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            <channel><title>Presseurop | <![CDATA[Europa und die Welt]]></title>
                <link>http://www.presseurop.eu/de</link>
                <description>Das Beste aus Europas Presse in 10 Sprachen</description>
                <language>de</language><item><title>Ukraine, Polen | Euro 2012 immer noch in der Schwebe</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1953271-euro-2012-immer-noch-der-schwebe</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Polen setzt sich f&uuml;r Timoschenko ein&ldquo;, titelt <a href="http://wyborcza.pl/1,75248,11685007,Polska_upomina_sie_o_Tymoszenko.html" target="_self"><em>Gazeta Wyborcza</em></a>, nachdem Kiew das Gipfeltreffen von Vertretern mittel- und osteurop&auml;ischer L&auml;nder am 11. und 12. Mai in Jalta bis auf Weiteres verschoben hat.</p>
<p>&nbsp;Hauptfaktor bei der Entscheidung war der wachsende Skandal um die Inhaftierung und mutma&szlig;liche Misshandlung der ehemaligen Ministerpr&auml;sidentin und Oppositionsf&uuml;hrerin Julia Timoschenko, der unter anderem dazu f&uuml;hrte, dass acht Regierungschefs ihre Teilnahme absagten.</p>
<p>In Deutschland und anderswo in der Europ&auml;schen Union werden Stimmen lauter, die einen Boykott der EM-Spiele in der Ukraine fordern. Tomasz Nałęcz, Berater des polnischen Pr&auml;sidenten Bronsliw Komorowski, h&auml;lt allerdings einen Boykott der Spiele in der Ukraine f&uuml;r kontraproduktiv:</p>
<blockquote><p>Wir sollten die EM 2012 nicht boykottierten, sondern in die Ukraine fahren, um Millionen von Ukrainern Freude zu bereiten und daneben etwas Greifbares f&uuml;r die Freilassung von Julia Timoschenko unternehmen.</p>
</blockquote>
<p>Der polnische Pr&auml;sident Bronislaw Komorowski wird am 9. Mai an seinen ukrainischen Amtkollegen Viktor Janukowitsch appellieren und sich f&uuml;r eine Gesetzes&auml;nderung, sowie f&uuml;r die Aufhebung der Strafe Timoschenkos aussprechen.</p>
<p>Unterdessen hat Timoschenko am 8. Mai ihren am 20. April begonnenen Hungerstreik beendet. Sie wurde in ein Krankenhaus in Charkow gebracht, wo sie von einem deutschen Arzt behandelt wird.</p>
<p>Die ehemalige Ministerpr&auml;sidentin verb&uuml;&szlig;t eine siebenj&auml;hrige Haftstrafe wegen &bdquo;der Unterzeichnung im Jahr 2009 von Gasvertr&auml;gen mit Russland zum Nachteil der Ukraine&ldquo;.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 09 May 2012 14:41:20 +0100</pubDate><guid>1953271</guid></item>
<item><title>EU-Ukraine | Boykott der Fußball-EM als Strafe für Kiew?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1901341-boykott-der-fussball-em-als-strafe-fuer-kiew</link><description><![CDATA[<p>Diese ist wegen Machtmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt (ihre Anh&auml;nger beschuldigen den aktuellen ukrainischen Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowytsch, sie durch dieses Man&ouml;ver von der Macht fern zu halten). Die ehemalige Muse der &bdquo;Orangenen Revolution&ldquo; ist seit dem 24. April in Hungerstreik getreten, um gegen ihren Transfer und ihre schlechte Behandlung im Gef&auml;ngnis zu protestieren.</p><div class="extract"><div class="intror"><p>In Deutschland <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/ukrainische-oppositionsfuehrerin-merkel-erwaegt-em-boykott-der-ukraine-1.1344402" target="_self">weist die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em> darauf hin</a>, dass die Ukraine immer st&auml;rker unter Druck ger&auml;t. Umweltminister Norbert R&ouml;ttgen rief die deutschen Politiker als Erster zum Boykott der Veranstaltung auf. &bdquo;Es muss unbedingt verhindert werden, dass das ukrainische Regime die EM zur Aufwertung seiner Diktatur nutzt&ldquo; , sagte er. Die Zeitung berichtet, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls einen Boykott in Erw&auml;gung zieht. <br />
<br />
Auf der Titelseite der <em>Tageszeitung</em> ist von einem &bdquo;Frei-Spiel f&uuml;r Timoschenko&ldquo;  die Rede. Die <a href="http://taz.de/Kommentar-Ukraine/!92419/" target="_self"><em>TAZ</em> kritisiert </a>die Haltung der UEFA (Vereinigung Europ&auml;ischer Fu&szlig;ballverb&auml;nde) in dieser Frage:<br />
&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/taz-100_1.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">[…] Flagge zeigen, das fällt Funktionären abseits des Sportplatzes immer noch schwer. Doch die UEFA hält sich weiter raus. Sie beharrt auf der Position, dass sie für Politik nicht zuständig sei. Und übersieht dabei, dass schon das Zustandekommen eines internationalen Sportfestes wie der Fußballeuropameisterschaft an sich ein hochpolitischer Akt ist. Es gibt eigentlich nur ein Argument, mit dem die Sportfunktionäre ihre Zurückhaltung erklären könnten: Die bloße Freilassung Timoschenkos macht aus der Ukraine noch lange keine Spitzendemokratie. Aber [es geht] hier um symbolisches Handeln. Mit kleinen praktischen Folgen.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span>In Polen, dem Mitveranstalter der EM 2012, titelt die <em>Gazeta Wyborcza</em>: &bdquo;Deutschlandwettet auf Timoschenko&ldquo;. <a href="http://wiadomosci.gazeta.pl/wiadomosci/1,114871,11640875,Hipokryci__Rosji_juz_nie_podskocza___dziennikarz__Gazety_.html" target="_self">Die Zeitung betont</a>, dass die deutschen Politiker, darunter auch SPD-Chef Sigmar Gabriel, die ukrainischen Beh&ouml;rden scharf kritisieren, um ihre eigene Beliebtheit im Hinblick auf die Parlamentswahlen von 2013 zu steigern:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/gazeta-100_1.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Die deutschen Politiker sorgen sich weniger um den Zustand Timoschenkos und der ukrainischen Demokratie als vielmehr darum, vor der Erneuerung des Bundestags Punkte zu sammeln. [...] Im Fall des SPD-Chefs kann man durchaus von Heuchelei sprechen. Er protestierte nicht, als sein Vorgänger und politischer Mentor Gerhard Schröder [den russischen Präsidenten] Wladimir Putin als „lupenreinen Demokraten“  bezeichnete. Ebenso wenig kommentierte er den Fall des früheren Oligarchen Michail Chodorkowski, den Putin in den Gulag geschickt hatte. [...] Dabei war dies ein ebenso schockierender Fall wie die Inhaftierung Timoschenkos. [Die deutschen Politiker] fürchten das mächtige Russland und werden sich nicht mit ihm auf eine Polemik einlassen. Doch die Ukraine ist ein Randstaat, ein schwarzes Loch mitten in Europa. Der Boykott der EM 2012 wird der Demokratie in der Ukraine nichts bringen, doch er wird den westlich gesinnten Teil der Gesellschaft davon überzeugen, dass Europa sie im Stich lässt, dass es davon ausgeht, das Land werde unter Janukowytsch in den Autoritarismus abdriften, und dass die Europa-Bestrebungen der Ukraine nur ein Traum waren.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span>Auch in D&auml;nemark stellt sich die Frage. Infolge der deutschen Boykottdrohung <a href="http://spn.dk/fodbold/landshold/article2763879.ece" target="_self">titelt der <em>Jyllands-Posten</em></a>: &bdquo;Sollen Regierungen die Fu&szlig;ball-EM boykottieren?&ldquo; Doch die Politiker sind zu diesem Thema geteilter Meinung:<br />
<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/jyllands-posten-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Kulturminister Uffe Elbæck wird abwarten, welchen Standpunkt seine Kollegen innerhalb der EU einnehmen, bevor er entscheidet, ob er in die Ukraine reist, um die dänische Nationalmannschaft zu unterstützen. Der Außenpolitik-Sprecher der Konservativen und ehemalige Außen- und Kulturminister Per Stig Møller zögert hingegen nicht: „[...] das würde der [ukrainischen] Regierung, die Julija Timoschenko Abscheuliches angetan hat, Geltung verschaffen“, erklärte er. </p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Mon, 30 Apr 2012 17:22:00 +0100</pubDate><guid>1901341</guid></item>
<item><title>Wirtschaft | China will 7,5 Milliarden in Osteuropa investieren</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1886601-china-will-75-milliarden-osteuropa-investieren</link><description><![CDATA[<p>China will 7,5 Milliarden Euro in Neue Technologien und nachhaltige Wirtschaft in Zentraleuropa investieren. Das erkl&auml;rte der chinesische Ministerpr&auml;sidenten Wen Jiabao, <a target="_self" href="http://wyborcza.biz/biznes/1,100896,11625597,Chiny_stawiaja_na_Europe_Srodkowa__Maja_pomoc_w_rozwoju.html">berichtet die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Bei einem zweit&auml;tigen Gipfeltreffen der vierzehn Staaten dieser Region gab der chinesische Regierungschef au&szlig;erdem bekannt, dass China die Anzahl der Importe aus Zentraleuropa von heutigen 50 Milliarden Dollar (37,8 Milliarden Euro) auf 100 Milliarden Dollar (75 Milliarden Euro) innerhalb der n&auml;chsten drei Jahre verdoppeln m&ouml;chte.</p>
<p>Polnische Wirtschaftsexperten sehen hierin Pekings Willen, nach gro&szlig;en Investitionen in Afrika, Amerika und Asien jetzt auch in Mitteleuropa zu expandieren. Polen k&ouml;nnte hierbei zu Chinas Hauptpartner unter den &bdquo;neuen&ldquo; EU-Mitgliedsl&auml;ndern werden. Doch nicht jedem gef&auml;llt diese Perspektive. Der <em>Wyborcza</em> zufolge -</p>
<blockquote><p>... glauben einige europ&auml;ische Experten, dass Peking bewusst die Rolle der Europ&auml;ischen Union untergr&auml;bt, indem es bilaterale Beziehungen zu unterschiedlichen europ&auml;ischen L&auml;ndern kn&uuml;pft. Dadurch wird der Zusammenhalt der EU China gegen&uuml;ber geschw&auml;cht.</p>
</blockquote>
<p>Deren Beziehungen sind seit Kurzem angespannt. Die europ&auml;ische Kommission &bdquo;versucht, mit Druck, Peking dazu zu bringen&ldquo;, den chinesischen Markt f&uuml;r europ&auml;ische Firmen zu &ouml;ffnen. Sonst wollen sie Bestimmungen einf&uuml;hren, die es der EU erm&ouml;glichen, &bdquo;gegenzusteuern, indem es seinen Markt f&uuml;r chinesische Firmen schlie&szlig;t.&ldquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 27 Apr 2012 15:23:02 +0100</pubDate><guid>1886601</guid></item>
<item><title>Schweiz | Bern schließt die Grenzen für Osteuropäer</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1838501-bern-schliesst-die-grenzen-fuer-osteuropaeer</link><description><![CDATA[<p>Ab dem 1. Mai wird f&uuml;r Arbeitnehmer aus acht EU-Mitgliedsstaaten (Estland, Ungarn,Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien und Tschechische Republik) wieder ein Einreisekontingent eingef&uuml;hrt, wie die <a target="_self" href="http://www.tdg.ch/suisse/La-Suisse-va-limiter-l-arrivee-de-certains-ressortissants-de-lUE/story/31013052/print.html"><em>Tribune de Gen&egrave;ve</em></a> berichtet. Bern hat beschlossen, die &bdquo;Ventilklausel&ldquo; zu aktivieren, die im Freiz&uuml;gigkeitsabkommen vom letzten Jahr zwischen der Schweiz und der EU vorgesehen ist.</p>
<p>Der Bundesrat will dadurch die Zuwanderung aus EU-L&auml;ndern beschr&auml;nken (1,1 Millionen Menschen, bei 7,9 Millionen Einwohnern). Er geht davon aus, dass die j&auml;hrlich 38.000 neuen Einwanderer Integrationsprobleme aufwerfen und dass auch Arbeitsbedingungen und Mindestl&ouml;hne nicht mehr gew&auml;hrleistet sind. &bdquo;Die Schweiz schlie&szlig;t f&uuml;r Osteurop&auml;er ihre Pforten&ldquo;, hei&szlig;t es also auf dem Titelblatt der Tribune de Gen&egrave;ve.</p>
<p>Diese Ma&szlig;nahme habe jedoch etwas von &bdquo;Gestikulation&ldquo;, denn &bdquo;die Freiz&uuml;gigkeit h&auml;tte vorher kontrolliert werden m&uuml;ssen, um akzeptabel zu bleiben&ldquo;. <a target="_self" href="http://www.lematin.ch/suisse/presse-clause-sauvegarde-effets/story/12142706"><em>Le Matin</em></a> ist der Ansicht, es werde nur &bdquo;wenige praktische Auswirkungen&ldquo; geben, w&auml;hrend <a target="_self" href="http://www.letemps.ch/Page/Uuid/c5b8c424-8995-11e1-af9c-1873ee97b257/La_clause_de_sauvegarde_irrite_lUE"><em>Le Temps</em></a> von einer &bdquo;rein kosmetischen&ldquo; Ma&szlig;nahme schreibt. Le Temps weiter:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Der Bundesrat wollte durch die Aktivierung der im Freiz&uuml;gigkeitsabkommen mit der EU vorgesehenen Ventilklausel ein klares politisches Signal geben: Die &uuml;ber die zunehmende Einwanderung aus Europa immer st&auml;rker alarmierte Schweizer &Ouml;ffentlichkeit soll beruhigt werden.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>In der alemannischen Schweiz ist man vor allem &uuml;ber die Auswirkungen dieser Ank&uuml;ndigung auf die Beziehungen mit der EU beunruhigt. Die <a target="_self" href="http://mobile.nzz.ch/politik/schweiz/presseschau-ventilklausel_1.16517993.html"><em>NZZ</em></a> berichtet in ihrer Presseschau:</p>
<blockquote><p>Auch der &bdquo;<a target="_self" href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Der-neue-Krach-mit-der-EU/story/29355944">Tages-Anzeiger</a>&ldquo; und der &bdquo;Bund&ldquo; glauben, dass &bdquo;der Goodwill gegen&uuml;ber der Schweiz, die die Europ&auml;er zunehmend als widerspenstig empfinden&ldquo;, in jedem Fall weiter abnehmen wird. Und f&uuml;r das &bdquo;<a target="_self" href="http://www.tagblatt.ch/nachrichten/politik/schweiz/schweiz/art331,2947614">St. Galler Tagblatt</a>&ldquo; und die &bdquo;Neue Luzerner Zeitung&ldquo; war dem Bundesrat dieses &bdquo;Signal an das Volk&ldquo; anscheinend so wichtig, &bdquo;dass er es in Kauf nimmt, mit seinem Entscheid die EU zu ver&auml;rgern&ldquo;.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 19 Apr 2012 16:27:26 +0100</pubDate><guid>1838501</guid></item>
<item><title>Weißrussland | Ex-Häftling warnt EU vor Entgegenkommen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1823961-ex-haeftling-warnt-eu-vor-entgegenkommen</link><description><![CDATA[<p>Andrej Sannikow, einer der prominentesten politischen H&auml;ftlinge in Wei&szlig;russland, wurde am 14. April aus dem Gef&auml;ngnis freigelassen, das <a target="_self" href="http://www.independent.co.uk/news/world/europe/we-must-not-forget-hundreds-still-in-belarus-gulag-warns-freed-dissident-7648294.html"><em>The Independent</em></a> als eines der &bdquo;allgemein bekannten Gulag-Straflager&ldquo; des Landes beschreibt. Sannikow war fr&uuml;her stellvertretender Au&szlig;enminister und einer der popul&auml;rsten Oppositionskandidaten gegen Alexander Lukaschenko bei der Pr&auml;sidentschaftswahl von Dezember 2010. Verhaftet wurde er nach einem Protestmarsch gegen mutma&szlig;lichen Betrug, nachdem Staatspr&auml;sident Lukaschenko mit verd&auml;chtig hohem Vorsprung eine vierte Amtszeit davontrug. Dann wurde er f&uuml;r seine Teilnahme an &bdquo;Massenaufruhren&ldquo; zu f&uuml;nf Jahren Zwangsarbeit verurteilt.</p>
<p>In einem Interview mit der Londoner Tageszeitung beschrieb Sannikow die Bedingungen seiner 18-monatigen Haft. Nachdem er den wei&szlig;russischen Geheimdienst KGB bereits der Folter beschuldigt hatte, erkl&auml;rte er:</p>
<blockquote><p>Einen Gro&szlig;teil der Zeit verbrachte ich in Isolierhaft. In meinem letzten Gef&auml;ngnis war es verboten, mit mir zu sprechen. Wenn jemand auch nur das Wort an mich richtete, und das brauchte nicht einmal ein Ausdruck der Unterst&uuml;tzung oder der Solidarit&auml;t zu sein, dann verschlimmerten sich seine Haftbedingungen sofort, oder er wurde in eine andere Kolonie verlegt.</p>
</blockquote>
<p>Die Freilassung Sannikows, wie auch die seines politischen Beraters Dzmitry Bandarenka, ist zum Teil darauf zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, dass sie den Pr&auml;sidenten um Gnade ersucht haben. Dazu <em>The Independent</em>:</p>
<blockquote><p>Dadurch kann das Regime in Minsk herausheben, dass sie ihre Schuld eingestehen, und betonen, wie gro&szlig;m&uuml;tig die Beh&ouml;rden waren, sie freizulassen.</p>
</blockquote>
<p>Manche sehen diesen Schritt allerdings als Zeichen daf&uuml;r, dass der diplomatische Druck der EU, mit dem Einreiseverbot und dem R&uuml;ckruf der Botschafter, erfolgreich war. Sannikow, so die Londoner Tageszeitung weiter, warnt Europa dennoch davor, &bdquo;dem Regime entgegenzukommen, bevor alle politischen H&auml;ftlinge [von denen es mehrere Hundert gibt] freigelassen worden sind&ldquo;.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 17 Apr 2012 15:21:40 +0100</pubDate><guid>1823961</guid></item>
<item><title>Debatte | Mars und Venus, zehn Jahre danach (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1785341-mars-und-venus-zehn-jahre-danach</link><description><![CDATA[Die Amerikaner glauben an den Gott des Krieges, die Europäer an die Göttin der Liebe, meinte Robert Kagan im Jahr 2002. Aber nach dem Krieg im Irak und in Afghanistan und der europäischen Krise haben sich die Vorzeichen für diese umstrittene These geändert. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 11 Apr 2012 17:43:18 +0100</pubDate><guid>1785341</guid></item>
<item><title>Balkan | Kosovos demografische Zeitbombe (The Irish Times, Dublin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1778931-kosovos-demografische-zeitbombe</link><description><![CDATA[Der jüngste Staat des Kontinents hat die höchste Arbeitslosenquote, besonders unter Jugendlichen. Die junge Generation hat zuhause kaum Perspektiven, aber auch wenig Chancen auf Mobilität. Ist sie reif für die Revolution? (Article)]]></description><pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:47:03 +0100</pubDate><guid>1778931</guid></item>
<item><title>Israel-EU | Lady Ashton trifft einen empfindlichen Nerv (Ha’aretz, Tel-Aviv)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1695651-lady-ashton-trifft-einen-empfindlichen-nerv</link><description><![CDATA[Die Parallelen, die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton am Tag nach der Schießerei in Toulouse zwischen den von Mohamed Merah erschossenen jüdischen Schülern und den jungen Kriegsopfern in Syrien, Gaza oder Sderot zog, löste eine Welle der Empörung in Israel aus. Doch das Land sollte aufhören, die Rolle des ewigen Opfers zu spielen, findet Redakteur Gideon Levy. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 26 Mar 2012 17:03:53 +0100</pubDate><guid>1695651</guid></item>
<item><title>Weißrussland | Lukaschenkos Freunde in Brüssel (EUobserver.com, Brüssel)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1661291-lukaschenkos-freunde-bruessel</link><description><![CDATA[Präsident Alexander Lukaschenko handelt mit zunehmender Grausamkeit: Kürzlich wurden zwei Männer für den Bombenanschlag in der U-Bahn von Minsk hingerichtet. Dennoch wird in der EU-Hauptstadt mehr Lobbying für ihn betrieben denn je, wie der EUobserver berichtet. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 20 Mar 2012 15:52:06 +0100</pubDate><guid>1661291</guid></item>
<item><title>Diplomatie | Ein Menschenrechtskommissar für die EU</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1599371-ein-menschenrechtskommissar-fuer-die-eu</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Die EU sagt dem Werteverfall den Kampf an&ldquo;, <a href="http://jp.dk/udland/europa/article2717917.ece" target="_self">verk&uuml;ndet die <em>Jyllands-Posten</em></a>. Am heutigen 9. M&auml;rz versammeln sich die Au&szlig;enminister der EU in Kopenhagen, um &uuml;ber einen deutsch-d&auml;nischen Vorschlag zur Benennung eines Kommissars f&uuml;r Menschenrechte zu diskutieren. Die Tageszeitung aus Aarhus erkl&auml;rt, dass der Vorschlag gelegen komme, da</p>
<blockquote><p>die EU seit einigen Jahren an Einfluss innerhalb der UNO und im Besonderen im Menschenrechtsrat verloren habe, in dem der Westen sich vorher wie zu Hause gef&uuml;hlt hat. Fr&uuml;her unterst&uuml;tzten 72 Prozent der UNO-L&auml;nder die EU, heute ist es nur noch ungef&auml;hr die H&auml;lfte. Aus Erfahrung wei&szlig; man, dass Bem&uuml;hungen gezielten Lobbyings zur Erh&auml;rtung von Allianzen (vor allem in afrikanischen L&auml;ndern) das Bild [der EU] wenden k&ouml;nnen. Diese Taktik k&ouml;nnte von einem speziell eingesetzten Kommissar f&uuml;r Menschenrechte in die Tat umgesetzt werden.</p>
</blockquote>
<p>Doch selbst wenn die Minister den Vorschlag annehmen, wird die Schaffung eines solchen Postens vor Juni nicht offizialisiert werden, wenn die EU ihre neue Menschenrechtspolitik pr&auml;sentiert.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 09 Mar 2012 15:13:30 +0100</pubDate><guid>1599371</guid></item>
<item><title>Iran | EU will mit Teheran reden</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1589831-eu-will-mit-teheran-reden</link><description><![CDATA[<p>Ein Jahr nach dem Scheitern der letzten Verhandlungsrunde kommt Bewegung in den Atomstreit mit Teheran. &ldquo;EU will mit dem Iran verhandeln&rdquo;, <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13907656/Atomstreit-EU-will-mit-dem-Iran-verhandeln.html" target="_self">titelt die <em>Welt</em></a>. Die Berliner Tageszeitung berichtet, dass die EU-Au&szlig;enbeauftragte Catherine Ashton Teheran das Angebot im Namen der 5+, das hei&szlig;t Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien, China, Russland und den USA unterbreitet habe. Die Vereinigten Staaten und Israel sind sich immer noch uneinig, wie weiter im Atomstreit vorgegangen werden soll. W&auml;hrend Barack Obama auf diplomatische Mittel setze, schlie&szlig;e Benjamin Netanjahu eigenm&auml;chtige Angriffe nicht mehr aus, berichtet die <em>Welt</em> und sagt in ihrem <a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_politik/article13907528/Dank-an-Israel.html" target="_self">Leitartikel</a> prompt &ldquo;Dank an Israel&rdquo;.</p>
<blockquote><p>Machen wir uns nichts vor: Dass Europa nun seine Au&szlig;enbeauftragte, die so wortgewandte wie einflusslose Catherine Ashton, vorschickt, um erneut in Teheran vorstellig zu werden, dass US-Pr&auml;sident Obama seit einigen Monaten h&auml;rtere T&ouml;ne im Umgang mit der iranischen Herausforderung anschl&auml;gt, das liegt einzig und allein an den Muskelspielen der Israelis, die vorgeben, kaum noch geb&auml;ndigt werden zu k&ouml;nnen. [&hellip;] H&auml;tten sie sich so leisetreterisch wie die meisten anderen Staaten verhalten, w&uuml;rde Teheran ohne Probleme bald zur Atommacht aufsteigen. [&hellip;] Im Notfall muss der Westen der iranischen F&uuml;hrung allein die Atomwaffen aus den H&auml;nden schlagen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:13:46 +0100</pubDate><guid>1589831</guid></item>
<item><title>Russland | "Putin ist nicht mehr allmächtig"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1581981-putin-ist-nicht-mehr-allmaechtig</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Sonntag Nacht ist Wladimir Putin in seine Breschnew-Phase eingetreten&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2012/mar/04/russian-elections-putin-brezhnev ">schreibt Luke Harding im <em>Guardian</em></a>:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/guardian-05032012-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Er ist nicht mehr nur wiedergewählter Chef, sondern Präsident auf Lebenszeit. Nachdem er mit einem Mandat als Ministerpräsident sorgfältig die Regeln umgangen hat (die russischen Präsidenten können nur zwei aufeinanderfolgende Mandate ausführen), kann Putin nun unbegrenzt weitermachen. Breschnew regierte 18, Stalin 31 Jahre. Wer würde es trotz Revolutionsgerüchten vor den Toren des Kreml mit Wladimir-Leonid aufnehmen? Gegenüber einer möglichen Orangen-Revolution hat Putin zwei Möglichkeiten: Er kann die Demonstranten mit vagen Reformversprechungen besänftigen oder die finsteren Methoden des KGB einsetzen – schwarze Listen der wichtigsten Oppositionellen, permanente Verhaftungen und Anklagen seiner Gegner als Staatsfeinde und von Washington unterstützte Landesverräter. Putin scheint eher zur zweiten, brutaleren Lösung zu neigen. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Und wenn der Mann im Kreml eine Revolution verhindern will, <a target="_self" href="http://www.wz-newsline.de/home/leitartikel/praesident-putin-muss-reformwillen-zeigen-1.925258 ">schreibt die <em>Westdeutsche Zeitung</em></a>, muss er</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Westdeutsche-zeitung-100-lo_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">lernen, Kompromisse zu schließen und die Metamorphose vom autoritären Herrscher zum Pragmatiker zu durchleben. Ex-Präsident Michail Gorbatschow hat Putins Dilemma treffend auf den Punkt gebracht: “Wenn er sich nicht selbst überwindet und die Dinge ändert, wird alles auf den Straßen der Städte enden.” Der internationalen Staatengemeinschaft zumindest dürfte kaum daran gelegen sein, dass auf den Arabischen Frühling ein Russischer Sommer folgt. Gerade Deutschland ist auf das Land als stabilen Rohstoff- und Handelspartner angewiesen. Bislang muss sich hierzulande niemand Sorgen machen um die Erdöl- und Gaslieferungen. Doch wir sollten uns nichts vormachen: Die russische Zarendämmerung hat begonnen.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Auch der Philosoph und Ideenhistoriker <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/ar/308991/Polska-Rosja-Europa/  ">Marcin Kr&oacute; glaubt in der <em>Wprost</em></a>, dass</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/wprost-0503-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">... Europa mit seinen mittelmäßigen Politikern – aber auch mit seinen früheren Regierungschefs, die heute wie politische Riesen erscheinen — immer hoffte, dass Stabilität und Frieden in Russland die Oberhand gewinnen. Deshalb ist Putin die perfekte Lösung für Europa, die auf keinerlei Widerstand stößt. Im Grunde würde Europa eine demokratische Entwicklung in Russland bevorzugen. Allerdings müsste dies friedlich, ohne Blutvergießen und negative Auswirkungen auf die internationalen Beziehungen geschehen. Europa wäre froh, wenn die Machtvergabe in Russland über reale demokratische Kräfte erfolgen würde, rührt aber auch keinen Finger dafür. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Diese Meinung teilt auch der ehemalige Russland-Korrespondent des <em>Corriere della Sera</em> Arrigo Levi. <a target="_self" href="http://www.corriere.it/editoriali/12_marzo_05/levi-cosa-deve-fare-europa-con-mosca_660dfc64-6691-11e1-a7b0-749eb32f5577.shtml  ">Er fragt sich</a>, &ldquo;was Europa mit Russland machen soll&rdquo;. Zwanzig Jahre nach dem Untergang der UDSSR wei&szlig; man immer noch nicht, ob die Russen &ldquo;gelernt haben, mit Freiheit vern&uuml;nftig umzugehen&rdquo;, wie es der letzte sowjetische Pr&auml;sident Michail Gorbatschow ausdr&uuml;ckte.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/corriere-sera-0503-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Die Hoffnung, dass sich Russland von einem Tag auf den anderen zu einer Vielparteiendemokratie entwickelt, war wohl ein bisschen zu optimistisch […]. Der Reformwunsch, der in der Hauptstadt stark zum Ausdruck kam, wurde vom Rest des riesigen Landes scheinbar nicht geteilt. […] Aber wie die Dinge nun einmal liegen, hat Europa ein Interesse daran, stabile Beziehungen für ein friedliches Miteinander und politische sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit aufrecht zu erhalten, egal unter welchen Bedingungen. </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Die Umst&auml;nde, unter denen Putin seine R&uuml;ckkehr in den Kreml durchsetzen musste, [&hellip;] haben bei ihm sicher einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen&rdquo;, schreibt <em>Le Monde</em>:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/le-monde-0503-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Selbst in Moskau hatte er keine Mehrheit. Wladimir Putin ist gegen allen Anschein nicht mehr allmächtig. Für diesen Sieg musste er kämpfen wie noch nie. Russland hat sich verändert. Die noch nie dagewesene Protestbewegung in der Hauptstadt und in mehreren großen Städten des Landes, die sich seit den vermutlich gefälschten Parlamentswahlen vom 4. Dezember entwickelte, zeugt von einer neuen Bürgerkategorie, mit der der Kremlchef rechnen muss. Diese neue städtische und informierte Mittelschicht hat sich paradoxerweise unter Putin entwickelt. […] Wenn er […] Russland modernisieren, die Wirtschaft breiter fächern und dem Land auf globaler Ebene einen großen Stellenwert geben will, […] muss er mit der rebellischen Mittelschicht zusammenarbeiten [und] zeigen, dass auch er sich verändern kann, so wie Russland.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Mon, 05 Mar 2012 17:10:02 +0100</pubDate><guid>1581981</guid></item>
<item><title>Vereinigte Staaten | Ein Schreckbild namens Europa (De Volkskrant, Amsterdam)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1581701-ein-schreckbild-namens-europa</link><description><![CDATA[Das Paradies der Euthanasie, die Heimat des Sozialismus, die Wiege der Schuldenkrise... in der Wahlkampagne der US-Republikaner erscheint Europa als das Modell, das man auf jeden Fall vermeiden sollte. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 05 Mar 2012 16:22:31 +0100</pubDate><guid>1581701</guid></item>
<item><title>EU-Weißrussland | Minsk löst diplomatische Krise aus</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1564431-minsk-loest-diplomatische-krise-aus</link><description><![CDATA[<p>Eiszeit zwischen der EU und Wei&szlig;russland: &ldquo;Lukaschenkos Krieg&rdquo;, <a target="_self" href="http://m.wyborcza.pl/wyborcza/1,105226,11253431,Wojna_Lukaszenki.html">titelt in Polen die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Als Antwort auf die neuen EU-Sanktionen gegen das wei&szlig;russische Regime hat Minsk den diplomatischen Vertreter Polens und der EU des Landes verwiesen.</p>
<p>Aus Solidarit&auml;t zogen auch andere EU-Staaten ihre Botschafter aus der wei&szlig;russischen Hauptstadt ab. F&uuml;r die Warschauer Tageszeitung,</p>
<blockquote><p>schikaniert Alexander Lukaschenko die Botschafter, um die diplomatischen Dienste all der L&auml;nder lahmzulegen, die seinen Landsleuten viel zu bereitwillig Visa ausstellen.</p>
</blockquote>
<p>Obwohl &ldquo;Lukaschenko sich Polen als &lsquo;Feind Nummer Eins&rsquo; herausgegriffen hat&rdquo; und man um diplomatische Sanktionen sicher nicht herumkommen werde, sollte die Sache dennoch ma&szlig;voll angegangen werden, <a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/9133,830552-Bialorus-wyrzuca-polskiego-ambasadora---Talaga.html">r&auml;t <em>Rzeczpospolita</em></a>.</p>
<blockquote><p>Noch wissen wir nicht, ob Lukaschenko die EU in einem oder einem halben Jahr um Geld oder Hilfe bitten wird. Sollte dies geschehen, m&uuml;ssen wir uns nat&uuml;rlich f&uuml;r die Freilassung der politischen Gefangenen einsetzen. Aber wir sollten es nicht &uuml;bertreiben und gleich eine vollumf&auml;ngliche Demokratisierung erwarten.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 29 Feb 2012 15:45:33 +0100</pubDate><guid>1564431</guid></item>
<item><title>EU-Weißrussland | Veto für 150 Millionen Euro</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1554251-veto-fuer-150-millionen-euro</link><description><![CDATA[<p>Beim heutigen Treffen der EU-Au&szlig;enminister d&uuml;rfte Slowenien mit seinem Veto neue Sanktionen gegen Wei&szlig;russland verhindern, <a href="http://wyborcza.pl/1,90913,11233874,Czy_Bialorus_przekupila_Slowenie_.html" target="_self">berichtet <em>Gazeta Wyborcza</em></a> und beruft sich dabei auf inoffizielle Quellen in Br&uuml;ssel. Die Warschauer Tageszeitung sieht dabei einen direkten Zusammenhang mit</p>
<blockquote><p>dem k&uuml;rzlich erhaltenen Gro&szlig;auftrag f&uuml;r die slowenische Riko-Gruppe, bei dem es sich um den Bau eines Luxus-Hotels in Minsk und verschiedener Energieanlagen in Wei&szlig;russland handelt.</p>
</blockquote>
<p>ei den beiden Vertr&auml;gen geht es um rund 150 Millionen Euro. Sie wurden auf wei&szlig;russischer Seite von Yuri Chizh unterzeichnet. Der Oligarch wird als &ldquo;inoffizieller Finanzberater&rdquo; von Pr&auml;sident Alexander Lukaschenko gehandelt. Schon lange versucht die EU, ihn auf die schwarze Liste der persona non grata zu setzen. Bisher scheiterte aber jeder Versuch am Veto eines der Mitgliedsl&auml;nder. Gazeta Wyborcza zufolge ist</p>
<blockquote><p>...Slowenien bereit, f&uuml;r 150 Millionen Euro die EU-Politik gegen&uuml;ber dem Lukaschenko-Regime zu opfern. In Minsk d&uuml;rfte man begeistert sein. Die politischen Gefangenen aber m&uuml;ssen akzeptieren, dass f&uuml;r das krisengesch&uuml;ttelte Europa Wirtschaft wichtiger ist, als Werte und Menschenrechte.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 27 Feb 2012 16:36:48 +0100</pubDate><guid>1554251</guid></item>
<item><title>EU-Syrien | Niemand rührt sich, um Assad zu stoppen (Revista 22, Bukarest)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1517581-niemand-ruehrt-sich-um-assad-zu-stoppen</link><description><![CDATA[Wie kann man die Massaker in Syrien stoppen? Auf diese Frage sollte schnellstmöglich eine Antwort gefunden werden. Allerdings macht die westliche Welt, und allen voran Europa, eher einen machtlosen und unentschlossenen Eindruck. Insbesondere weil fragwürdig ist, ob sich seit der Militärintervention in Libyen eigentlich überhaupt irgendetwas getan hat. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 16 Feb 2012 16:16:19 +0100</pubDate><guid>1517581</guid></item>
<item><title>Frankreich | Die offene Wunde des Genozids in Ruanda (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1495441-die-offene-wunde-des-genozids-ruanda</link><description><![CDATA[Zwei Parteien, zwei Standpunkte, zwei Visionen Frankreichs: Leidenschaftlich diskutiert man auch achtzehn Jahre nach der Ermordung von etwa 800.000 Tutsis, welche Rolle Paris damals gespielt hat. Je nach dem Stand der Ermittlungen erscheint diese nämlich stets in einem neuen Licht. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:58:13 +0100</pubDate><guid>1495441</guid></item>
<item><title>EU-USA | Obama raspelt Süßholz vor Monti-Besuch</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1494661-obama-raspelt-suessholz-vor-monti-besuch</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Italien unternimmt eindrucksvolle Schritte&rdquo;. Am Tag des ersten offiziellen Besuchs des italienischen Premierministers Mario Monti in Washington widmet <em>La Stampa</em> ihre Titelseite dem ersten <a href="http://www3.lastampa.it/lastampa-in-english/articolo/lstp/441774/" target="_self">Exklusivinterview mit Barack Obama</a>. Der US-Pr&auml;sident lobte den neuen Premierminister bereits im Voraus als denjenigen, der die &ldquo;italienische Wirtschaft modernisiert&rdquo; und &ldquo;das Land erneut auf den Weg zum Wachstum bringt&rdquo;. Aber auch die gesamte Europ&auml;ische Union bedachte der amerikanische Pr&auml;sident mit beruhigenden Worten:</p>
<blockquote><p>Europa hat im Laufe der letzten beiden Jahre eine Reihe sehr schwieriger, aber dennoch wichtiger Entscheidungen getroffen, um der fortschreitenden Krise Einhalt zu gebieten. Die B&uuml;rger Italiens und ganz Europas bringen schmerzvolle Opfer. Die europ&auml;ischen Regierungen bem&uuml;hen sich gemeinsam um eine Reform der Struktur der Europ&auml;ischen Union. [...] Der wirtschaftliche Erfolg unserer L&auml;nder ist untrennbar miteinander verbunden, und unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa sind ein wichtiger Bestandteil unserer Bem&uuml;hungen um die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen und Wohlstand in den USA. Die Europ&auml;ische Union insgesamt ist unser wichtigster Wirtschaftspartner.</p>
</blockquote>
<p>Der US-Pr&auml;sident sagte aber auch, dass die europ&auml;ischen L&auml;nder eine &ldquo;st&auml;rkere Brandschutzmauer&rdquo; errichten m&uuml;ssten, um eine Ausbreitung der Schuldenkrise zu verhindern, und &ldquo;ihr absolutes Engagement f&uuml;r die zuk&uuml;nftige wirtschaftliche Integration Europas zeigen m&uuml;ssten&rdquo;.</p>
<p>Des Weiteren betonte Obama die Bedeutung der NATO. Er lobte die Entscheidung Italiens, die Pr&auml;senz des Landes in Afghanistan auch &uuml;ber 2014 hinaus fortzusetzen sowie die Rolle Europas im &ldquo;arabischen Fr&uuml;hling&rdquo;. Er gab auch seiner Hoffnung Ausdruck, Europa w&uuml;rde helfen, Druck auf den syrischen Staatschef Bashar el Assad auszu&uuml;ben, um ihn zum R&uuml;cktritt zu bewegen. W&auml;hrend Washington allerdings bereits &uuml;ber einen Milit&auml;reinsatz nachgr&uuml;belt, <a href="http://edition.cnn.com/2012/02/07/world/meast/syria-unrest/index.html" target="_self">wie <em>CNN </em>bekanntgab</a>, sind die europ&auml;ischen L&auml;nder nach wie vor dagegen und hoffen auf eine diplomatische L&ouml;sung im letzten Moment, <a href="http://www3.lastampa.it/esteri/sezioni/articolo/lstp/441731/" target="_self">wie <em>La Stampa</em> berichtet</a>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:21:13 +0100</pubDate><guid>1494661</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Peking schickt Merkel zum "Hausaufgaben machen"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1477531-peking-schickt-merkel-zum-hausaufgaben-machen</link><description><![CDATA[<p>Angela Merkel holte sich in Peking eine Abfuhr: &ldquo;Volksrepublik China l&auml;sst die Kanzlerin abblitzen&rdquo;, titelt das <em>Handelsblatt</em>, w&auml;hrend der dreit&auml;gigen Reise der Kanzlerin in das Reich der Mitte, wo sie sich unter anderem um den Einstieg Chinas in den Euro-Rettungsschirm bem&uuml;hen wollte. Peking erw&auml;gt zwar, an einer L&ouml;sung teilzunehmen, will dabei aber nichts riskieren.</p>
<p>Die eiserne Linie des Premiers Wen Jiabao lautet: &ldquo;keine direkten Investitionszusagen an Europa&rdquo;, <a href="http://de.finance.yahoo.com/nachrichten/volksrepublik-china-l%C3%A4sst-kanzlerin-abblitzen-225900581.html" target="_self">berichtet die Wirtschaftszeitung</a>. &ldquo;Die EU-Schuldenl&auml;nder m&uuml;ssten zun&auml;chst &lsquo;schmerzhafte Entscheidungen treffen und ihre Hausaufgaben machen&rsquo;&rdquo;. Was das bedeutet, erkl&auml;rt der Leitartikel:</p>
<blockquote><p>... Schulden abbauen, Kontrollmechanismen ausbauen und klare, eindeutige, verl&auml;ssliche Positionen gegen&uuml;ber der &uuml;brigen Welt beziehen. [...] Das Geld, das China investieren m&ouml;chte, ist ja nicht als Entwicklungshilfe gedacht, sondern soll sich am Ende als lohnende Investition herausstellen. Und zwar am Besten sowohl im wirtschaftlichen als auch im politische Sinn.</p>
</blockquote>
<p>Aus deutscher Sicht k&ouml;nnte China mit seinen Devisenreserven von 3,2 Billionen US-Dollar eine Schl&uuml;sselrolle spielen. <a href="http://www.fr-online.de/politik/merkel-in-china-merkel-gilt-in-china-als-euro-chefsaniererin,1472596,11560606.html" target="_self">Die <em>Frankfurter Rundschau </em>erinnert</a> an die von China geforderten Zugest&auml;ndnisse wie</p>
<blockquote><p>die Zuerkennung des Marktwirtschaftsstatus durch die EU, die es europ&auml;ischen Unternehmen schwerer machen w&uuml;rden, Ma&szlig;nahmen gegen chinesische Wettbewerbsverzerrungen oder Preisdumping zu ergreifen.</p>
</blockquote>
<p>Fazit des <em>Handelsblatts</em>: Die Kanzlerin, die sich in China zwar als Euro-Chefsaniererin r&uuml;hmen darf, hatte keine Gelegenheit, wie geplant die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden L&auml;ndern zu f&ouml;rdern, und muss nun auf sp&auml;ter in diesem Jahr angesetzte Termine hoffen, um dem chinesischen Premier doch noch ein Versprechen zu entrei&szlig;en.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 03 Feb 2012 16:37:58 +0100</pubDate><guid>1477531</guid></item>
<item><title>Zypern | Man spricht Russisch! (The Guardian, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1474261-man-spricht-russisch</link><description><![CDATA[Zehntausende Russen haben sich auf Zypern niedergelassen. Der Trend wirft Fragen über die diplomatischen und finanziellen Beziehungen der zypriotischen Regierung zu Moskau auf. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 02 Feb 2012 16:43:41 +0100</pubDate><guid>1474261</guid></item>
<item><title>Diplomatie | Europas versteckte Kriegserklärung an den Iran (The New York Times, New York)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1447081-europas-versteckte-kriegserklaerung-den-iran</link><description><![CDATA[Die EU hat so strenge Sanktionen wie nie zuvor gegen Erdölimporte aus dem Iran verhängt und hofft, damit dessen vermeintliches Atomwaffenprogramm zu konterkarieren. Doch was wird das für Konsequenzen haben? (Article)]]></description><pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:49:06 +0100</pubDate><guid>1447081</guid></item>
<item><title>EU-Iran | "Die letzte Eskalationsstufe"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1436701-die-letzte-eskalationsstufe</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p><a target="_self" href="http://www.lefigaro.fr/mon-figaro/2012/01/23/10001-20120123ARTFIG00659-iran-l-urgence-d-un-embargo-petrolier.php"><em>Le Figaro</em></a> weist darauf hin, dass ein Boykott der iranischen Erd&ouml;lexporte einer direkten Bedrohung der islamischen Republik Iran gleichkommt, deren Haushalt zu 50&nbsp;Prozent auf diesen Einnahmen beruht: die franz&ouml;sische Tageszeitung h&auml;lt das europ&auml;ische Embargo f&uuml;r &ldquo;eine Wette&rdquo;:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/figaro-24012012-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Wer weiß, ob der Iran den Verlust des europäischen Marktes nicht durch Einnahmen aus anderen Ländern ausgleicht? Das Risiko, dass die Rohölpreise weiter steigen, ist begrenzt: die Wiederaufnahme der Erdölproduktion im Irak und in Libyen dürfte den Schock wettmachen, der zeitgleich mit einer Verlangsamung der Weltwirtschaft eintritt. Wird das ausreichen, um Teheran zu ernsthaften Diskussionen um das Atomprogramm zu bewegen? Daran darf gezweifelt werden. 

Noch braucht das Mullah-Regime nicht zwischen seinem Überleben und dem Rüstungsprogramm zu wählen. Es ist jedoch dringend notwendig, zu handeln – wie sollen wir sonst Israel, das sich von den iranischen Atomwaffen unmittelbar bedroht fühlt, von einem Angriff abhalten? Mit Sicherheit ist ein Erdöl-Embargo weniger wirksam als ein Krieg im Verborgenen, mit Sabotagen, Morden und Computerviren. Allerdings zeigt es der Öffentlichkeit, dass Europa weiterhin Druck auf den Iran ausübt.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Die EU hat ihre Sanktionskarte gegen den Iran ausgereizt, <a target="_self" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/neue-sanktionen-im-atomstreit-mit-iran-letzte-chance-letzte-hoffnung-1.1265316">warnt die M&uuml;nchner <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em></a>:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Suddeutsche-zeitung-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Das ist die letzte Eskalationsstufe im Rahmen des bald ein Jahrzehnt andauernden Versuchs, den Konflikt friedlich beizulegen. Lässt sich Iran auch davon nicht beeindrucken, dann blieben eigentlich nur noch militärische Mittel. EU und auch die USA, die ja schon länger auf harte Sanktionen setzen, gehen also ein hohes Risiko ein. Aber wer Iran den Weg zur Atombombe verstellen will, der hat keine Alternative.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.926478624033686">Der ehemalige britische Botschafter bei der Internationalen Atomenergiebeh&ouml;rde (IAEA) ist da anderer Meinung. I<a target="_self" href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/middleeast/iran/9033566/The-deal-the-West-could-strike-with-Iran.html">m <em>Daily Telegraph</em> schreibt Peter Jenkins</a>, dass Teheran das Recht haben m&uuml;sste, Uran anzureichern &ndash; jedoch unter strengster Aufsicht:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Daily-Telegraph-24012012-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Der Westen steht mit seinem Wunsch, dem Iran das Anreichern von Uran zu untersagen, derzeit sozusagen allein da. Die meisten nicht-westlichen Länder würden es lieber sehen, wenn der Iran wie alle anderen Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags [NVV] behandelt würde: Er soll berechtigt sein, Uran anzureichern und im Gegenzug verstärkte Kontrollen durch IAEA-Inspektoren zulassen. Diese Lösung würde ich bevorzugen. Ich bin nämlich davon überzeugt, dass die sich abzeichnende Krise durch ein Abkommen mit folgenden Bedingungen verhindert werden könnte: der Iran würde die stärksten Garantien der IAEA akzeptieren und im Gegenzug berechtigt sein, weiterhin Uran anzureichern. Darüber hinaus müsste der Iran von selbst Maßnahmen mit dem Ziel ergreifen, Vertrauen im Hinblick darauf zu schaffen, dass er nicht beabsichtigt, Atomwaffen herzustellen. So lässt sich im Grunde der Vorschlag resümieren, den der Iran Großbritannien, Deutschland und Frankreich 2005 gemacht hat. Aus heutiger Sicht hätten wir gut daran getan, ihn zu akzeptieren. Mit dem Ziel, die Anreicherung von Uran durch den Iran völlig zum Stillstand zu bringen, haben wir das allerdings nicht getan. Dieses Ziel verfolgt der Westen seitdem weiter, obwohl der Iran immer wieder darauf bestanden hat, nicht wie eine “Vertragspartei zweiter Klasse” mit weniger Rechten als die anderen Vertragspartner des NVV behandelt zu werden , und obwohl das Land bewiesen hat, dass es lieber provoziert als nachgibt.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.926478624033686">M&ouml;glicherweise ist es jedoch bereits zu sp&auml;t, mein <a target="_self" href="http://www.lavanguardia.com/"><em>La Vanguardia</em></a> aus Barcelona: &ldquo;Weder Br&uuml;ssel noch Washington glauben noch an das alte Lied Teherans, demzufolge die Aktivit&auml;ten im Land lediglich friedliche und zivile Ziele verfolgen.&rdquo; Allerdings meint die katalanische Tageszeitung, <br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/vanguardia-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">...die wirtschaftlichen Folgen der Maßnahme sind unsicher: sie hängen weitgehend von der Unterstützung durch andere Länder wie China, Japan oder Indien ab, die ganz im Gegenteil die für Europa bestimmte Produktion [20 Prozent der iranischen Exporte] übernehmen könnten. Es besteht jedoch das Risiko eines “Bumerang-Effekts” der Sanktionen, die auf die europäische Wirtschaft zurückfallen könnten. Experten rechnen mit einem Anstieg der Erdölpreise […], und eben in den am stärksten von der Krise betroffenen Länder ist die Abhängigkeit vom Iran am größten – nach Griechenland wird Spanien das am meisten vom Boykott betroffene Land sein.
</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Tue, 24 Jan 2012 16:15:50 +0100</pubDate><guid>1436701</guid></item>
<item><title>Diplomatie | Öl-Embargo gegen Iran: Europa macht Ernst</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1432671-oel-embargo-gegen-iran-europa-macht-ernst</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Br&uuml;ssel f&auml;ngt an, dem Iran die Luft abzudr&uuml;cken&rdquo;, hei&szlig;t es in <a target="_self" href="http://www.elmundo.es/"><em>El Mundo </em></a>&uuml;ber den EU-Beschluss vom 23. Januar, ein Handelsembargo &uuml;ber Erd&ouml;l aus dem Iran einzurichten. Nach Angaben der Tageszeitung aus Madrid soll das Embargo &ldquo;im Juli in Kraft treten, damit Spanien, Italien und Griechenland nach anderen Bezugsquellen suchen k&ouml;nnen&rdquo;:</p>
<blockquote><p>Zwischen dem griechischen Druck, die Sanktionen so lange wie m&ouml;glich hinauszuz&ouml;gern, und der Position Gro&szlig;britanniens, Frankreichs und Deutschlands, die ein Embargo f&uuml;r sp&auml;testens Mai fordern, scheint man sich bei der letztendlich getroffenen Entscheidung auf halbem Weg entgegengekommen zu sein.</p>
</blockquote>
<p>Da Griechenland sein Erd&ouml;l haupts&auml;chlich aus dem Iran bezieht, ist <em>El Mundo</em> der Meinung, die EU suche ein &ldquo;vern&uuml;nftiges&rdquo; Moratorium, damit der Entschluss nicht zu einem &ldquo;zweischneidigen Schwert&rdquo; wird, das &ldquo;den schlechten Zustand der [europ&auml;ischen] Wirtschaft&rdquo; noch verschlimmert. <em>El Mundo </em>spricht von einer &ldquo;beispiellosen Sanktion&rdquo;, die dem t&auml;glichen Export von 450.000 Barrel Erd&ouml;l aus dem Iran in die EU (18% seiner Exporte weltweit) ein Ende setzen wird:</p>
<blockquote><p>Das Problem liegt darin, dass der wirtschaftliche Druck der EU vielleicht nicht ausreichen wird, so lange die T&uuml;rkei und die wichtigsten Handelsm&auml;chte in Asien &ndash; China, Japan und S&uuml;dkorea &ndash; sich weigern, jegliche Art von Handelssperre oder Sanktionen anzuwenden. Das gleiche gilt f&uuml;r Russland, wo Pr&auml;sident Dmitri Medwedew den f&uuml;hrenden Politikern der EU klar zu verstehen gegeben hat, dass sein Land kein diplomatisches Problem mit dem Iran hat.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 23 Jan 2012 16:42:50 +0100</pubDate><guid>1432671</guid></item>
<item><title>Diplomatie | Europäisch-russischer Komödienstadel (El Mundo, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1299471-europaeisch-russischer-komoedienstadel</link><description><![CDATA[In ihren Interessen vereint, aber in den Werten getrennt müssen sich Europa und Russland verstehen, ob sie wollen oder nicht. Brüssel plädiert zum schönen Schein für mehr Demokratie, und Moskau tut so, als höre es zu. Letztes Beispiel: der Gipfel vom 15. Dezember. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:35:44 +0100</pubDate><guid>1299471</guid></item>
<item><title>EU/Russland | Kaliningrad bald näher an Europa</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1287801-kaliningrad-bald-naeher-europa</link><description><![CDATA[<p>Die Einwohner Kaliningrads, der russischen Exklave zwischen Polen und Litauen, werden schon bald ohne Visum nach Gdańsk und in andere St&auml;dte auf der polnischen Seite der Grenze reisen k&ouml;nnen.</p>
<p>Andererseits werden auch Polen aus den Provinzen Pommern und Woiwodschaft-Masuren nicht l&auml;nger ein russisches Visum ben&ouml;tigen, um in die Region um Kaliningrad zu kommen und dort vollzutanken, <a href="http://wyborcza.pl/1,75477,10813431,Kaliningrad_blizej_Europy.html" target="_self">freut sich <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Benzin ist in Russland beispielsweise wesentlich billiger als in Polen.</p>
<p>Das alles ist einem Abkommen &uuml;ber den kleinen Grenzverkehr zu verdanken, das am 14. Dezember von den Au&szlig;enministern Russlands und Polens in Moskau unterzeichnet werden soll.</p>
<p>&ldquo;Die russischen Diplomaten k&ouml;nnen sich &uuml;ber diesen ersten wirklichen Erfolg in den Beziehungen zur EU freuen. Das letzte Abkommen zwischen Russland und der EU liegt Jahre zur&uuml;ck [&hellip;] Der Dialog zwischen uns war bisher eher ein Ritual&rdquo;, &auml;u&szlig;erte sich ein polnischer Diplomat gegen&uuml;ber der Warschauer Tageszeitung.</p>
<p>Der russische Au&szlig;enminister Sergey Lavrov gab in der Zwischenzeit seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Abkommen &ldquo;ein Vorbote f&uuml;r die komplette Abschaffung von Visa zwischen Russland und der EU&rdquo; sein k&ouml;nnte.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:39:21 +0100</pubDate><guid>1287801</guid></item>
<item><title>EU-Parlament | Preis des guten Gewissens</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1287571-preis-des-guten-gewissens</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Mit dem Sacharow-Preis poliert Europa sein Image auf&rdquo;, kommentiert <a target="_self" href="http://www.elmundo.es/"><em>El Mundo</em></a> die Verleihung des Preises f&uuml;r geistige Freiheit, mit dem das Europ&auml;ische Parlament dieses Jahr f&uuml;nf Aktivisten der arabischen Protestbewegungen ehrt.</p>
<p>Nur zwei von ihnen k&ouml;nnen den Preis in Stra&szlig;burg entgegennehmen: Der Libyer Ahmed al-Subair Ahmed al- Sanussi, der unter dem Gaddafi-Regime 31 Jahre im Gef&auml;ngnis verbrachte, und die &auml;gyptische Aktivistin Asmaa Mahfus der &ldquo;Bewegung 6. April&rdquo;. Unter den Preistr&auml;gern, die nicht anreisen konnten: Die syrische Rechtsanw&auml;ltin und Bloggerin Razan Zaitouneh, die untertauchen musste, und der syrische Politiksatiriker Ali Farzat, der von Bashar al-Assad-Anh&auml;ngern angegriffen wurde und daraufhin nach Kuwait fl&uuml;chtete. Posthum geehrt wird Mohammed Bouazizi, dessen Selbstverbrennung zum Symbol der Tunesischen Revolution wurde.</p>
<p>&ldquo;Jahrelang hat Europa &uuml;ber die arabischen Diktaturen hinweggesehen&rdquo;, schreibt die spanische Tageszeitung und f&uuml;gt hinzu: Die diesj&auml;hrige Preisverleihung &ldquo;zeigt, wie sehr die Gewissensbisse nagen&rdquo;. Obwohl das Europ&auml;ische Parlament die Repression in Syrien verurteilt, geht &ldquo;Br&uuml;ssel noch immer nicht einheitlich gegen al-Assad vor&rdquo;. In der Europ&auml;ischen Union muss &ldquo;noch viel getan werden, um angemessen auf die demokratischen Entwicklungen in der arabischen Welt reagieren zu k&ouml;nnen.&rdquo;</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:03:25 +0100</pubDate><guid>1287571</guid></item>
<item><title>Transnistrien | Abgekartete Wahl in Tiraspol (România libera, Bukarest)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1267951-abgekartete-wahl-tiraspol</link><description><![CDATA[Die abtrünnige Region der Republik Moldau wählt am 11. Dezember einen neuen Präsidenten. Den Rahmen des Urnengangs bildet ein seltsamer Tauschhandel zwischen dem Beschützer Russland und Deutschland. Es gilt, einen seit 20 Jahren auf Eis liegenden Konflikt zu lösen. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 09 Dec 2011 16:44:57 +0100</pubDate><guid>1267951</guid></item>
<item><title>Portugal | Schwellenländer auf Brautschau (Expresso, Lissabon)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1255591-schwellenlaender-auf-brautschau</link><description><![CDATA[Portugal will mit einem umfassenden Privatisierungsprogramm die Staatskassen wieder füllen. Brasilianer, Chinesen und Angolaner bekunden starkes Interesse. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 06 Dec 2011 18:16:53 +0100</pubDate><guid>1255591</guid></item>
<item><title>Geopolitik | Europa ist noch nicht weg vom Fenster (De Volkskrant, Amsterdam)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1250201-europa-ist-noch-nicht-weg-vom-fenster</link><description><![CDATA[Wirtschaftliche Macht ist nicht das alleinige Maß für globale Macht. Belangreich ist vor allem, wie die politischen Systeme auf Herausforderungen reagieren, die sie so noch nie erlebt haben, wie beispielsweise die aktuelle Eurokrise. Und so gesehen macht sich die EU insgesamt gar nicht so schlecht, findet Dirk-Jan van Baar. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 05 Dec 2011 15:19:05 +0100</pubDate><guid>1250201</guid></item>
<item><title>Kosovo | Mitrovicas Serben schauen nach Moskau (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1233721-mitrovicas-serben-schauen-nach-moskau</link><description><![CDATA[Immer mehr Kosovo-Serben beantragen die russische Staatsbürgerschaft. Im Fall, dass Serbien für seinen EU-Beitritt, den Kosovo anerkennt, fürchten sie, der albanischen Mehrheit hilflos ausgeliefert zu sein. Doch auf die “slawische Solidarität”, die sie geltend machen, können sie kaum zählen. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 30 Nov 2011 16:32:04 +0100</pubDate><guid>1233721</guid></item>
<item><title>Republik Moldau | Kein Präsident in Sicht</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1171761-kein-praesident-sicht</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Wann trifft man sich zur Wahl?&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.timpul.md/uploads/modules/news/editions/c1-c80af770070cf544602c352e007426d0-1.jpg">fragt <em>Timpul</em></a> nach einer bewegten Nacht: Am 14. November um Mitternacht hatten die beiden im Parlament vertretenen Fraktionen, die Kommunisten und die pro-europ&auml;ische Koalition, sich nicht auf einen mehrheitsf&auml;higen Pr&auml;sidentschaftskandidaten einigen k&ouml;nnen. Am 18. November sollte im Parlament ein neuer &Uuml;bergangspr&auml;sident gew&auml;hlt werden, der dritte, seit den <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/574511-reale-revolution-virtuelle-versprechen">Ereignissen in Chisinau vom 7. April</a> 2009, welche zum Sturz des kommunistische Regimes f&uuml;hrten.</p>
<p>Die Republik Moldau <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/168651-erste-schritte-richtung-eu">will der EU beitreten</a> und geh&ouml;rt der <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1006451-keine-augen-fuer-den-osten">&Ouml;stlichen Partnerschaft</a> an, aber das Land werde immer mehr zum &ldquo;Land der abgeblasenen Ereignisse&rdquo;, kommentiert die Tageszeitung. Mehrere <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/408581-wahlen-ganz-umsonst">Versuche</a>, einen Pr&auml;sidenten zu w&auml;hlen sind fehlgeschlagen, der <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/332061-das-volk-waehlt-die-sackgasse">Volksentscheid</a> zur Einf&uuml;hrung des allgemeinen Wahlrechts ist gescheitert... nichts geht mehr. &ldquo;Ein Bravo den Politikern! Wann trifft man sich? Wir haben ein paar Dinge zu kl&auml;ren...&rdquo;, spottet <em>Timpul</em>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 15 Nov 2011 12:19:34 +0100</pubDate><guid>1171761</guid></item>
<item><title>Eurozone | Was Lateinamerika Europa lehren kann (El País, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1152291-was-lateinamerika-europa-lehren-kann</link><description><![CDATA[Die Schuldenkrise bringt die Eurozone in eine Lage, wie sie Lateinamerika in den Neunzigerjahren gekannt hatte. Und um sie schneller zu bewältigen, sollten die Europäer die Lehren aus den Fehlern jener Zeit ziehen, meint in einem Leitartikel der ehemalige venezolanische Minister Moises Naim. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 09 Nov 2011 17:36:53 +0100</pubDate><guid>1152291</guid></item>
<item><title>Deutschland/Syrien | Späht Damaskus mit europäischer Hilfe?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1143041-spaeht-damaskus-mit-europaeischer-hilfe</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;&Uuml;berwacht Syrien Protestbewegung mit deutscher Technik?&ldquo; <a target="_self" href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,796059,00.html">fragt <em>Der Spiegel</em> in seiner heutigen Ausgabe</a>. Das Hamburger Nachrichtenmagazin recherchiert nach <a target="_self" href="http://www.bloomberg.com/news/2011-11-03/syria-crackdown-gets-italy-firm-s-aid-with-u-s-europe-spy-gear.html">Berichten von <em>Bloomberg</em></a>, laut denen das Assad-Regime bei der &Uuml;berwachung der Protestbewegung im Land offenbar Produkte des IT-Unternehmens <a target="_self" href="http://www.utimaco.de/">Utimaco</a> aus Oberursel verwendet. Utimaco dementierte, Produkte direkt an die syrische Telekom verkauft zu haben, best&auml;tigte aber, die italienische Firma <a target="_self" href="http://www.area.it/irj/portal/anonymous">Area</a> beliefert zu haben, mit der man seit Jahren zusammenarbeite. Bis zur Kl&auml;rung, an welche Endkunden Area geliefert habe und ob die Ausfuhrbestimmungen eingehalten worden seien, sei jegliche Zusammenarbeit mit Area gestoppt.</p>
<p>Der Linken-Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko hatte Ende Oktober die Bundesregierung nach Exporten deutscher IT-Firmen in Diktaturen und autokratische Regime gefragt und Utimaco benannt, berichtet der <em>Spiegel</em>: &quot;Diese &Uuml;berwachungstechnik ist ein zentraler Teil der Repression in vielen Staaten&ldquo;, so der Abgeordnete. &ldquo;Deshalb brauchen wir daf&uuml;r endlich eine effiziente Ausfuhrkontrolle.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 07 Nov 2011 12:40:16 +0100</pubDate><guid>1143041</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Auch China könnte das Geld ausgehen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1120581-auch-china-koennte-das-geld-ausgehen</link><description><![CDATA[<p>Und wenn China gar nicht die Mittel h&auml;tte, um Europa zu helfen? &ndash; Am Tag des Besuchs von Staatspr&auml;sident Hu Jintao in Wien hat <em>Die Presse</em> gr&ouml;&szlig;te Zweifel: &ldquo;Falsches Hoffen auf den &lsquo;Retter&rsquo; China&rdquo;, titelt die Wiener Tageszeitung. Die Finanzst&auml;rke, mit der China nach au&szlig;en auftritt, k&ouml;nne nicht &uuml;ber die Schwierigkeiten hinwegt&auml;uschen, mit denen die Pekinger Regierung derzeit innerhalb ihres eigenen Landes konfrontiert ist, <a target="_self" href="http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/704909/Weltwirtschaft_Falsches-Hoffen-auf-den-Retter-China?_vl_backlink=/home/index.do">so <em>Die Presse</em></a>.</p>
<p>Denn China steht wom&ouml;glich vor einer gewaltigen Schuldenexplosion. Mitschuld daran ist das gewaltige Stimuluspaket aus dem Jahr 2008, umgerechnet 440 Milliarden Euro, mit dem das Land sich vor den Folgen der aus den USA her&uuml;berschwappenden Finanzkrise sch&uuml;tzen wollte. Das Problem: Lediglich 133 Milliarden kamen aus dem Staatshaushalt. Der Rest sollte von den Banken, Staatsbetrieben und Privatleuten kommen. &ldquo;Nicht nur Metropolen wie Shanghai und Peking, sondern auch andere Millionenst&auml;dte sowie tausende kleinerer Ortschaften stehen bei den staatlichen Banken tief in der Kreide.&rdquo;</p>
<p>Auf chinesischer Seite schreibt unterdessen <a target="_self" href="http://europe.chinadaily.com.cn/opinion/2011-10/31/content_14005364.htm">das offizielle Blatt <em>China Daily</em></a>: &ldquo;China kann weder Europas Retter noch das Allheilmittel f&uuml;r alle seine Krankheiten sein, aber es wird tun, was es kann und eine freundschaftliche Hand reichen. Freundschaft ist aber keine Einbahnstra&szlig;e. China hat bereits gro&szlig;e Summen in europ&auml;ische Anleihen investiert und h&auml;tte gerne einige Garantien daf&uuml;r, dass diese auch sicher sind.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 31 Oct 2011 12:10:49 +0100</pubDate><guid>1120581</guid></item>
<item><title>Schweiz | Wähler wollen die Mitte</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1090621-waehler-wollen-die-mitte</link><description><![CDATA[<p>Nach der <a href="http://parlamentswahlen-2011.ch/home.html" target="_self">Wahl</a> vom 23. Oktober &ldquo;erwacht die Schweiz mit einem v&ouml;llig neuen Parlament, das den Prognosen recht wenig entspricht&rdquo;,<a href="http://www.letemps.ch/Page/Uuid/d50a0f84-fdc5-11e0-a047-62fa64a80c34/Apr%C3%A8s_la_polarisation_la_recherche_de_l%C3%A9quilibre%20" target="_self"> schreibt<em> Le Temps</em></a>. Die nationalkonservative Schweizerische Volkspartei (SVP), die &ldquo;seit zwanzig Jahren einen st&auml;ndigen Stimmengewinn verzeichnete&rdquo;, hat &ldquo;ihre <a href="http://www.letemps.ch/Page/Uuid/d5fe9cf2-fdc5-11e0-a047-62fa64a80c34/LUDC_subit_son_premier_coup_darr%C3%AAt" target="_self">erste gro&szlig;e Niederlage</a> erlebt&rdquo;. Entgegen den Umfragewerten, nach denen die Partei die 30-Prozent-Marke &uuml;berwunden h&auml;tte, konnte sie lediglich 26,8 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen. Auch wenn sie damit die st&auml;rkste Kraft bleibt &ndash; sie erh&auml;lt 55 (-7) Sitze im Nationalrat (Unterhaus), &ldquo;hat sie ihr Ziel verfehlt&rdquo;, schreibt Le Temps unter dem Titel &ldquo;Das Streben nach einer neuen Mitte&rdquo; des Schweizer Volkes. Ein Volk, das &ldquo;ohne Zweifel durch die Wahlpraktiken [vor allem die heftigen Plakatkampagnen gegen die Einwanderung] beunruhigt ist. Denn diese entsprechen so gar nicht dem Bild eines in sich ruhenden Landes. [&hellip;] Im Grunde hinterl&auml;sst die SVP den Eindruck eines verh&auml;rteten Rechtspopulismus. Dem Land dagegen wird klar, dass L&ouml;sungen in der Mitte gefunden werden m&uuml;ssen, um die immer schwierigere und zunehmend unsichere Wirtschaftslage zu meistern.&rdquo; </p>
<p><a href="http://www.letemps.ch/Page/Uuid/d50a0f84-fdc5-11e0-a047-62fa64a80c34/Apr%C3%A8s_la_polarisation_la_recherche_de_l%C3%A9quilibre" target="_self"><em>Le Temps</em> zufolge</a> ist die neue B&uuml;rgerlich-Demokratische Partei (BDP), die 9 Sitze (+9) im Nationalrat erh&auml;lt, einer der Sieger dieser Wahl. Die deutlich moderatere BDP hatte sich von der SVP abgespalten. Die Gr&uuml;nliberalen, ihrerseits aus den Gr&uuml;nen hervorgegangen, z&auml;hlen mit 12 Sitzen (+9) im Nationalrat ebenso zu den Gewinnern. Diese Parteien, so die Tageszeitung, &ldquo;schaffen eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wahlen2011/standard/Rechts-und-Links-verlieren--neue-Mitte-gewinnt/story/24161936" target="_self">neue Mitte</a> [&hellip;]. Auch wenn die Zahl der Sitze nicht sehr hoch ist, reicht sie durchaus f&uuml;r eine neue Dynamik aus. Ihr Gewicht im Nationalrat wird die Debatte um die Erneuerung des Bundesrates [Regierung]&nbsp;im kommenden Dezember ernsthaft erschweren.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 24 Oct 2011 15:22:43 +0100</pubDate><guid>1090621</guid></item>
<item><title>Libyen | Was passiert mit Gaddafis Milliarden?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1082571-was-passiert-mit-gaddafis-milliarden</link><description><![CDATA[<p>Muammar Gaddafi wurde am 20. Oktober bei der Flucht aus seiner Geburtsstadt Sirte gefangen und get&ouml;tet. W&auml;hrend die europ&auml;ische Presse flei&szlig;ig &uuml;ber die Umst&auml;nde und Geheimnise um seinen Tod berichtet, <a href="http://www.publico.pt/Mundo/khadafi-deixou-1300-milhoes-de-euros-na-caixa-geral-de-depositos--1517553" target="_self"><em>verk&uuml;ndet P&uacute;blico</em></a>: &quot;Gaddafi hinterl&auml;sst 1,3 Milliarden Euro in der Caixa Geral de Dep&oacute;sitos.&quot;</p>
<p>Die Lissabonner Tageszeitung berichtet, dass in der portugiesischen Staatsbank derzeit 1,3 Milliarden Euro an libyschem Staatsverm&ouml;gen hinterlegt sind. Diese befinden sich auf vier verschiedenen Konten, die im M&auml;rz eingefroren wurden, nachdem die internationale Staatengemeinschaft Sanktionen gegen das sp&auml;te Gaddafi-Regime erhob. Die erste Einlage wurde 2008 get&auml;tigt. Damals l&ouml;ste der libysche Staatschef als Vergeltung f&uuml;r die Festnahme und Internierung seines Sohnes in der Schweiz seine dortigen Konten auf. </p>
<p>Den <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10509688,Dyktatorzy_upadaja.html" target="_self"><em>Chefredakteur der Gazeta Wyborcza, Adam Michnik</em></a>, einer der Anf&uuml;hrer der polnischen demokratischen Opposition zu Zeiten des Kommunismus, stimmt Gaddafis Tod nachdenklich. &quot;Gaddafis Tod ist kein Grund zur Freude, sondern ein Grund zur Betrachtung &uuml;ber die Beschaffenheit der Welt, in der wir Seite an Seite mit Diktatoren leben. Gaddafi galt als nicht klein zu kriegen, er erpresste und erniedrigte die ganze Welt und zwang auch europ&auml;ische Regierungen in die Knie. Er glaubte an Gewalt und L&uuml;gen, doch er verkalkulierte sich.&quot; Michnik f&uuml;gt hinzu, dass Gaddafis Tod ein klares Signal an Nationen ist, die immer noch unter Tyrannei leben. Ein Signal daf&uuml;r, dass &quot;Diktaturen nicht frei von Strafe und Diktatoren nicht unsterblich sind.&quot; </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 21 Oct 2011 15:27:07 +0100</pubDate><guid>1082571</guid></item>
<item><title>Serbien-Kosovo | Immer mehr Spannungen an der Grenze</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1082441-immer-mehr-spannungen-der-grenze</link><description><![CDATA[<p>F&uuml;r die serbische Tageszeitung <a target="_self" href="http://www.danas.rs/danasrs/politika/pozicioni_rat_oko_brnjaka.56.html?news_id=226390"><em>Danas</em></a> ist es eine &quot;Eskalierung&ldquo;. Am 20. Oktober beganen die NATO und <a target="_self" href="http://www.eulex-kosovo.eu/en/front/"><em>Eulex</em></a>, die Rechtsstaatlichkeitsmission der EU, die Barrikaden zu demontieren, die die Serben im Nord-Kosovo an der Grenze zu Serbien errichtet hatten. 22 Serben und acht NATO-Soldaten wurden bei den darauffolgenden Zusammenst&ouml;&szlig;en verletzt. Die serbische Bev&ouml;lkerung aus diesem Gebiet erkennt die Unabh&auml;ngigkeit der serbischen Provinz nicht an und akzeptiert die Grenzkontrollen durch kosovarische Beamte nicht. Obwohl Br&uuml;ssel den 27 EU-Mitgliedsstaaten empfohlen hat, <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1053821-erweiterte-illusionen" target="_self"><em>Serbien den Status des EU-Beitrittskandidaten zu billigen</em></a>, bleibt die Frage um die Anerkennung eines unabh&auml;ngigen Kosovo von Belgrad ein Hindernis bei der Aufnahme der Verhandlungen. </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 21 Oct 2011 15:00:50 +0100</pubDate><guid>1082441</guid></item>
<item><title>Schweden | Zwei Journalisten, ein Minister und Erdöl</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1069561-zwei-journalisten-ein-minister-und-erdoel</link><description><![CDATA[<p>Die Aff&auml;re machte in Schweden viel L&auml;rm. Am 18. Oktober sollte im &auml;thiopischen Addis Abeba der Prozess der beiden schwedischen Journalisten beginnen, die des Terrorismus beschuldigt werden. Und &ldquo;wegen der politischen Spielchen riskieren die Schweden 40 Jahre Haft&rdquo;, <a href="http://www.svd.se/nyheter/utrikes/femton-lander-foljer-rattegangen_6560185.svd" target="_self">sorgt sich das <em>Svenska Dagbladet</em></a> und erkl&auml;rt, &Auml;thiopien wolle &ldquo;ein Exempel statuieren&rdquo;. Johan Persson und Martin Schibbye wurden am 1. Juli verhaftet, w&auml;hrend sie &uuml;ber die Erd&ouml;lbranche und die Verletzung der Menschenrechte im Ogaden ermittelten. Sie waren mit Hilfe der Ogaden National Liberation Front (ONLF) in das Gebiet eingedrungen.</p>
<p>Die Verhandlungen &uuml;ber ihre Freilassung wurden vom schwedischen Au&szlig;enminister Carl Bildt gef&uuml;hrt. Doch dieser war einmal Vorstandsmitglied bei der Lundin Oil, einer &Ouml;lgesellschaft mit Interessen in &Auml;thiopien, und wird wegen seines mangelnden Engagements f&uuml;r die beiden Journalisten scharf kritisiert.</p>
<p>&ldquo;Unser Au&szlig;enminister, der sonst immer viel redet, h&auml;lt sich hier bedeckt&rdquo;, <a href="http://www.svd.se/nyheter/inrikes/vi-maste-slass-for-yttrandefrihet_6556465.svd" target="_self">meint dazu das <em>Svenska Dagbladet</em></a>. &ldquo;Welche echte Bedeutung haben also die schwedischen Predigten &uuml;ber die Menschenrechte und die Millionen Kronen der Steuerzahler f&uuml;r die &Auml;thiopienhilfe? Wenn wir nicht bereit sind, rundheraus und offensiv f&uuml;r die Pressefreiheit und das Leben der beiden schwedischen Journalisten zu k&auml;mpfen, worauf k&ouml;nnen wir dann noch stolz sein?&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:37:34 +0100</pubDate><guid>1069561</guid></item>
<item><title>EU-China | "Ich will nicht als Chinese sterben" (La Stampa, Turin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1053931-ich-will-nicht-als-chinese-sterben</link><description><![CDATA[Für den italienischen Schriftsteller Antonio Scurati stellen die immer zahlreicher werdenden Investitionen Chinas in Europa und der Einfluss des chinesischen Kapitalismus auf die europäische Wirtschaft eine Bedrohung für die Freiheit und Souveränität der Europäer sowie ihr soziokulturelles Modell dar. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 13 Oct 2011 18:54:18 +0100</pubDate><guid>1053931</guid></item>
<item><title>Eurozonenkrise | USA besorgt über den Zerfall der EU</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1053621-usa-besorgt-ueber-den-zerfall-der-eu</link><description><![CDATA[<p>Mit dem Titel &quot;Wirtschaftlicher Zerfall nagt an europ&auml;ischer Einheit&quot;, kommentiert <a href="http://www.usatoday.com/news/world/story/2011-10-11/eurozone-economic-meltdown-greece/50735002/1" target="_self"><em>USA Today</em></a> den umfassenden Bericht zur immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Kluft zwischen &quot;besser gestellten EU-Staaten&quot; und ihren &auml;rmeren Nachbarn. Was aber wird aus den bedauernswerten Griechen, den ungl&uuml;ckseligen Iren, die scharenweise auswandern, und den &quot;tausenden arbeitslosen Spaniern&quot;, die &quot;schon bald kein Dach &uuml;ber den Kopf mehr haben k&ouml;nnten?&quot;, fragt sich die Tageszeitung. Und wie lange werden sie sich noch darauf verlassen k&ouml;nnen, dass die &quot;aufgebrachten&quot; Deutschen und Wahren Finnen (populistische Partei Finnlands) f&uuml;r sie zahlen?</p>
<p>Herman Van Rompuy fand folgende Worte daf&uuml;r: Europa ist an einem Punkt angekommen, an dem es sein eigenes Sozialmodell nicht mehr finanzieren kann. Schlimmer noch: Seine finanziellen &Uuml;bel k&ouml;nnten einen Dominoeffekt zur Folge haben, durch den zun&auml;chst die griechischen, dann die franz&ouml;sischen und letzen Endes auch die US-amerikanischen Banken kollabieren k&ouml;nnten. Ein &auml;hnlich pessimistisches Bild zeichnet auch die <a href="http://www.washingtonpost.com/opinions/europes-day-of-reckoning-on-its-financial-crisis-is-at-hand/2011/10/10/gIQAGHnldL_story.html" target="_self"><em>Washington Post</em></a>, deren Ansicht nach bisher einzig und allein &quot;Zeit geschunden wurde&quot;. Allerdings mahnt das Blatt, &quot;Europas Tag der Abrechnung f&uuml;r seine Finanzkrise ist nahe&quot;. Die EU-Regierungen werden &quot;schnell eine gemeinsame Basis finden m&uuml;ssen, damit Merkel, Sarkozy und ihre Kollegen nicht als die Politiker in die Geschichte eingehen, die Europa und die Welt an den Rand der wirtschaftlichen Katastrophe gebracht haben &ndash; und sie letzten Endes haben hineinrennen lassen.&quot;</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 13 Oct 2011 17:13:53 +0100</pubDate><guid>1053621</guid></item>
<item><title>Ukraine | Timoschenko verurteilt, Janukowitsch unter Druck</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1048451-timoschenko-verurteilt-janukowitsch-unter-druck</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Ein politischer Prozess&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75477,10448124,Tymoszenko_za_kratki.html" target="_self">titelt <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Am Vortag hat ein ukrainisches Gericht die ehemalige Ministerpr&auml;sidentin Julija Timoschenko wegen angeblichen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Es ging dabei um einen Gas-Deal, den sie 2009 mit Russland unterzeichnet hatte. Des Weiteren wurde sie zu 142 Millionen Euro Strafe verurteilt und darf sich in den drei Jahren nach Absitzen der Strafe f&uuml;r kein politisches Amt bewerben. </p>
<p><a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10454595,Janukowycz_jak_Lukaszenka.html" target="_self">F&uuml;r <em>Gazeta Wyborcza</em></a> ist das Urteil ein klares Zeichen, dass die Ukraine zu einem autorit&auml;ren Regime zur&uuml;ckgekehrt sei. &ldquo;Wer nannte Alexander Lukaschenko &lsquo;Europas letzten Diktator&rsquo;? Ein Optimist! Nur sieben Jahre nach der bunten und friedlichen Revolution, die in aller Welt bejubelt wurde, wurde ein neuer Diktator in der Ukraine geboren&rdquo;, notiert das Blatt aus Warschau in Anspielung auf die orangefarbene Revolution welche den demokratischen Wandel brachte und Timoschenko und Janukowitsch zu politischen Gegnern machte. </p>
<p>Der Leiter des Instituts f&uuml;r Nationale Strategie in Kiew, der Politologe Konstantin Bondarenko, <a href="http://www.rp.pl/artykul/40,731403-Nadzieja-dla-Tymoszenko.htm" target="_self">spekuliert in <em>Rzeczpospolita</em></a>, dass Timoschenko m&ouml;glicherweise aus dem Gef&auml;ngnis kommen k&ouml;nnte, sollte dass Parlament die Artikel im Strafgesetzbuch, nach denen die Ex-Ministerpr&auml;sidenten verurteilt wurde, wie geplant entkriminalisieren. </p>
<p>Das in Europa <a href="http://www.consilium.ehttp/www.consilium.europa.eu/uedocs/cms_Data/docs/pressdata/en/cfsp/125033.pdfuropa.eu/uedocs/cms_Data/docs/pressdata/en/cfsp/125033.pdf" target="_self">scharf kritisierte</a> Urteil k&ouml;nnte f&uuml;r die Ukraine ein erhebliches Hindernis auf dem Weg zur Unterzeichnung und Ratifizierung des Freihandels- und Assoziierungsabkommens mit der Europ&auml;ischen Union sein. Kiew hoffte auf einen Abschluss bis Ende des Jahres. <a href="http://www.guardian.co.uk/global/2011/oct/11/yulia-tymoshenko-trial-ukraine" target="_self">Der <em>Guardian</em></a> schreibt: &ldquo;Als Mitveranstalter der Fu&szlig;ball-Europameisterschaft 2012 macht die Haftstrafe f&uuml;r Timoschenko die Ukraine anf&auml;llig f&uuml;r Druck von au&szlig;en.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 12 Oct 2011 13:31:33 +0100</pubDate><guid>1048451</guid></item>
<item><title>Italien | Richter unter Druck sprechen Knox frei</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1020931-richter-unter-druck-sprechen-knox-frei</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Amanda freigesprochen&rdquo;, <a href="http://www.corriere.it/cronache/11_ottobre_03/meredith-sentenza_0bbb5fcc-ede7-11e0-8721-690dea02417b.shtml" target="_self">titelt der <em>Corriere della Sera</em></a> zum Abschluss einer der meistverfolgten Justizsagas der italienischen Geschichte. Die amerikanische Studentin Amanda Knox und ihr italienischer Freund Raffaele Sollecito wurden im Jahr 2009 des zwei Jahre vorher in Perugia, nach einem angeblich schief gelaufenen erotischen Spiel, ver&uuml;bten Mordes an der britischen Studentin Meredith Kercher f&uuml;r schuldig befunden.</p>
<p>Am Montag hob das Berufungsgericht das Urteil aus Mangel an Beweisen auf und l&ouml;ste damit w&uuml;tende Reaktionen in der &Ouml;ffentlichkeit aus. Der Druck auf die Richter war stark, <a href="http://www.corriere.it/cronache/11_ottobre_04/il-tifo-degli-stati-uniti-e-la-realt%C3%83%C2%A0-su-misura-aldo-grasso_5e7a70ea-ee46-11e0-a09e-1525768cac3d.shtml" target="_self">erkl&auml;rt der <em>Corriere</em></a>. &ldquo;Niemals zuvor hat der Medienaspekt so sehr den gerichtlichen &uuml;bertrumpft. Der Fall wurde auch international brisant. Die britischen Medien waren auf der Seite des Opfers und gaben der h&uuml;bschen Amanda den Spitznamen &lsquo;Foxy Knoxy&rsquo; (foxy = listig), um ihre Durchtriebenheit zu betonen. Die amerikanischen Medien waren wiederum f&uuml;r sie. [...] Um den italienischen und britischen Medien entgegenzuwirken, wurde die Familie Knox vom Presseamt unterst&uuml;tzt, damit in den USA das Bild eines amerikanischen M&auml;dchens entstand, das Opfer einer Ungerechtigkeit geworden war.&rdquo;</p>
<p>Der Fall zog sogar die Aufmerksamkeit der amerikanischen Au&szlig;enministerin Hillary Clinton auf sich, die der Familie Knox ihre volle diplomatische Unterst&uuml;tzung zusagte. Das US-Au&szlig;enministerium gab unverz&uuml;glich seiner Zufriedenheit &uuml;ber das Gerichtsurteil Ausdruck. Nur eine Person wurde bis jetzt des Mordes an Meredith Kercher &uuml;berf&uuml;hrt &ndash; der aus der Elfenbeink&uuml;ste stammende Rudy Guede, ein kleiner Drogenh&auml;ndler und Herumtreiber, der 2008 zu 30 Jahren Haftstrafe verurteilt wurde.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 04 Oct 2011 15:01:52 +0100</pubDate><guid>1020931</guid></item>
<item><title>Östliche Partnerschaft | Gipfel drückt sich um große Themen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1017231-gipfel-drueckt-sich-um-grosse-themen</link><description><![CDATA[<p>Der <a target="_self" href="http://pl2011.eu/en/content/eastern-partnership-summit-warsaw">EU-Gipfel der &Ouml;stlichen Partnerschaft in Warschau</a> am 30. September war kein echter Erfolg. Statt mehreren Metern r&uuml;ckten &ldquo;Armenien, Aserbaidschan, Wei&szlig;russland, Georgien, die Republik Moldau und die Ukraine&rdquo; nur wenige Millimeter an die EU heran. &ldquo;Was dank Polen aber gelungen ist: Europa wird seinen Osten, seinen zweiten Lungenfl&uuml;gel, nun nicht mehr vergessen&rdquo;, <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,75477,10388585,Sukces_wizjonerow_z_paryskiej__Kultury_.html">meint die Warschauer Tageszeitung <em>Gazeta Wyborcza</em></a>.</p>
<p>Aber es ziehen immer mehr Wolken am Horizont auf. Grund ist der laufende Prozess wegen angeblichen Amtsmissbrauchs gegen die fr&uuml;here ukrainische Regierungschefin Julija Tymoschenko. Beobachter halten das Verfahren f&uuml;r einen pers&ouml;nlichen Rachefeldzug von Pr&auml;sident Wiktor Janukowytsch gegen seine langj&auml;hrige Rivalin. Janukowytsch habe &ldquo;eine g&uuml;tliche Einigung&rdquo; versprochen, berichtet <em>Gazeta Wyborcza</em>. Wei&szlig;russland hatte seine Teilnahme abgesagt. Die Gipfel-Teilnehmer <a target="_self" href="http://www.msz.gov.pl/files/docs/komunikaty/declaration_eap_belarus.pdf">hatten eine gemeinsame Erkl&auml;rung unterzeichnet</a>, in der sie die Menschenrechtsverletzungen im Land verurteilen.</p>
<p>F&uuml;r &Uuml;berraschung sorgte der polnische Regierungschef Donald Tusk. Er schlug vor, Alexander Lukaschenkos autorit&auml;rem Regime neun Milliarden Dollar Entwicklungshilfe [6,75 Milliarden Euro] zu zahlen, wenn dieses die politischen Gefangenen freilasse und demokratische Wahlen abhalte.</p>
<p><a target="_self" href="http://www.svd.se/opinion/ledarsidan/hopp-om-mer-europa-for-det-nya-osteuropa_6519090.svd">F&uuml;r <em>Svenska Dagbladet</em></a> verpasste der Gipfel die Chance, von den L&auml;ndern Osteuropas mit Hinblick auf einen EU-Beitritt Reformen zu fordern. Mit kosteng&uuml;nstigerer und einfacherer Visa-Ausstellung und Hilfen f&uuml;r die Zivilgesellschaft sollte die EU die B&uuml;rger dieser L&auml;nder &ldquo;direkt ansprechen&rdquo;, r&auml;t die schwedische Tageszeitung. &ldquo;So sch&uuml;rt man das Bed&uuml;rfnis nach Ver&auml;nderung und n&auml;hrt den Druck von unten.&rdquo;</p>
<p>Der Gipfel war &ldquo;f&uuml;r Europa von geringer Bedeutung&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/9133,725432-Szczyt-Partnerstwa-Wschodniego-nieistotny-dla-Europy.html">urteilt eine andere polnische Zeitung, <em>Rzeczpospolita</em></a>, und bedauert, dass die meisten europ&auml;ischen L&auml;nder &ldquo;wie Wei&szlig;russland, Aserbaidschan oder die Republik Moldau vom Alten Kontinent genauso weit entfernt sind wie Bangladesch oder Guyana&rdquo; &ndash; &ldquo;nicht so sehr geografisch, aber sehr wohl in ihren K&ouml;pfen&rdquo;.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 03 Oct 2011 15:34:09 +0100</pubDate><guid>1017231</guid></item>
<item><title>Östliche Partnerschaft | Keine Augen für den Osten (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1006451-keine-augen-fuer-den-osten</link><description><![CDATA[Die auf Anregung Polens entstandene Östliche Partnerschaft findet sich in Warschau zum Gipfeltreffen zusammen. Allerdings steckt die EU viel zu sehr in der Krise, als dass sie sich dieser Sache mit ganzem Herzen widmen könnte. Und die Partnerländer schwanken irgendwo zwischen Diktatur und Demokratie. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 29 Sep 2011 18:18:26 +0100</pubDate><guid>1006451</guid></item>
<item><title>Estland-Russland | Eine Wohnung fürs Visum (Postimees, Tallinn)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1001781-eine-wohnung-fuers-visum</link><description><![CDATA[Ein Phänomen lässt Behörden und Immobilienmakler aufhorchen: Immer mehr Russen kaufen Wohnungen in Estland, ohne sie jemals auch nur zu betreten. Grund: Eine Eigentumswohnung macht es leichter ein Schengen-Visum zu bekommen. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 28 Sep 2011 17:40:40 +0100</pubDate><guid>1001781</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Eurozone auf Todesfahrt (The New York Times, New York)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/992911-eurozone-auf-todesfahrt</link><description><![CDATA[Während der Diskussionen mit dem IWF haben sich die Länder der Eurozone dazu verpflichtet, “alles nötige” zu tun, um Euroland vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Und doch, so Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman, scheinen sie alles zu tun, um die Einheitswährung zu torpedieren. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 26 Sep 2011 17:00:19 +0100</pubDate><guid>992911</guid></item>
<item><title>EU-Ukraine | Assoziierungsabkommen auf dem Weg</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/991891-assoziierungsabkommen-auf-dem-weg</link><description><![CDATA[<p>Nach drei Jahren angespannter Verhandlungen haben die EU und die Ukraine am 23. September die Verhandlungen f&uuml;r ihr Assoziierungsabkommen abgeschlossen. &ldquo;Das ist ein Riesenerfolg&hellip; Kiew wendet sich dem Westen zu&rdquo;,<a href="http://www.rp.pl/artykul/40,721895-Kijow-wybral-Zachod.html" target="_self"> freut sich die polnische <em>Rzeczpospolita</em></a>. Das konservative Warschauer Blatt merkt an, dass &ldquo;lange vermutet wurde, der pro-russische Pr&auml;sident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, wolle keine wahre Ann&auml;herung an die EU&rdquo;. Ger&uuml;chten zufolge soll Moskau versprochen haben, Kiew Gas zu Vorzugspreisen zu liefern, wenn es auf die engeren wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Europa verzichte. </p>
<p>Das Assoziierungsabkommen soll bis Jahresende unterzeichnet werden; wahrscheinlich anl&auml;sslich des n&auml;chsten <a href="http://eeas.europa.eu/ukraine/index_en.htm" target="_self">EU-Ukraine</a>-Gipfels im Dezember. Es sieht die Schaffung einer Freihandelszone vor (<a href="http://ec.europa.eu/trade/creating-opportunities/bilateral-relations/countries/ukraine/" target="_self">DCFTA</a>). Entsprechend der Vereinbarungen wird Kiew einen acquis communautaire (gemeinschaftlichen Besitzstand) annehmen und Reformen im Einklang mit europ&auml;ischen Standards durchf&uuml;hren.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 26 Sep 2011 16:43:30 +0100</pubDate><guid>991891</guid></item>
<item><title>Ukraine | Timoschenko, das Gas und das politische Kräftemessen (Respekt, Prag)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/982881-timoschenko-das-gas-und-das-politische-kraeftemessen</link><description><![CDATA[Am 27. September, drei Tage nach dem Besuch von Präsident Janukowytsch in Russland, wird der Prozess der ehemaligen Premierministerin fortgesetzt werden. Zwischen Kiew und Moskau findet nämlich ein entscheidendes Spiel statt, an dem auch Europa wesentlich beteiligt ist. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 23 Sep 2011 18:01:57 +0100</pubDate><guid>982881</guid></item>
<item><title>Naher Osten | Europas setzt sich zwischen die Stühle (An-Nahar, Beirut)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/973751-europas-setzt-sich-zwischen-die-stuehle</link><description><![CDATA[Die EU bietet eine Alternative zur Position der USA über die Anerkennung eines palästinensischen Staats  bietet. Damit setzt sie sich der Kritik und dem Druck sowohl der Palästinenser als auch der Israelis aus. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 21 Sep 2011 16:41:00 +0100</pubDate><guid>973751</guid></item>
<item><title>Türkei | Der Tigerstaat bleibt draußen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/972161-der-tigerstaat-bleibt-draussen</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Europas fremder Freund&rdquo;, titelt die <em>Frankfurter Rundschau</em>. Zum Deutschlandbesuch des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten <a href="http://www.fr-online.de/politik/eu-erweiterung-tuerkei-fans-sind-selten-in-europa,1472596,10878388.html" target="_self">bringt die Tageszeitung</a> einen Gesundheitscheck der t&uuml;rkisch-europ&auml;ischen Beziehungen. Fazit: die Pr&auml;sidenten Abdullah G&uuml;l und Christian Wulff k&ouml;nnten noch so sehr l&auml;cheln, &ldquo;T&uuml;rkei-Fans sind in Europa selten&rdquo;. &ldquo;In Sachen EU-Beitritt der T&uuml;rkei wird oft mir doppelter Zunge gesprochen, ja geheuchelt.&rdquo; Offiziell w&uuml;nscht sich Br&uuml;ssel Verhandlungen zu einer Vollmitgliedschaft Ankaras; de facto treten aber Deutschland, Frankreich und &Ouml;sterreich mit beiden F&uuml;&szlig;en auf die Bremse. Zwei Drittel der 35 Verhandlungskapitel k&ouml;nnen daher noch l&auml;nger auf ihre Er&ouml;ffnung warten. G&uuml;l zitierte dagegen in Berlin das alte Prinzip &ldquo;pacta sunt servanda&rdquo; (Vertr&auml;ge m&uuml;ssen eingehalten werden). Hei&szlig;t, wenn die Europ&auml;er noch lange so &ldquo;weiterwursteln&rdquo; sollten, <a href="http://www.fr-online.de/politik/tuerkei-der-tigerstaat-am-bosporus,1472596,10878384.html" target="_self">schlie&szlig;t die <em>Rundschau</em></a>, dann k&ouml;nne es gut sein, das der &ldquo;neue Tiger am Bosporus&rdquo;, 16. Industrienation der Welt, die Europa-Frage von sich aus hinwerfen werde.</p>
<p>In <em>La Repubblica</em> steht sogar zu lesen, dass Ankara in Berlin &ldquo;Europa bereits Adieu gesagt hat. Europa und Asien sind sich heute so fremd wie nie zuvor&rdquo;, s<a href="http://rassegna.governo.it/testo.asp?d=68095520" target="_self">chreibt die r&ouml;mische Zeitung</a>. Die T&uuml;rkei hat genug davon an Europas T&uuml;r herumzustehen. Gestern erkl&auml;rte sie zum ersten Mal in der Person ihres moderaten islamischen Staatschefs Abdullah G&uuml;l: &lsquo;Wir sind einverstanden, nicht Mitglied der Europ&auml;ischen Union zu werden, sobald auch nur ein Volk in einem Land das nicht m&ouml;chte, und die T&uuml;rkei als eine Last sieht&rsquo;&rdquo;.</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 21 Sep 2011 14:00:56 +0100</pubDate><guid>972161</guid></item>
</channel></rss>
