671351-meeres-duell-um-gasfeld</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Rum&auml;nien klaut uns ein St&uuml;ck Meer&ldquo;, <a href="http://paper.standartnews.com/bg/article.php?d=2012-03-22&amp;article=404231" target="_self">titelt die bulgarische Tageszeitung <em>Standart</em></a> und meint die &bdquo;17 Quadratkilometer&ldquo; der Meeresgrenze zwischen Bulgarien und Rum&auml;nien. Diese, behauptet Bukarest, geh&ouml;ren zu seinen Hoheitsgew&auml;ssern. Und genau dort entdeckte die US-&ouml;sterreichische Aktiengesellschaft ExxonMobil/OMV Petrom Ende Februar wichtige Gasvorkommen.</p>
<p>Seit mehr als zwanzig Jahren diskutieren die zwei L&auml;nder den Grenzverlauf im Schwarzen Meer, betonte der bulgarische Au&szlig;enminister Nikolai Mladenow. &bdquo;Das Thema ist f&uuml;r die bilateralen Beziehungen zwischen beiden L&auml;ndern also in keinster Weise problematisch&ldquo;, versicherte Mladenow der bulgarischen Presse. Die aber scheint der Streit allerdings zu &bdquo;&uuml;berraschen&ldquo;.</p>
<p>Auf der anderen Seite der Donau ist das &bdquo;Timing&ldquo; <a href="http://www.adevarul.ro/international/europa/Portiunea_de_platou_continental_in_litigiu_cu_Bulgaria-_locul_pe_unde_ar_putea_trece_Southstream_0_668333182.html" target="_self">f&uuml;r die Tageszeitung <em>Adevărul</em> </a>dagegen alles andere als verwunderlich:</p>
<blockquote><p>Der Teil des Festlandsockels um den es geht ist derjenige, durch den die [von Russland gef&ouml;rderte] South-Stream-Ferngasleitung verlaufen soll. Sollte Bukarest sich durchsetzen, w&uuml;rde Rum&auml;nien Teile des t&uuml;rkischen Festlandsockels gewinnen. Sollte es zur Fertigstellung der [von der EU gef&ouml;rderten Gasleitung] Nabucco kommen [die mit der South-Stream-Pipeline rivalisiert], k&ouml;nnte sich das als Vorteil erweisen.</p>
</blockquote>
<p>Unterdessen versuchte Rum&auml;niens Au&szlig;enminister Cristian Diaconescu die Wogen zu gl&auml;tten:</p>
<blockquote><p>Niemand darf sich aufregen oder w&uuml;tend werden. Zumal beide L&auml;nder hier um nationale Interessen k&auml;mpfen. Allerdings m&uuml;ssen diese Fragen gekl&auml;rt werden. Bei der F&ouml;rderung und Genehmigung k&ouml;nnten schlie&szlig;lich unerwartete Probleme auftreten.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 22 Mar 2012 14:04:39 +0100</pubDate><guid>1671351</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Ein „Club von Berlin" für pro-europäische Länder</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1665771-ein-club-von-berlin-fuer-pro-europaeische-laender</link><description><![CDATA[<p>Auf Einladung Deutschlands &bdquo;gr&uuml;nden zehn L&auml;nder den Club von Berlin, um das europ&auml;ische Projekt voranzubringen&ldquo;, <a href="http://www.abc.es/20120321/internacional/abcp-diez-paises-crean-club-20120321.html" target="_self">schreibt <em>ABC</em></a> nach dem Abendessen, zu dem Guido Westerwelle in Berlin geladen hatte. Der deutsche Au&szlig;enminister hatte seine EU-Amtskollegen der L&auml;nder, die er als &bdquo;am pro-europ&auml;ischsten&ldquo; einstufe, eingeladen: Polen, Belgien, Italien, Portugal, &Ouml;sterreich, Luxemburg, Spanien, D&auml;nemark und Frankreich (die letzten beiden fehlten). F&uuml;r ABC ist das Ziel Westerwelles:</p>
<blockquote><p>eine Art Club zu gr&uuml;nden, der daran arbeiten soll, eine Formel zu finden, um den Geist eines geeinten Europa in Krisenzeiten wieder zu erwecken.</p>
</blockquote>
<p>Die Gruppe soll noch mindestens vier Mal, einmal pro Monat, zusammentreffen, und &uuml;ber eine bessere Zusammenarbeit der Fiskal- und Wirtschaftspolitik, die Bem&uuml;hungen zur Stabilisierung von Euro und Wachstum, eine bessere Kontrolle der EU-Au&szlig;engrenzen und Sicherheitspolitik zu beraten. Am Ende soll ein Ergebnisbericht vorgelegt werden.</p>
<p><a href="http://www.presseurop.eu/fr/content/news-brief/1632681-berlin-relance-le-debat-constitutionnel" target="_self"><em>ABC</em> erinnert daran</a>, dass bereits am 9. M&auml;rz beim informellen Treffen der EU-Au&szlig;enminister sich Guido Westerwelle...</p>
<blockquote><p>daf&uuml;r ausgesprochen hat, die Debatte &uuml;ber eine europ&auml;ische Verfassung wieder aufnehmen zu wollen, eine Idee, die nicht von allen 27 EU-Mitgliedern bef&uuml;rwortet wird.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 21 Mar 2012 12:25:53 +0100</pubDate><guid>1665771</guid></item>
<item><title>EU-Parlament | Die machtlose Volksvertretung (The Economist, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1654851-die-machtlose-volksvertretung</link><description><![CDATA[Alle wollen eine demokratischere EU. Aber ihn ihrem einzigen demokratischen Organ, dem Parlament, erfüllen die Abgeordneten immer noch nicht ihre Funktion als Volksvertreter. Schuld ist die Struktur, die ihnen jegliche Souveränität verweigert, und auch ihre eigene Arbeitsweise. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 19 Mar 2012 15:23:01 +0100</pubDate><guid>1654851</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Deutscher Minister will neue EU-Verfassung</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1632171-deutscher-minister-will-neue-eu-verfassung</link><description><![CDATA[<p>Obwohl der Vorschlag 2005 durch Volksbefragungen in Frankreich und in den Niederlanden abgelehnt wurde, will Deutschland das Projekt einer EU-Verfassung wieder aufleben lassen, schreibt die<a href="http://www.thetimes.co.uk" target="_self"><em> Times</em></a>. Anl&auml;sslich eines informellen Treffens der Au&szlig;enminister in Kopenhagen am 9. M&auml;rz soll Guido Westerwelle nach Angaben der Londoner Tageszeitung gesagt haben, man brauche eine Verfassung, um die Entscheidungsstrukturen innerhalb der EU mit ihren 27 Staaten zu verbessern und ihr Schicksal nach der Wirtschaftskrise wieder aufzubauen. Die <em>Times </em>schreibt:</p>
<blockquote><p>Sein Aufruf erhielt bedingte Unterst&uuml;tzung durch Frankreich und weitere acht L&auml;nder, die sich bereit erkl&auml;rten, Gespr&auml;che &uuml;ber eine Wiederaufnahme des Projekts zu f&uuml;hren.</p>
</blockquote>
<p>Zu den anderen L&auml;ndern, die f&uuml;r Westerwelles Plan bereit sind, geh&ouml;ren unter anderem Belgien, die Niederlande, Polen, Portugal und Spanien. Die <em>Times</em> stellt dazu fest:</p>
<blockquote><p>Der Plan wurde von Schweden und von Italiens technokratischer Regierung als voreilig kritisiert und vom Foreign Office in London verworfen</p>
</blockquote>
<p>Der schwedische Au&szlig;enminister Carl Bildt meinte dazu: &ldquo;Ich glaube nicht, dass der Beginn einer neuen Verfassungsdebatteinnerhalb der Europ&auml;ischen Uniondie derzeitige Priorit&auml;t ist.&rdquo;</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 15 Mar 2012 13:13:24 +0100</pubDate><guid>1632171</guid></item>
<item><title>Fiskalpakt | Tausche Barnier gegen Ashton</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1599711-tausche-barnier-gegen-ashton</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Aus Br&uuml;sseler Hinterzimmern geplaudert &ndash; der geheime Deal zum Schutz der City vor Barnier&ldquo;, <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/65fc0fac-6931-11e1-9931-00144feabdc0.html#axzz1obhoaylw" target="_self">titelt die <em>Financial Times</em></a>. Beamte Gro&szlig;britanniens und der EU sollen im vergangenen Dezember eine Absprache getroffen haben, um einen englischen Beauftragten als Europas h&ouml;chsten Finanzregulator einzusetzen. Somit wollte man Englands Premierminister David Cameron f&uuml;r den neuen Fiskalpakt der EU gewinnen.</p>
<blockquote><p>Mehreren eingeweihten hohen Funktion&auml;ren zufolge beinhaltete die politische Abmachung, dass der franz&ouml;sische Binnenmarktkommissar Michel Barnier, der gleichzeitig eine Gei&szlig;el f&uuml;r den britischen Fiskus ist, Englands Baronin Ashton als Auslandsbeauftragter der EU ersetzen sollte.</p>
</blockquote>
<p>Die Londoner Tageszeitung berichtet, dass der Umbesetzungsplan mit dem Team vom EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jos&eacute; Manuel Barroso ausgearbeitet wurde. Allerdings verflog die anf&auml;ngliche Begeisterung, da mit Widerstand aus dem EU-Parlament zu rechnen war. Ein Sprecher von Barroso dementierte jegliche Pl&auml;ne. Er gab an, dass der Kommissionspr&auml;sident &bdquo;niemals die Absicht gehabt habe und auch niemals haben wird, einen solchen Wechsel vorzuschlagen.&ldquo;&nbsp; Nichtsdestotrotz erkl&auml;ren &ndash;</p>
<blockquote><p>&hellip; mehrere beteiligte Personen, dass die Kommissions-Umbesetzung eine ernstzunehmende und m&ouml;gliche Option w&auml;hrend der intensiven diplomatischen Diskussionen vor dem Gipfeltreffen im Dezember war. Wie sich einer von ihnen ausdr&uuml;ckte, wurde den Briten &bdquo;Barniers Kopf auf einem silbernen Teller pr&auml;sentiert.</p>
</blockquote>
<p>Die <em>Financial Times</em> berichtet, dass &ndash;</p>
<blockquote><p>Barniers Abl&ouml;sung von vielen in der City und Westminster begr&uuml;&szlig;t worden w&auml;re. Doch einige Beamte des Vereinigten K&ouml;nigreiches zogen den Schluss, dass es sich nur um eine Gnadenfrist handeln w&uuml;rde. Cameron versuchte stattdessen ohne Erfolg sicherzustellen, dass dauerhafte Garantien zum Schutz von Finanzdienstleistungen in das neue Abkommen aufgenommen w&uuml;rden.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 09 Mar 2012 13:46:51 +0100</pubDate><guid>1599711</guid></item>
<item><title>Niederlande | Den Haags bittere Spar-Pille</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1573671-den-haags-bittere-spar-pille</link><description><![CDATA[<p>Die niederl&auml;ndische Wirtschaft ist nicht mehr das, was sie einmal war: Am 1. M&auml;rz hat das Centraal PlanBureau (CPB, das niederl&auml;ndische Planungsamt) seine <a target="_self" href="http://www.cpb.nl/persbericht/3211348/begrotingstekort-naar-45-procent-2013-voorzichtig-herstel-economische-groei-na-2">Wirtschaftsprognosen</a> ver&ouml;ffentlicht: Demnach wird 2013 das Haushaltsdefizit 4,5 Prozent der Wirtschaftsleistung erreichen und das Wachstum nicht die Ein-Prozent-Marke &uuml;berschreiten. Um die europ&auml;ischen Regeln zur Haushaltsdisziplin [nicht mehr als 3 Prozent Defizit] einzuhalten, bleibt der Regierung keine andere Wahl als, zus&auml;tzlich zu den geplanten Einsparungen in H&ouml;he von 18 Milliarden Euro, noch weitere 9 Milliarden aufzutreiben.</p>
<p>Eine b&ouml;se &Uuml;berraschung, welche die Koalition der liberalen VVB und der christdemokratischen CDA, toleriert von der rechtspopulistischen und anti-europ&auml;ischen PVV, unter Druck setzt. Die PVV hat bereits angek&uuml;ndigt, dass sie nicht&nbsp; der von Br&uuml;ssel verordneten Linie folgen wolle. Die Regierung steht somit, wie De Volkskrant titelt, vor einer &bdquo;h&ouml;llischen Aufgabe&ldquo;.</p>
<p>&bdquo;Die Regierung wird von zwei Ketten behindert&ldquo;, notiert <a target="_self" href="http://www.nrc.nl/">NRC Handelblad</a>: die &bdquo;europ&auml;ische Perspektive&ldquo; und die &bdquo;wirtschaftliche Perspektive&ldquo;. Beide lassen nur wenig Spielraum. Die Tageszeitung f&uuml;gt hinzu, dass die extrem unnachgiebige Haltung &bdquo;der Regierung und in erster Linie des Finanzministers Jan Kees de Jager [CDA]&ldquo; gegen&uuml;ber den Schuldenl&auml;ndern der Eurozone das Land nun in eine heikle Lage bringe:</p>
<blockquote><p>Es bleibt quasi keine andere L&ouml;sung, als dieselbe bittere Medizin zu schlucken, die man den anderen L&auml;ndern aufgezwungen hat. [...] Von den L&auml;ndern Osteuropas wird nur wenig Verst&auml;ndnis und aus dem S&uuml;den wohl Schadenfreude zu erwarten sein.</p>
</blockquote>
<p>Zumal die Niederlande auch nicht aus Verst&auml;ndnis aus den Reihen der EU-Kommission hoffen kann, da das Land stets den EU-Kommissar f&uuml;r Wirtschaft und W&auml;hrung Olli Rehn in seiner Rolle als &bdquo;strenger Schulmeister&ldquo; unterst&uuml;tzt hat, der unflexibel auf die Einhaltung der Stabilit&auml;tskriterien achtet, notiert seinerseits <a target="_self" href="http://www.volkskrant.nl/">De Volkskrant</a>, selbst wenn andere L&auml;nder in einer &auml;hnlichen Lage sind:</p>
<blockquote><p>Madrid hat derzeit Defizit von 8,5 Prozent, das bis zum n&auml;chsten Jahr auf 3 Prozent gesenkt werden soll. Seit Wochen streitet der spanische Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy mit Br&uuml;ssel, um mehr Zeit f&uuml;r die Konsolidierung der &ouml;ffentlichen Finanzen zu bekommen.</p>
</blockquote>
<p>In seiner <a target="_self" href="http://www.trouw.nl/">Kolumne in Trouw</a> schreibt Rob de Wijk, es sei Zeit, dass die Niederlande aufh&ouml;ren, den &bdquo;Knoblauchl&auml;ndern&ldquo;, wie man in Holland die L&auml;nder S&uuml;deuropas nennt, Ratschl&auml;ge erteilen zu wollen, denn:</p>
<blockquote><p>Von allen reichen L&auml;ndern Europas stehen die Niederlande am schlechtesten da. Die Rezession ist hier ebenso stark wie in den Knoblauchl&auml;ndern, denen man unaufh&ouml;rlich und mit hochm&uuml;tigen Ton sagt, sie sollten doch mehr unternehmen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 02 Mar 2012 15:14:08 +0100</pubDate><guid>1573671</guid></item>
<item><title>Europäischer Rat | Europaweite Anti-Spar-Proteste (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1569101-europaweite-anti-spar-proteste</link><description><![CDATA[Seit dem heutigen Donnerstag, den 1. März, tagt der Europäische Rat und schickt sich an, den Fiskalpakt zu unterzeichnen. Allerdings fechten ein Dutzend Länder, allen voran Italien, die Sparpolitik des “Merkozy”-Paars an. Der Rezession, die Europa droht, wollen sie eine Wirtschaftspolitik entgegensetzen, die das Wachstum wieder ankurbelt. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 01 Mar 2012 17:09:37 +0100</pubDate><guid>1569101</guid></item>
<item><title>Fiskalpakt | Irlands überraschendes Referendum</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1564871-irlands-ueberraschendes-referendum</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>Irland ist auf dem Weg, als erstes und einziges Land der Eurozone ein demokratisches Urteil &uuml;ber den europ&auml;ischen Fiskalpakt abzugeben. Der im Januar vereinbarte Pakt wird von Deutschland unterst&uuml;tzt und verankert eine Schuldenbremse im nationalen Recht. Weiter verleiht er dem Europ&auml;ischen Gerichtshof das Recht, Sanktionen gegen Staaten zu erheben, die ihm nicht nachkommen. Am 2. M&auml;rz soll er in Br&uuml;ssel von 25 EU-Staaten formell unterzeichnet werden (Gro&szlig;britannien und die Tschechische Republik haben sich gegen die Teilnahme entschieden). Auf Rat des irischen Justizministers, der ein Referendum zur Ratifizierung des zehnseitigen Gesetzestexts f&uuml;r n&ouml;tig h&auml;lt, k&uuml;ndigte der irische Premier dem irischen Parlament an, man werde &ldquo;das irische Volk um seine Zustimmung fragen&rdquo;.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-irishtimes_0.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Ich bin der festen Überzeugung, dass die Bewilligung dieses Pakts sehr wohl in Irlands nationalem Interesse liegt. Dadurch kann auf dem stetigen Fortschritt aufgebaut werden, den das Land im letzten Jahr erzielt hat.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://www.irishtimes.com/newspaper/opinion/2012/0229/1224312524779_pf.html" target="_self">Die <em>Irish Times</em> bedenkt</a>, dass Irland in der Vergangenheit bereits EU-Vertr&auml;ge abgelehnt hat, n&auml;mlich die Vertr&auml;ge von Nizza und von Lissabon, jeweils 2001 und 2008, die es dann 2002 bzw. 2009 absegnete. Die Zeitung ist der Meinung, dass die B&uuml;rger in einem Referendum &ldquo;gew&ouml;hnlich nicht die Frage beantworten, die ihnen gestellt wird&rdquo;. Sie pflichtet jedoch den Premier bei, in seiner &ldquo;enthusiastischen &Uuml;berzeugung, dass das Volk... das richtige tun wird&rdquo;. Die &uuml;beraus EU-freundliche Dubliner Tageszeitung argumentiert weiter:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-irishtimes_0.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">... eine Ablehnung würde eine entsetzliche Aussicht für das Land eröffnen. Da der Vertrag nicht die Zustimmung aller teilnehmenden Staaten erfordert, bevor er in Kraft tritt, würde ein irisches Nein dieses Land ins Hintertreffen bringen, während der Rest der Eurozone mit verstärkter Integration voranschreitet. Irland könnte rein formell Mitglied im Euro bleiben, doch fernab vom Kern der Entscheidungsträger, die faktisch schon zur Vorhut der EU geworden sind. Wichtiger noch: Ein Nein würde Irland weiteren Zugang zu Rettungsmechanismen und liquiden Mitteln aberkennen, dabei ist dieser Schutzschild für unsere Position an den Märkten und unsere wirtschaftliche Erholung entscheidend.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://www.irishexaminer.com/ireland/kfidojeygbid/rss2/" target="_self">F&uuml;r den <em>Irish Examiner</em></a> muss jeder verstehen &ldquo;welche Konsequenzen seine Wahlstimme hat und was seine Entscheidung f&uuml;r uns und f&uuml;r unsere Kinder bedeutet&rdquo;.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-irishexaminer.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Ist man dagegen, so muss man eine umsetzbare, alternative Lösung zur Finanzierung dieses bankrotten Staats vorschlagen können – anstatt einfach nur abzulehnen, weil man berechtigterweise wütend über die vielen scheußlichen, ungerechten Folgen der mangelnden wirtschaftlichen Unabhängigkeit ist. Das muss die Gretchenfrage für jeden Gegenvorschlag zur Ratifizierung sein. 

Es ist ein Dilemma der Unbedingtheiten – entweder sind wir dabei oder nicht, ganz gleich wie unangenehm diese einschränkende Wirklichkeit sein mag. Unsere europäische Kollegen, die an so vielen Fronten kämpfen müssen, werden wohl kaum Sondermaßnahmen für einen kleinen Mitgliedsstaat einrichten, der zutiefst von einer EU-Finanzierung abhängig ist, ganz egal wie drakonisch die mit diesen Krediten verbundenen Bedingungen sind</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://www.independent.ie/opinion/analysis/battle-lines-are-drawn-for-referendum-3034510.html" target="_self">Dem<em> Irish Independent</em> zufolge</a> wird die Regierung &ldquo;schreckenerregende Folgen&rdquo; im Fall des Neins vorhersagen. Die Zeitung schreibt:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-irishindependent.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Ein kleiner Trost ist es, dass die Thematik leichter zu verstehen ist als der Inhalt und die Tragweite der Verträge von Maastricht oder Lissabon. Regierungen haben damals unehrlicherweise behauptet, diese Verträge seien nicht sehr wichtig. Das Gefühl, man wolle die Wähler hinters Licht führen, hat sicherlich zu ihrer Ablehnung beigetragen – zumindest beim ersten Mal.
 
Gibt man sich ein bisschen Mühe, ist der Fiskalpakt durchaus verständlich und man kann sich vorstellen, was wohl passieren könnte, falls er abgelehnt wird.
 
[…] Die andere große Ironie liegt darin, dass im Fiskalpakt nur wenig steht, das nicht – infolge der letztjährigen Verschärfung der Regeln der Eurozone – sowieso schon im irischen Gesetz verankert ist, mit Ausnahme vielleicht des außerkonstitutionellen Status.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Wed, 29 Feb 2012 17:48:51 +0100</pubDate><guid>1564871</guid></item>
<item><title>Reaktionen auf Referendum | "Schon wieder die Iren"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1564511-schon-wieder-die-iren</link><description><![CDATA[<p>In Deutschland, das in der Schuldenkrise politisch in der ersten Reihe steht, wird das geplante irische Referendum reichhaltig kommentiert. &ldquo;Schon wieder die Iren!&rdquo; So m&uuml;sse sich die Reaktion im Berliner Kanzleramt angeh&ouml;rt haben, <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,818238,00.html" target="_self">schreibt <em>Spiegel-Online</em></a>. Angela Merkel k&ouml;nne in der Tat um ihren Einfluss auf den Br&uuml;sseler Entscheidungsprozess f&uuml;rchten. Und au&szlig;erdem:</p>
<blockquote><p>Damit droht der neuen Euro-Architektur ein Geburtsfehler: M&ouml;glicherweise finden sich am Ende nur 16 Euro-Staaten in dem von Deutschland gew&uuml;nschten Sparkorsett wieder.</p>
</blockquote>
<p>Berlin h&auml;tte die irische Volksabstimmung zu Europa gerne vermieden, meint auch die <a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_self"><em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em></a>, aber</p>
<blockquote><p>diesmal trifft die Botschaft nicht so sehr die Euro-Gemeinschaft, sondern die Iren selbst. [...] Es liegt im ureigenen Interesse der Iren, dass sie den Pakt annehmen. Dem Land ist sonst nicht zu helfen.</p>
</blockquote>
<p>Das ist auch der Grund, warum es <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-02/analyse-irland-referendum" target="_self">in den Augen der <em>Zeit</em></a> weniger um die Schuldenbremse, als um die irische Identit&auml;t geht.</p>
<blockquote><p>Dem Eurobarometer zufolge sind die Iren das europafreundlichste Volk der Union. Doch die Liebe zur EU ist nur so dick wie die Ablehnung Englands: Es geht ums Anderssein als die Briten. Das Land wird mit einer Entscheidung leben m&uuml;ssen, deren Tragweite das irische Selbstverst&auml;ndnis f&uuml;r Generationen bestimmen wird. Entweder, sie werden Volleurop&auml;er und verzichten auf ihre Sonderstellung am Westrand der britischen Inseln. Oder sie bleiben halb drinnen und halb drau&szlig;en wie ihre britischen Nachbarn &ndash; und wachsen wieder enger mit Angelsachsen, Schotten und Walisern zusammen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 29 Feb 2012 16:33:51 +0100</pubDate><guid>1564511</guid></item>
<item><title>Europäischer Rat | Die "graue Maus" setzt sich durch (NRC Handelsblad, Rotterdam)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1543621-die-graue-maus-setzt-sich-durch</link><description><![CDATA[Er ist nicht die medienwirksamste Figur auf der politischen Bühne Europas, doch binnen zwei Jahren hat sich Herman Van Rompuy diskret durchgesetzt. Ohne Konkurrenten, wird er am 1. März voraussichtlich vom Europäischen Rat in seinem Amt als EU-Ratspräsident bestätigt werden. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 23 Feb 2012 15:57:16 +0100</pubDate><guid>1543621</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Großer Räumungsverkauf in Europa (The Independent, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1532941-grosser-raeumungsverkauf-europa</link><description><![CDATA[In ganz Europa suchen Länder nach Möglichkeiten, schnell an Geld zu kommen. Alle scheinen dieselbe Idee zu haben und verkaufen ihr Staatsvermögen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:24:59 +0100</pubDate><guid>1532941</guid></item>
<item><title>Mitteleuropa | Auf gute Nachbarschaft, Österreich!</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1529861-auf-gute-nachbarschaft-oesterreich</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Hallo Nachbar! Die sp&auml;te Vers&ouml;hnung.&rdquo; <a target="_self" href="http://diepresse.com/home/politik/eu/733445/Ostoeffnung_Hallo-Nachbar-Die-spaete-Versoehnung?_vl_backlink=/home/politik/eu/index.do"><em>Die Presse</em> begr&uuml;&szlig;t</a> das Ergebnis der Studie &ldquo;Grenz&uuml;berschreitendes Zusammenleben&rdquo; der Gesellschaft f&uuml;r Europapolitik: Die Meinung der &Ouml;sterreicher &uuml;ber ihre &ouml;stlichen Nachbarn (Ungarn, Tschechen, Slowaken) hat sich in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert.</p>
<p>Die Befragung von 500 Menschen in den Regionen Ober&ouml;sterreich, Nieder&ouml;sterreich und Burgenland ergab, dass die &Ouml;ffnung der Ostgrenzen vor 20 Jahren nicht mehr als Angriff auf die soziale Stabilit&auml;t des Landes gewertet wird. Tourismus und Handel haben ihr Werk im grenz&uuml;berschreitenden Zusammenleben getan.</p>
<blockquote><p>Die Bewohner der Grenzregionen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn [kommen] vorwiegend zum Einkaufen nach &Ouml;sterreich. Das bringt neue Kaufkraft in die einst wirtschaftlich schwachen Gebiete Ost&ouml;sterreichs. So verwundert es nicht, dass die heimische Bev&ouml;lkerung mittlerweile eine positive Bilanz f&uuml;r den Arbeitsmarkt zieht. 48 Prozent der Befragten in Ober&ouml;sterreich, 40 Prozent im Burgenland, 36 Prozent in der nieder&ouml;sterreichischen Region nahe der Slowakei und 34 Prozent in der Region an der tschechischen Grenze orten eine &bdquo;positive Entwicklung&ldquo; auf dem Arbeitsmarkt.</p>
</blockquote>
<p> Einziger D&auml;mpfer: Die Angst der &Ouml;sterreicher vor der Kriminalit&auml;t aus dem Osten ist geblieben. Hierbei liege allerdings eine &ldquo;Diskrepanz zwischen gef&uuml;hlter Wahrnehmung und den tats&auml;chlichen Fakten vor&rdquo;, so die <em>Presse</em>. </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 20 Feb 2012 16:48:04 +0100</pubDate><guid>1529861</guid></item>
<item><title>Ungarn | Orbán unter Aufsicht der EU-Abgeordneten</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1521391-orban-unter-aufsicht-der-eu-abgeordneten</link><description><![CDATA[<p>Am 16. Februar hat das Europ&auml;ische Parlament <a href="http://www.europarl.europa.eu/news/de/pressroom/content/20120216IPR38359/html/Ungarn-soll-Grundwerte-der-EU-einhalten-meinen-die-Abgeordneten" target="_self">beschlossen</a>, die neusten ungarischen Gesetze unter die Lupe zu nehmen. Sie will beurteilen, ob sie die europ&auml;ischen Werte respektieren. Dem Entschluss stimmten die politisch sozialistischen, liberalen und gr&uuml;nen Europaabgeordneten zu. Die Konservativen hielten sich eher bedeckt. Die linksgerichtete Tageszeitung <a href="http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=521749" target="_self"><em>N&eacute;pszava</em> titelt</a>, dass der Entschluss &ldquo;eine Ohrfeige f&uuml;r Orb&aacute;n&rdquo; sei.</p>
<blockquote><p>Selbst wenn die Version der Regierung der Wahrheit entspricht und es sich um ein linksliberales Komplott handeln sollte, stellt sich folgende Frage: Warum ist immer Ungarn die Zielscheibe? [&hellip; Man sollte nicht vergessen, dass man beim Eintritt in die EU nicht nur das Europarecht annimmt, sondern sich auch verpflichtet, die demokratischen Werte zu respektieren. [...] Bis jetzt hat der Antrag keine juristischen Konsequenzen, das Europ&auml;ische Parlament hat der ungarischen Regierung Zeit zum reagieren gelassen. Die muss sie nun nutzen.</p>
</blockquote>
<p><a href="http://www.magyarhirlap.hu/velemeny/tal_lencse.html" target="_self"><em>Magyar H&igrave;rlap</em> gibt</a> wie zu erwarten den ungarischen sozialistischen Europaabgeordneten die Schuld. Der Journalist Zsolt Bayer ist Parteimitglied der Fidesz, der Partei von Victor Orb&aacute;n, und zudem enger Bekannter des Regierungschefs. Er fragt sich in einem Kommentar mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Ein Linsengericht&rdquo;:</p>
<blockquote><p>Wie kann es sein, dass sich im Europ&auml;ischen Parlament eine kommunistische Gruppe befindet? [ &hellip;] Sie sind auch nicht besser als die Nazis. [...] Das Verhalten der ungarischen Sozialisten w&auml;re in einem anderen Land v&ouml;llig undenkbar. Als zu Haiders Zeiten Sanktionen gegen &Ouml;sterreich verh&auml;ngt wurden, rief zum Beispiel der Parteichef der Sozialisten dazu auf, die Hetzjagd gegen sein Land zu beenden.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 17 Feb 2012 13:20:27 +0100</pubDate><guid>1521391</guid></item>
<item><title>Schengen-Raum | Bukarest und Sofia sollen sich noch mehr anstrengen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1494831-bukarest-und-sofia-sollen-sich-noch-mehr-anstrengen</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Wird der CVM-Bericht die T&uuml;r nach Schengen &ouml;ffnen?&rdquo;, fragt <em>Rom&acirc;nia liberă</em> auf dem Titelblatt. Am Vortag wurde der Zwischenbericht der <a href="http://ec.europa.eu/cvm/index_de.htm" target="_self">Kommission des EU-Kooperations- und Kontrollverfahrens </a>(CVM) &uuml;ber <a href="http://ec.europa.eu/cvm/docs/com_2012_56_de.pdf" target="_self">Rum&auml;niens</a> und <a href="http://ec.europa.eu/cvm/docs/com_2012_57_de.pdf" target="_self">Bulgariens Reform-Fortschritte</a> vorgelegt. Beide L&auml;nder sind weiterhin Beitrittskandidaten in das europ&auml;ische Freiz&uuml;gigkeitsabkommen.</p>
<p>Die rum&auml;nische Tageszeitung <a href="http://www.romanialibera.ro/actualitate/justitie/poate-deschide-raportul-mcv-usa-schengen-253049.html" target="_self">notiert</a>, dass dem Bericht zufolge Bukarest und Sofia Fortschritte gemacht h&auml;tten, aber bei Bek&auml;mpfung der Korruption im Staatsapparat k&auml;me man nur langsam voran. Hier sollten insbesondere die Richter in die Verantwortung genommen werden. Sie sollten die Korruption durch die Verh&auml;ngung exemplarischer Strafen und die Beschlagnahme illegal angeh&auml;uften Verm&ouml;gens unterbinden. Der CVM-Bericht fordert des Weiteren eine nationale Anti-Korruptions-Strategie, sowie den Parlamentsausschluss aller wegen Korruption verurteilter Abgeordneter und Senatoren. Trotz der erreichten Fortschritte, so <a href="http://www.romanialibera.ro/actualitate/europa/orban-olanda-nu-si-va-schimba-pozitia-pe-schengen-pe-baza-raportului-mcv-trebuie-regandita-solutia-253054.html" target="_self">sagte </a>der Zeitung der rum&auml;nische Europaminister Leonard Orban, werden die Niederlande  &ndash;  Hauptgegner eines Schengenbeitritts von Rum&auml;nien und Bulgarien  &ndash;  ihre Meinung nicht vor der Pr&auml;sentationdes Abschlussberichts des CVM, im kommenden Sommer &auml;ndern.&nbsp;</p>
<p>In Bulgarien wurden die Ergebnisse des CVM-Berichts von den j&uuml;ngsten Unwetternachrichten &uuml;berschattet. Nach schweren &Uuml;berschwemmungen im S&uuml;den des Landes, welche in dem Dorf Biser acht Todesopfer forderten, erkl&auml;rte die Regierung den 8. Februar zum Tag der Nationalen Trauer. Das Online-Zeitung <a target="_self" href="http://www.mediapool.bg/%D0%B2-%D0%BE%D1%81%D1%82%D1%80%D0%BE-%D0%BA%D1%80%D0%B8%D1%82%D0%B8%D1%87%D0%B5%D0%BD-%D0%B4%D0%BE%D0%BA%D0%BB%D0%B0%D0%B4-%D0%B5%D0%BA-%D0%BD%D0%B0%D1%81%D1%82%D0%BE%D1%8F%D0%B2%D0%B0-%D0%B7%D0%B0-%D1%80%D0%B5%D1%84%D0%BE%D1%80%D0%BC%D0%B8%D1%80%D0%B0%D0%BD%D0%B5-%D0%B8%D0%B7-%D0%BE%D1%81%D0%BD%D0%BE%D0%B2%D0%B8-%D0%BD%D0%B0-%D0%B2%D1%81%D1%81-%D0%B8-%D0%BF%D1%80%D0%BE%D0%BA%D1%83%D1%80%D0%B0%D1%82%D1%83%D1%80%D0%B0%D1%82%D0%B0-news189342.html"><em>Mediapool</em> qualifiziert </a>den Bericht dennoch als &ldquo;extrem kritisch&rdquo; und betont, dass er mit keinem Wort einen &ldquo;politischen Willen&rdquo; von Sofia im Kampf gegen die Korruption und bei der Umsetzung der notwendigen Justizreformen erw&auml;hne. </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 12:15:33 +0100</pubDate><guid>1494831</guid></item>
<item><title>Deutschland-Frankreich | Merkel  kämpft um ihre Vernunftehe</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1487431-merkel-kaempft-um-ihre-vernunftehe</link><description><![CDATA[<p>Nach dem gemeinsamen deutsch-franz&ouml;sischen Ministerrat vom 6. Februar, sicherte Bundeskanzlerin Angela Merkel w&auml;hrend eines TV-Interviews, das gleichzeitig auf dem franz&ouml;sischen Sender France 2 und dem deutschen ZDF ausgestrahlt wurde, dem franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten ihre Unterst&uuml;tzung im kommenden Wahlkampf zu, bei welchem er noch nicht offiziell Kandidat auf seine eigene Nachfolge ist. Ein Engagement, das es in Europa so noch nicht gegeben hat und von der Presse in Frankreich und Deutschland ausgiebig kommentiert wird.</p><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.31913398258328607"><a href="http://www.liberation.fr/politiques/01012388332-merkel-attachee-de-presse-de-sarkozy" target="_self">F&uuml;r <em>Lib&eacute;ration </em></a>gibt die Bundeskanzlerin Sarkozys &ldquo;Pressesprecherin&rdquo; und macht damit  dessen Kandidatur auf die Wiederwahl &ldquo;offiziell&rdquo;. Merkels Rolle, meint  das linksliberale Blatt, sei f&uuml;r Sarkozy nicht ohne Risiko:</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/liberation-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Frankreichs wirtschaftliche Unterlegenheit gegenüber dem Partner könnte sich verstärken und es könnte der Eindruck entstehen, dass der kommende Wahlkampf von Sarkozy unter deutschem Einfluss stehe.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.31913398258328607">Ein Einfluss, <a href="http://www.lefigaro.fr/mon-figaro/2012/02/06/10001-20120206ARTFIG00700-les-verites-d-outre-rhin.php" target="_self">den <em>Le Figaro</em> nicht abstreitet</a>, doch meint das Blatt: <br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/figaro-100_1.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Das bekannte “deutsche Modell” aus Wettbewerbsfähigkeit und Haushaltsdisziplin hat sich auf dem den Stürmen der Globalisierung ausgesetzten Kontinent als das einzig überlebensfähige erwiesen. Es steht Frankreich frei, es zu imitieren oder zu verwerfen. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://abonnes.lemonde.fr/election-presidentielle-2012/article/2012/02/06/pourquoi-angela-merkel-fait-campagne-pour-nicolas-sarkozy_1639313_1471069.html" target="_self"><em>Le Monde</em> erkl&auml;rt seinerseits</a> &ldquo;Warum Merkel f&uuml;r Sarkozy Wahlkampf macht&rdquo;, den die Umfragen geschlagen geben:<br />
&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/monde-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Sarkozy und Merkel haben beide ein Interesse daran, zu zeigen, dass ihr Team noch funktioniert. Der Erste will glauben machen, dass er in Europa den Ton angibt, und die Zweite genau das Gegenteil. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.31913398258328607">In Deutschland <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/kanzlerin-unterstuetzt-sarkozy-im-wahlkampf-wenn-sich-mut-in-uebermut-verwandelt-1.1277220" target="_self">meint die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em></a>, dass sich &ldquo;Mut in &Uuml;bermut verwandelt&rdquo; und hinterfragt die Gr&uuml;nde der Bundeskanzlerin:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/suddeutsche-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Der 6. Februar 2012 wird womöglich als der Tag in Erinnerung bleiben, an dem eine Verzweifelte nach dem Strohhalm griff. Nimmt Merkel die Ankündigungen des Sozialisten Hollande ernst [der den EU-Haushaltsvertrag neu verhandeln will], so muss sie um ihr europapolitisches Werk fürchten. Der Sozialist will nicht sparen, sondern die Konjunktur anwerfen.[...] Die Kanzlerin kämpft deshalb in Frankreich nicht wirklich für Sarkozy, sondern für ihre eigene Politik. So betrachtet, wirkt ihr Spiel waghalsig, aber nicht irrational.  </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Die konservative <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13854229/Endlich-in-Europa-vereint.html" target="_self"><em>Die Welt</em> macht</a> kein Geheimnis daraus, dass sie den Kandidaten Hollande f&uuml;rchtet und jubelt, dass Merkel und Sarkozy &ldquo;endlich in Europa vereint&rdquo; seien:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/die-welt-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Obwohl nur die 45 Millionen französischen Wahlberechtigten aufgerufen sind, geht diese Wahl uns alle in Europa an. [...] Der Ausgang der Wahlen könnte Europa um Jahre und Jahrzehnte zurückwerfen. </p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 13:51:36 +0100</pubDate><guid>1487431</guid></item>
<item><title>Institutionen | Eurokraten Blues (Le Temps, Genf)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1484281-eurokraten-blues</link><description><![CDATA[Der am 7. Februar 1992 unterzeichnete Maastrichter Vertrag verlieh der EU-Kommission und ihren Beamten Entscheidungsbefugnisse wie nie zuvor. Zwei Jahrzehnte später ist ihr Traum am Vorrang der Wirtschaft vor der Politik gescheitert, und die Krise hat sie zu Sündenböcken gemacht. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 06 Feb 2012 16:49:00 +0100</pubDate><guid>1484281</guid></item>
<item><title>EU-Gipfel | Die Don Quijotes aus Brüssel (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1464921-die-don-quijotes-aus-bruessel</link><description><![CDATA[Ihre Titel klingen pompös: Fiskalpakt und “Programm zur Förderung des Wirtschaftswachstums”. Ansonsten dienen die auf dem EU-Gipfel beschlossenen Maßnahmen im besten Fall dazu, die Fehler der letzten eineinhalb Jahre auszumerzen. Im schlimmsten Fall sind sie einfach nur ein schlechter Witz. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 31 Jan 2012 16:25:41 +0100</pubDate><guid>1464921</guid></item>
<item><title>Haushaltspakt | Prag bleibt lieber außen vor</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1464421-prag-bleibt-lieber-aussen-vor</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Weder ja noch nein. Die Tschechische Republik ist innerhalb der EU isoliert&rdquo;, <a href="http://hn.ihned.cz/c1-54566160-ani-ano-ani-ne-cesko-zustalo-v-evropske-unii-osamoceno" target="_self">stellt <em>Hospod&aacute;řsk&eacute; noviny</em></a> nach der Unterzeichnung des EU-Abkommens f&uuml;r mehr Haushaltsdisziplin fest. Neben Gro&szlig;britannien ist die Tschechische Republik das einzige Land, das sich geweigert hat, den sogenannten Fiskalpakt mit den anderen 25 EU-Mitgliedern zu unterzeichnen. </p>
<p>&ldquo;Das Abkommen bringt keinen politischen Vorteil und erlaubt zudem nicht, dass alle L&auml;nder an den kommenden Gipfeln gleichberechtigt teilnehmen&rdquo;, gab Ministerpr&auml;sident Petr Nečas als Erkl&auml;rung an, der ohnehin mit dem Widerstand des Staatspr&auml;sidenten V&aacute;clav Klaus rechnen musste, der ein Gegner von mehr europ&auml;ischer Integration ist.</p>
<p><a href="http://hn.ihned.cz/c1-54566160-ani-ano-ani-ne-cesko-zustalo-v-evropske-unii-osamoceno" target="_self">F&uuml;r die Tageszeitung</a> habe der Gipfel zwar nicht zu einer Spaltung Europas gef&uuml;hrt, aber sei ein Ereignis gewesen, welches &ldquo;die verschiedenen Positionen hinsichtlich der europ&auml;ischen Integration ans Licht gebracht hat. In der jeder seinen Platz finden muss.&rdquo; In dieser Hinsicht </p>
<blockquote><p>hat die Tschechische Republik sich weder an den Runden Tisch noch ins Vorzimmer gesetzt. ... Das Land &lsquo;lauscht&rsquo; lieber durch die W&auml;nde eines winzigen Nebenzimmers, von wo aus es schwierig sein wird, auf das Geschehen innerhalb Europas Einfluss aus&uuml;ben zu k&ouml;nnen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:07:53 +0100</pubDate><guid>1464421</guid></item>
<item><title>EU-Gipfel | Merkel geht zu weit</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1464541-merkel-geht-zu-weit</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Die Frau, die in die K&auml;lte kam.&rdquo; <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/merkel-beim-eu-gipfel-die-frau-die-in-die-kaelte-kam-1.1271350" target="_self">Der Titel der <em>S&uuml;ddeutschen Zeitung</em></a> fasst das k&uuml;hle Echo zusammen, mit dem die deutsche Presse Angela Merkels Einsatz beim EU-Gipfel an diesem 30. Januar kommentiert.</p>
<p>Wohl konnte wohl in nur zwei Monaten und fasst ganz alleine ihren Fiskalpakt gegen ihre 26 Partner durchsetzen. Daf&uuml;r muss sie jetzt gegen &ldquo;das Image der b&ouml;sen deutschen Sparkommissarin k&auml;mpfen&rdquo;, <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812335,00.html#ref=rss" target="_self">bemerkt <em>Spiegel Online</em></a>. In Europa sind die &Auml;ngste vor einer Fremdherrschaft geweckt.</p>
<p>Schuld daran ist ihr Vorschlag einen Haushaltskommissar nach Athen zu schicken, um die Griechen zur Ordnung ihrer Konten zu zwingen. Politisches Gift, nennt das der Spiegel, &ldquo;Eingest&auml;ndnis des Scheiterns&rdquo; <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/vertrauen-statt-kontrolle-europa-braucht-die-deutsche-fuehrung-nicht/6125756.html" target="_self">stimmt der <em>Tagesspiege</em>l zu</a>. Nur allzu gut versteht die Berliner Tageszeitung, dass in Athen Assoziationen mit einem &ldquo;Gauleiter&rdquo; munter sprie&szlig;en:</p>
<blockquote><p>W&auml;re es also nur die mangelnde historische Sensibilit&auml;t, mit der die Deutschen die Griechen br&uuml;skieren, lie&szlig;e sich das mit etwas diplomatischem Geschick sicher heilen. Aber so ist es eben nicht. Der Vorschlag ist nicht nur unsensibel, sondern er illustriert, dass diese W&auml;hrungsgemeinschaft offenkundig keine mehr sein soll. Jetzt geht es Reich gegen Arm, Stark gegen Schwach. Das Papier, das die Bundesregierung den anderen Euro-Staaten vorgelegt hat, ist das Eingest&auml;ndnis des Scheiterns. [...]</p>
<p>Die Griechen haben doch schon die Troika aus IWF, EU und EZB im Land, sie brauchen nicht auch noch einen Peter Zwegat, der ihnen alles auf einer Flipchart vorrechnet. Das Hilfspaket, um das es jetzt geht, soll kurzfristig eine Balance herstellen, damit sich mittelfristig Strukturreformen durchsetzen lassen und Wachstum entsteht. Daf&uuml;r braucht es viel Geld, Zeit und, ja, auch Vertrauen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 31 Jan 2012 15:07:13 +0100</pubDate><guid>1464541</guid></item>
<item><title>EU-Gipfel | Polen nicht 100% glücklich</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1463731-polen-nicht-100-gluecklich</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Euro-Gipfel mit und ohne Polen&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75478,11060164,Euroszczyty_z_Polska_i_bez.html" target="_self">titelt <em>Gazeta Wyborcza</em></a> nach dem Kompromiss beim EU-Gipfel vom 30. Januar, demnach Polen an den Treffen der Euro-L&auml;nder wird teilnehmen k&ouml;nnen, wenn auch nur bei jenen, die sich mit &ldquo;der Umsetzung des Fiskalpakts und den Reformen der Eurozone&rdquo; befassen.</p>
<p>Polen Ministerpr&auml;sident Donald Tusk betonte, dass er mit dem Kompromiss nicht &ldquo;100-prozentig gl&uuml;cklich&rdquo; sei, dennoch werde Polen den Pakt unterschreiben. <a href="http://biznes.gazetaprawna.pl/komentarze/589316,parafianowicz_unia_peka_praga_odplywa_tusk_gra_dalej.html" target="_self"><em>Dziennek Gazeta Prawna</em> zeichnet</a> ein d&uuml;steres Bild vom Gipfel dieser Woche und kommt zu folgendem Schluss:</p>
<blockquote><p>Erstens: Europa ist gespalten. Der Fiskalpakt ist der Gr&uuml;ndungsakt einer neuen EU, in der die Nicht-Euro-L&auml;nder zu Mitgliedern zweiter Klasse werden. Zweitens: Er bietet eine hervorragende Gelegenheit, um mit dem Mythos aufzur&auml;umen, wir [Polen] hingen an Deutschland, dessen Gewinne wir aufsaugen w&uuml;rden. Deutschland wird seine Zusammenarbeit mit Frankreich nicht auf dem Altar der <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/1232661-sikorskis-europa-rede-und-dananch" target="_self">Rede von Au&szlig;enminister Sikorski</a> in Berlin opfern, in der er sich f&uuml;r eine st&auml;rkere F&uuml;hrungsrolle Deutschlands aussprach. Drittens: Wir k&ouml;nnen Frankreich und Deutschland gratulieren, dass sie eine effiziente und klar definierte Haushaltspolitik umsetzen, w&auml;hrend wir nur improvisieren.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:22:24 +0100</pubDate><guid>1463731</guid></item>
<item><title>Eurozone | Alles klar, Herr Spar-Kommissar?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1460461-alles-klar-herr-spar-kommissar</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Heute wird &uuml;ber dem Europ&auml;ischen Rat in Br&uuml;ssel ein Schatten liegen&rdquo;, <a href="http://jornal.publico.pt/noticia/30-01-2012/nos-e-eles-23866501.htm" target="_self">stellt <em>P&uacute;blico</em> fest</a>. &ldquo;Der Schatten eines deutschen Vorschlags, laut welchem die griechische Regierung unter die direkte Kontrolle eines &lsquo;Haushaltskommissars&rsquo; mit Entscheidungsgewalt gestellt w&uuml;rde.&rdquo; Das wirft jedoch Probleme auf, meint die portugiesische Tageszeitung. Denn:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/publico-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Die finanzielle Souveränität wird durch besondere Umstände eingeschränkt, wie heute in Portugal oder Griechenland. Es ist jedoch ganz etwas anderes, wenn die politische Souveränität als nebensächliches Problem behandelt wird.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://abonnes.lemonde.fr/crise-financiere/article/2012/01/29/la-grece-refuse-la-mise-sous-tutelle-budgetaire_1636095_1581613.html" target="_self"><em>Le Monde</em> meint dazu</a>: Sollte der deutsche Vorschlag, <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/33ab91f0-4913-11e1-88f0-00144feabdc0.html" target="_self">den die <em>Financial Times</em> enth&uuml;llt hat</a>, von den EU-Mitgliedern angenommen werden, dann muss sich Griechenland auch...</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/le-Monde-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">...in seinem Budget verpflichten, ‘das Einkommen des Staats vor allem für die Schuldentilgung zu verwenden’, das heißt für die Rückzahlung der Zinsen für die aufgenommenen Kredite. Nach Angaben des Dokuments sollte diese Abtretung der Souveränität schließlich ‘voll und ganz’ in die nationale griechische Gesetzgebung aufgenommen werden, ‘vorzugsweise mittels einer Verfassungsänderung”.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.6487014699480819">In Athen st&ouml;&szlig;t das Projekt auf zornige Reaktionen. &ldquo;Nein, nein, nein&rdquo; <a href="http://www.tanea.gr/kyrioarthro" target="_self">titelt <em>Ta Nea</em></a> in deutscher Sprache und setzt den Forderungen der deutschen Kanzlerin eine dreifache Weigerung entgegen, den Verlust der Staatssouver&auml;nit&auml;t, des 13. und 14. Monatsgehalts und des Mindestlohns hinzunehmen. Weiter ruft die Tageszeitung...</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/ta-nea-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">...die Regierung, die politischen Parteien und die Gewerkschaften dazu auf, eine Verhandlungsfront gegenüber den Gläubigern und den Aufsehern im Land einzurichten. Um ein und dieselbe Stimme laut werden zu lassen, müssen wir alle persönlichen Strategien, Parteiziele, Gruppenrivalitäten und wahlstrategischen Erwägungen beiseite legen. Nichts davon hätte einen Wert, wenn der Kampf für das Wohl des Landes letztendlich verloren würde.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.6487014699480819">In der Tageszeitung <em>To Ethnos</em> lehnt sich der <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/author/243901-giorgos-delastik">Giorgos Delastik</a> gegen den deutschen Vorschlag auf, der...</span><span><br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/TO-ETHNOS-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">... nicht als Handlung eines befreundeten Landes betrachtet werden kann. Das Dokument empfiehlt Konditionen, wie sie ein Eroberer einer unterworfenen Bevölkerung vorschreibt, und muss somit vom griechischen Volk als feindlicher Angriff behandelt werden, von Seiten eines Staats, der Griechenlands Souveränität zerstören will, wie einst der Angriff von Hitlers NS-Deutschland im April 1941. [...] Ein deutscher Gauleiter wird beschließen, Schulen und Krankenhäuser zu schließen und die Zahlung der öffentlichen Gehälter und Renten einen oder mehrere Monate lang einzustellen. Die verachtenswerten Deutschen bereiten den Rahmen vor, um Griechenland im wahrsten Sinn des Wortes in den Hunger zu treiben. [...] dieses Dokument enthüllt die hässliche Seite der Eurozone und der EU im 21. Jahrhundert.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.6487014699480819">In jedem Fall, <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/schulden-kommentar-kommissar-otto-11630511.html" target="_self">so die <em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em></a>, sei das Projekt &ldquo;eine innenpolitische Ablenkung&rdquo;. Denn kein Kommissar wird die Krise l&ouml;sen k&ouml;nnen. Wie damals beim bayrischen K&ouml;nig Otto I., der von 1832 bis 1862 &uuml;ber Griechenland herrschte, schreibt die Tageszeitung<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/faz-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Man mag darüber streiten, ob die Griechen mit Otto einen wirtschaftlichen Aufschwung wie Bayern erlebt hätten. Aber schuldenfrei wären sie bestimmt nicht, so wenig wie heute Bayern. Denn kein Staatskommissar aus Brüssel oder Berlin vermag die Verwaltung in Athen auf Vordermann zu bringen, solange Hilfsgeld auch dann fließt, wenn nicht geliefert wird, was versprochen wurde. Hierfür braucht man nicht die Geschichte zu bemühen, dazu reicht ein Blick auf die schrägen Anreize des Länderfinanzausgleichs in Deutschland. Die Milliarden, die Bayern einzahlt, ruft allein die Stadt Berlin ab, ohne dass der Bund dafür sorgen könnte oder wollte, dass sich am Berliner ‘sexy’ Leben auf Pump etwas änderte. Solange die Zahl der Nehmer größer ist als die der Geber, geht das munter weiter. Dasselbe gilt für die EU. Nur die Zinskeule des Markts oder eine glaubwürdige Drohung mit dem Abschied vom Euro können den Wandel erzwingen.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:02:32 +0100</pubDate><guid>1460461</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Deutschland raus aus dem Euro (The Times, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1452081-deutschland-raus-aus-dem-euro</link><description><![CDATA[Deutschland wälzt die Sparpolitik auf seine Partner in der Eurozone ab und weigert sich stur gegen eine größere Rolle der EZB und gegen mehr gegenseitige Unterstützung in Sachen Staatsanleihen. Es ist also eher ein Hindernis als ein Rückhalt für die Einheitswährung, findet Anatole Kaletsky. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 27 Jan 2012 14:54:03 +0100</pubDate><guid>1452081</guid></item>
<item><title>Ungarn, EU | Orbán umschifft Fragen der EU-Abgeordenten</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1415191-orban-umschifft-fragen-der-eu-abgeordenten</link><description><![CDATA[<p>Anl&auml;sslich der Fragestunde, zu der die EU-Abgeordneten Viktor Orb&aacute;n am 18. Januar ins Europaparlament in Stra&szlig;burg eingeladen hatten, versprach der ungarische Ministerpr&auml;sident, die umstrittenen Gesetze zu &auml;ndern. Die scharfe Kritik an seinem Demokratieverst&auml;ndnis aber stie&szlig; bei ihm auf taube Ohren.</p>
<p>Orb&aacute;n &bdquo;hat sich gegen&uuml;ber den hartn&auml;ckigen [EU-Abgeordneten] durchgesetzt&ldquo;, <a target="_self" href="http://www.magyarhirlap.hu/velemeny/pecsenyek_strasbourgja.html">w&uuml;rdigt Magyar H&igrave;rlap</a>. F&uuml;r die konservative Tageszeitung hat:</p>
<blockquote><p>die Budapester Opposition den EU-Abgeordneten der IWF-Koalition ordentlich zugearbeitet. [&hellip;] Der Ministerpr&auml;sident lehnte das europ&auml;ische Diktat ab und erkl&auml;rte, dass er zu Diskussionen bereit sei. Allerdings hat in den R&auml;ngen der EU-IWF-Fraktion niemand Interesse an seiner Meinung zur EU [&hellip;], die zwar f&uuml;r Demokratie steht, deren Gesetz aber der W&auml;hrungsfonds ist.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
</blockquote>
<p><a target="_self" href="http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=512269">N&eacute;pszava</a> ist da ganz anderer Meinung: &bdquo;Im Europ&auml;ischen Parlament hat man aneinander vorbeigeredet&ldquo;, titelt das linke Blatt und meint:&nbsp;</p>
<blockquote><p>Orb&aacute;n hat so getan als verstehe er nicht, warum er in Europa kritisiert wird. [&hellip;] Wie &uuml;blich pr&auml;sentierte er einen Mix aus demagogischen Banalit&auml;ten und patriotischen Aufrufen, in denen er sein Land verteidigte.</p>
</blockquote>
<p>&bdquo;Niemand ging wirklich gegen die politischen Widerspr&uuml;che vor &ldquo;, bedauert die Zeitung und f&uuml;hrt das Beispiel des polnischen Regierungschefs Donald Tusk an, der Orb&aacute;n den R&uuml;cken st&auml;rkte und die &bdquo;Ungarn betreffende hysterische Stimmung im Europ&auml;ischen Parlament&ldquo; scharf kritisierte.&nbsp;&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:22:40 +0100</pubDate><guid>1415191</guid></item>
<item><title>Europäisches Parlament | Hurrikan Schulz folgt auf Buzek den Leisen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1410061-hurrikan-schulz-folgt-auf-buzek-den-leisen</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>Mit Martin Schulz wird wahrscheinlich der einzige deutschsprachige  EU-Abgeordnete zum Parlamentsvorsitzenden, der auch bei seinen eigenen  Landsleuten bekannt ist. Das h&auml;ngt durchaus mit seiner Wortgewalt  zusammen. Der Mann &uuml;bertritt regelm&auml;&szlig;ige die ihm zugeteilte Sprechzeit  im Plenarsaal, um vorzuf&uuml;hren, &rdquo;dass wenige so starke Spr&uuml;che klopfen  wie er&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.spiegel.de/international/europe/0,1518,808574,00.html">wie es im <em>Spiegel</em> hei&szlig;t</a>.</p>
<p>Das Hamburger Nachrichtenmagazin erkl&auml;rt, dass Schulz das Parlament  zur &ldquo;Gegenregierung&rdquo; erheben will. So will er sich dem Europ&auml;ischen Rat  entgegenstellen, in dem die Staats- und Regierungschefs ihre  Entscheidungen aushandeln, und mit politische Vorst&ouml;&szlig;en  die Kommission vor sich hertreiben. &ldquo;Ob das in den EU-Vertr&auml;gen steht  oder nicht&rdquo;, wie der Betroffene selbst erkl&auml;rte &ldquo;ist mir egal.&rdquo; <em>Der Spiegel</em>  erinnert daran, dass Schulz im Gegensatz zu seinen Vorg&auml;ngern nicht am  Ende seiner Karriere steht und noch viele politische Ambitionen hegt. Zu erwarten sei damit...</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-spiegel.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Kampf um Macht, Aufmerksamkeit, Deutungshoheit. Scheitert er [...] könnte er das Parlament der Lächerlichkeit preisgeben. Hat er damit Erfolg, könnte er das Brüsseler Machtgefüge ändern.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Dieser Meinung <a target="_self" href="http://www.ftd.de/politik/europa/:eu-parlament-gefaehrlich-hohe-ziele/60156053.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/politik">ist auch die <em>Financial Times Deutschland</em></a>, die jedoch anzweifelt, ob Schulz auch wirklich in der Lage ist, seine &ldquo;Coups&rdquo; durchzusetzen. So will Schulz etwa aktiv an den EU-Gipfeln teilnehmen, angefangen bei den Verhandlungen &uuml;ber das Fiskalpaket. <br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/FTD-logo.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">[Doch] er vertritt ja nicht nur wie bisher eine einzelne Fraktion, sondern er repräsentiert alle Abgeordneten: die Nationalisten wie die Proeuropäer, Linke wie Konservative, Föderalisten und Zentralisten. All deren Meinungen kann er kaum in diesen Gremien vertreten. […] Das darf auch gar nicht seine Aufgabe sein.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Die polnische Presse hingegen w&uuml;rdigt den aus dem Amt scheidenden Pr&auml;sident <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/ar/288126/Triumf-mimo-woli/">In der <em>Wrpost</em> hei&szlig;t es</a>, dass Buzek im EU-Parlament gerne die direkte Konfrontation vermieden und lieber Kompromisse angestrebt habe. Er habe auch Verhandlungstalent bewiesen: Er war derjenige, der in Prag den tschechischen Pr&auml;sidenten V&aacute;clav Klaus davon &uuml;berzeugte, den Vertrag von Lissabon zu unterzeichnen, und seine Reise in die Republik Moldau trug dazu bei, eine Regierungskrise zu l&ouml;sen und eine proeurop&auml;ische Koalition auf die Beine zu stellen.<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/wprost-logo_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Er hatte seinen Finger am Puls der internationalen Politik und wusste, wo er sein musste, und wann. Er sprach zu den Demonstranten auf dem Tahrir-Platz in Kairo und zu den libyschen Rebellen in Tripolis, die für ihn “Danke Europa!” skandierten. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.0027015041365834325">Deshalb sei Buzek allgemein beliebt und geachtet, f&uuml;r die Zeitung hinzu. Er wurde jedoch stark kritisiert wegen seiner strikten Auffassung des politisch Korrekten und seiner pedantischen Beachtung des Prozedere. &ndash; Was alles in allem <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,76842,10977117,Buzek_nie_zawiodl.html">die <em>Gazeta Wyborcza</em> zu folgendem Fazit f&uuml;hrt</a>: Trotz alledem lieferte er...<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-gazetawyborcza.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">... den Beweis, dass die Polen führenden internationalen Ämtern durchaus gewachsen sind.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Wed, 18 Jan 2012 16:18:21 +0100</pubDate><guid>1410061</guid></item>
<item><title>Ungarn-EU | Die Machtprobe hat begonnen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1409471-die-machtprobe-hat-begonnen</link><description><![CDATA[<p>Am 17. Januar richtete die Kommission drei <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/24&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=FR&amp;guiLanguage=en" target="_self">Schreiben</a> an die ungarische Regierung. Sie gab ihr einen Monat Zeit, um ihre Gesetze EU-konform zu machen. Die Begr&uuml;ndung der Kommission: Unabh&auml;ngig sind weder die Datenschutzbeh&ouml;rde, noch die Justiz, und schon gar nicht die Notenbank. Sollte Budapest den Forderungen innerhalb dieser Frist nicht nachkommen, droht ein Verfahren vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof. In der f&uuml;r den 18. Januar geplanten EU-Parlamentsdebatte wird Regierungschef Viktor Orb&aacute;n Rede und Antwort stehen m&uuml;ssen.</p><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Die linksliberale<a href="http://www.nol.hu/velemeny/20120118-az_erotlenseg_nyelve" target="_self"> <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em> hebt</a> den dreifachen Schlag Br&uuml;ssels gegen Viktor Orb&aacute;n auf ihre Titelseite und erkl&auml;rt, dass Europa:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/nepszabadsag-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">momentan nichts anderes sagt, als: Entweder wacht das ungarische Volk auf und gibt sich bei den nächsten Wahlen eine neue Regierung, oder es muss erleben, wie der Staat Konkurs macht und sich die Regierung letztendlich doch dem europäischen ‘Diktat’ fügen muss. Für die europäische Diplomatie gibt es keine andere Lösung.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Allerdings verf&uuml;gen die gemeinschaftlichen Institutionen wohl nicht &uuml;ber die notwendigen Druckmittel, meint <em>N&eacute;pszabads&aacute;g</em>:</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/nepszabadzag.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Die Kommission spricht die Sprache der Gesetze, das Europäische Parlament die der Politik. Orbán aber versteht nur die Sprache der Macht. Europas Macht gehört dem Rat, also den Mitgliedsstaaten selbst. Wenn sich die Politiker der einzelnen (und insbesondere der ‘großen’) Länder zu einem klaren und unmissverständlichen Signal durchringen würden, könnte es vielleicht klappen. […] Die Möglichkeiten des Europäischen Parlaments darf man nicht unterschätzen. Welche Konsequenzen aber haben diese Debatten? Keine.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://mno.hu/vezercikk/terden-allva-1044273" target="_self"><em>Magyar Nemzet</em> h&auml;lt dagegen</a>: &ldquo;Die EU-Kommission beanstandet drei ganz konkrete Gesetze, was nicht das Ende der Welt bedeutet. Kritisiert werden nur technische und keine politischen oder emotionellen Aspekte. Jetzt sind die Juristen dran.&rdquo; Allerdings warnt die rechtsliberale Zeitung:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/magyar-nemzet.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Europa vertraut Ungarn nicht. Weder seiner Wirtschaftspolitik, noch seiner Demokratie. Aus Zeitmangel sollten wir aber nicht die beleidigte Leberwurst spielen. Alle Themen müssen angesprochen werden. Schließlich bringt es der Union rein gar nichts, Ungarn in die Knie zu zwingen. Wie wir vergangenes Wochenende gesehen haben [anlässlich der Demonstration der rechtsextremen Partei Jobbik, bei der unter anderem Europa-Fahnen angezündet wurden], kommt übertriebene Kritik an der Union nur den Rechtsextremen zugute.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.5486746361757074">Worum es momentan wirklich geht, <a href="http://www.nepszava.hu/articles/article.php?id=511790" target="_self">fasst <em>N&eacute;pszava</em></a> mit dem Titel &ldquo;Ungarn oder Orb&aacute;n&rdquo; zusammen. Dabei darf man das Wichtigste aber nicht vergessen, erinnert das linksliberale Blatt: Die drei von der Kommission angeprangerten Verst&ouml;&szlig;e<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Nepszava-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">sind nur die Spitze des Eisbergs. Das Hauptproblem ist, das Orbán ein politisches und wirtschaftliches System schafft, das mit den europäischen Werten unvereinbar ist. […] Wir können uns rechtfertigen, feilschen, juristische Wortspielchen betreiben. In Straßburg wird sich Orbán heute aber noch viel mehr Kritik anhören. Und klein bei geben müssen. Nicht in Straßburg, sondern zuhause. Und dies so schnell wie möglich.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:39:40 +0100</pubDate><guid>1409471</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Der Mythos der Gleichheit ist zu Ende (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1404691-der-mythos-der-gleichheit-ist-zu-ende</link><description><![CDATA[Ob das Projekt über den europäischen Vertrag, die Herabstufung von neun Ländern durch Standard &amp; Poor’s oder die Zurechtweisungen Ungarns – alles zeigt heute, dass die Stärkeren in der EU dabei sind, den Kleineren ihre Gebote aufzuzwingen, bedauert ein polnischer Journalist. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:25:32 +0100</pubDate><guid>1404691</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Was kann "Merkozy" außer sparen?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1379071-was-kann-merkozy-ausser-sparen</link><description><![CDATA[<p>Angela Merkel und Nicolas Sarkozy schreckten davor zur&uuml;ck, &ldquo;den Kern des Problems&rdquo; der Schuldenkrise in Angriff zu nehmen, <a target="_self" href="http://www.ekonomia24.pl/artykul/769534,789286-Koziel--Strategia-kleski-Paryza-i-Berlina.html%20Dziennik%20Gazeta%20Prawna%20editorial">bedauert <em>Rzeczpospolita</em></a>. Am Vortag hatten die deutsche Kanzlerin und der franz&ouml;sische Staatschef in einer gemeinsamen Pressekonferenz ihre Pl&auml;ne f&uuml;r einen Fiskalpakt bekannt gegeben. Doch noch mehr Haushaltsdisziplin und automatische Sanktionen werden den Euro nicht retten, meint die polnische Tageszeitung.</p>
<blockquote><p>Die beiden Politiker aus Deutschland und Frankreich wissen noch nicht, woher das Geld  &ndash;  falls notwendig  &ndash;  f&uuml;r eine Rettung Spaniens oder Italiens herkommen sollte. Genauso wenig haben sie einen Notfallplan f&uuml;r Griechenland (falls die Verhandlungen mit den Gl&auml;ubigern scheitern sollten). Sie z&ouml;gern, die Banken zu rekapitalisieren und gleichzeitig weichen sie allen Fragen aus, wie eigentlich die durch den Euro ruinierten L&auml;nder gerettet werden sollen. Ihre Strategie ist eine Strategie der Niederlage.</p>
</blockquote>
<p>Eine Entt&auml;uschung, <a target="_self" href="http://www.elpais.com/articulo/opinion/Algo/retorica/elpepipri/20120110elpepiopi_2/Tes">die von <em>El Pa&iacute;s</em> geteilt wird</a>. Im Leitartikel fordert das Blatt, dass &ldquo;Merkozy&rdquo; sich auf ein Terrain &ldquo;jenseits der Rhetorik&rdquo; wagen sollen. Die beiden h&auml;tten &uuml;ber die Frage, wie Arbeitsmarkt und Wachstum angekurbelt werden sollen, beraten:</p>
<blockquote><p>Schenken wir ihnen Glauben, dann stehen wir vor der Geburt einer neuen Phase der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik, die sich bis dato auf die Monokulturen Sparen und Haushaltskonsolidierung konzentrierte. ... Kommt keine Bewegung ins Spiel, dann wird ein asymmetrischer EU-Vertrag abgesegnet werden mit extremer Haushaltsdisziplin einerseits und einer Wirtschaftspolitik, die sich mit Absichtserkl&auml;rungen begn&uuml;gt, andererseits.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 10 Jan 2012 13:58:41 +0100</pubDate><guid>1379071</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Schicksalsjahr 2012? (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1346941-schicksalsjahr-2012</link><description><![CDATA[Nach dem schrecklichen Jahr 2011 bleibt das Schlimmste immer noch möglich, warnt der Politologe José Ignacio Torreblanca. Die Krise könnte die 27 zu einer Wahl zwischen Griechenland und Großbritannien zwingen. Und wieder einmal wird sich alles in Berlin entscheiden. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 02 Jan 2012 17:16:30 +0100</pubDate><guid>1346941</guid></item>
</channel></rss>
