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            <channel><title>Presseurop | <![CDATA[Polen]]></title>
                <link>http://www.presseurop.eu/de</link>
                <description>Das Beste aus Europas Presse in 10 Sprachen</description>
                <language>de</language><item><title>Ukraine | EM 2012: Opfer politischer Machtspiele (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1988091-em-2012-opfer-politischer-machtspiele</link><description><![CDATA[Keinen Monat vor dem Beginn der Fußball-EM 2012 vergällt das Schicksal der Opponentin Julija Timoschenko die Beziehungen zwischen der EU und der Ukraine, die gemeinsam mit Polen die diesjährige Meisterschaft organisiert. Doch hinter der Frage der Menschenrechte zeichnen sich wichtige wirtschaftliche Einsätze ab. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 15 May 2012 13:23:06 +0100</pubDate><guid>1988091</guid></item>
<item><title>Die Gründe eines Boykotts | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1969131-die-gruende-eines-boykotts</link><description><![CDATA[<p>Sollen die in der Ukraine stattfindenden Spiele der <a target="_self" href="http://www.uefa.com/uefaeuro/index.html">Fu&szlig;ball-EM</a> 2012 <a href="/de/content/article/456-article-1-de">boykottiert werden</a>, solange das Regime die Oppositionspolitikerin Julija Timoschenko gefangen h&auml;lt? Zehn <a href="/de/content/cartoon/1912521-stop-da">f&uuml;hrende europ&auml;ische Politiker</a>, darunter der deutsche Bundespr&auml;sident Joachim Gauck und Kommissionspr&auml;sident Jos&eacute; Manuel Barroso, haben bereits entschieden: Sie werden nicht in die Ukraine reisen.</p>
<p>Die ehemalige Galionsfigur der Orangen Revolution von 2004 wurde im Oktober wegen Machtmissbrauchs zu sieben Jahren Haftstrafe verurteilt. Die Verfechter des Boykotts wollen sich allerdings nicht &uuml;ber ihre Schuldhaftigkeit aussprechen, sondern gegen ihre schlechte Behandlung im Gef&auml;ngnis und gegen die Repression der Opposition in der Ukraine protestieren.</p>
<p>Der Fall Julija Timoschenko steht als Symbol f&uuml;r das autorit&auml;re Abdriften des Regimes von Viktor Janukowitsch und auch f&uuml;r den Verfall der Beziehungen zur EU: Seitdem er 2010 gew&auml;hlt wurde, hat der Chef der Partei der Regionen kontinuierlich danach gestrebt, den Einfluss seiner Anh&auml;nger &ndash; der russischsprachigen B&uuml;rger im Osten des Landes &ndash; auf den Staat zu verst&auml;rken und die Opposition zu bremsen. Zu seinen beiden unausweichlichen Nachbarn, Russland und der EU, verhielt er sich &auml;u&szlig;erst widerspr&uuml;chlich.</p>
<p>Russland, dem er in kultureller Hinsicht nahesteht, will die Ukraine in seinem Wirkungskreis halten und eine Art s&uuml;dliches Wei&szlig;russland daraus machen &ndash; zu seinen eigenen Bedingungen. Das Assoziierungsabkommen mit der EU muss noch unterzeichnet werden und ein Abkommen &uuml;ber eine Zollunion &ndash; eine Art &bdquo;EU-Beitritt light&ldquo; &ndash; bahnt sich ebenfalls an. Auch hier geht es darum, dass die Ukraine an ihre historische und kulturelle Umgebung ankn&uuml;pft: Der Westen der Ukraine geh&ouml;rte (mit den heutigen Staatsgebieten von Polen, Litauen und Wei&szlig;russland) vom 16. bis zum 18. Jahrhundert zu Polen-Litauen. Die Anziehungskraft, welche die Soft Power der EU auf ihr Umfeld aus&uuml;bt, soll dabei behilflich sein.</p>
<p>Die Gegner des Boykotts bef&uuml;rchten, dass man dadurch Kiew in die Arme Moskaus treiben k&ouml;nnte. Gewiss, die Versuchung besteht, doch sie l&auml;ge durchaus nicht im wirtschaftlichem Interesse der Ukraine und w&uuml;rde eine stolz eroberte Unabh&auml;ngigkeit unterminieren. Die meisten Ukrainer sehen ihre Zukunft in der EU, fr&uuml;her oder sp&auml;ter &ndash; und die EU ist es sich schuldig, ihre Erwartungen nicht zu entt&auml;uschen.</p>
<p>Deshalb ist ein Boykott von Seiten der Politiker &ndash; und nicht etwa der Mannschaften &ndash; durchaus angebracht. Noch wirkungsvoller wird er, verbindet man ihn mit wirtschaftlichen Druckmitteln (Einsatz von Anti-Geldw&auml;sche-Ma&szlig;nahmen gegen ukrainisches Kapital innerhalb der EU) oder Zollma&szlig;nahmen (keine Visen f&uuml;r die Spitzenk&ouml;pfe des Regimes, die des Missbrauchs schuldig sind, leichtere Visumserteilung f&uuml;r Studenten, Forscher, Gesch&auml;ftsleute und Touristen). Weiter ist eine p&auml;dagogische T&auml;tigkeit zu empfehlen, um der ukrainischen Bev&ouml;lkerung die Gr&uuml;nde zu erkl&auml;ren. Schlie&szlig;lich d&uuml;rften die EU und die OSZE das Land anl&auml;sslich der Parlamentswahlen im kommenden Oktober mit Beobachtern &uuml;berfluten, um einen m&ouml;glichst einwandfreien Verlauf der Wahlen sicherzustellen.</p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 11 May 2012 18:19:08 +0100</pubDate><guid>1969131</guid></item>
<item><title>Energie | Schiefergas steht tief im Kurs (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1954911-schiefergas-steht-tief-im-kurs</link><description><![CDATA[Aus ökologischen Gründen haben Frankreich, Bulgarien, Rumänien und die Tschechische Republik entschieden, die Förderung ihrer Gasvorkommen auszusetzen. Während von der EU erwartet wird, dass sie den gleichen Weg einschlägt, könnte Polen bald das letzte und einzige Land sein, das auf diese Ressource setzt. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 10 May 2012 12:27:53 +0100</pubDate><guid>1954911</guid></item>
<item><title>Ukraine, Polen | Euro 2012 immer noch in der Schwebe</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1953271-euro-2012-immer-noch-der-schwebe</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Polen setzt sich f&uuml;r Timoschenko ein&ldquo;, titelt <a href="http://wyborcza.pl/1,75248,11685007,Polska_upomina_sie_o_Tymoszenko.html" target="_self"><em>Gazeta Wyborcza</em></a>, nachdem Kiew das Gipfeltreffen von Vertretern mittel- und osteurop&auml;ischer L&auml;nder am 11. und 12. Mai in Jalta bis auf Weiteres verschoben hat.</p>
<p>&nbsp;Hauptfaktor bei der Entscheidung war der wachsende Skandal um die Inhaftierung und mutma&szlig;liche Misshandlung der ehemaligen Ministerpr&auml;sidentin und Oppositionsf&uuml;hrerin Julia Timoschenko, der unter anderem dazu f&uuml;hrte, dass acht Regierungschefs ihre Teilnahme absagten.</p>
<p>In Deutschland und anderswo in der Europ&auml;schen Union werden Stimmen lauter, die einen Boykott der EM-Spiele in der Ukraine fordern. Tomasz Nałęcz, Berater des polnischen Pr&auml;sidenten Bronsliw Komorowski, h&auml;lt allerdings einen Boykott der Spiele in der Ukraine f&uuml;r kontraproduktiv:</p>
<blockquote><p>Wir sollten die EM 2012 nicht boykottierten, sondern in die Ukraine fahren, um Millionen von Ukrainern Freude zu bereiten und daneben etwas Greifbares f&uuml;r die Freilassung von Julia Timoschenko unternehmen.</p>
</blockquote>
<p>Der polnische Pr&auml;sident Bronislaw Komorowski wird am 9. Mai an seinen ukrainischen Amtkollegen Viktor Janukowitsch appellieren und sich f&uuml;r eine Gesetzes&auml;nderung, sowie f&uuml;r die Aufhebung der Strafe Timoschenkos aussprechen.</p>
<p>Unterdessen hat Timoschenko am 8. Mai ihren am 20. April begonnenen Hungerstreik beendet. Sie wurde in ein Krankenhaus in Charkow gebracht, wo sie von einem deutschen Arzt behandelt wird.</p>
<p>Die ehemalige Ministerpr&auml;sidentin verb&uuml;&szlig;t eine siebenj&auml;hrige Haftstrafe wegen &bdquo;der Unterzeichnung im Jahr 2009 von Gasvertr&auml;gen mit Russland zum Nachteil der Ukraine&ldquo;.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 09 May 2012 14:41:20 +0100</pubDate><guid>1953271</guid></item>
<item><title>Wirtschaft | China will 7,5 Milliarden in Osteuropa investieren</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1886601-china-will-75-milliarden-osteuropa-investieren</link><description><![CDATA[<p>China will 7,5 Milliarden Euro in Neue Technologien und nachhaltige Wirtschaft in Zentraleuropa investieren. Das erkl&auml;rte der chinesische Ministerpr&auml;sidenten Wen Jiabao, <a target="_self" href="http://wyborcza.biz/biznes/1,100896,11625597,Chiny_stawiaja_na_Europe_Srodkowa__Maja_pomoc_w_rozwoju.html">berichtet die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Bei einem zweit&auml;tigen Gipfeltreffen der vierzehn Staaten dieser Region gab der chinesische Regierungschef au&szlig;erdem bekannt, dass China die Anzahl der Importe aus Zentraleuropa von heutigen 50 Milliarden Dollar (37,8 Milliarden Euro) auf 100 Milliarden Dollar (75 Milliarden Euro) innerhalb der n&auml;chsten drei Jahre verdoppeln m&ouml;chte.</p>
<p>Polnische Wirtschaftsexperten sehen hierin Pekings Willen, nach gro&szlig;en Investitionen in Afrika, Amerika und Asien jetzt auch in Mitteleuropa zu expandieren. Polen k&ouml;nnte hierbei zu Chinas Hauptpartner unter den &bdquo;neuen&ldquo; EU-Mitgliedsl&auml;ndern werden. Doch nicht jedem gef&auml;llt diese Perspektive. Der <em>Wyborcza</em> zufolge -</p>
<blockquote><p>... glauben einige europ&auml;ische Experten, dass Peking bewusst die Rolle der Europ&auml;ischen Union untergr&auml;bt, indem es bilaterale Beziehungen zu unterschiedlichen europ&auml;ischen L&auml;ndern kn&uuml;pft. Dadurch wird der Zusammenhalt der EU China gegen&uuml;ber geschw&auml;cht.</p>
</blockquote>
<p>Deren Beziehungen sind seit Kurzem angespannt. Die europ&auml;ische Kommission &bdquo;versucht, mit Druck, Peking dazu zu bringen&ldquo;, den chinesischen Markt f&uuml;r europ&auml;ische Firmen zu &ouml;ffnen. Sonst wollen sie Bestimmungen einf&uuml;hren, die es der EU erm&ouml;glichen, &bdquo;gegenzusteuern, indem es seinen Markt f&uuml;r chinesische Firmen schlie&szlig;t.&ldquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 27 Apr 2012 15:23:02 +0100</pubDate><guid>1886601</guid></item>
<item><title>Immigration und Bevölkerung | EU-Türen bald nur noch ein Spalt weit offen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1872351-eu-tueren-bald-nur-noch-ein-spalt-weit-offen</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;EU macht gegen illegale Einwanderung mobil&ldquo; Mit diesem Titel enth&uuml;llt die d&auml;nische Tageszeitung Berlingske folgendes Projekt: D&auml;nemark, das seit Jahresbeginn die EU-Ratspr&auml;sidentschaft innehat, will anl&auml;sslich des Treffens der Innen- und Justizminister am 26. April 90 Ma&szlig;nahmen vorschlagen, mit denen das &bdquo;im vergangenen Jahr um 35 Prozent angestiegene Ph&auml;nomen&ldquo; bek&auml;mpft werden soll.</p>
<p>Neben anderen Ma&szlig;nahmen soll enger mit den Herkunftsl&auml;ndern wie den Maghrebstaaten zusammengearbeitet, Frontex ausgebaut und die griechisch-t&uuml;rkische Grenze besser &uuml;berwacht werden. Zudem will man Einwanderungsstr&ouml;me und Abschiebungen besser organisieren und den Kampf gegen Menschenhandel intensivieren.</p>
<p>Diese Ma&szlig;nahmen sind auch als Reaktion auf die zunehmende Besorgnis der D&auml;nen zu verstehen, die sich immer mehr Gedanken um illegale Einwanderung machen. Wie die Zeitung berichtet,</p>
<blockquote><p>gibt es laut Justizministerium keine genauen Zahlen, wie viele illegale Einwanderer es in D&auml;nemark gibt. Berechtigte Sorgen aber macht man sich um folgendes Problem: Schon bald k&ouml;nnten die zahlreichen illegalen Einwanderer aus Griechenland und Italien den Weg nach Norden antreten.</p>
</blockquote>
<p>Zumindest gibt es praktische Gr&uuml;nde f&uuml;r diese Ma&szlig;nahmen, erkl&auml;rt Marl&egrave;ne Wind von der Kopenhagener Universit&auml;t gegen&uuml;ber der Tageszeitung:</p>
<blockquote><p>Illegale Einwanderung verursacht Probleme, die dem Binnenmarkt und dem europ&auml;ischen Freiverkehr-Gedanken schaden. Sollte das Projekt gelingen, w&auml;re es &ndash; auch f&uuml;r die d&auml;nische Pr&auml;sidentschaft &ndash; ein Triumph.</p>
<p>&nbsp;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 25 Apr 2012 14:51:59 +0100</pubDate><guid>1872351</guid></item>
<item><title>Automobilindustrie | Europäische Autobauer - Wege aus der Sackgasse (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1858431-europaeische-autobauer-wege-aus-der-sackgasse</link><description><![CDATA[Die Automobilindustrie, ein bedeutender Sektor der europäischen Wirtschaft, leidet unter den Folgen der Krise. Um ihre Produktionskapazitäten anpassen zu können, entscheiden sich die verschiedenen Unternehmen für gegensätzliche Strategien. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 23 Apr 2012 13:33:39 +0100</pubDate><guid>1858431</guid></item>
<item><title>Polen | Radosław Sikorski, Europa im Sturmschritt (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1797641-radoslaw-sikorski-europa-im-sturmschritt</link><description><![CDATA[Der Chef der polnischen Diplomatie gibt mehr und mehr den einflussreichen Akteur auf der europäischen Bühne, doch sein Aktivismus geht oftmals mit einer Impulsivität und Dreistigkeit einher, die an einen gewissen Nicolas Sarkozy erinnert. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 13 Apr 2012 12:15:55 +0100</pubDate><guid>1797641</guid></item>
<item><title>Mitteleuropa | Was bleibt, ist der Strudel (Ekonom , Prag)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1741992-was-bleibt-ist-der-strudel</link><description><![CDATA[Nach dem Ende des Kommunismus haben sich Prag, Warschau, Budapest und Bratislava in der Visegrád-Gruppe zusammengeschlossen. In ihr soll der Geist, der sie im Mittelalter vereinte, wiederbelebt werden, um die westliche Integration zu fördern und politisches Gewicht zu gewinnen. Die Staatengruppe scheint aber heute eher getrennte Wege zu gehen. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 04 Apr 2012 11:48:28 +0100</pubDate><guid>1741992</guid></item>
<item><title>Irland | Per Internet in die Heimat (The Irish Times, Dublin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1736361-internet-die-heimat</link><description><![CDATA[Für Auswanderer, die mit der Heimat in Kontakt bleiben wollen, hat sich durch die neuen Technologien in den letzten Jahren vieles verändert. Doch macht dies die Erfahrung des Exils einfacher oder schwieriger? (Article)]]></description><pubDate>Tue, 03 Apr 2012 13:04:09 +0100</pubDate><guid>1736361</guid></item>
<item><title>Zentraleuropa | Der Abstieg der Demokratie</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1694981-der-abstieg-der-demokratie</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;R&uuml;ckschlag f&uuml;r Osteuropas Demokratie&ldquo;, liest man heute <a href="http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/743378/Rueckschlag-fuer-Osteuropas-Demokratie" target="_self">auf der Eins der <em>Presse</em></a>. Die Wiener Tageszeitung findet die Ergebnisse des j&uuml;ngsten &bdquo;<a href="http://www.bti-project.de/home/index.nc" target="_self">Transformationsindex</a>&ldquo; der Bertelsmanns-Stiftung &bdquo;dramatisch&ldquo;, wenn nicht sogar &bdquo;explosiv&ldquo;. Die wirtschaftsnahe Stiftung beurteilt regelm&auml;&szlig;ig die demokratische und marktwirtschaftliche Entwicklung von 128 L&auml;ndern. &bdquo;Die meisten Staaten Ostmittel- und S&uuml;dosteuropas erlebten in den letzten Jahren Qualit&auml;tseinbu&szlig;en ihrer Demokratien, marktwirtschaftlichen Ordnung und politischen Managementleistung&ldquo;, hei&szlig;t es in der aktuellen Studie.</p>
<p>Beigetragen zu dieser Entwicklung haben laut den Autoren eine politische Polarisierung und das Machtstreben einzelner Politiker. Negativ aufgefallen sind demnach Ungarn (an der Spitze), die Slowakei, Albanien, Kosovo, Mazedonien und Montenegro. Polen, und in mancher Hinsicht auch Serbien, sind die gro&szlig;e Ausnahme.</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 26 Mar 2012 14:06:44 +0100</pubDate><guid>1694981</guid></item>
<item><title>Mitteleuropa | Turbulenzen wegen deutscher Windräder</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1678821-turbulenzen-wegen-deutscher-windraeder</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Polen f&uuml;rchten deutschen Windstrom&ldquo;, <a href="http://www.ftd.de/politik/deutschland/:energiewende-polen-fuerchten-deutschen-windstrom/70012788.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=/politik" target="_self">titelt die <em>Financial Times Deutschland</em></a>. Die Hamburger Wirtschaftszeitung berichtet, dass die s&uuml;dlichen, energiehungrigen Bundesl&auml;nder seit der Abschaltung von acht Atomkraftwerken im letzten Jahr unter einem latenten Strommangel leiden. Dieser wird zunehmend durch Energielieferungen aus Windstrom aus Norddeutschland ausgeglichen.</p>
<p>Einziges Problem: An st&uuml;rmischen Tagen mit starkem Stromaufkommen sind die Trassen von Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Richtung S&uuml;den rasch &uuml;berfordert. Der Strom weicht dann automatisch in die benachbarten Netze Polens und Tschechiens aus. Da die Leitungen dort aber auf einen stetigen und berechenbaren Zufluss ausgelegt sind, kommt es auch dort zu &Uuml;berlastungen. Polen will deshalb Phasenschieber installieren, damit nur noch so viel Strom ins Land kommt, wie gerade n&ouml;tig. Deutschland m&uuml;sste dann immer wieder Windanlagen abschalten und, um den S&uuml;den trotzdem weiter zu versorgen, Atomstrom aus Frankreich zu importieren...</p>
<p>Versch&auml;rfen k&ouml;nnten sich die Schwierigkeiten noch, wenn auch Tschechien Polen folgen wird, um sein eigenes Netz zu sch&uuml;tzen, schreibt die <em>FTD</em>. Derzeit jedoch &uuml;berlegt das kleine Land, dass einer der gr&ouml;&szlig;ten Stromexporteure der EU ist,&nbsp; 2,5 Milliarden Euro in den Ausbau seines eigenen Netzes zu investieren.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 23 Mar 2012 14:27:22 +0100</pubDate><guid>1678821</guid></item>
<item><title>POLEN | Der geplatzte Traum vom Schiefergas</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1670671-der-geplatzte-traum-vom-schiefergas</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Wir haben ein Problem: Das Gas ist verdampft.&ldquo; So <a href="http://edgp.gazetaprawna.pl/index.php?act=mprasa&amp;sub=article&amp;id=403917" target="_self">kommentiert die <em>Dziennik Gazeta Prawna</em></a> den Bericht des Polnischen Geologischen Instituts (PIG) vom 21. M&auml;rz. Aus ihm geht hervor, dass die f&ouml;rderbaren Gasvorkommen in Polen sieben bis f&uuml;nfzehn Mal geringer ausfallen als <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/590571-wird-polen-zum-zweiten-qatar" target="_self">urspr&uuml;nglich angenommen</a>: Sie betragen nunmehr zwischen 346 und 768 Milliarden Kubikmeter.</p>
<p>In den 2011 erstellten Gutachten der US-amerikanischen Energieaufsichtsbeh&ouml;rde (Energy Information Administration, kurz: EIA) war von ca. 5,3 Billionen Kubikmetern polnischen Gasvorkommens die Rede. Die neuen Zahlen k&ouml;nnten Polens Hoffnungen auf eine Energieunabh&auml;ngigkeit von Russland zunichtemachen. Zumal es sich ausgerechnet hatte, in den kommenden 300 Jahren kein russisches Gas mehr einf&uuml;hren zu m&uuml;ssen.</p>
<p>Auch wenn die polnischen Gasvorkommen trotzdem bis zu 1,92 Billionen Kubikmeter betragen, droht der Bericht &bdquo;die Investitions-Euphorie polnischer und internationaler Unternehmen im Keim zu ersticken&ldquo;, <a href="http://blog.rp.pl/romanski/2012/03/21/gazu-mniej-ale-wystarczy/" target="_self">bef&uuml;rchtet <em>Rzeczpospolita</em></a>. Schlie&szlig;lich geht es &bdquo;um riesige Geldsummen f&uuml;r F&ouml;rderlizenzen und Probebohrungen&ldquo;, pr&auml;zisiert die Zeitung. Um mit einer positiven Meldung abzuschlie&szlig;en, berichtet das konservative Blatt, dass:</p>
<blockquote><p>Polen [dadurch] zwar nicht zum weltweit f&uuml;hrenden Gas-Exporteur wird, seine best&auml;tigten und als f&ouml;rderbar erkl&auml;rten [Gasvorkommen] aber sehr wohl ausreichen, um den Gasbedarf [des Landes] f&uuml;r einen Zeitraum von 35 bis 65 Jahren vollst&auml;ndig zu decken! Und daran war noch vor wenigen Jahren kaum zu denken.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 22 Mar 2012 12:28:02 +0100</pubDate><guid>1670671</guid></item>
<item><title>Debatten | Das Ende der Ideologien (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1632111-das-ende-der-ideologien</link><description><![CDATA[In einer Welt, in der die Krise die Wirtschaftsmodelle und die Geschichte in Frage stellt, kann – so scheint es – keine alternative Utopie entstehen. Aber angesichts des Vertrauensverlustes in die Politik, werden wir weder einen Lenin noch einen Hitler mehr bekommen, allerdings auch keine großen Politiker, wie ein polnischer Kolumnist bemerkt. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 15 Mar 2012 16:03:35 +0100</pubDate><guid>1632111</guid></item>
<item><title>Umwelt | Warum die Klimapolitik Polen kalt lässt (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1612751-warum-die-klimapolitik-polen-kalt-laesst</link><description><![CDATA[Warschau hat ein Veto gegen die EU-Klimapolitik zugunsten der Reduzierung von CO2-Emission eingelegt. Das sollte uns nicht überraschen, denn diese Politik hüllt sich in einen Nebel der Doppeldeutigkeit, schreibt Gazeta Wyborcza. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 12 Mar 2012 16:41:57 +0100</pubDate><guid>1612751</guid></item>
<item><title>EU-Weißrussland | Minsk löst diplomatische Krise aus</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1564431-minsk-loest-diplomatische-krise-aus</link><description><![CDATA[<p>Eiszeit zwischen der EU und Wei&szlig;russland: &ldquo;Lukaschenkos Krieg&rdquo;, <a target="_self" href="http://m.wyborcza.pl/wyborcza/1,105226,11253431,Wojna_Lukaszenki.html">titelt in Polen die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Als Antwort auf die neuen EU-Sanktionen gegen das wei&szlig;russische Regime hat Minsk den diplomatischen Vertreter Polens und der EU des Landes verwiesen.</p>
<p>Aus Solidarit&auml;t zogen auch andere EU-Staaten ihre Botschafter aus der wei&szlig;russischen Hauptstadt ab. F&uuml;r die Warschauer Tageszeitung,</p>
<blockquote><p>schikaniert Alexander Lukaschenko die Botschafter, um die diplomatischen Dienste all der L&auml;nder lahmzulegen, die seinen Landsleuten viel zu bereitwillig Visa ausstellen.</p>
</blockquote>
<p>Obwohl &ldquo;Lukaschenko sich Polen als &lsquo;Feind Nummer Eins&rsquo; herausgegriffen hat&rdquo; und man um diplomatische Sanktionen sicher nicht herumkommen werde, sollte die Sache dennoch ma&szlig;voll angegangen werden, <a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/9133,830552-Bialorus-wyrzuca-polskiego-ambasadora---Talaga.html">r&auml;t <em>Rzeczpospolita</em></a>.</p>
<blockquote><p>Noch wissen wir nicht, ob Lukaschenko die EU in einem oder einem halben Jahr um Geld oder Hilfe bitten wird. Sollte dies geschehen, m&uuml;ssen wir uns nat&uuml;rlich f&uuml;r die Freilassung der politischen Gefangenen einsetzen. Aber wir sollten es nicht &uuml;bertreiben und gleich eine vollumf&auml;ngliche Demokratisierung erwarten.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 29 Feb 2012 15:45:33 +0100</pubDate><guid>1564431</guid></item>
<item><title>Internet | ACTA auf dem Müll?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1505621-acta-auf-dem-muell</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Eine riesige Protestwelle rollt &uuml;ber Europa. Die Polen zeigen, wie gegen ACTA vorzugehen ist&rdquo;, titelt <em>Rzeczpospolita</em> nach den lautstarken Demonstrationen gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (<a target="_self" href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/may/tradoc_147937.pdf">ACTA</a>), die am letzten Wochenende in 150&nbsp;St&auml;dten&nbsp;stattgefunden haben. In Deutschland und den Niederlanden hat ACTA die meisten Aktivisten auf die Stra&szlig;e getrieben. Der umstrittene v&ouml;lkerrechtliche Vertrag soll auf internationaler Ebene Standards f&uuml;r den Schutz der Urheberrechte durchsetzen. Seine Gegner behaupten jedoch, er w&uuml;rde B&uuml;rgerrechte beschneiden und den Datenschutz infrage stellen.</p>
<p>&ldquo;Sie sind Polens Beispiel gefolgt&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/796028,811251-Swiat-protestuje-przeciw-ACTA.html">freut <em>Rzeczpospolita</em></a> sich und unterstreicht, dass die ersten <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/1436621-acta-non-grata">Massenproteste</a> gegen ACTA bereits im Januar in Polen stattgefunden haben, worauf die Regierung sich gezwungen sah, die Ratifizierung des Vertrags auf unbestimmte Zeit zu verschieben.</p>
<p>Jetzt beginnt auch Deutschland, einst einer der gewichtigsten F&uuml;rsprecher des Abkommens, an der Ratifizierung zu zweifeln, <a target="_self" href="http://www.polskatimes.pl/">was <em>Polska The Times</em> zufolge</a> bedeutet, ACTA sei &ldquo;dem Tod geweiht&rdquo;. Begraben wird der Vertrag wohl im Juni vom Europ&auml;ischen Parlament. Die Tageszeitung ist der Ansicht:</p>
<blockquote><p>Die Politiker verdienen die kalte Dusche, schlie&szlig;lich haben sie vergessen, sich nach der Meinung des Volkes zu richten.</p>
</blockquote>
<p><a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,90913,11132206,Internet_wygral__co_z_ACTA_.html"><em>Gazeta Wyborcza</em> hebt wiederum hervor</a>, dass ein Stopp von ACTA nicht die faire Verg&uuml;tung von Autoren sicherstellt:</p>
<blockquote><p>Das Urheberrecht ist nicht perfekt und f&uuml;hrt zu Ausw&uuml;chsen. [...] Wir k&ouml;nnen beschlie&szlig;en, dass es ein gef&auml;hrliches Relikt der Vergangenheit ist und allen erlauben, alles zu kopieren. Aber dann m&uuml;ssen wir einen neuen Weg finden, kreative Arbeit zu honorieren.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 13 Feb 2012 12:07:25 +0100</pubDate><guid>1505621</guid></item>
<item><title>Wetter | Eingeschneit | Cartoon (, )</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1488081-eingeschneit</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:06:57 +0100</pubDate><guid>1488081</guid></item>
<item><title>EU-Gipfel | Polen nicht 100% glücklich</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1463731-polen-nicht-100-gluecklich</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Euro-Gipfel mit und ohne Polen&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75478,11060164,Euroszczyty_z_Polska_i_bez.html" target="_self">titelt <em>Gazeta Wyborcza</em></a> nach dem Kompromiss beim EU-Gipfel vom 30. Januar, demnach Polen an den Treffen der Euro-L&auml;nder wird teilnehmen k&ouml;nnen, wenn auch nur bei jenen, die sich mit &ldquo;der Umsetzung des Fiskalpakts und den Reformen der Eurozone&rdquo; befassen.</p>
<p>Polen Ministerpr&auml;sident Donald Tusk betonte, dass er mit dem Kompromiss nicht &ldquo;100-prozentig gl&uuml;cklich&rdquo; sei, dennoch werde Polen den Pakt unterschreiben. <a href="http://biznes.gazetaprawna.pl/komentarze/589316,parafianowicz_unia_peka_praga_odplywa_tusk_gra_dalej.html" target="_self"><em>Dziennek Gazeta Prawna</em> zeichnet</a> ein d&uuml;steres Bild vom Gipfel dieser Woche und kommt zu folgendem Schluss:</p>
<blockquote><p>Erstens: Europa ist gespalten. Der Fiskalpakt ist der Gr&uuml;ndungsakt einer neuen EU, in der die Nicht-Euro-L&auml;nder zu Mitgliedern zweiter Klasse werden. Zweitens: Er bietet eine hervorragende Gelegenheit, um mit dem Mythos aufzur&auml;umen, wir [Polen] hingen an Deutschland, dessen Gewinne wir aufsaugen w&uuml;rden. Deutschland wird seine Zusammenarbeit mit Frankreich nicht auf dem Altar der <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/1232661-sikorskis-europa-rede-und-dananch" target="_self">Rede von Au&szlig;enminister Sikorski</a> in Berlin opfern, in der er sich f&uuml;r eine st&auml;rkere F&uuml;hrungsrolle Deutschlands aussprach. Drittens: Wir k&ouml;nnen Frankreich und Deutschland gratulieren, dass sie eine effiziente und klar definierte Haushaltspolitik umsetzen, w&auml;hrend wir nur improvisieren.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:22:24 +0100</pubDate><guid>1463731</guid></item>
<item><title>Tourismus | Was haben Sie in Auschwitz gesehen? (Télérama, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1446241-was-haben-sie-auschwitz-gesehen</link><description><![CDATA[Über eine Million Besucher besichtigen jedes Jahr das Vernichtungslager, dessen Befreiung sich am 27. Januar jährt. Doch ist dieser Massentourismus mit seiner Maßlosigkeit nicht eine Art Entweihung des Gedenkens? Diese Frage stellte sich Télérama. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 26 Jan 2012 17:20:32 +0100</pubDate><guid>1446241</guid></item>
<item><title>Interview | "Das Web ist der Grundpfeiler ihres Lebens" (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1441741-das-web-ist-der-grundpfeiler-ihres-lebens</link><description><![CDATA[Während sich die polnische Regierung anschickt, das ACTA-Abkommen gegen Internet-Piraterie zu unterzeichnen, gehen Tausende junger Internetnutzer aus Protest auf die Straße. Wie viele andere Europäer befürchten sie, das Abkommen könne “ihre Lebensentscheidungen und ihre freien Identitätsäußerungen als Piraterie bezeichnen”, wie der Internet-Anthropologe Piotr Cichocki erklärt. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:55:50 +0100</pubDate><guid>1441741</guid></item>
<item><title>Internet | ACTA non grata</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1436621-acta-non-grata</link><description><![CDATA[<p>Die mehrere Tage anhaltenden Proteste der Internetnutzer und Webhacker gegen das <a href="http://trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2011/may/tradoc_147937.pdf" target="_self">ACTA-Abkommen</a> &ldquo;blieben ohne Erfolg&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75478,11020518,ACTA__Rzad_sobie__internet_sobie.html" target="_self">wie die <em>Gazeta Wyborcza</em> schreibt</a>. Das Abkommen verpflichtet die 39 Unterzeichnerstaaten dazu, aktiv gegen Internet-Piraterie vorzugehen, und soll Ende dieser Woche von Warschau unterschrieben werden. Seit mehreren Tagen werden Webseiten der Regierung von Internetnutzern und zahlreichen, sie vertretenden Organisationen blockiert. Sie bef&uuml;rchten, <a href="http://www.youtube.com/watch?v=citzRjwk-sQ&amp;feature=share" target="_self">ACTA werde ihre Redefreiheit im Internet beschr&auml;nken</a>.</p>
<p>Am Samstag, den 21. Januar, f&uuml;hrte die Gruppe Anonymous durch Zugangsverbote eine erfolgreiche Attacke gegen mehrere bedeutende staatliche Webseiten aus. Am Montag, den 23. Januar, hackte eine Bewegung namens &ldquo;Polish Underground&rdquo; die Website des Ministerpr&auml;sidenten und postete dort einen <a href="http://www.polskieradio.pl/5/3/Artykul/522014,Baska-internet-nasz-znalazl-sie-nad-przepascia" target="_self">Film</a> des Videobloggers &ldquo;Baśka&rdquo;, der als General Jaruzelski verkleidet den Ausnahmezustand ank&uuml;ndigt.</p>
<p>Die Anti-ACTA-Protestler beschuldigen die Regierung, die Bev&ouml;lkerung bez&uuml;glich des Abkommens nicht konsultiert zu haben, und verlangen eine offene Debatte &uuml;ber das Urheberrecht. Diese hat in der Presse allerdings schon begonnen. &ldquo;ACTA will das geistige Eigentum mit einer Atombombe sch&uuml;tzen. Wenn diese explodiert, sind die Auswirkungen jedoch unvorhersehbar&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,11020315,ACTA_jak_bomba__tomowa.html" target="_self">warnt die <em>Gazeta Wyborcza</em></a> und schl&auml;gt vor, das Abkommen solle vom Europ&auml;ischen Gerichtshof &uuml;berpr&uuml;ft werden.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 24 Jan 2012 15:53:32 +0100</pubDate><guid>1436621</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Der Mythos der Gleichheit ist zu Ende (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1404691-der-mythos-der-gleichheit-ist-zu-ende</link><description><![CDATA[Ob das Projekt über den europäischen Vertrag, die Herabstufung von neun Ländern durch Standard &amp; Poor’s oder die Zurechtweisungen Ungarns – alles zeigt heute, dass die Stärkeren in der EU dabei sind, den Kleineren ihre Gebote aufzuzwingen, bedauert ein polnischer Journalist. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:25:32 +0100</pubDate><guid>1404691</guid></item>
<item><title>Polen | Generäle schuldig, Urteil zu spät</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1391341-generaele-schuldig-urteil-zu-spaet</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Die Gener&auml;le sind schuldig&rdquo;, titelt <a href="http://www.polskatimes.pl/" target="_self"><em>Polska The Times</em></a>, nachdem am Vortag ein Gericht in Warschau befand, dass das Verh&auml;ngen des Kriegsrechts in Polen zwischen 1981 und 1983 ein &ldquo;kommunistisches Verbrechen&rdquo; gegen das V&ouml;lkerrecht gewesen sei und deren Verantwortliche schuldig sprach.</p>
<p>Ein vor allem symbolisches Urteil: Von den vier Angeklagten wurde nur General Czesław Kiszczak zu einer zweij&auml;hrigen Haftstrafe verurteilt, die zudem aufgrund seines fortgeschrittenen Alters  &ndash;  86  &ndash;  ausgesetzt wurde. Sein Vorgesetzter, General Wojciech Jaruzelski, sowie der ehemalige Verteidigungsminister Florian Siwicki wurden aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden vom Verfahren ausgeschlossen. Zwischenzeitlich starb Siwickis Stellvertreter, General Tadeusz Tuczapski, w&auml;hrend der Verhandlungen.</p>
<p>Drei&szlig;ig Jahre waren notwendig, &ldquo;um historische Gerechtigkeit walten zu lassen&rdquo;, <a href="http://www.polskatimes.pl/artykul/493395,stan-wojenny-wprowadzono-bezprawnie,id,t.html" target="_self">kommentiert <em>Polska The Times</em></a> und betont, dass das Gericht Jaruzelskis Argument abgewiesen habe, das Kriegsrecht h&auml;tte ein &ldquo;unvermeidbares&rdquo; Eingreifen der Truppen des Warschauer Pakts verhindert.</p>
<p>Das Verm&auml;chtnis des Kriegsrechts, welches rund ein Dutzend Menschenleben gekostet und rund 10.000 Menschen ins Gef&auml;ngnis gebracht hat, ist seit langem ein Zankapfel zwischen den politischen Parteien. &ldquo;Ein wirksames Instrument des politischen Kampfes der vergangenen zwei Jahrzehnte&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10957458,Dlaczego_tak_trudno_osadzic_zlo.html" target="_self">schreibt <em>Gazeta Wyborcza</em></a>:</p>
<blockquote><p>Niemand wollte den Tatsachen mit dem k&uuml;hlen Blick des Historikers ins Auge sehen. Das Gesetz diente dazu, politische Hysterie anzufeuern, anstatt die Geschichte zu verstehen.</p>
</blockquote>
<p>Die konservative Tageszeitung <a href="http://blog.rp.pl/wroblewski/2012/01/12/zbrodniarze-w-koncu-ukarani/" target="_self"><em>Rzeczpospolita</em> begr&uuml;&szlig;te</a> das Urteil als eine &ldquo;bedeutende Entscheidung f&uuml;r den Geschichtsunterricht der kommenden Generationen.&rdquo;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 13 Jan 2012 13:12:41 +0100</pubDate><guid>1391341</guid></item>
<item><title>Emigration | Polen bleiben im Exil</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1365481-polen-bleiben-im-exil</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Die Million kommt nicht zur&uuml;ck&rdquo;, warnt <a href="http://tygodnik.onet.pl/" target="_self"><em>Tygodnik Powszechny </em></a>auf dem Titelblatt unter Berufung auf eine Studie des <a href="http://www.stat.gov.pl/gus/index_ENG_HTML.htm" target="_self">Statistischen Zentralamtes</a>, der zufolge 1,1 Millionen Polen sich f&uuml;r ein Leben im Ausland entschieden haben. Laut dieser Studie lebt die H&auml;lfte davon seit mehr als einem Jahr im Ausland und denke nicht an R&uuml;ckkehr.</p>
<p>&ldquo;Wir sehen nun, wie die angeblich vor&uuml;bergehende Emigration der Polen infolge des EU-Beitritts widerlegt wird. Die <a href="http://www.ign.org.pl/files/content/5569/PUBL_lu_wyniki_wstepne_NSP_2011.pdf" target="_self">letzte Volksz&auml;hlung </a>hat best&auml;tigt, dass es sich um die gr&ouml;&szlig;te Abwanderungsziffer der Nachkriegsgeschichte handelt&rdquo;, betont die Demografin&nbsp; Krystyna Iglicka des Warschauer <a href="http://csm.org.pl/en.html" target="_self">Zentrums f&uuml;r Internationale Beziehungen</a>.</p>
<p>F&uuml;r die katholische Wochenzeitung bedeutet dies, dass Polens Migrationspolitik und Kampagnen, um die R&uuml;ckkehr in die Heimat zu f&ouml;rdern, gescheitert seien. &ldquo;Wir m&uuml;ssen mit einer massiven Auswanderung von Arbeitskr&auml;ften fertig werden, und wenn wir in 20 Jahren die &auml;lteste Gesellschaft innerhalb der EU stellen werden, dann wird es diese Massenauswanderung gewesen sein, die dazu wesentlich beigetragen hat&ldquo;, beklagt Iglicka.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 06 Jan 2012 15:55:32 +0100</pubDate><guid>1365481</guid></item>
<item><title>Interview | Andrzej Stasiuks Lektion über Europa (Wprost, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1320901-andrzej-stasiuks-lektion-ueber-europa</link><description><![CDATA[Warum fällt es Deutschen und Polen schwer, sich zu verstehen? Woran erkennt man einen Polen? Wie können wir Deutschland zu einer nützlichen Vorherrschaft in der EU verhelfen? Hierzu ein paar Ideen des unklassifizierbaren polnischen Schriftstellers. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 26 Dec 2011 12:00:14 +0100</pubDate><guid>1320901</guid></item>
<item><title>Polens EU-Vorsitz: weder Feuerwerk noch Ausrutscher</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1294011-polens-eu-vorsitz-weder-feuerwerk-noch-ausrutscher</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&quot;Polen hat es geschafft.&quot; Mit diesen Worten beginnt der <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,75968,10820313,Polska_dala_rade.html"><em>Leitartikel von Gazeta Wyborcza</em></a>. F&uuml;r den Kommentator der Tageszeitung aus Warschau, Jacek Pawlicki, sind die wichtigsten Erfolge der polnischen Ratspr&auml;sidentschaft &quot;das Abkommen zur Einf&uuml;hrung eines einheitliches EU-Patentsystems und die Unterzeichnung des Beitrittsvertrags mit Kroatien.&quot; Der gr&ouml;&szlig;te Misserfolg: die v&ouml;llig fehlende EU-Ostpolitik &mdash; wie es die Hilflosigkeit Polens und der Union gegen&uuml;ber dem Lukaschenko-Regime in Wei&szlig;russland sowie dem Schauprozess von Julia Timoschenko beweist.</p>
<p>Doch Polen habe einen guten Job gemacht als <style type="text/css"><!--
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</style></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-gazetawyborcza.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"letzter Hüter des europäischen Gemeinschaftsgeists. Mit der Krise geht ein Riss durch Europa und der Kontinent gleitet allmählich dahin ab, was offiziell als "zwischenstaatliche Union" bezeichnet wird. Mit anderen Worten, die nationalen Interessen stehen wieder über den gemeinsamen Interessen Europas. [...] Die sechs Monate der polnischen Präsidentschaft des Europäischen Rates waren vermutlich aufgrund der Eurokrise die schwierigsten Zeiten überhaupt in der Geschichte des Projekts Europa. Es gab zwar kein Feuerwerk, aber auch keine Ausrutscher." 

</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>F&uuml;r den Kommentator der konservativen Rzeczpospolita, <a target="_self" href="http://blog.rp.pl/janke/2011/12/14/prezydencja-fasadowa/"><em>Igor Janke</em></a>, handelt es sich um eine &quot;Schein-Pr&auml;sidentschaft&quot;. Die Entscheidungen seien weder im Land der EU-Ratspr&auml;sidentschaft gefallen, noch im Europ&auml;ischen Rat, der Europ&auml;ischen Kommission oder im Europ&auml;ischen Parlament, sondern in zwei Hauptst&auml;dten &mdash; Berlin und Paris.<br />
&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-rzeczpospolita.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"Wir wissen heute bereits, dass Polen ein halbes Jahr lang zahlreiche Konferenzen, Verhandlungen und Gipfeltreffen organisierte. Wir haben eine Menge Büroarbeit geleistet und viele Sachthemen abgearbeitet, doch hat all dies recht wenig mit dem tatsächlichem Führen zu tun."
</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Der <a target="_self" href="http://edgp.gazetaprawna.pl/index.php?act=mprasa&amp;sub=article&amp;id=390940"><em>Leitartikler der Dziennik Gazeta Prawna</em></a> meint, die polnische Regierung<br />
&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-dziennik.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">"hat viel Aufhebens um die EU-Präsidentschaft gemacht. Unnötigerweise. Es macht keinen Sinn, viele Hoffnungen in eine Funktion zu setzen, der es per Definition völlig an Glanz fehlt. [...] Nur ein Beispiel für jene, die so naiv sind zu meinen, dass Polen sechs Monate lang der Nabel der Union war: Am vergangenen Freitag übertrugen die wichtigsten TV-Sender die gemeinsame Pressekonferenz von Tusk, Barroso und Rompuy, [...] bis Angela Merkel ihrerseits vor die Fernsehkameras trat. In diesem Augenblick wechselte selbst der schon fast nervend Europa-fanatische Sender Euronews von Tusk-Barroso-Rompuy zu Merkel." 


</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Thu, 15 Dec 2011 15:29:33 +0100</pubDate><guid>1294011</guid></item>
<item><title>EU/Russland | Kaliningrad bald näher an Europa</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1287801-kaliningrad-bald-naeher-europa</link><description><![CDATA[<p>Die Einwohner Kaliningrads, der russischen Exklave zwischen Polen und Litauen, werden schon bald ohne Visum nach Gdańsk und in andere St&auml;dte auf der polnischen Seite der Grenze reisen k&ouml;nnen.</p>
<p>Andererseits werden auch Polen aus den Provinzen Pommern und Woiwodschaft-Masuren nicht l&auml;nger ein russisches Visum ben&ouml;tigen, um in die Region um Kaliningrad zu kommen und dort vollzutanken, <a href="http://wyborcza.pl/1,75477,10813431,Kaliningrad_blizej_Europy.html" target="_self">freut sich <em>Gazeta Wyborcza</em></a>. Benzin ist in Russland beispielsweise wesentlich billiger als in Polen.</p>
<p>Das alles ist einem Abkommen &uuml;ber den kleinen Grenzverkehr zu verdanken, das am 14. Dezember von den Au&szlig;enministern Russlands und Polens in Moskau unterzeichnet werden soll.</p>
<p>&ldquo;Die russischen Diplomaten k&ouml;nnen sich &uuml;ber diesen ersten wirklichen Erfolg in den Beziehungen zur EU freuen. Das letzte Abkommen zwischen Russland und der EU liegt Jahre zur&uuml;ck [&hellip;] Der Dialog zwischen uns war bisher eher ein Ritual&rdquo;, &auml;u&szlig;erte sich ein polnischer Diplomat gegen&uuml;ber der Warschauer Tageszeitung.</p>
<p>Der russische Au&szlig;enminister Sergey Lavrov gab in der Zwischenzeit seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Abkommen &ldquo;ein Vorbote f&uuml;r die komplette Abschaffung von Visa zwischen Russland und der EU&rdquo; sein k&ouml;nnte.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 14 Dec 2011 14:39:21 +0100</pubDate><guid>1287801</guid></item>
<item><title>"Merkozys ungewisser Weg"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1255511-merkozys-ungewisser-weg</link><description><![CDATA[<p>Der Text sieht insbesondere die &Auml;nderung der EU-Vertr&auml;ge vor. Das Prinzip der Haushaltsdisziplin soll eingef&uuml;gt werden, sowie &ldquo;sofortige&rdquo;, &ldquo;automatische&rdquo; Sanktionen f&uuml;r Staaten, deren Defizit &uuml;ber drei Prozent des BIP l&auml;ge. Paris und Berlin verlangen auch die Einrichtung einer &ldquo;verst&auml;rkten und auf europ&auml;ischer Ebene harmonisierten Schuldenbremse&rdquo;, damit jedes Land Absicherungsmechanismen einrichten und somit das Ziel eines ausgewogenen Staatshaushalts einhalten kann. Unterdessen stellt die Ratingagentur Standard &amp; Poor&rsquo;s die L&auml;nder der Eurozone unter versch&auml;rfte Beobachtung, darunter auch die sechs Staaten mit AAA-Rating.</p><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.621352890972048">In Madrid <a href="http://www.elpais.com/articulo/opinion/pata/coja/elpepiopi/20111206elpepiopi_1/Tes" target="_self">qualifizierte <em>El Pais</em></a> das Abkommen als &ldquo;wackelig&rdquo;, da im Ganzen &ldquo;unzureichend&rdquo; und in seinen einzelnen Aspekten &ldquo;diskutabel&rdquo;. Insbesondere sei &uuml;berhaupt keine Teilung der Verantwortung erw&auml;hnt:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/pais-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Es ist nicht ausreichend, weil Merkel und Sarkozy trotz ihrer Äußerungen keine Finanzunion vorzeichnen [...], sie legen nur den Nachdruck auf die Haushaltsdisziplin. Eine Reform der Verträge mit vorgehaltener Pistole beträfe allein die Eurozone, für den Fall eines Boykotts durch manche, und würde doch auf alle Druck ausüben. Sie öffnet allerdings auch eine Büchse der Pandora mit unendlichen, lähmenden, haarspalterischen Diskussionen: Die aktuellen Verträge haben zehn Jahre gekostet. Doch die wichtigsten Mängel liegen in der Unklarheit der Notmechanismen für das Krisenmanagement. Auf den definitiven Rettungsfonds von 2012 wird nicht vorgegriffen, über die unerlässliche Rolle der EZB herrscht durchdringendes Schweigen und die Eurobonds wurden bedauerlicherweise abgelehnt. Eine magere Ernte: Wird sie beim EU-Gipfel nicht verbessert, dann wird die Freude der Märkte nicht lange anhalten.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Berlin hat gewonnen&rdquo;, <a href="http://www3.lastampa.it/esteri/sezioni/articolo/lstp/433220/" target="_self">titelt <em>La Stampa</em></a>. Die Tageszeitung aus Turin wei&szlig; zwar zu sch&auml;tzen, dass Merkel und Sarkozy die Autonomie von EZB-Chef Mario Draghi anerkannten, doch sie beklagt, das Abkommen zwischen den beiden gehe auf Kosten der Eurobonds, der ber&uuml;hmten EU-Anleihen. Was den Rest betrifft, so sei da &ldquo;nichts Neues&rdquo;.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/stampa-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“Am Auffälligsten ist das, worüber sie nicht gesprochen haben: Das Duo meidet das Thema der EZB, die nach Sarkozys Wünschen aktiver eingreifen aber Merkels Ansicht nach bei ihrer Stabilisationsrolle bleiben sollte.”</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.46166416903383567">In Portugal <a href="http://www.jornaldenegocios.pt/home.php?template=SHOWNEWS_V2&amp;id=523803" target="_self">schreibt das <em>Jornal de Neg&oacute;cios</em> folgendes</a>:</span><span><br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/jornal-negocios-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Alle, die Europa kennen, wissen, dass Merkozy einen ungewissen Weg geebnet haben, um den Kampf gegen einen unmittelbaren Zusammenbruch des Euro zu gewinnen. Sie öffneten damit jedoch alte Wunden aus der Zeit, als innerhalb der Souveränität und der Demokratie der europäischen Länder und der EU im Jahr 2010 die Krise ausbrach.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.46166416903383567"> </span><span><a href="http://jornal.publico.pt/noticia/06-12-2011/a-europa-do-diktat-da-alemanha-23561931.htm" target="_self">Bei den Kollegen von <em>Publico</em> wiederum</a> hei&szlig;t es:</span><span><br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/publico-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“Deutschland bereitet sich darauf vor, Europa zu germanisieren [...]. Selbst wenn man den Gedanken akzeptiert, dass die steuerliche und budgetäre Integration “verstärkt und harmonisiert” werden muss, erinnern die Forderungen des Merkozy-Paars an Kriegsreparationen. Forderungen über Forderungen an die Verlierer und Geschlagenen, doch nichts, was Bemühungen, Geld und Solidarität erfordert.
</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.46166416903383567"><a href="http://pluss.postimees.ee/657088/kari-kasper-uue-euroopa-poole/" target="_self">Die estnische Tageszeitung <em>Postimees</em> bedauert</a> ihrerseits, dass &ldquo;die Staats- und Regierungschefs der EU die europ&auml;ischen Institutionen geschw&auml;cht haben&rdquo;:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/postimees-logo.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Jede Rettungsaktion der Eurozone wird durch den Rat koordiniert, obwohl dieser nie ein demokratisches Organ war. Man sollte dem Parlament mehr Gewicht verleihen. Die Umkehr zu einem Europa der Nationen wäre auch ein demokratischer Rückschritt und in weltpolitischer Perspektive mehrfach schlimmer als der 11. September 2011 oder die Kriege im Irak oder Afghanistan.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span id="internal-source-marker_0.46166416903383567">Au&szlig;erhalb der Eurozone ist der Skeptizismus ebenfalls an der Tagesordnung. So <a href="http://www.adevarul.ro/ovidiu_nahoi_-_editorial/Vom_trai_in_alta_tara_7_603009697.html#" target="_self">findet sich der <em>Adevarul</em> in Bukarest </a>mit der Feststellung ab, das neue Europa werde &ldquo;nicht perfekt sein und nicht einem Gedicht &auml;hneln&rdquo;:<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/adevarul-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Europa setzt seinen Weg fort, an Deutschland gekoppelt und über die Finessen der französischen Politik hinaus. [...] Alles wird sich um den Kern der Eurozone herum anordnen, und die nicht dazugehörigen anderen Länder werden kämpfen müssen, um dem Rhythmus zu folgen. Rumänien, Polen und die baltischen Staaten werden es tun, denn es liegt in unserem Interesse. Es gibt keine andere Wahl.
</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a href="http://www.rp.pl/artykul/9133,764925-Unia-europejskich--kompromisow.html" target="_self">F&uuml;r die <em>Rzeczpospolita</em> schlie&szlig;lich ist das Abkommen</a> zwischen Merkel und Sarkozy &uuml;ber eine Union der Stabilit&auml;t weder ein Fortschritt noch eine Revolution, sondern eine &ldquo;alte Union, festgefahren in Kompromissen&rdquo;:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/rzeczpospolita-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Wenn man das Wort “Kompromiss” zeichnen könnte, dann stünde es schon lange auf der Flagge der EU, anstatt der Sterne. Und man würde sich heute nicht fragen, welcher Stern wohl als erster fällt. Doch selbst da kann noch ein Kompromiss gefunden werden. Und wir werden höchstwahrscheinlich herausfinden, dass man auch als Außenstehender durchaus zur EU gehören kann.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Tue, 06 Dec 2011 18:10:21 +0100</pubDate><guid>1255511</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Sikorskis Europa-Rede und dananch</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1232661-sikorskis-europa-rede-und-dananch</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Europa spricht Sikorski&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/prezydencja2011/1,111636,10731212,Europa_mowi_Sikorskim.html" target="_self">titelt <em>Gazeta Wyborcza</em></a> und berichtet von der <a href="http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13742469/Deutschland-muss-staerker-fuehren.html" target="_self">&ldquo;historischen&rdquo; Ansprache Radosław Sikorskis</a> in Berlin. Der polnische Au&szlig;enminister hatte Deutschland in seiner Rede dazu aufgefordert, zur Bek&auml;mpfung der Krise rasch zu handeln. Ein &ldquo;Zerfall der Eurozone w&uuml;rde eine Krise mit apokalyptischem Ausma&szlig; nach sich ziehen&rdquo;, bef&uuml;rchtet Sikorski. In Berlin betonte er, dass er &ldquo;weniger Angst vor deutscher Macht habe&ldquo; als &ldquo;vor deutscher Unt&auml;tigkeit&rdquo;.</p>
<p>&ldquo;Das ist der Anfang einer wichtigen europ&auml;ischen Debatte&rdquo;, <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10731216,Odwazny_poczatek_debaty.html" target="_self">meint <em>Gazeta Wyborczas</em> Chefredakteur Adam Michnik</a>. Die von der Tageszeitung zitierten Experten loben den Au&szlig;enminister f&uuml;r seinen &ldquo;Mut&rdquo;, offen und &ouml;ffentlich &uuml;ber Dinge zu sprechen, die andere Politiker lieber f&uuml;r sich behielten und nur privat diskutierten.</p>
<p>Dagegen <a href="http://blog.rp.pl/magierowski/2011/11/29/jak-zabic-debate-o-polityce-zagranicznej/" target="_self">kritisiert die konservative <em>Rzeczpospolita</em></a> den &ldquo;bettelnden Ton des Ministers, f&uuml;r den wohl allein die Regierung Deutschlands die EU zu retten vermag&rdquo;. Sikorski habe damit die Verfassung verletzt und &ldquo;Polen seiner Souver&auml;nit&auml;t beraubt&rdquo;, meint die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PIS). Sie will den Minister daf&uuml;r vor den Staatsgerichtshof bringen.</p>
<p>In Deutschland kommentiert die <a href="http://www.faz.net/" target="_self"><em>Frankfurter Allgemeine Zeitung</em></a> Sikorskis &ldquo;bemerkenswerten Aussagen&rdquo; auf der Titelseite. &ldquo;F&uuml;hren, nicht herrschen&rdquo;, titelt die konservative Tageszeitung. </p>
<blockquote><p>Deutsche F&uuml;hrung wird nachgefragt &ndash; allerdings gen&uuml;gen schon Andeutungen eines (vermeintlichen) Strebens nach deutscher Vorherrschaft, um viele Europ&auml;er hellh&ouml;rig, ja hysterisch werden zu lassen. [&hellip;] Seine Partner m&uuml;ssen akzeptieren, dass Deutschland an seinen insgesamt erfolgreichen wirtschaftspolitischen &Uuml;berzeugungen festh&auml;lt. Es selbst muss der Versuchung des Alleingangs und der &Uuml;berlegenheitspose widerstehen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 30 Nov 2011 13:29:13 +0100</pubDate><guid>1232661</guid></item>
<item><title>Ostsee-Verschmutzung | Zeitbombe Altmunition (Trouw, Amsterdam)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1177461-zeitbombe-altmunition</link><description><![CDATA[In den Meeren rund um Europa lauert eine neue Verschmutzungsgefahr. Fässer mit tausenden von Tonnen chemischer Waffen rosten auf dem Meeresgrund und werden leck. Die möglichen Folgen für die Ostsee werden derzeit erforscht. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 16 Nov 2011 17:25:36 +0100</pubDate><guid>1177461</guid></item>
<item><title>Debatte | Abweichler und Problemfälle der Nicht-Eurozone (Respekt, Prag)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1156041-abweichler-und-problemfaelle-der-nicht-eurozone</link><description><![CDATA[Weil sich die Krise der Eurozone verschärft, versuchen die Nicht-Mitglieder Mittel und Wege zu finden, um die Kontrolle über ihr Schicksal in der EU nicht zu verlieren. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 10 Nov 2011 15:15:16 +0100</pubDate><guid>1156041</guid></item>
<item><title>Polen | Angst und Abscheu vor dem 11. November (Newsweek Polska, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1156291-angst-und-abscheu-vor-dem-11-november</link><description><![CDATA[Der jährliche Unabhängigkeitsmarsch, der am 11. November in Warschau von rechtsgerichteten und nationalistischen Gruppen veranstaltet wird, kommt wahrscheinlich dieses Jahr zum Stillstand. Die linke Koalition des 11. November drängt ihre Anhänger zum Blockieren des Aufmarschs und eine Konfrontation scheint unvermeidbar. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 10 Nov 2011 13:50:54 +0100</pubDate><guid>1156291</guid></item>
<item><title>Erdgas | Mit Nord Stream betritt Gazprom Europa</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1147791-mit-nord-stream-betritt-gazprom-europa</link><description><![CDATA[<p>Am 8. November wurde die <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/639511-deutsch-russisches-treffen-auf-hoher-see" target="_self">Erdgasleitung Nord Stream</a> zwischen den russischen Erdgasvorkommen und Deutschland in Betrieb genommen. Dies kennzeichne &ldquo;einen neuen Schritt in der Strategie von Gazprom&rdquo;, <a href="http://www.lemonde.fr/economie/article/2011/11/07/gazprom-s-affirme-en-acteur-global-de-l-energie_1599932_3234.html" target="_self">hei&szlig;t es in <em>Le Monde</em></a>: Das Unternehmen wolle gleichzeitig &ldquo;mit den Europ&auml;ern kooperieren und die eigene Schl&uuml;sselrolle in der Erdgasversorgung des Alten Kontinents verst&auml;rken&rdquo;.</p>
<p>Nord Stream ist das Resultat einer Industriepartnerschaft zwischen dem russischen Gasgiganten und den gro&szlig;en europ&auml;ischen Konzernen (E.ON, BASF, GDF Suez, Gasunie), hat aber auch eine au&szlig;erordentliche politische Tragweite, wie die Tageszeitung betont. Der Verlauf der Pipeline &ldquo;ist an sich schon eine Herausforderung an Polen und die drei baltischen Staaten: Indem sie unter der Ostsee verl&auml;uft, &uuml;bersieht sie bewusst diese vier EU-Mitgliedsstaaten&rdquo;. Gazprom ist auch in das europ&auml;isch-russische Konsortium South Stream eingebunden, das wiederum die Ukraine umgeht. Somit gelingt es Gazprom nicht, &ldquo;sein Image als bewaffneter Arm Russlands loszuwerden&rdquo;, erkl&auml;rt <em>Le Monde</em> weiter.</p>
<p>Dabei, so <a href="http://www.newsweek.pl/" target="_self"><em>Newsweek Polska</em></a>, t&auml;usche sich der russische Ministerpr&auml;sident Wladimir Putin, &ldquo;wenn er denkt, dass er der europ&auml;ischen Politik durch die Erdgasleitung unter der Ostsee etwas vorschreiben kann&rdquo;. Im Gegenteil, der Westen wird &ndash; dank Nord Stream &ndash; mehr Einfluss auf die Politik des Kreml bekommen. Warum? Weil, wie die polnische Wochenzeitschrift erkl&auml;rt, die deutschen und russischen Unternehmen ein und dasselbe Ziel verfolgen: &ldquo;den europ&auml;ischen Gasmarkt beherrschen&rdquo;. Gazproms Absichten seien ambitioniert und weitsichtig: Der franz&ouml;sische und der britische Markt sollen erobert und &uuml;ber South Stream auch &Ouml;sterreich und der Balkan mit Erdgas beliefert werden. Doch dadurch wird Russland immer &ldquo;abh&auml;ngiger von der Zusammenarbeit mit den europ&auml;ischen Unternehmen&rdquo; und wird sich, wenn auch nur widerwillig, den EU-Vorschriften beugen m&uuml;ssen.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 08 Nov 2011 14:54:12 +0100</pubDate><guid>1147791</guid></item>
<item><title>Polen | Parlament im Gefecht der Ideologien</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1113281-parlament-im-gefecht-der-ideologien</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Eine Kulturrevolte&rdquo;, <a href="http://www.prasa24.pl/gazeta/metropolia-warszawska/" target="_self">titelt <em>Polska The Times</em> </a>und spielt auf die kommenden ideologischen Gefechte innerhalb des vor <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1040791-polen-keine-schonzeit-fuer-tusk-ii" target="_self">kurzem gew&auml;hlten Sejm</a> an. Sitzungsbeginn in der 8. November. &ldquo;Das Spiel ist schon in vollem Gange&rdquo;: So hat die linksgerichtete Palikot&ndash;Bewegung (RP) einen Antrag gestellt, in dem sie den Sprecher des Sejm dazu auffordert, das <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/1069321-palikot-dreht-die-politik-um" target="_self">h&ouml;lzerne Kruzifix aus dem polnischen Parlament zu entfernen</a>. &ldquo;Die Gegenwart des Kreuzes stellt einen st&auml;ndigen Bruch mit der Neutralit&auml;t der Beh&ouml;rde dar&rdquo;, steht in dem Schriftst&uuml;ck. Dies wurde prompt von Jarosław Kaczyński, Chef der wichtigsten Oppositionspartei PiS (der populistischen Recht und Gerechtigkeit) mit den Worten verurteilt: &ldquo;Jede Nation hat ihre eigene Tradition, und diejenigen, die diese Tradition beseitigen wollen, wollen in Wirklichkeit die ganze Nation beseitigen.&rdquo;</p>
<p>Andere kontroverse Belange, die mit Sicherheit lebhafte Debatten im neuen Parlament ausl&ouml;sen werden, sind unter anderem Vorschl&auml;ge zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe, zur k&uuml;nstlichen Befruchtung, zur Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes und Legalisierung von Marihuana. Zwei links ausgerichtete Parteien werden das &ldquo;z&uuml;gige Tempo ideologischer Auseinandersetzungen innerhalb der Sejm vorantreiben: Der Bund der Demokratischen Linken (SLD) und die RP, die beide um die gleiche politisch linke W&auml;hlerschaft werben&rdquo;, erkl&auml;rt <em>Polska the Times</em>. Bei den Wahlen im Oktober fuhr die RP 10 Prozent und die SLD 8 Prozent der Stimmen ein.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 28 Oct 2011 16:21:23 +0100</pubDate><guid>1113281</guid></item>
<item><title>Scheideweg | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1112981-scheideweg</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Au&szlig;er der Schaffung von Eurobonds haben wir alles, was wir wollten, erreicht.&rdquo; Wenn man diesen von <em>Le Monde</em> zitierten Bankier sprechen h&ouml;rt, k&ouml;nnte man glauben, dass das Abkommen aus der Nacht vom 26. auf den 27. Oktober zum Schuldenschnitt Griechenlands, der Rekapitalisierung der Banken und der Erweiterung des Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsfonds den Weg aus der Krise der Eurozone bereite.</p>
<p>Nach den Erfahrungen mit den vorigen hart verhandelten Abkommen sollte man jedoch Vorsicht walten lassen. Die Wege der Finanzm&auml;rkte sind teilweise undurchdringbar und es besteht das Risiko, dass auch dieses Gipfeltreffen im Endeffekt nicht viel bewirkte. Daher wollen wir hier keine voreiligen Prognosen aufstellen.</p>
<p>Da aber die europ&auml;ischen Staatschefs angek&uuml;ndigt haben, dass die Zukunft Europas auf dem Spiel stehe, ist es interessant, nach diesem doppelten Gipfeltreffen einen Blick auf die europ&auml;ische Landschaft zu werfen. Dabei wird klar, dass die von der Finanzkrise &uuml;berdeckte politische Krise h&ouml;chstwahrscheinlich erst begonnen hat. Viele Beobachter haben darauf aufmerksam gemacht, dass sich die Eurozone auf eine verst&auml;rkte Integration zubewege. Dies wird vermehrte Unsicherheit zur Folge haben.</p>
<p>Die Dramatisierung der Gespr&auml;che zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy zeigt, dass die Achse Paris-Berlin erneut alleinige Treibkraft Europas ist. Doch Europa besteht nicht mehr nur aus 6 oder 12 Staaten, daher kann ihre Zugkraft unm&ouml;glich so stark sein wie vor den sukzessiven Erweiterungen und der Schaffung von m&auml;chtigen Verwaltungsorganen wie der Europ&auml;ischen Zentralbank.</p>
<p>Der Waffengang zwischen Nicolas Sarkozy und David Cameron und der <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1097261-cameron-kriegt-die-euro-krise">Debatte im Unterhaus</a> &uuml;ber einen Volksentscheid hinsichtlich der Zugeh&ouml;rigkeit des Vereinigten K&ouml;nigreiches zur EU zeigen, dass London in diesem werdenden Gebilde seinen Platz sucht. &ldquo;<a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/blog/1081021-auslese-das-merkozy-duumvirat">Merkozy</a>&rdquo; werden sich f&uuml;r die Briten nicht krumm machen. Daf&uuml;r hat das Inselvolk zu lange die liberale Entwicklung der Europ&auml;ischen Kommission beeinflusst, ohne die dazugeh&ouml;rige politische Verantwortung vollst&auml;ndig zu &uuml;bernehmen.</p>
<p>Doch Gro&szlig;britannien ist nicht das einzige Land, das seinen Platz sucht. Die neun anderen Staaten, die nicht zur Eurozone geh&ouml;ren (wie z.B. Polen und Schweden), beginnen schon, die Schaffung dieses Zweiklassen-Europas anzufechten. Sicherlich sind die Regeln f&uuml;r den Schengen-Raum oder das Europa der Verteidigung nicht dieselben. Aber sie setzen kein so gro&szlig;es Regelungssystem voraus wie es bei der Kontrolle der nationalen Budgets oder der Schaffung eines europ&auml;ischen Finanzministers der Fall w&auml;re.</p>
<p>Hiermit w&auml;ren wir mitten in der kommenden Instabilit&auml;t. Denn die Wirtschaftsregierung, die Berlin und Paris &ndash; unterst&uuml;tzt von den Niederlanden und Finnland &ndash; unbedingt einsetzen wollen, greift die Selbstverwaltung der Staaten an und wirft die Frage der demokratischen Kontrolle auf. So dr&uuml;ckt es der Soziologe <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1109061-juergen-habermas-demokratie-gefahr">J&uuml;rgen Habermas in einem bald erscheinenden Essay aus, aus dem <em>Presseurop</em> erste Ausschnitte ver&ouml;ffentlichte</a>.</p>
<p>So gesehen befindet sich die EU in einem gef&auml;hrlichen Zwiespalt. Denn ihre Politiker m&uuml;ssen politische Effizienz mit demokratischem Handeln verbinden. Wie schwierig das ist, wurde bei dem unvollkommenen Ratifizierungsverfahren des Abkommens vom 21. Juli gezeigt. Die nationalen Parlamente sind den Finanzm&auml;rkten gegen&uuml;ber zu langsam.</p>
<p>Au&szlig;erdem bringen die nationalen Demokratien widerspr&uuml;chliche Forderungen hervor, die zu einer Blockierung der EU f&uuml;hren. <a target="_self" href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/26/europe-national-debates">Dies zeigte Timothy Garton Ash diese Woche</a>, nachdem er die Diskussionen im britischen und deutschen Parlament verfolgt hatte.</p>
<p>Doch weil niemand eine europ&auml;ische Demokratie errichten will, die auf einem transnationalen Parlament aufbaut, das anhand transnationaler Diskussionen gew&auml;hlt wurde, werden Entscheidungen weiterhin von Politikern hinter geschlossenen T&uuml;ren getroffen und von Parlamenten abgesegnet werden, die vor allem nach innerpolitischen Gesichtspunkten gew&auml;hlt wurden. Der Euro ist vielleicht gerettet, aber die EU ist noch nicht aus dem Schneider.</p>
<p><em>Aus dem Franz&ouml;sischen von Signe Desbonnets</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 28 Oct 2011 16:10:55 +0100</pubDate><guid>1112981</guid></item>
<item><title>Polen | Schiefergas schafft Arbeitsplätze</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1096161-schiefergas-schafft-arbeitsplaetze</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Schiefergas sorgt bereits f&uuml;r gut bezahlte Arbeit&rdquo;, <a href="http://gospodarka.dziennik.pl/praca/artykuly/363292,gaz-z-lupkow-juz-zaczal-dawac-prace-i-swietnie-za-nia-placi.html" target="_self">begeistert sich die Warschauer Zeitung <em>Dziennik Gazeta Prawna</em></a>. Polen verf&uuml;gt &uuml;ber die <a href="http://www.eia.gov/analysis/studies/worldshalegas/" target="_self">gr&ouml;&szlig;ten gesch&auml;tzten Vorkommen an Schiefergas</a> in Europa, so dass hier in den letzten Monaten ein regelrechter &ldquo;Gasrausch&rdquo; stattfand. Mehrere internationale Unternehmen und Gesellschaften aus dem Land selbst haben begonnen, nach den Vorkommen zu suchen und haben erste Tests durchgef&uuml;hrt. Ende August erfolgte in Łebień in der N&auml;he von Danzig mit Erfolg eine erste Probebohrung.</p>
<p>&ldquo;Unternehmen, die nach unkonventionellem Erdgas sch&uuml;rfen, bezahlen Fachleute teuer, besch&auml;ftigen viele Menschen und investieren gro&szlig;e Summen in Ausr&uuml;stung&rdquo;, schreibt die Businesszeitung. Experten zufolge ist f&uuml;r jede Probebohrung ein 35-k&ouml;pfiges Team erforderlich. Das bedeutet, dass f&uuml;r die geplanten Tausend Probebohrungen 35.000 Arbeiter gebraucht werden. Es werden jedoch Zehntausende Menschen mehr Arbeit finden, da auch Unterkunft, Verpflegung und Analysen erforderlich sind. <em>DGP</em> zufolge wird dieser &ldquo;neue Industriezweig&rdquo; Arbeit f&uuml;r rund 100.000 Menschen bieten. Die besten Spezialisten werden bis zu 40.000 Zloty (10.000 Euro) monatlich verdienen.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 25 Oct 2011 12:39:28 +0100</pubDate><guid>1096161</guid></item>
<item><title>Libyen | Was passiert mit Gaddafis Milliarden?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1082571-was-passiert-mit-gaddafis-milliarden</link><description><![CDATA[<p>Muammar Gaddafi wurde am 20. Oktober bei der Flucht aus seiner Geburtsstadt Sirte gefangen und get&ouml;tet. W&auml;hrend die europ&auml;ische Presse flei&szlig;ig &uuml;ber die Umst&auml;nde und Geheimnise um seinen Tod berichtet, <a href="http://www.publico.pt/Mundo/khadafi-deixou-1300-milhoes-de-euros-na-caixa-geral-de-depositos--1517553" target="_self"><em>verk&uuml;ndet P&uacute;blico</em></a>: &quot;Gaddafi hinterl&auml;sst 1,3 Milliarden Euro in der Caixa Geral de Dep&oacute;sitos.&quot;</p>
<p>Die Lissabonner Tageszeitung berichtet, dass in der portugiesischen Staatsbank derzeit 1,3 Milliarden Euro an libyschem Staatsverm&ouml;gen hinterlegt sind. Diese befinden sich auf vier verschiedenen Konten, die im M&auml;rz eingefroren wurden, nachdem die internationale Staatengemeinschaft Sanktionen gegen das sp&auml;te Gaddafi-Regime erhob. Die erste Einlage wurde 2008 get&auml;tigt. Damals l&ouml;ste der libysche Staatschef als Vergeltung f&uuml;r die Festnahme und Internierung seines Sohnes in der Schweiz seine dortigen Konten auf. </p>
<p>Den <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10509688,Dyktatorzy_upadaja.html" target="_self"><em>Chefredakteur der Gazeta Wyborcza, Adam Michnik</em></a>, einer der Anf&uuml;hrer der polnischen demokratischen Opposition zu Zeiten des Kommunismus, stimmt Gaddafis Tod nachdenklich. &quot;Gaddafis Tod ist kein Grund zur Freude, sondern ein Grund zur Betrachtung &uuml;ber die Beschaffenheit der Welt, in der wir Seite an Seite mit Diktatoren leben. Gaddafi galt als nicht klein zu kriegen, er erpresste und erniedrigte die ganze Welt und zwang auch europ&auml;ische Regierungen in die Knie. Er glaubte an Gewalt und L&uuml;gen, doch er verkalkulierte sich.&quot; Michnik f&uuml;gt hinzu, dass Gaddafis Tod ein klares Signal an Nationen ist, die immer noch unter Tyrannei leben. Ein Signal daf&uuml;r, dass &quot;Diktaturen nicht frei von Strafe und Diktatoren nicht unsterblich sind.&quot; </p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 21 Oct 2011 15:27:07 +0100</pubDate><guid>1082571</guid></item>
<item><title>Polen | Palikot dreht die Politik um</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1069321-palikot-dreht-die-politik-um</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Palikots Revolution&rdquo;, titelt die Wochenzeitung <em>Wprost</em> &uuml;ber die Bewegung, die bei den <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1040791-polen-keine-schonzeit-fuer-tusk-ii">polnischen Wahlen</a> j&uuml;ngst &uuml;ber zehn Prozent der Stimmen einheimste und somit zur drittgr&ouml;&szlig;ten Partei im Sejm, dem Warschauer Parlament wurde. Die Warschauer Zeitung bringt auf der <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/G/wprost_covers/a/1497_a.jpg">Titelseite</a> die Bilder der drei Anf&uuml;hrer der Palikot-Bewegung (RP) &ndash; Gr&uuml;nder Janusz Palikot, die Transsexuelle Anna Grodzka und Schwulenaktivist Robert Biedroń &ndash; und fragt: &ldquo;Werden sie die Politik, die Kirche und die Polen &auml;ndern?&rdquo; Gewiss, alle drei haben riesige politische Ambitionen. Ihr erster Vorschlag &ndash; das Holzkreuz an der Wand im Parlament zu entfernen &ndash; sorgte bereits f&uuml;r Aufruhr und eine Menge Kritik von Seiten der etablierten Parteien. Eine <a target="_self" href="http://wiadomosci.gazeta.pl/wiadomosci/1,114884,10487634,Sondaz__GW___Zdecydowana_wiekszosc_Polakow_za_krzyzem.html">Umfrage</a> in der <em>Gazeta Wyborcza</em> ergibt, dass diese Idee auch den meisten Polen (71 Prozent) missf&auml;llt. </p>
<p>Doch Janusz Palikot l&auml;sst sich nicht so leicht entmutigen. <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/ar/265977/Dzin-z-krypty-wawelskiej/?I=1497">In einem Interview mit <em>Wprost</em></a> deutete er an, sein Ziel sei nicht, &ldquo;noch eine politische Partei&rdquo; zu bilden, sondern er wolle &ldquo;&Auml;nderungen durchf&uuml;hren&rdquo;. &ldquo;Die polnische Gesellschaft wird sich unglaublich ver&auml;ndern, auch wenn wir keiner Regierung beitreten und nichts umsetzen k&ouml;nnen, weil unsere Vorschl&auml;ge niedergestimmt werden. Das Anderssein wird sich in einem gigantischen Ma&szlig;stab normalisieren&rdquo;, schw&auml;rmt Palikot, der zur staatlichen Finanzierung von k&uuml;nstlicher Befruchtung, zu einer klaren Trennung von Staat und Kirche, zur Legalisierung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, zur Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes sowie zur Legalisierung von Marihuana aufruft. Diese Botschaft wurde von den lange als konservativ betrachteten W&auml;hlern &uuml;berraschend gut aufgenommen. &ldquo;Nicht nur hat sich Palikot eine starke antiklerikale Haltung in der polnischen Gesellschaft zunutze gemacht, er hat auch einen frischen Wind aus dem Westen wahrgenommen&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.wprost.pl/ar/265949/Powiew-Palikota/?I=1497">schlie&szlig;t</a> Philosoph und Kolumnenautor Marcin Kr&oacute;l.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 18 Oct 2011 14:31:22 +0100</pubDate><guid>1069321</guid></item>
<item><title>Meinung | Wie der Euro Europa spaltet (Gazeta Wyborcza, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1066041-wie-der-euro-europa-spaltet</link><description><![CDATA[Reicht es, die Eurozone zu reformieren, um ihren Zusammenbruch zu vermeiden? In Wirklichkeit, so ein Redakteur der Gazeta Wyborcza, betont das nur die Spaltungen zwischen Euro- und Nicht-Euro-Ländern. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 17 Oct 2011 16:09:06 +0100</pubDate><guid>1066041</guid></item>
<item><title>Polen: Keine Schonzeit für Tusk II</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1040791-polen-keine-schonzeit-fuer-tusk-ii</link><description><![CDATA[<p>Nach der 99-prozentigen Ausz&auml;hlung der <a target="_self" href="http://wybory2011.pkw.gov.pl/wyn/en/000000.html#tabs-1">Parlamentswahl vom 9. Oktober</a> liegt Polens rechtsliberale Partei B&uuml;rgerplattform (PO) mit 39,19 Prozent fest in F&uuml;hrung. Die nationalkonservative Recht und Gerechtigkeit (PiS) von Jarosław Kaczyński folgt mit 29,88 Prozent. &Uuml;berraschenderweise ist die drittgr&ouml;&szlig;te Macht im neuen polnischen Parlament (Sejm) die linksgerichtete, antiklerikale, schwulenfreundliche Palikot-Bewegung (RP), die sich 10,01 Prozent der Stimmen sicherte. An vierter Stelle steht die Polnische Bauernpartei (PSL) mit 8,36 Prozent. Das postkommunistische B&uuml;ndnis der Demokratischen Linken schnitt mit nur 8,25 Prozent schlecht ab. Bleiben diese Ergebnisse bestehen, beh&auml;lt Polen also auf weitere vier Jahre eine PO-PSL-Koalition.</p><div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Es war kein Triumph, sondern ein Sieg&rdquo;, <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,75968,10440933,Wygrana_na_trudne_czasy.html">liest man im Editorial der <em>Gazeta Wyborcza</em></a>.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/111010gazetawyborcza_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Wieder einmal haben die gewonnen, die sich ein modernes, offenes Polen wünschen. [...] Die Polen haben den Irrsinn der PiS abgelehnt und der berechenbaren Bürgerplattform vertraut. Sie glauben, dass sie der Herausforderung der zukünftigen schweren Zeiten gewachsen sein wird. Das ist eine enorme Verantwortung.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/9133,730303-Wyborcy-wybaczyli-Donaldowi-Tuskowi.html">F&uuml;r die konservative Tageszeitung <em>Rzeczpospolita</em></a> ist der Erfolg der B&uuml;rgerplattform zum Teil auch auf die Verschrobenheiten von Oppositionsf&uuml;hrer Jarosław Kaczyński zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Letzterer machte im Vorfeld der Wahl obskure Bemerkungen &uuml;ber Angela Merkel: Ihre Wahl zur deutschen Bundeskanzlerin sei &ldquo;kein reiner Zufall&rdquo; gewesen &ndash; f&uuml;r den polnischen Zuh&ouml;rer hei&szlig;t das, die Stasi habe sie an die Macht gehievt. Der PiS-Chef war auch unwillig, sich Ministerpr&auml;sident Tusk in einer &ouml;ffentlichen Debatte zu stellen.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/111010rzeczpospolita_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Es ist der PiS nicht gelungen, das Etikett einer radikalen, unvorhersehbaren Partei abzulegen [und deshalb] sind die Wähler deutlich zu dem Schluss gekommen, dass die PO trotz all ihrer Fehler und Schwächen die Stabilität garantieren wird.
Weiter wissen die Wähler zu schätzen, dass der allgemeine Lebensstandard entweder gestiegen oder, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, nur leicht gesunken ist. Doch vor allem haben sie für die PO gestimmt, weil Tusk nicht Jarosław Kaczyński ist.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a target="_self" href="http://edgp.dziennik.pl/index.php?act=mprasa&amp;sub=article&amp;id=381613">Die Wirtschaftszeitung <em>Dziennik Gazeta Prawna</em> hofft</a>, dass Donald Tusk das, was er angefangen hat, auch beendet und sich nicht auf &ldquo;Ausfl&uuml;chte&rdquo; beruft, um die K&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Sektor noch weiter aufzuschieben:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/111010dgp_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Es gibt kein Alibi. Die PO ist die erste Partei seit 1989, die an der Macht bleibt. Es kann nicht mehr vorgetäuscht werden, der Präsident habe unrecht, die Opposition sei zu lästig oder man müsse mit den Reformen warten, weil die politische Lage ungewiss sei. Innerhalb von acht Jahren kann man ein Land ändern und in Ordnung bringen. Es wird von Tusks Mut abhängen, ob wir ihn in vier Jahren respektieren.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Der Politikwissenschaftler Aleksander Smolar st&ouml;&szlig;t ins selbe Horn und betont in einem Interview mit der <a target="_self" href="http://www.wyborcza.pl/"><em>Gazeta Wyborcza</em></a>:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-gazetawyborcza.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Allein die Tatsache, dass eine Partei eine Wiederwahl gewonnen hat, kann nicht als historischer Erfolg ausgelegt werden. Es ist nur eine Chance, ein Blankoscheck, den ein großer Teil der polnischen Gesellschaft Tusk und der PO ausgestellt hat.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Die gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berraschung der Wahl vom Sonntag war jedoch bei weitem das ausgezeichnete Ergebnis der k&uuml;rzlich erst gebildeten Palikot-Bewegung (RP). &ldquo;Wir k&ouml;nnten es ja ein Wunder nennen, aber dazu m&uuml;ssten wir erst an Gott glauben&rdquo;, witzelte RP-Sprecher Robert Leszczyński nach Ank&uuml;ndigung der ersten Sch&auml;tzungen. Janusz Palikot, ehemaliges PO-Mitglied und Gr&uuml;nder der Bewegung, mobilisierte Schwulenrechtler (der erste transsexuelle Abgeordnete des Sejm steht auf der Liste der Partei), Feministen und alle, die vom politischen Establishment entt&auml;uscht sind. Palikots Programm sei &ldquo;schmerzhaft lakonisch&rdquo; und sein Team ein &ldquo;Sammelsurium von Leuten&rdquo;,<a target="_self" href="http://wybory2011.pkw.gov.pl/wyn/en/000000.html#tabs-1"> schreibt die <em>Gazeta Wyborcza</em></a>.</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-gazetawyborcza.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Viele waren erbost oder angewidert von dummem Traditionalismus, Intoleranz und patriarchalen Gepflogenheiten. Sie haben in ihm einen Sprecher gefunden. Er wurde auch von denjenigen unterstützt, die den Politikern nicht mehr glauben und auf Besserung hoffen.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Mon, 10 Oct 2011 15:39:03 +0100</pubDate><guid>1040791</guid></item>
<item><title>Polen | Wahl der Schlafwandler und der Wachen (Uważam Rze , Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1034401-wahl-der-schlafwandler-und-der-wachen</link><description><![CDATA[Am 9. Oktober wählen die Polen ihr Parlament. Die Wahl zwischen dem amtierenden liberalen Ministerpräsidenten Donald Tusk und dem konservativen Jarosław Kaczyński ist auch eine Wahl zwischen zwei völlig gegensätzlichen Visionen über die Lage des Landes. Doch beide Lager könnten schnell enttäuschen. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 07 Oct 2011 16:56:07 +0100</pubDate><guid>1034401</guid></item>
<item><title>Polen | Kaczyńskis antideutsche Kampagnen-Töne</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1025721-kaczynskis-antideutsche-kampagnen-toene</link><description><![CDATA[<p>In Polen macht sich vor den Parlamentswahlen vom 9. Oktober wieder eine deutschfeindliche Stimmung bemerkbar. <a href="http://wyborcza.pl/1,75248,10409660,Puder_opada_z_twarzy_Kaczynskiego.html" target="_self">Nach Angaben der <em>Gazeta Wyborcza</em></a> l&auml;sst Jarosław Kaczyński, Parteichef der Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), durchblicken, dass bei Angela Merkels Wahl zur deutschen Bundeskanzlerin &ldquo;dunkle M&auml;chte&rdquo; am Werk waren.</p>
<p>In seinem neuen Buch &ldquo;Polen unserer Tr&auml;ume&rdquo; deutet der Kandidat auch an, Merkels Wahl zur Bundeskanzlerin sei &ldquo;kein blo&szlig;er Zufall&rdquo; gewesen. Als ihn die <em>Newsweek Polska</em> zur Erkl&auml;rung dieser Aussage aufforderte, antwortete er, Merkel &ldquo;wei&szlig;, was ich meine&rdquo;, und verweigerte jeden weiteren Kommentar. Als der <em>Newsweek</em>-Journalist ihm entgegenhielt, dass die Stasi Angela Merkel nicht an die Macht h&auml;tte bringen k&ouml;nnen, sagte er: &ldquo;Lassen Sie uns &uuml;ber anderes sprechen.&rdquo; Am 4. Oktober wurde Kaczyński erneut auf diese undurchsichtigen &Auml;u&szlig;erungen angesprochen und kanzelte daraufhin einen TV-Reporter mit der Frage ab, ob er von einem polnischen oder einem deutschen Sender sei.</p>
<p>Der EU-Abgeordnete Michał Kamiński erkl&auml;rte der Warschauer Tageszeitung, &ldquo;die Attacke gegen Merkel k&ouml;nnte der Wendepunkt der Kampagne sein&rdquo;. Der fr&uuml;here PiS-Politiker und Vertraute von Kaczyński, inzwischen ein politischer Gegner, glaubt, man m&uuml;sse &ldquo;sich bei Kaczyńskis skandal&ouml;sen Worten fragen, ob dieser Mann wirklich in der Lage ist, f&uuml;r Polens Geld zu k&auml;mpfen&rdquo;.</p>
<p>Jarosław Kurski, Redakteur bei der <em>Gazeta Wyborcza</em>, <a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10409980,Solidarnosc_z__Faktami__TVN.html" target="_self">bemerkt dazu</a>, es sei &ldquo;nicht das erste Mal, dass Jarosław Kaczyński die Karte der Deutschfeindlichkeit ausspielt&rdquo;. Im Jahr 2005 hatte die Behauptung, der Gro&szlig;vater des damaligen Kandidaten und heutigen Ministerpr&auml;sidenten Donald Tusk habe im Zweiten Weltkrieg in der deutschen Wehrmacht gedient, Kaczyńskis Zwillingsbruder Lech den Weg zum Pr&auml;sidentenamt gebahnt.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 05 Oct 2011 16:43:27 +0100</pubDate><guid>1025721</guid></item>
<item><title>Östliche Partnerschaft | Keine Augen für den Osten (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1006451-keine-augen-fuer-den-osten</link><description><![CDATA[Die auf Anregung Polens entstandene Östliche Partnerschaft findet sich in Warschau zum Gipfeltreffen zusammen. Allerdings steckt die EU viel zu sehr in der Krise, als dass sie sich dieser Sache mit ganzem Herzen widmen könnte. Und die Partnerländer schwanken irgendwo zwischen Diktatur und Demokratie. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 29 Sep 2011 18:18:26 +0100</pubDate><guid>1006451</guid></item>
<item><title>Polen | In 10 Jahren ist Krieg, sagt der Minister</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/953851-10-jahren-ist-krieg-sagt-der-minister</link><description><![CDATA[<p>&quot;Rostowski prophezeit Krieg&quot;, <a target="_self" href="http://edgp.gazetaprawna.pl/index.php?act=mprasa&amp;sub=article&amp;id=377855">titelt die <em>Dziennik Gazeta Prawna</em></a> zur Warnung des polnischen Finanzministers: Wenn die Eurozone aufgrund der Schuldenkrise zusammenbricht, kommt es in Europa &quot;in zehn Jahren&quot; zu einem Krieg, mahnte er im EU-Parlament. Die meisten polnischen Kommentatoren fanden die Rede &ndash; gelinde ausgedr&uuml;ckt &ndash; fragw&uuml;rdig. &quot;Damit hat der Minister das klischeehafte Bild des Polen als emotionalen, irrationalen und leicht die Beherrschung verlierenden Menschen bedient&quot;, <a target="_self" href="http://www.rp.pl/artykul/9133,717205-Jacek-Rostowski-o-strefie-euro---Rafal-Ziemkiewicz-.html">bedauert ein Kolumnist in <em>Rzeczpospolita</em></a>. </p>
<p>Die liberale Tageszeitung <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,90913,10290674,Wojna_idzie_.html"><em>Gazeta Wyborcza</em> verurteilt </a>Rostowskis Kriegs-Prophezeiung zwar als &quot;&uuml;bertrieben&quot; und an den Haaren herbeigezogen, stellt sich aber trotzdem auf die Seite des Ministers. Im Grunde genommen liege er mit seiner Rede gar nicht so falsch: &quot;Der Zusammenbruch der Eurozone w&uuml;rde sowohl eine wirtschaftliche, als auch eine politische Katastrophe f&uuml;r Europa bedeuten.&quot;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 15 Sep 2011 17:08:41 +0100</pubDate><guid>953851</guid></item>
<item><title>Jugendliche | Hier sind Europas Vollzeit-Prekäre (Polityka, Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/947151-hier-sind-europas-vollzeit-prekaere</link><description><![CDATA[Mit der Wirtschaftkrise entwickelt sich eine neue soziale Klasse in Europa. Von den Soziologen &quot;Prekariat&quot; genannt, handelt es sich um junge Menschen, ohne Hoffnung auf einen korrekten Job und Wohlstand. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 15 Sep 2011 16:40:35 +0100</pubDate><guid>947151</guid></item>
<item><title>Worst-Case-Szenario zeichnet sich ab</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/944451-worst-case-szenario-zeichnet-sich-ab</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&bdquo;Was wird in einem Jahr von der Eurozone &uuml;brige sein? Die Frage mag brutal oder unpassend erscheinen&ldquo;, <a target="_self" href="http://www.lesechos.fr/opinions/edito/0201625520962-l-euro-sur-la-corde-raide-217557.php">schreibt Jean-Marc Vittori in <em>Les Echos</em></a>, &bdquo;doch nach der h&ouml;llischen Kettenreaktion der letzten Wochen ist sie unvermeidbar geworden.&ldquo; F&uuml;r den franz&ouml;sischen Journalisten sind</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/echos-13092011-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">da, wo die Geldpolitik entschieden wird, also in der Europäischen Zentralbank (EZB), die Unstimmigkeiten bis ins Direktorium vorgedrungen. Gewiss ist Geldpolitik in diesen unruhigen Zeiten ist eine heikle Kunst. Indem sie Geld drucken, um massiv Staatsanleihen zu kaufen, handeln die Landesbanken allen Grundsätzen entgegen, die ihre Unabhängigkeit rechtfertigen. Das so geschaffene Geld könnte eines Tages zur Inflation beitragen. Unter diesen Bedingungen ist es kaum verwunderlich, dass es immer schwieriger wird, zum Konsens zu kommen – sowohl bei der amerikanischen Fed wie bei der EZB. Doch bis jetzt waren die Diskussionen leise geblieben. Mit seinem Austritt aus dem Direktorium der EZB ist Jürgen Stark weiter gegangen. Er stellt die Möglichkeit in Frage, gemeinsam das Schicksal einer gemeinsamen Währung zu bestimmen. [...] Die Deutschen haben mindestens zwei Probleme mit der Politik der EZB: einerseits den Aufkauf von staatlichen Titeln, wie bereits erwähnt, und andererseits die für ihr Land zu niedrigen Zinssätze – Deutschland ist das einzige Land der Eurozone, das einem inflationärem Druck ausgesetzt ist. Für die beiden Probleme gibt es zwei mögliche Lösungen: einen Ausweg nach oben, der über die Bildung eines europäischen Bundesstaats geht, und einen anderen nach unten, der zur Aufsplitterung der Eurozone führen würde. Angesichts der Ausmaße der zu lösenden Probleme muss die Entscheidung sehr schnell getroffen werden.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>
<meta charset="utf-8">      </meta>
</p>
<p><a target="_self" href="http://www.volkskrant.nl/"><em>De Volkskrant</em> zeigt sich skeptisch</a> bez&uuml;glich der F&auml;higkeit Griechenlands, seine Schulden zur&uuml;ckzuzahlen. &bdquo;Der Verkauf der staatlichen Unternehmen f&uuml;hrt zu nichts&ldquo;, findet die Tageszeitung aus Amsterdam. &bdquo;Obwohl Athen versprochen hat, bis Ende des Jahres Staatsbesitz im Wert von f&uuml;nf Milliarden Euro zu privatisieren, hat das bis jetzt kaum etwas eingebracht.&ldquo; Drei Monate nachdem sich das griechische Parlament bei der Troika (EZB, IWF, EU-Kommission) verpflichtet hat, bis Ende September f&uuml;r 1,3 Milliarden Euro an Staatsbesitz zu privatisieren,</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Volkskrant-13082011-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">hat die griechische Regierung nur einen kleinen Teil der versprochenen Reformen durchgeführt: Allein ein kleiner Anteil an einem Telefonunternehmen wurde für 390 Millionen Euro verkauft. [...] Es gab mehrere Anläufe, um die Nationallotterie zu verkaufen, doch jedes Mal erwies sich das als Gestikulation der Politiker. Am Ende wurden Ausflüchte erfunden und es wurde nie durchgezogen.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>
<meta charset="utf-8">      </meta>
</p>
<p>In Spanien bef&uuml;rchtet man die Auswirkungen der Griechenlandkrise: &bdquo;Bankrottgefahr Griechenlands im Oktober bedroht Spanien&ldquo;, titelt somit <em>El Mundo</em>. W&auml;hrend die Risikopr&auml;mie der spanischen Staatsschulden die Alarmstufe von 370 Punkten &uuml;berschritten hat &ndash; dies &bdquo;trotz des massiven Aufkaufs der Schuldanleihen durch die Europ&auml;ische Zentralbank&ldquo; &ndash;, <a target="_self" href="http://www.elmundo.es/">ist die Tageszeitung der Ansicht</a>, dass durch &bdquo;die Griechenlandkrise ein wirtschaftliches Abkommen vor dem 20-N&ldquo;, der vorgezogenen Parlamentswahl vom 20. November, erforderlich ist:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/El-mundo-13092011-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Diese Situation der extremen Anfälligkeit müsste [Ministerpräsident José Luis] Zapatero dazu zwingen, sich voll und ganz für die nötigen Reformen einzusetzen, doch der Regierungschef hat uns in ein Labyrinth gebracht. Er hat das Land in eine Sackgasse geführt, indem er die Wahlen vier Monate verfrüht ansetzte, so dass dieselbe Regierung, die es aufgegeben hatte, ein paar Schlüsselreformen der Wirtschaft zu vervollständigen, von Europa genau wegen dieser Ineffizienz dazu gezwungen wurde, die Verfassungsreform zu verabschieden [um die Goldregel des Haushaltsgleichgewichts einzuführen].
Das einzige, was noch getan werden kann, ist, dass Zapatero die Zügel der Situation wieder aufnimmt, dass er so schnell wie möglich mit [dem rechten Oppositionschef Mariano] Rajoy und [dem sozialistischen Kandidaten Alfredo Perez] Rubalcaba zusammentrifft und dass sie gemeinsam ein paar Strukturmaßnahmen beschleunigen, wie etwa die Änderung der gemeinschaftlichen Verhandlung oder eine effizientere Reform des Arbeitsmarkts, welche die spanische Wirtschaft für die kommenden Jahre braucht.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>
<meta charset="utf-8">      </meta>
</p>
<div><span>Bei den Nicht-Euro-L&auml;ndern schlie&szlig;lich herrscht eine gewisse Besorgnis, kombiniert mit dem Wunsch, von den Entscheidungsprozessen bez&uuml;glich des Euro nicht ausgeschlossen zu werden. &bdquo;Polen will das Schicksal des Euro mitbestimmen&ldquo;, <a target="_self" href="http://gospodarka.dziennik.pl/forsal/artykuly/355745,polska-chce-decydowac-o-losie-euro.html">betitelt die <em>Dziennik Gazeta Prawna</em> </a>einen Artikel &uuml;ber die gestrige Zusammenkunft der polnischen, tschechischen, ungarischen, rum&auml;nischen, bulgarischen, litauischen und lettischen Vertreter in Br&uuml;ssel, die zu einer &bdquo;gemeinsamen Position bez&uuml;glich einer engeren Zusammenarbeit mit der Eurozone&ldquo; kommen wollen. Und dies im Hinblick auf die Verhandlungen &uuml;ber &bdquo;eine Ab&auml;nderung des Vertrags von Lissabon und die Verwandlung der W&auml;hrungsunion in einer Finanzunion&ldquo;, die nach den Treffen des Europ&auml;ischen Rats im Oktober und im Dezember beginnen d&uuml;rften.<br />
</span></div>
<p>&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/dziennik-13092011-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Polen baut eine Koalition von Ländern auf, die den Euro übernehmen wollen und somit das Recht verlangen, an den Diskussionen über die Währungsunion teilzunehmen. Warschau will nicht, dass die Entscheidungen über seine Zukunft nur in Berlin oder in Paris getroffen werden.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Tue, 13 Sep 2011 18:07:11 +0100</pubDate><guid>944451</guid></item>
<item><title>Litauen-Polen | Schulstreik unterbrochen, Spannung bleibt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/915121-schulstreik-unterbrochen-spannung-bleibt</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Premier legt Streik auf Eis&ldquo;, titelt <a href="http://www.polskatimes.pl/" target="_self">Polska The Times</a>, nachdem Ministerpr&auml;sident Donald Tusk am Sonntag infolge der Protestaktionen der polnischen Minderheitenschulen gegen die vor ein paar Monaten eingef&uuml;hrte Reform des Bildungssystems nach Litauen flog. Rund 60.000 (von 280.000) in Litauen lebende Polen unterzeichneten eine Unterschriftensammlung gegen die Reform, die sie als diskriminierend ansehend. Am Freitag streikte die Mehrzahl der polnischen Schulen in Litauen, doch der Streik wird f&uuml;r zwei Wochen unterbrochen: Es wurde angek&uuml;ndigt, dass Polen und Litauen einen Ausschuss bilden werden, der einen Kompromiss f&uuml;r die umstrittene Reform finden soll.</p>
<p><a href="http://wyborcza.pl/1,75968,10229990,Wilno___Warszawa_wspolna_sprawa.html" target="_self">Der Leitartikel der Gazeta Wyborcza</a> hebt allerdings hervor, dass das neue Gesetz zwar die Anzahl der in polnischer Sprache unterrichteten F&auml;cher reduziert und zweifellos die Schlie&szlig;ung mancher polnischen Schulen ausl&ouml;sen wird, dass es jedoch die polnische Bev&ouml;lkerung in Litauen nicht diskriminiert, sondern sie nur &bdquo;dem Bildungsstandard n&auml;her bringt, den nationale Minderheiten in anderen EU-L&auml;ndern genie&szlig;en&ldquo;. Der Warschauer Tageszeitung zufolge k&ouml;nnte die Einrichtung des bilateralen Bildungsausschusses durchaus &bdquo;der erste Schritt zur L&ouml;sung anderer kritischer Punkte f&uuml;r die polnische Minderheit&ldquo; sein, wie etwa die Entsch&auml;digungen f&uuml;r die polnischen Besitzt&uuml;mer, die nach dem Zweiten Weltkrieg von der Sowjetunion beschlagnahmt wurden, oder das Recht auf &ouml;ffentliche Ausschilderung in beiden Sprachen. &bdquo;Litauen muss verstehen, dass (...) Grundrechte in der EU nicht nur eine polnische Verr&uuml;cktheit sind&ldquo;, sondern &bdquo;ein Aufruf, die EU-Normen einzuhalten&ldquo;, schlie&szlig;t die Gazeta Wyborcza.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 05 Sep 2011 14:45:56 +0100</pubDate><guid>915121</guid></item>
<item><title>Polen | Sonnige Vergangenheit, düstere Aussichten?</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/899861-sonnige-vergangenheit-duestere-aussichten</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Wir wachsen. Aber wie lange noch?&ldquo; <a target="_self" href="http://wyborcza.pl/1,75248,10202865,Rosniemy__Ale_jak_dlugo_.html">fragt die Gazeta Wyborcza</a> nach der Ver&ouml;ffentlichung der Wirtschaftszahlen f&uuml;r das zweite Quartal 2011. Polens Bruttoinlandprodukt ist in dieser Zeit um 4,3 Prozent gestiegen, nach einem 4,4-prozentigen Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres. &bdquo;W&auml;hrend Europa schw&auml;cher wird, h&auml;lt Polen weiter aus&ldquo;, bemerkt die Warschauer Tageszeitung. Doch die meisten Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass dieses schnelle Wachstum aufgrund der Verlangsamung in anderen L&auml;ndern der Eurozone, der drohenden Rezession, der niedrigeren Nachfrage der Industrie und der sinkenden Exportzahlen langfristig nicht haltbar sein wird. &bdquo;Die vom [zentralen Statistikamt] GUS ver&ouml;ffentlichten Daten sind in der Tat sehr positiv. Doch diese Zahlen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die Gefahr k&ouml;nnte sehr bald aus dem Ausland kommen&ldquo;, warnt der Wirtschaftswissenschaftler Witold Orłowski, der damit auf die schlechte Performance von Deutschlands Bruttoinlandprodukt im letzten Quartal anspielt.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 31 Aug 2011 14:12:14 +0100</pubDate><guid>899861</guid></item>
<item><title>Zentraleuropa | Die ehemalige DDR: der neue Wilde Westen (Lidové noviny , Prag)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/894861-die-ehemalige-ddr-der-neue-wilde-westen</link><description><![CDATA[Immer mehr Polen kommen in die ehemalige DDR. Sie füllen die durch die Massenabwanderung  der „Ossis” nach dem Fall der Berliner Mauer entstandene Lücke. Lidové noviny fordert die Tschechen auf, dem Beispiel zu folgen und damit die Grenzen von Mitteleuropa aufzuweichen. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 29 Aug 2011 16:51:05 +0100</pubDate><guid>894861</guid></item>
</channel></rss>
