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            <channel><title>Presseurop | <![CDATA[Italien]]></title>
                <link>http://www.presseurop.eu/de</link>
                <description>Das Beste aus Europas Presse in 10 Sprachen</description>
                <language>de</language><item><title>Euro-Zone | Euro-Schutzwall könnte mit Griechenland zu Fall kommen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1988951-euro-schutzwall-koennte-mit-griechenland-zu-fall-kommen</link><description><![CDATA[<p>Die Eurozone ist scheinbar nicht genug ger&uuml;stet, um den Konsequenzen eines griechischen Zahlungsausfalls zu trotzen. Wie die <a href="http://www.ft.com/intl/cms/s/0/517e01a6-9ddf-11e1-9a9e-00144feabdc0.html#axzz1uwVQ8fQP" target="_self"><em>Financial Times</em></a> schreibt: &bdquo;Die europ&auml;ischen M&auml;rkte wurden am Montag von der Bef&uuml;rchtung getroffen, der Schutzwall der Eurozone k&ouml;nne sich als ungen&uuml;gender Schutz f&uuml;r Spanien und andere bedr&auml;ngte L&auml;nder erweisen, falls Griechenland in einem ungeregelten Verfahren aus der W&auml;hrungsunion austritt.&ldquo;</p>
<p>Die Kreditkosten f&uuml;r spanische und italienische Zehnjahresanleihen schossen auf eine in diesem Jahr bisher unerreichte H&ouml;he und gleichzeitig fielen die Ertr&auml;ge der deutschen Zehnjahresanleihen auf ein Rekordtief. Dadurch versch&auml;rfte sich die Differenz der Kreditkosten der europ&auml;ischen L&auml;nder auf ein neues Hoch. Die europ&auml;ischen Aktienm&auml;rkte verzeichneten am selben Tag ebenfalls ihren h&ouml;chsten R&uuml;ckgang seit drei Wochen. .</p>
<p>Was diese Probleme noch versch&auml;rft: Moody&rsquo;s stufte am Montagabend <a href="/de/content/todays-front-pages/1988001-die-letzten-titelseiten">26 italienische Finanzinstitute</a> um ein bis vier Stellen ab und die Versicherungskosten gegen einen spanischen Zahlungsausfall erreichten ein Rekordhoch.</p>
<p>Der finanzielle Schutzwall &ndash; der Europ&auml;ische Stabilit&auml;tsmechanismus &ndash; ist ein Rettungssystem in H&ouml;he von 500 Milliarden Euro, das von den europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs eingerichtet wurde. Manche Experten stellen nun in Frage, ob es wohl ausreichen wird, um die gr&ouml;&szlig;eren bedrohten L&auml;nder, wie Spanien und Italien, zu retten. Luke Spajic, Seniot Fund Manager bei Pimco, erkl&auml;rte der Financial Times:</p>
<blockquote><p>&bdquo;Es sieht zur Zeit alarmierend aus. Der Markt versucht effektiv, einen unregelm&auml;&szlig;igen Austritt Griechenlands zu beziffern.&ldquo;</p>
</blockquote>
<p>Die FT f&uuml;gt hinzu, dass zunehmend nach entscheidenden Aktionen der politischen Entscheidungstr&auml;ger in Europa gefordert wird, damit systemisch relevantere L&auml;nder von den Bedenken hinsichtlich Griechenlands nicht mit &bdquo;hinuntergezogen&ldquo; werden.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 15 May 2012 15:09:00 +0100</pubDate><guid>1988951</guid></item>
<item><title>Italien | Beppe Grillo, antipolitischer Schmierenkomödiant</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1967831-beppe-grillo-antipolitischer-schmierenkomoediant</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Das System l&ouml;st sich auf&ldquo;, warnt <a href="http://espresso.repubblica.it/dettaglio/ma-i-partiti-lhanno-capita/2180496" target="_self"><em>Espresso</em></a> nach der ersten Runde der <a href="http://www.repubblica.it/static/speciale/2012/elezioni/comunali/index.html?ref=HREC1-8" target="_self">Kommunalwahlen</a> vom 6. und 7. Mai. Die konservativen Parteien, die 2008 die letzten Parlamentswahlen gewonnen hatten, erfuhren einen Einsturz und auch die Kandidaten der Lega Nord und des Popolo della Libert&agrave; (dt.: Volk der Freiheit) kamen in vielen Gemeinden nicht weiter. Doch nicht etwa die Linksliberalen profitieren davon: Die Protestwahl kam vor allem dem <a href="http://www.beppegrillo.it/movimento/" target="_self">Movimento 5</a> Stelle (dt.: 5-Sterne-Bewegung) von Beppe Grillo zugute. Mit &uuml;ber zehn Prozent der Stimmen in vielen Gemeinden k&ouml;nnte das aktuelle politische Ph&auml;nomen mehrere &Auml;mter davontragen.</p>
<p>Der ehemalige Komiker Grillo ist f&uuml;r seine Polemiken bekannt und unterh&auml;lt einen <a href="http://www.beppegrillo.it/" target="_self">Blog</a> mit einer gro&szlig;en Leserschaft. Der 64-J&auml;hrige gr&uuml;ndete seine Partei im Jahr 2009 und unternahm eine Reihe von Meetings mit Schaucharakter, in welchen er diverse politisch-finanzielle Skandale sowie die Unzul&auml;nglichkeiten der &bdquo;Kaste&ldquo;, wie man die italienische F&uuml;hrungsklasse nennt, anprangerte.</p>
<p>&bdquo;Wie alle Protestbewegungen bringt auch die von Beppe Grillo einen wohltuenden frischen Wind ein&ldquo;, schreibt Espresso, &bdquo;doch sie verk&ouml;rpert auch den demagogischen Geist derer, die davon tr&auml;umen, Mario Monti, seiner Regierung, seine Steuern und seine wachstumslose Sparpolitik zu st&uuml;rzen.&ldquo;<a href="http://www.corriere.it/politica/12_maggio_11/grillo-stella-uomo-qualunque_98ef9e0c-9b26-11e1-81bc-34fceaba092f.shtml" target="_self"><em> Corriere della Sera</em></a> st&ouml;&szlig;t ins selbe Horn:</p>
<blockquote><p>Gewiss, Grillo ist ein Schmierenkom&ouml;diant, der mit seinen wolkenbruchartigen Tiraden auch an populistischen und antipolitischen Auffassungen kitzelt [...] Doch sein Programm enth&auml;lt viele Vorschl&auml;ge: Vom M&uuml;llmanagement bis zur Ablehnung des einfachen Wachstums durch Immobiliengesch&auml;fte, von der Transparenz der Beh&ouml;rden bis zum Einsatz des Internets auf dem Niveau eines westlichen Staates.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 11 May 2012 15:26:21 +0100</pubDate><guid>1967831</guid></item>
<item><title>Lasst die Debatte beginnen! | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1887831-lasst-die-debatte-beginnen</link><description><![CDATA[<p>Ist Fran&ccedil;ois Hollande &bdquo;Br&uuml;ssels Liebling&ldquo;, wie die links ausgerichtete Tageszeitung <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/todays-front-pages/1885201-die-letzten-titelseiten" target="_self"><em>Lib&eacute;ration</em></a> behauptet, oder eher ein &bdquo;f&uuml;r Europa gef&auml;hrlicher Mann&ldquo;, <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1887851-ist-das-der-gefaehrlichste-mann-europas" target="_self">wie es die liberale Wochenzeitung <em>The Economist</em> bef&uuml;rchtet</a>? Eins ist sicher: Das Versprechen des sozialistischen Kandidaten, als franz&ouml;sischer Pr&auml;sident einen Wachstumspakt einzufordern, wenn er am 6. Mai gew&auml;hlt werden sollte, l&ouml;st eine Debatte aus, die den Erwartungen vieler Europ&auml;er entspricht. Au&szlig;erdem hat es einigen Staatschefs die Zunge gel&ouml;st, die bis dato von Angela Merkel in Zaum gehalten wurden.</p>
<p>Am 25. April hat der Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Zentralbank Mario Draghi den Begriff Wachstumspakt &uuml;bernommen und Kanzlerin Merkels Unterst&uuml;tzung erhalten. Doch nur weil die beiden gr&ouml;&szlig;ten Verfechter der Schuldenreduzierung und der Haushaltsdisziplin die Worte des Franzosen aufgreifen, hei&szlig;t das noch lange nicht, dass sie seinem Programm zustimmen. Es bedeutet vielmehr, dass zwei unterschiedliche Lager ihre Kampfstellung f&uuml;r die n&auml;chsten Monate beziehen.</p>
<p>Seinerseits bef&uuml;rwortet Fran&ccedil;ois Hollande Infrastrukturprojekte, die von den europ&auml;ischen &bdquo;project bonds&ldquo; finanziert werden, eine gesteigerte Rolle der Europ&auml;ischen Investitionsbank, Finanztransaktionssteuern und die Verwendung ungenutzter europ&auml;ischer Strukturfonds. Auf der anderen Seite erinnert Mario Draghi daran, dass die Haushaltspolitik der Staaten &bdquo;gegenseitiger &Uuml;berwachung unterworfen und gegebenenfalls korrigiert werden muss&ldquo;.&nbsp; Des Weiteren seien &bdquo;Wachstum erm&ouml;glichende strukturelle Anpassungen notwendig, um Unternehmertum, die Entstehung neuer Firmen und Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze zu erleichtern&ldquo;. Selbst wenn diese &bdquo;schmerzhaft&ldquo; sein sollten.</p>
<p>Angebot nach Nachfrage, liberale Reform gegen keynesianische Wiederbelebung. Innerhalb der Wirtschaft ist diese Debatte nicht neu, sie war aber in der EU praktisch <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1590871-ist-keynesianismus-heute-ein-gedankenverbrechen">zum Schweigen gekommen</a>. Wer wird gewinnen? Wenn Hollande Pr&auml;sident wird, k&auml;me er mit der Frische und der Legitimit&auml;t daher, an denen es seinen Kollegen mangelt.</p>
<p>Trotzdem ist es nicht sicher, dass er es schaffen k&ouml;nnte, ein eindeutiges Kr&auml;fteverh&auml;ltnis zu seinen Gunsten zu schaffen. Man erinnere sich, dass vor nur zwei Monaten zw&ouml;lf europ&auml;ische Staatschefs zu Ma&szlig;nahmen aufriefen, die die Wirtschaft anregen sollten. Doch das, was im Gro&szlig;en und Ganzen in dem <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1533661-zwoelf-gegen-merkozy" target="_self">Text</a> steht &ndash; Reformen des Arbeitsmarktes, &Ouml;ffnung des Dienstleistungssektors, usw.. -&nbsp; kommt eher dem n&auml;her, was Draghi und Merkel w&uuml;nschen als dem, was der Franzose verficht. So gesehen erinnert das <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1879641-merkel-ist-isoliert-und-wendet-sich-monti-zu" target="_self">Vorgehen der Kanzlerin</a> gegen&uuml;ber Mario Monti stark an Man&ouml;ver, um Hollande zu isolieren.</p>
<p>Denn dieser braucht einen anderen starken Partner in der europ&auml;ischen Wirtschaft. Immerhin kann er auf einen Sieg der Arbeiterpartei bei den n&auml;chsten Wahlen in den Niederlanden hoffen.</p>
<p>Es scheint so, als entst&uuml;nde im Europ&auml;ischen Rat eine echte Alternative linker und rechter Politik. Daraus resultiert eine ehrliche Debatte &uuml;ber die sozial&ouml;konomische Ausrichtung der EU.</p>
<p>Nach zwei Jahren der Krise kann eine aufrichtige Diskussion, sagen wir sogar, ein bisschen Demokratie, nicht schaden.</p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:56:10 +0100</pubDate><guid>1887831</guid></item>
<item><title>Deutschland-Italien | Merkel ist isoliert und wendet sich Monti zu</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1879641-merkel-ist-isoliert-und-wendet-sich-monti-zu</link><description><![CDATA[<p>Angela Merkel will im Tumult der Krise nicht alleine dastehen. Ihr langj&auml;hriger Partner Nicolas Sarkozy ist nach dem ersten Wahlgang in Frankreich auf dem Weg ins Aus und so sucht die Kanzlerin einen neuen Verb&uuml;ndeten. Ihre Wahl scheint auf Mario Monti gefallen zu sein. Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung, gab bekannt, dass Merkels und Montis Teams bereits zusammengekommen sind, um eine Reihe von gemeinsamen deutsch-italienischen Initiativen zu planen. Es sollen Ma&szlig;nahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft gef&ouml;rdert werden, &uuml;ber die der Europ&auml;ische Rat im Juni dann diskutieren soll, <a target="_self" href="http://www3.lastampa.it/economia/sezioni/articolo/lstp/451790/">berichtet <em>La Stampa</em></a>.</p>
<p>Merkel verliert nicht nur potentiell ihre traditionellen treuen Anh&auml;nger Frankreich und die Niederlande (deren Regierung nach einem Streit &uuml;ber die Sparpolitik zur&uuml;cktrat), auch Merkels Credo der Finanzdisziplin geriet gestern unter Beschuss: EZB-Vorsitzender Mario Draghi erkl&auml;rte, Haushaltskonsolidierung k&ouml;nne nicht durch K&uuml;rzungen und Steuern allein erreicht werden und erfordere &bdquo;strukturelle Ma&szlig;nahmen zur F&ouml;rderung des Wirtschaftswachstums.&rdquo; Die r&ouml;mische Tageszeitung fasst diese Einstellung unter dem Titel &bdquo;Mehr Mut zum Wachstum&rdquo; zusammen und schreibt:</p>
<blockquote><p>W&auml;hrend sie das Urteil der franz&ouml;sischen Wahlen abwartet, beherzigt Merkel Draghis Aussage und erkennt endlich ausdr&uuml;cklich an, dass wir [...] Wachstum [brauchen], das durch Strukturreformen unterst&uuml;tzt werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 26 Apr 2012 14:54:40 +0100</pubDate><guid>1879641</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Wenn das Volk zum Störfaktor wird (Frankfurter Rundschau, Frankfurt)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1858991-wenn-das-volk-zum-stoerfaktor-wird</link><description><![CDATA[Auf den Finanzmärkten geht ein Gespenst um: dass, das Heer von Arbeitslosen und Armen die Politik der Mächtigen nicht mehr abnickt. Allzu viel Demokratie wollen deshalb weder Politiker noch Wirtschaftsbosse wagen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 24 Apr 2012 12:13:44 +0100</pubDate><guid>1858991</guid></item>
<item><title>Italien | Venedig, traurig-schöne Schaufensterstadt (Corriere della Sera, Mailand)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1785871-venedig-traurig-schoene-schaufensterstadt</link><description><![CDATA[Jahr um Jahr wird Venedig mehr zur Geisterstadt, denn hunderte Einwohner flüchten aus der Lagune und überlassen sie internationalen Konzernen und Kunstspekulanten. Alle Versuche die Wirtschaftskraft wieder zu beleben, scheitern an fehlender staatlicher Finanzierung und am Fatalismus der verbliebenen Einwohner. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 12 Apr 2012 12:25:30 +0100</pubDate><guid>1785871</guid></item>
<item><title>Italien | Montis Mission am seidenen Faden</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1784491-montis-mission-am-seidenen-faden</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;Kurseinbr&uuml;che und Spread-H&ouml;henfl&uuml;ge&ldquo;. Mit diesem Titel beschreibt <em>La Stampa</em> die Finanzhysterie vom gestrigen Dienstag, an dem die Aktienkurse europaweit in die Tiefe st&uuml;rzten. Ganz oben auf Panikwelle schwamm Italien: Mailand verlor fast f&uuml;nf Prozent und musste hinnehmen, dass die Differenz zwischen seinen Anleihen und deutschen Benchmark-Bonds die 400-Punkte-Schwelle &uuml;berschritt. Im Gegensatz zu den deutschen Staatsanleihen, die sich lediglich mit 1,65 Prozent rentierten, stieg die Rendite zehnj&auml;hriger italienischer Staatsanleihen auf 5,66 Prozent.</p>
<p>Regierungschef Mario Monti versuchte, die Bef&uuml;rchtungen zu zerstreuen. Vielmehr stellte er Spaniens Probleme und Wachstumsschw&auml;che an den Pranger. Privat soll Monti den italienischen Unternehmerverband geh&ouml;rig zusammengestaucht haben, berichtet die Tageszeitung aus Turin. Sein Vorwurf: Mit ihrer Kritik an der Arbeitsmarktreform h&auml;tten die Unternehmer die staatliche Unterst&uuml;tzung ins Wanken gebracht. Sie hatten bem&auml;ngelt, dass die Reform nicht weit genug gehe und den Gewerkschaften zu sehr entgegenkomme.</p>
<p><a target="_self" href="http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9982">In <em>La Stampa</em> schreibt der fr&uuml;here <em>Economist</em>-Chefredakteur</a>, Bill Emmot:</p>
<blockquote><p>&Uuml;bersch&auml;tzt man t&auml;gliche oder w&ouml;chentliche Marktentwicklungen, begeht man einen groben Fehler, weil diese eher tierpsychologischen Logiken folgen. [...] Dahinter versteckt sich allerdings eine grundlegende Wahrheit: Das Staatsschuldenproblem konnte weder in Italien noch in Europa gel&ouml;st werden. Sollte die Rezession in Italien oder Spanien auch nur einen Hauch schlimmer werden als erwartet, wird [keines der beiden L&auml;nder] sein Haushaltsdefizit so abbauen k&ouml;nnen wie geplant. Daraufhin wird man den politischen Willen infrage stellen. [...]</p>
<p>Selbst wenn Montis Reformen im Vergleich zu denen der vorherigen Regierungen tiefer greifen, so sind sie den Problemen nicht gewachsen. Er stie&szlig; ein alles in allem dennoch bescheidenes Liberalisierungsprogramm an, schuf einige Wachstumsanreize und brachte eine Arbeitsmarktreform ins Rollen, die ganz sicher nicht in die Geschichte eingehen wird. Keinem einzigen Anleihenk&auml;ufer wird man das Gef&uuml;hl vermitteln k&ouml;nnen, dass Italiens Wachstumsaussichten sich radikal ver&auml;ndert haben.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Wed, 11 Apr 2012 15:11:00 +0100</pubDate><guid>1784491</guid></item>
<item><title>Libyen | Ermittlungen gegen europäische Ölfirmen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1776781-ermittlungen-gegen-europaeische-oelfirmen</link><description><![CDATA[<p>Libyens Nationaler &Uuml;bergangsrat ermittelt &uuml;ber &Ouml;lvertr&auml;ge, die in den letzten Jahren des Gaddafi-Regimes mit ausl&auml;ndischen Firmen abgeschlossen wurden, so <a href="http://www.corriere.it/esteri/12_aprile_09/libia-cnt-inchiesta-compagnie-petrolifere-straniere-gheddafi_d2e4cc20-825f-11e1-9c86-d5f7abacde61.shtml" target="_self">berichtet der <em>Corriere della Sera</em></a>. Die Untersuchungen konzentrieren sich auf die mutma&szlig;liche Bestechung libyscher Beamter von 2008 bis 2011 und betreffen unter anderen zwei der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Energiekonzerne, die italienische ENI und den Franzosen Total.</p>
<p>Die Ermittlungen starteten eine Woche nachdem die US-Wertpapieraufsichtsbeh&ouml;rde ein &auml;hnliches Verfahren eingeleitet hatte. Falls sie &uuml;berf&uuml;hrt werden, m&uuml;ssten die Firmen mit massiven Geldstrafen rechnen. Zudem w&uuml;rden ihre aktuellen und zuk&uuml;nftigen Vertr&auml;ge mit der neuen Regierung f&uuml;r null und nichtig erkl&auml;rt. <a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052702303815404577331802347989804.html" target="_self">Nach Angaben des <em>Wall Street Journal</em></a> wirft die Untersuchung &bdquo;einen Schatten auf die Ambitionen der Firmen, ihre Aktivit&auml;ten in dem Land mit den gr&ouml;&szlig;ten Erd&ouml;lreserven Afrikas auszubreiten&ldquo;.</p>
<p>Insbesondere ENI war unter Muammar Gaddafi der gr&ouml;&szlig;te Betreiber in Libyen und gelangte nach dem Regimewechsel schnell wieder zu seiner F&uuml;hrungsposition, mit einem laufenden Produktionsanteil von rund 14 Prozent. Das Unternehmen wollte diese Zahl in den n&auml;chsten zehn Jahren durch geplante Investitionen &uuml;ber 30 Milliarden Dollar verdoppeln.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 10 Apr 2012 13:29:01 +0100</pubDate><guid>1776781</guid></item>
<item><title>Roma | Die ewig ungeschützte Minderheit (MO*, Brüssel)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1758431-die-ewig-ungeschuetzte-minderheit</link><description><![CDATA[Der größten Minderheit in Europa geht es heute nicht besser als vor zehn Jahren. Trotz aller Bemühungen der Nichtregierungsorganisationen und trotz des EU-Fonds geht. Die Hauptgründe: Brüssel kümmert sich nicht , die lokalen Politiker sind korrupt, und die Mitgliedsstaaten interessiert das Problem nicht. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 06 Apr 2012 17:05:29 +0100</pubDate><guid>1758431</guid></item>
<item><title>Italien | Post-Berlusconi: Umberto Bossi beschließt eine Epoche</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1758051-post-berlusconi-umberto-bossi-beschliesst-eine-epoche</link><description><![CDATA[<p>F&uuml;r <em>La Stampa</em> ist es nichts Geringeres als &bdquo;ein Erdbeben&ldquo; innerhalb der Lega Nord: Der R&uuml;cktritt von Umberto Bossi, Gr&uuml;nder und bis vor Kurzem unangefochtener Chef der populistischen, autonomen Partei, stellt der <a target="_self" href="http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9968">Tageszeitung</a> aus Turin zufolge &bdquo;eine Kapitulation dar, die eine &Auml;ra beschlie&szlig;t&ldquo;.</p>
<p>Bossi wurde Opfer der Veruntreuungsoffenbarungen von &ouml;ffentlichen Geldern seiner Partei, mit denen private Ausgaben seiner Angeh&ouml;rigen gezahlt wurden. Unter anderem hatte auch sein ernannter Erbe Renzo davon profitiert. Ein Triumvirat ersetzt ihn in seiner Funktion als Parteisekret&auml;r. Ihm selbst wurde das Amt des Ehrenpr&auml;sidenten &uuml;bertragen.</p>
<p>Der Zeitung zufolge sei &bdquo;es kein Zufall, dass Umberto Bossis Abschied knappe f&uuml;nf Monate nach dem Abdanken Silvio Berlusconis erfolgt&ldquo;. Dieser hatte &uuml;ber drei Wahlmandate mit der Lega regiert: &bdquo;So wie manch untr&ouml;stlicher Witwer konnte der eine das Ende des anderen nicht &uuml;berleben. Ihr B&uuml;hnenabgang &auml;ndert unerwartet und wahrscheinlich f&uuml;r immer das Profil der italienischen Rechten und somit auch die gesamte nationale politische Landschaft.&ldquo;</p>
<p><a target="_self" href="http://www.repubblica.it/politica/2012/04/06/news/la_caduta_degli_idoli-32837369/"><em>La Repubblica</em></a> zufolge h&auml;tte sich der Separatist Bossi selbst ein Bein gestellt. Jahrelang hat er gegen das &sbquo;diebische Rom&rsquo; und den &sbquo;Vandalstaat&rsquo; gewettert. Die Diebe hatte die Lega in ihren eigenen Reihen, sogar aus dem Hause Bossi. Und der Vandalismus fand in seinen B&uuml;ros auf Kosten des Steuerzahlers statt.&rdquo;</p>
<p>Dennoch, schreibt der <a target="_self" href="http://www.corriere.it/editoriali/12_aprile_06/battista-il-po-mormorava_d5eebd06-7fa6-11e1-8090-7ef417050996.shtml"><em>Corriere della Sera</em></a>, war das Bild des ungest&uuml;men &bdquo;Senat&ugrave;r&ldquo;, der in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden die Spaltung eines imagin&auml;ren Padaniens an die Wand malte, schon seit l&auml;ngerem angekratzt:</p>
<blockquote><p>Der rebellische Chef war selbst Gefangener seiner politischen Paranoia. Je mehr seine F&uuml;hrung an Gewicht verlor, desto mehr f&uuml;hlte er sich von einem &sbquo;Komplott&rsquo; verfolgt und verlor Tag f&uuml;r Tag mehr den Kontakt mit der weiten Welt der Kleinunternehmer des Nordens, die auf die Lega gesetzt hatten. [&hellip;] Diejenigen, die an die Steuerreform und die Erleichterung der B&uuml;rokratie und der Staatsmaschinerie im freien Norden geglaubt hatten, vertrauten schon seit geraumer Zeit nicht mehr dem Sch&ouml;ngerede der Lega Nord.</p>
<p>&nbsp;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 06 Apr 2012 15:46:46 +0100</pubDate><guid>1758051</guid></item>
<item><title>Italien | Krise tötet Kleinunternehmer (Linkiesta, Mailand)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1752241-krise-toetet-kleinunternehmer</link><description><![CDATA[In Nordostitalien, einst Motor des Wirtschaftswunders der Neunziger, haben seit Jahresanfang rund fünfzig Handwerker und Firmenchefs den Freitod gewählt. Sie konnten sich dem krisenbedingten Wandel nicht anpassen und mussten zusehen, wie das Modell, das ihnen zu Wohlstand und Ansehen verholfen hatte, allmählich zusammenbricht. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 05 Apr 2012 18:24:36 +0100</pubDate><guid>1752241</guid></item>
<item><title>Eurozone | Eine teure Illusion (De Volkskrant, Amsterdam)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1737251-eine-teure-illusion</link><description><![CDATA[Nun ist genug Geld da, um die Eurozone vor einer neuen Krise zu schützen, versicherten die europäischen Finanzminister am 29. März. Zieht aber erst einmal ein neues Unwetter auf, droht dieser buchhalterische Hokuspokus schneller aufzufliegen als man denkt. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 02 Apr 2012 17:14:42 +0100</pubDate><guid>1737251</guid></item>
<item><title>Italien | In Neapel gehen Kinder wieder arbeiten (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1721401-neapel-gehen-kinder-wieder-arbeiten</link><description><![CDATA[Neapel gehört zu den ärmsten Städten Europas. Hier verlassen tausende Kinder die Schule, um ihren Eltern dabei zu helfen, über die Runden zu kommen. Sie leisten Schwarzarbeit oder werden von der Mafia für deren Drecksarbeit angeheuert. Die Krise hat dieses Phänomen noch verstärkt. Auszüge. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 30 Mar 2012 17:29:32 +0100</pubDate><guid>1721401</guid></item>
<item><title>Italien | Der Trick mit dem Regenschirm | Cartoon (La Repubblica, Rom)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1679881-der-trick-mit-dem-regenschirm</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Fri, 23 Mar 2012 16:45:23 +0100</pubDate><guid>1679881</guid></item>
<item><title>Italien | Die Werkstatt der falschen Euros (La Repubblica, Rom)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1679531-die-werkstatt-der-falschen-euros</link><description><![CDATA[Aus der Gegend um Giugliano, einer der Camorra-Hochburgen in der Nähe von Neapel, kommt fast die Hälfte der im Umlauf befindlichen Euro-Banknoten. Mehr als eine Milliarde wurden so durch ein internationales Netzwerk in den Verkehr gebracht – durch seine Ableger in Afrika und Lateinamerika ist die Stabilität der Gemeinschaftswährung bedroht. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 23 Mar 2012 14:46:05 +0100</pubDate><guid>1679531</guid></item>
<item><title>Regionen | Die Separatisten unter dem Europa-Banner (Uważam Rze , Warschau)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1667271-die-separatisten-unter-dem-europa-banner</link><description><![CDATA[Nach Katalonien und dem selbst ausgerufenen Padanien spricht nun auch Schottland ganz offen von seiner Unabhängigkeit. Eigenständig würden all diese Regionen nicht unbedingt von Europa profitieren. Dennoch führen sie das europäische Ideal als politisches Argument ins Feld. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 21 Mar 2012 16:20:45 +0100</pubDate><guid>1667271</guid></item>
<item><title>Automobilindustrie | Europäische Hersteller abgebremst</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1640091-europaeische-hersteller-abgebremst</link><description><![CDATA[<p>Der europ&auml;ische Automobilmarkt reiht rote Zahlen aneinander: &ndash; 9,7 Prozent im Februar, <a target="_self" href="http://www.lesechos.fr/entreprises-secteurs/auto-transport/actu/0201951388058-psa-et-renault-derapent-sur-le-marche-europeen-302627.php">k&uuml;ndigt die Wirtschaftstageszeitung Les Echos an</a>. Die franz&ouml;sischen Hersteller liegen bei diesem Abw&auml;rtstrend ganz vorne. Renault verbucht einen R&uuml;ckgang von 27,7 Prozent, w&auml;hrend sich die Talfahrt von Peugeot um 20,9 Prozent handelt und Citro&euml;n (PSA-Gruppe) 12 Prozent Verkaufsverluste einb&uuml;&szlig;t. Eine derartige Situation sollte den Rabattkrieg unter den gro&szlig;en Gruppen weiter sch&uuml;ren. H&auml;ufig gehen ihre Produkte 20 Prozent unter dem Katalogpreis auf den Markt.</p>
<p>In Italien ist die Situation auch nicht besser, <a target="_self" href="http://www.repubblica.it/economia/2012/03/15/news/immatricolazioni_auto_europa_crolla_fiat-31563833/">berichtet La Repubblica</a>. Die Verk&auml;ufe von Fiat gingen im Februar 2012 im Vergleich zum Februar des Vorjahres um 16,6 Prozent zur&uuml;ck. Am heutigen 16. M&auml;rz soll der Generaldirektor der Gruppe Sergio Marchionne den italienischen Regierungschef Mario Monti treffen, um &uuml;ber die Strategie Fiats in den kommenden Jahren zu diskutieren.&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 16 Mar 2012 16:04:00 +0100</pubDate><guid>1640091</guid></item>
<item><title>Gleichstellung | Gleiche Rechte für Regenbogenfamilien</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1632691-gleiche-rechte-fuer-regenbogenfamilien</link><description><![CDATA[<p>Mit seiner Entscheidung vom 13. M&auml;rz macht das Europ&auml;ische Parlament einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung von Frauen und M&auml;nnern. Der <a href="http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A7-2012-0041+0+DOC+XML+V0//DE" target="_self">Beschluss </a>soll gleichgeschlechtlichen Paaren in der ganzen Union die Heirat erm&ouml;glichen. W&auml;hrend die Entscheidung in den meisten EU-L&auml;ndern unbemerkt blieb, schlug sie in Italien Wellen. In einem f&uuml;r die Staaten allerdings unverbindlichen Abschnitt des Textes werden die viel zu strikten Definitionen der Familie &ldquo;bedauert&rdquo;. Aufgrund dieser in einigen [L&auml;ndern] dominierenden Auslegungen &ldquo;muss gleichgeschlechtlichen Paaren und ihren Kindern kein Rechtschutz gew&auml;hrt werden&rdquo;.</p>
<p>Ein &Auml;nderungsantrag der Rechtsliberalen (welche die parlamentarische Mehrheit stellen) zur Behebung dieses Aspekts wurde mit 20 Stimmen Unterschied von Linken, Gr&uuml;nen und Linksextremen abgelehnt, <a href="http://www3.lastampa.it/cronache/sezioni/articolo/lstp/446343/" target="_self">berichtet <em>La Stampa</em></a>. Der rechte Fl&uuml;gel in Italien verurteilte die Entscheidung als eine der &ldquo;Homo-Hochzeit-Linken&rdquo;.</p>
<p>&ldquo;Europa will uns homosexuelle Ehen aufzwingen&rdquo;, <a href="http://www.ilgiornale.it/interni/ora_leuropa_vuole_imporci_nozze_gay/14-03-2012/articolo-id=577198-page=0-comments=1" target="_self">emp&ouml;rt sich <em>Il Giornale</em></a>. Sollte der Beschluss als Resolution wirksam werden, werden die Mitgliedsstaaten auch gezwungen sein, Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren anzuerkennen, die in anderen EU-L&auml;ndern geschlossen wurden.</p>
<p>&nbsp;</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 15 Mar 2012 15:38:56 +0100</pubDate><guid>1632691</guid></item>
<item><title>Eurozone | Der Sturm ist vorüber. Politiker, jetzt seid ihr dran! (La Stampa, Turin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1625531-der-sturm-ist-vorueber-politiker-jetzt-seid-ihr-dran</link><description><![CDATA[Die europäische Wirtschaft scheint den Höhepunkt der Krise überstanden zu haben und befindet sich auf dem Genesungsweg. Nun darf sich die Politik nur nicht mehr zum Sklaven ihrer eigenen Unentschlossenheit und der bevorstehenden unvorhersehbaren Wahlergebnisse machen. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 14 Mar 2012 16:31:50 +0100</pubDate><guid>1625531</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Neun für die Finanzsteuer</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1610551-neun-fuer-die-finanzsteuer</link><description><![CDATA[<p>&bdquo;EU-L&auml;nder wollen Finanzsteuer durchsetzen&ldquo;,<a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/vorstoss-von-deutschland-und-acht-weiteren-staaten-eu-laender-wollen-finanzsteuer-durchsetzen-1.1306300" target="_self"> titelt die <em>S&uuml;ddeutsche Zeitung</em></a>. Die M&uuml;nchner Tageszeitung berichtet, dass die Finanzminister von neun EU-L&auml;ndern  &ndash;  Deutschland, Frankreich, Spanien, &Ouml;sterreich, Belgien, Finnland, Portugal, Griechenland und Italien  &ndash;  in einem gemeinsamen Brief an die d&auml;nische EU-Ratspr&auml;sidentschaft auf eine schnelle Entscheidung dr&auml;ngen. Bis Mitte des Jahres sollten &bdquo;alle Schwierigkeiten &uuml;berwunden&ldquo; sein. Die Steuer sei ein</p>
<blockquote><p>entscheidendes Instrument, um eine gerechte Beteiligung des Finanzsektors an den Kosten der Finanzkrise sicherzustellen.</p>
</blockquote>
<p>Die Initiative ist nicht neu: <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1544001-banker-gegen-banker" target="_self">Die EU-Kommission hatte bereits Ende September</a> einen Vorschlag zur europaweiten Einf&uuml;hrung einer Umsatzsteuer auf Gesch&auml;fte mit Aktien, Derivaten und weiteren Finanzprodukten vorgelegt. Gro&szlig;britannien und Schweden hatten sich sofort dagegen ausgesprochen. Dieses Mal wollen die Finanzminister &bdquo;nach Alternativen&ldquo; suchen, wenn sich bis Jahresmitte keine solche L&ouml;sung abzeichne. &ndash; Ein Schl&uuml;sselsatz des Briefes, der sich zwischen den Zeilen lese, so die <em>SZ</em>:</p>
<blockquote><p>Die Zahl neun sendet noch eine ganz andere Botschaft: Wir k&ouml;nnen auch alleine. [Nach den europ&auml;ischen Vertr&auml;gen k&ouml;nnen] L&auml;nder, finden sich mindestens neun Interessenten, auch alleine zusammenarbeiten. Verst&auml;rkte Zusammenarbeit nennt sich das im Europa-Jargon. [...] Und deshalb liest sich der kurze Brief fast schon wie eine handfeste Drohung an die z&ouml;gerlichen Kollegen. Denn alle Beteiligten wissen nun: Die Steuer wird ziemlich sicher eingef&uuml;hrt.</p>
</blockquote>
<p>Auch innenpolitisch brisant ist diese Botschaft mindestens f&uuml;r Frankreich und Deutschland, so die <em>SZ</em>: Nicolas Sarkozy k&ouml;nne so um ein paar zus&auml;tzliche Stimmen bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen werben, und Angela Merkel k&ouml;nne ihrer Opposition die durch den Fiskalpakt n&ouml;tig gewordene Verfassungs&auml;nderung schmackhaft machen.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 12 Mar 2012 13:17:39 +0100</pubDate><guid>1610551</guid></item>
<item><title>Deutschland | Merkels Wahlverschwörungen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1581341-merkels-wahlverschwoerungen</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;B&uuml;ndnis gegen Hollande.&rdquo;<a target="_self" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,819095,00.html"> Laut einem Bericht des<em> Spiegel</em></a> hat sich die Bundeskanzlerin mit mehreren europ&auml;ischen Partnern abgesprochen, Fran&ccedil;ois Hollande, den sozialistischen Kandidat in der franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentschaftswahl nicht zu empfangen. Der Italiener Mario Monti, der Spanier Mariano Rajoy und der Brite David Cameron sollen dieser geheimen Entente beigetreten sein. Merkel handle aus Sorge um ihre Europapolitik: Hollande hat angek&uuml;ndigt, er wolle im Fall seines Wahlsiegs den soeben in Br&uuml;ssel unterzeichneten Fiskalpakt neu aushandeln.</p>
<p><a target="_self" href="http://derstandard.at/1330390330536/Wahlverschwoerung-gegen-Hollande-Merkels-Frankreichpfusch">F&uuml;r den <em>Standard</em></a> zeigt diese &ldquo;seltsame Verschw&ouml;rungsaktion&rdquo;, dass die konservativen Regierungschefs in Europa ihre politische &Uuml;bermacht in Europa davonschwimmen sehen. Die Wiener Tageszeitung fasst Angela Merkel nicht mit Glac&eacute;handschuhen an:</p>
<blockquote><p>Durchsichtiger geht's kaum. Der Schuss geht nach hinten los. Bessere Wahlkampfhilfe kann die Kanzlerin f&uuml;r Hollande nicht leisten. Die Franzosen sind die leeren Versprechungen und Unterwerfungsgesten Sarkozys leid. Schon gar nicht will sich eine gro&szlig;e Mehrheit ausgerechnet von Berlin diktieren lassen, wer Pr&auml;sident wird.</p>
<p>Dass Merkel sich auf Cameron st&uuml;tzt (der sie beim Euro st&auml;ndig auflaufen l&auml;sst) und auf Rajoy (der gerade ank&uuml;ndigte, das spanische Defizit zu sprengen), zeigt, wie sehr sie schw&auml;chelt. Die Kanzlerin ist nicht souver&auml;n, wenn sie Parteipolitik vor Staatsr&auml;son setzt. Den m&ouml;glichen n&auml;chsten Pr&auml;sidenten im wichtigsten Partnerland so zu missachten zeugt von einer seit Jahrzehnten nicht mehr gesehenen Instinktlosigkeit.</p>
</blockquote>
<p>In Paris <a target="_self" href="http://www.liberation.fr/politiques/01012393933-merkel-monti-rajoy-et-cameron-auraient-decide-de-boycotter-hollande">stellt <em>Lib&eacute;ration</em> fest</a>, dass parallel zu diesem Zwischenfall 41 Prozent der in einer Umfrage befragten Franzosen &uuml;berzeugt sind, dass Deutschland &ldquo;die Krise ausnutzt, um seine Wirtschaft auf Kosten der anderen zu st&auml;rken&rdquo;&hellip; Wenn Fran&ccedil;ois Hollande die Wahl gewinnt, m&uuml;sse er als erstes Schadensbegrenzung betreiben, erkl&auml;rt die franz&ouml;sische Tageszeitung mit einem Zitat der Politologin Sabine von Oppeln. Zumal Angela Merkel zwei Monate vor der letzten Wahl, im Jahr 2007, die sozialistische Kandidatin S&eacute;gol&egrave;ne Royal mit einer gemeinsamen Pressekonferenz und einem Handschlag vor der Kamera willkommen gehei&szlig;en hatte.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 05 Mar 2012 15:13:43 +0100</pubDate><guid>1581341</guid></item>
<item><title>Italien | Straßburg verurteilt Abschiebungen</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1546781-strassburg-verurteilt-abschiebungen</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Italien abgewiesen&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.ilmanifesto.it/area-abbonati/in-edicola/manip2n1/20120224/manip2pg/01/manip2pz/IMMAGINE/">titelt <em>Il Manifesto</em></a>, nachdem der Europ&auml;ischen Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte EGMR urteilte, Italien habe gegen das Recht von Migranten auf Schutz vor Folter und Missbrauch versto&szlig;en. <a target="_self" href="http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=open&amp;documentId=901572&amp;portal=hbkm&amp;source=externalbydocnumber&amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649">Das Stra&szlig;burger Gericht gab der Klage</a> einer Gruppe von Eritreern und Somalis Recht, die im Mai 2009 auf einem Boot in Lampedusa gelandet waren. Gem&auml;&szlig; eines Abkommens mit Muammar al-Gaddafi wurden die Menschen nach Libyen, dem Ausgangsort ihrer Flucht, deportiert. Italien muss jeden der Fl&uuml;chtlinge mit 15.000 Euro entsch&auml;digen.</p>
<p>Nach Auffassung des Gerichts verst&ouml;&szlig;t die italienische Abschiebepolitik seit 2009 gegen internationales Recht, weil bei den Massenausweisungen keine Einzelf&auml;lle gepr&uuml;ft werden und das Recht auf Berufung vor einem italienischen Gericht ausgeschlossen sei. Der damalige italienische Innenminister Roberto Maroni der Lega Nord kritisierte das Urteil als &ldquo;politisch&rdquo;, w&auml;hrend Ministerpr&auml;sident Mario Monti ank&uuml;ndigte, die Praxis pr&uuml;fen zu wollen. <a target="_self" href="http://www.ilmanifesto.it/area-abbonati/in-edicola/manip2n1/20120224/manip2pg/01/manip2pz/318541/">Doch <em>Il Manifesto</em> ist skeptisch</a>:</p>
<blockquote><p>Die Abkommen mit der neuen libyschen Regierung gehen in dieselbe Richtung wie jene, die mit Gaddafi abgeschlossen wurden. Dies zu &auml;ndern, w&uuml;rde bedeuten, die Rechtsvorschriften gr&uuml;ndlich zu &uuml;berarbeiten und die Informationspolitik zu &auml;ndern. Liest man die Kommentare zum Urteil, wird deutlich, dass Europa heute als Bedrohung f&uuml;r unsere nationale Integrit&auml;t angesehen wird. Das ist das Ergebnis von zwei Jahrzehnten Fremdenfeindlichkeit und institutioneller Feindseligkeit gegen&uuml;ber Migranten.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 24 Feb 2012 13:47:35 +0100</pubDate><guid>1546781</guid></item>
<item><title>Wirtschaft | Zwölf gegen Merkozy</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1533661-zwoelf-gegen-merkozy</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Rom, London und Den Haag rei&szlig;en das Steuer herum&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.corriere.it/economia/12_febbraio_21/offeddu-monti-cameron-mercati_db6c071a-5c57-11e1-beff-3dad6e87678a.shtml">meint der <em>Corriere della Sera</em></a>. Am 20.&nbsp;Februar forderten die Regierungschefs Mario Monti, David Cameron und Mark Rutte den Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Rats, Herman Van Rompuy, in einem Schreiben auf, das Vertrauen der europ&auml;ischen B&uuml;rger in die F&auml;higkeit der Union, ein starkes und nachhaltiges Wachstum sicherzustellen, wieder aufzubauen.</p>
<p>Die Regierungschefs aus Estland, Lettland, Finnland, Irland, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Spanien, Schweden und Polen schlossen sich ihren Kollegen an. In ihrem Brief beschreiben sie, wie das Risiko einer durch die Sparprogramme ausgel&ouml;sten Rezession gebannt werden kann: st&auml;rkere &Ouml;ffnung des Dienstleistungsmarkts innerhalb der EU, Schaffung eines gemeinsamen Energiemarktes ab 2014 und eines gemeinsamen Digitalmarktes ab 2015, engere Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung, St&auml;rkung der Beziehungen zu aufstrebenden L&auml;ndern wie Indien, Flexibilisierung der Regeln f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen, Eingliederung von Frauen und jungen Erwachsenen in den Arbeitsmarkt, Liberalisierung der Berufszulassungen und Schaffung eines &ldquo;robusten und dynamischen&rdquo; Finanzsektors.</p>
<p>Angela Merkel und Nicolas Sarkozy geh&ouml;ren nicht zu den Unterzeichnern. &ldquo;Europa braucht einen neuen Antrieb&rdquo;, <a target="_self" href="http://quiosco.elmundo.orbyt.es/ModoTexto/paginaNoticia.aspx?id=8425936&amp;tipo=1&amp;sec=El%20Mundo&amp;fecha=21_02_2012&amp;pla=pla_562_Madrid">stellt <em>El Mundo</em> fest</a>. Das Schreiben sei &ldquo;die am besten koordinierte Antwort der EU auf die von Angela Merkel vertretene Kontroll- und Defizitpolitik&rdquo;.</p>
<blockquote><p>Der Brief wurde zur richtigen Zeit verfasst. Die Wirtschaft der EU steht am Rand der Rezession, die Arbeitslosigkeit steigt. Diese Initiative muss ber&uuml;cksichtigt werden, sofern die EU sich bewusst ist, dass die Staaten ihre Aufgaben ernst nehmen und bestrebt sind, ihre Haushalte zu sanieren und die Schulden abzubauen. Merkel sollte diese koordinierte Rebellion zur Kenntnis nehmen.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 21 Feb 2012 15:43:13 +0100</pubDate><guid>1533661</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Großer Räumungsverkauf in Europa (The Independent, London)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1532941-grosser-raeumungsverkauf-europa</link><description><![CDATA[In ganz Europa suchen Länder nach Möglichkeiten, schnell an Geld zu kommen. Alle scheinen dieselbe Idee zu haben und verkaufen ihr Staatsvermögen. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 21 Feb 2012 13:24:59 +0100</pubDate><guid>1532941</guid></item>
<item><title>Italien | Epochales Urteil im Prozess um Asbest-Tote</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1509171-epochales-urteil-im-prozess-um-asbest-tote</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Eternit: ein historisches Urteil&rdquo;, titelt <em>La Stampa</em> und begr&uuml;&szlig;t den Ausgang eines Mammutprozesses um Asbestvergiftungen in Turin. Die Richter verurteilten den fr&uuml;heren Eigent&uuml;mer des Asbest-Herstellers Eternit sowie einen Ex-Manager zu 16 Jahren Gef&auml;ngnis und 200 Millionen Euro Schadenersatz. Sie wurden der &ldquo;nachhaltigen Gef&auml;hrdung von Gesundheit und Umwelt&rdquo; schuldig befunden. Nach Ansicht der Richter hatten sie seinerzeit im Werk von Casale Monferrat (im Nordwesten Italiens) die Sicherheitsstandards nicht eingehalten, obwohl ihnen die Gefahren dieser Substanz bekannt waren. Die Beklagten, der Schweizer Milliard&auml;r Stephan Schmidheiny, 64, und der belgische Baron Louis de Cartier de Marchienne, 90, waren bei Urteilsverk&uuml;ndung nicht anwesend.</p>
<p>Ihr Werk produzierte in den Sechziger- und Siebzigerjahren asbesthaltige Bauplatten. Die Platten sind seit 1986 in Europa verboten, werden in anderen Regionen der Welt aber weiterhin hergestellt. Rund 3000 F&auml;lle von Asbestose und Lungenkrebs sind unter den Arbeitnehmern und der Bev&ouml;lkerung festgestellt worden  &ndash;  1830 Menschen sind allein in Casale daran bereits gestorben, 3000 in Italien.</p>
<p>Es handelt sich hierbei um den gr&ouml;&szlig;ten Prozess zur Asbest-Kontamination, der je stattgefunden hat, sowie um den ersten &uuml;berhaupt vor einem Strafgerichtshof, <a href="http://www3.lastampa.it/cronache/sezioni/articolo/lstp/442328/" target="_self">betont die Turiner Tageszeitung</a>. <a href="http://www3.lastampa.it/cronache/sezioni/articolo/lstp/442443/" target="_self">F&uuml;r <em>La Stampa</em>-Chef Mario Calabresi</a> ist das Urteil</p>
<blockquote><p>die Belohnung eines der mutigsten und z&auml;hesten K&auml;mpfe f&uuml;r Wahrheit und Gerechtigkeit, die jemals in Italien gef&uuml;hrt wurden. Ein Kampf, der nachgewiesen hat, dass man jahrelang Asbest weiterproduziert hat, obwohl die Gefahren f&uuml;r die Allgemeinheit bekannt waren. Ab heute kann niemand mehr von Unkenntnis oder Manipulation reden. Die Entscheidung ist aber nicht der Schlusspunkt dieser Geschichte, nicht das Ende des Massakers: Heute gibt es j&auml;hrlich 50 neue F&auml;lle von Lungenkrebs in der Region, doppelt so viele wie vor zehn Jahren.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 14 Feb 2012 13:27:26 +0100</pubDate><guid>1509171</guid></item>
<item><title>Debatte | Griechische Faulpelze! Das ideale Vorurteil (CriticAtac, Bukarest)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1506211-griechische-faulpelze-das-ideale-vorurteil</link><description><![CDATA[Arm also schuldig: Befeuert durch die griechische Krise sieht es so aus, als würde diese Einschätzung der Südeuropäer im Norden Europas immer mehr zum Konsens werden. Eine vereinfachte und verlogene Analyse, die uns davon ablenken soll zu verstehen, was wirklich vor sich geht. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 13 Feb 2012 15:38:44 +0100</pubDate><guid>1506211</guid></item>
<item><title>Italien | Keine Pleite in Sicht | Cartoon (L'Espresso, Rom)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1498871-keine-pleite-sicht</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Fri, 10 Feb 2012 18:34:38 +0100</pubDate><guid>1498871</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Europas Schicksal auf Montis Schultern</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1497561-europas-schicksal-auf-montis-schultern</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Kann dieser Mann Europa retten?&rdquo;, <a href="http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,2106512,00.html" target="_self">fragt <em>Time</em></a> und meint Mario Monti, der in diesen Tagen Washington und New York besucht. &ldquo;Der wichtigste Mann Europas&rdquo;, wie ihn das Magazin aus New York bezeichnet, steht in der Tat vor der immensen Aufgabe, sein Land wieder auf Vordermann zu bringen, um einen Zusammenbruch der Eurozone oder sogar der Weltwirtschaft zu verhindern:</p>
<blockquote><p>Montis Aufgabe hat Auswirkungen auf alle  &ndash;  vom Banker der Wall Street zum chinesischen Fabrikarbeiter. Denn die Probleme Italiens sind zum Problem f&uuml;r die ganze Welt geworden. Monti muss Italien reparieren, um eine globale Finanzkrise zu verhindern. ... Selbst wenn die Schuldenkrise schon seit zwei Jahren in Europa grassiert, Italien dessen &uuml;ber 120 Prozent des BIP betr&auml;gt erscheint als die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r das &Uuml;berleben der gebeutelten Gemeinschaftsw&auml;hrung. Das Land ist paradoxerweise too big to fail, aber auch zu gro&szlig;, um gerettet werden zu k&ouml;nnen. ... Eine Zahlungsunf&auml;higkeit k&ouml;nnte eine Reihe von Ereignissen hervorrufen, welche der W&auml;hrungsunion den Garaus und ein halbes Jahrhundert europ&auml;ischer Integration in Gefahr bringen k&ouml;nnte.</p>
<p>Ein Erfolg Montis ist ebenso entscheidend f&uuml;r die Weltwirtschaft. Die Folgen einer Zahlungsunf&auml;higkeit Italiens  &ndash;  oder schlimmer, eines Zusammenbruchs der Eurozone  &ndash;  sind quasi unvorstellbar. Italien k&ouml;nnte eine Finanzkrise hervorrufen, die schlimmer als jene nach der Lehman-Pleite von 2008 sein w&uuml;rde. Die Schockwelle w&uuml;rde die Finanzm&auml;rkte weltweit ersch&uuml;ttern, und mit ihr Banken und ganze Volkswirtschaften ins Nichts st&uuml;rzen. Eine europ&auml;ische Rezession, wo hunderte Millionen von wohlhabenden Konsumenten leben, w&uuml;rde den Konjunkturaufschwung in den Vereinigten Staaten behindern und das Wachstum der Schwellenl&auml;nder verlangsamen. Schon jetzt, da die europ&auml;ische Wirtschaft lahmt, macht sich das in China scherzhaft bemerkbar. Das Schicksal Mario Montis, Europas und der globalen, wirtschaftlichen Erholung sind untrennbar miteinander verbunden.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Fri, 10 Feb 2012 13:16:58 +0100</pubDate><guid>1497561</guid></item>
<item><title>EU-USA | Obama raspelt Süßholz vor Monti-Besuch</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1494661-obama-raspelt-suessholz-vor-monti-besuch</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Italien unternimmt eindrucksvolle Schritte&rdquo;. Am Tag des ersten offiziellen Besuchs des italienischen Premierministers Mario Monti in Washington widmet <em>La Stampa</em> ihre Titelseite dem ersten <a href="http://www3.lastampa.it/lastampa-in-english/articolo/lstp/441774/" target="_self">Exklusivinterview mit Barack Obama</a>. Der US-Pr&auml;sident lobte den neuen Premierminister bereits im Voraus als denjenigen, der die &ldquo;italienische Wirtschaft modernisiert&rdquo; und &ldquo;das Land erneut auf den Weg zum Wachstum bringt&rdquo;. Aber auch die gesamte Europ&auml;ische Union bedachte der amerikanische Pr&auml;sident mit beruhigenden Worten:</p>
<blockquote><p>Europa hat im Laufe der letzten beiden Jahre eine Reihe sehr schwieriger, aber dennoch wichtiger Entscheidungen getroffen, um der fortschreitenden Krise Einhalt zu gebieten. Die B&uuml;rger Italiens und ganz Europas bringen schmerzvolle Opfer. Die europ&auml;ischen Regierungen bem&uuml;hen sich gemeinsam um eine Reform der Struktur der Europ&auml;ischen Union. [...] Der wirtschaftliche Erfolg unserer L&auml;nder ist untrennbar miteinander verbunden, und unsere wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa sind ein wichtiger Bestandteil unserer Bem&uuml;hungen um die Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen und Wohlstand in den USA. Die Europ&auml;ische Union insgesamt ist unser wichtigster Wirtschaftspartner.</p>
</blockquote>
<p>Der US-Pr&auml;sident sagte aber auch, dass die europ&auml;ischen L&auml;nder eine &ldquo;st&auml;rkere Brandschutzmauer&rdquo; errichten m&uuml;ssten, um eine Ausbreitung der Schuldenkrise zu verhindern, und &ldquo;ihr absolutes Engagement f&uuml;r die zuk&uuml;nftige wirtschaftliche Integration Europas zeigen m&uuml;ssten&rdquo;.</p>
<p>Des Weiteren betonte Obama die Bedeutung der NATO. Er lobte die Entscheidung Italiens, die Pr&auml;senz des Landes in Afghanistan auch &uuml;ber 2014 hinaus fortzusetzen sowie die Rolle Europas im &ldquo;arabischen Fr&uuml;hling&rdquo;. Er gab auch seiner Hoffnung Ausdruck, Europa w&uuml;rde helfen, Druck auf den syrischen Staatschef Bashar el Assad auszu&uuml;ben, um ihn zum R&uuml;cktritt zu bewegen. W&auml;hrend Washington allerdings bereits &uuml;ber einen Milit&auml;reinsatz nachgr&uuml;belt, <a href="http://edition.cnn.com/2012/02/07/world/meast/syria-unrest/index.html" target="_self">wie <em>CNN </em>bekanntgab</a>, sind die europ&auml;ischen L&auml;nder nach wie vor dagegen und hoffen auf eine diplomatische L&ouml;sung im letzten Moment, <a href="http://www3.lastampa.it/esteri/sezioni/articolo/lstp/441731/" target="_self">wie <em>La Stampa</em> berichtet</a>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Thu, 09 Feb 2012 15:21:13 +0100</pubDate><guid>1494661</guid></item>
<item><title>Denkmäler | Wie Europa sein Kulturerbe entseelt (Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1491201-wie-europa-sein-kulturerbe-entseelt</link><description><![CDATA[Weil Griechenland dem Tourismus zuliebe seine antiken Denkmäler künstlich aufhübscht, laufen Liebhaber des Kulturerbes Sturm. Dabei tut das Land nur offen, was ganz Europa macht: um höherer Einnahmen willen historische Stätten fleddern. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:22:46 +0100</pubDate><guid>1491201</guid></item>
<item><title>Wetter | Eingeschneit | Cartoon (, )</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1488081-eingeschneit</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Tue, 07 Feb 2012 17:06:57 +0100</pubDate><guid>1488081</guid></item>
<item><title>Deutschland-Italien | Leviten lesen auf Italienisch (Die Zeit, Hamburg)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1459591-leviten-lesen-auf-italienisch</link><description><![CDATA[Lange war Deutschland  in Italien als Besserwisser verflucht, aber als Klassenerster respektiert. Mit dem Antritt des korrekten Herrn Monti ändert sich das, und “La Merkel” wird sich an einige Lektionen aus Rom gewöhnen müssen. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:06:20 +0100</pubDate><guid>1459591</guid></item>
<item><title>Italien | Die Stunde des Wettbewerbs hat geschlagen (Il Fatto Quotidiano, Rom)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1446691-die-stunde-des-wettbewerbs-hat-geschlagen</link><description><![CDATA[Erst sparen, dann liberalisieren. Mario Monti hat “Phase zwei” seines Krisenprogramms eingeläutet: Ein umfangreiches Vorhaben, das bisher geschützte Aktivitäten – wie Taxi- und Fernfahren – für den Wettbewerb öffnen will. Allerdings birgt diese begrüßenswerte Veränderung auch ihre Risiken, warnt ein Wirtschaftsexperte. (Article)]]></description><pubDate>Thu, 26 Jan 2012 16:12:25 +0100</pubDate><guid>1446691</guid></item>
<item><title>Katastrophen | Schiffbrüchig | Cartoon (La Libre Belgique, Brüssel)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1404231-schiffbruechig</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 16:11:32 +0100</pubDate><guid>1404231</guid></item>
<item><title>Eurokrise | Draghi drängt zu schnellem Handeln</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1403431-draghi-draengt-zu-schnellem-handeln</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Die Krise ist sehr ernst. Wir m&uuml;ssen sofort handeln&rdquo;: <a target="_self" href="http://www.ilsole24ore.com/art/finanza-e-mercati/2012-01-16/draghi-incertezza-crescita-debiti-191837.shtml?uuid=Aap44seE"><em>Il Sole 24 Ore</em> zitiert auf dem Titelblatt</a> die Worte von EZB-Chef Mario Draghi zur Eurokrise vor der EU-Wirtschaftskommission. Angesichts der Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit einiger Euro-L&auml;nder und der Stagnation in der Wirtschaft, betonte Draghi die Notwendigkeit einer Kapitalerh&ouml;hung der europ&auml;ischen Banken. Au&szlig;erdem pl&auml;dierte f&uuml;r Konjunkturma&szlig;nahmen. Mit ihnen sollen die negativen Auswirkungen der Sparhaushalte auf das Wachstum begrenzt werden.</p>
<p>Zum selben Zeitpunkt stufte die Rating-Agentur Standard &amp; Poor&rsquo;s die Bonit&auml;tsnote des EU- Rettungsschirms EFSF von der Bestnote AAA auf AA+ herab. Grund: Die Herabstufung der Kreditw&uuml;rdigkeit mehrerer beteiligter L&auml;nder vom 13. Januar.</p>
<p>Angesichts der dringlichen Lage <a target="_self" href="http://ilsole24ore/">bedauert <em>Il Sole</em></a>, dass der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy sein f&uuml;r die kommenden Tage geplantes Treffen mit dem italienischen Ministerpr&auml;sidenten Mario Monti bis auf Weiteres verschoben hat:</p>
<blockquote><p>Forderte Nicolas Sarkozy bisher eine zentrale Rolle Frankreichs bei der Rettung des Euros, so scheint er heute auf den Standby-Modus umgeschaltet zu haben: F&uuml;r ihn ist es nicht mehr dringend, die Schuldenkrise gemeinsam mit seinen deutschen und italienischen Partnern anzugehen, um den Euroskeptikern eine starkes und klares Signal zu geben, sondern zu Hause ein Wahldebakel zu vermeiden. Einmal mehr m&uuml;ssen Europa und die Finanzkrise warten .... Genau wegen solcher Verz&ouml;gerungen kostet die griechische Schuldenkrise heute weit mehr als geplant, und die Spekulanten und zweifelhaften Rating-Agenturen diktieren weiter das Geschehen auf den Finanzm&auml;rkten.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 17 Jan 2012 14:17:59 +0100</pubDate><guid>1403431</guid></item>
<item><title>Eurozone | Frankreich rauscht in die zweite Liga (Le Monde, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1399721-frankreich-rauscht-die-zweite-liga</link><description><![CDATA[Frankreichs Verlust seiner Top-Bonität hat zweierlei Folgen: Nicolas Sarkozy und seine Konkurrenten bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen stehen noch stärker unter dem Druck der Märkte, und Europa ist mehr denn je in Nord und Süd gespalten. (Article)]]></description><pubDate>Mon, 16 Jan 2012 15:30:59 +0100</pubDate><guid>1399721</guid></item>
<item><title>Eurozone | Herabgestuft | Cartoon (L'Espresso, Rom)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1392721-herabgestuft</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Fri, 13 Jan 2012 17:47:33 +0100</pubDate><guid>1392721</guid></item>
<item><title>Dreiecksverhältnis | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1392481-dreiecksverhaeltnis</link><description><![CDATA[<p>Europa kommt in Bewegung. Bis jetzt merkt man nur zarte Fl&uuml;gelschl&auml;ge, doch die Signale sind gesetzt: Seitdem die Schuldenkrise das Fortbestehen der Einheitsw&auml;hrung gef&auml;hrdet, hat das Duo &ldquo;Merkozy&rdquo; tats&auml;chlich die Z&uuml;gel der Eurozone in die Hand genommen, kommt jetzt aber durch einen <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1387681-monti-mischt-mit-bei-merkozy">dritten Mitstreiter ins Wanken</a>.</p>
<p>Als Italien kurz vor dem Zahlungsausfall stand und es so aussah, als w&uuml;rde es die gesamte Einheitsw&auml;hrung mit sich rei&szlig;en, wurde Mario Monti unter Zeitdruck ernannt. Nun scheint er entschlossen, Rom den Platz in Europa wiederzugeben, den sein Vorg&auml;nger mangels Interesse und Glaubw&uuml;rdigkeit frei gelassen hatte. N&auml;mlich den der drittgr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsmacht der Eurozone.</p>
<p>Der Spieleintritt des ehemaligen EU-kommissars, der sich im Gegensatz zu Silvio Berlusconi im Ausland eines hohen Ansehens erfreut, ist in vielerlei Hinsicht eine gute Nachricht und wird von der italienischen Presse sehr <a target="_self" href="http://www.repubblica.it/politica/2012/01/07/news/monti_critica_merkel-27701494/index.html?ref=search">begr&uuml;&szlig;t</a>. Zum Einen, weil das Einverst&auml;ndnis zwischen Berlin und Paris weitaus mehr gepr&auml;gt war von der Notwendigkeit, eine L&ouml;sung aus der Krise zu finden, als aufgrund der Wahlverwandtschaft zwischen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. Die deutsche Kanzlerin und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident haben es im &Uuml;brigen nie geschafft, eine m&ouml;gliche gemeinsame Zukunftsvision des Euros oder Europas abzuliefern, die ihre europ&auml;ischen Partner und die Europ&auml;er im Allgemeinen h&auml;tte begeistern k&ouml;nnen. Ganz im Gegenteil scheinen sie ziellos im Dunkeln zu tappen.</p>
<p>Zum Anderen, weil man durch die Erweiterung des &ldquo;Vorstands&rdquo; von Euroland seine Repr&auml;sentativit&auml;t st&auml;rkt  &ndash; &nbsp;und damit seine Legitimit&auml;t, insofern es eine gibt. Und zu guter Letzt aus Gr&uuml;nden des Gleichgewichts: Wie schon der Wirtschaftswissenschaftler Jean-Paul Fitoussi beim Treffen zwischen Sarkozy und Monti vor einigen Tagen in Paris <a target="_self" href="http://archiviostorico.corriere.it/2012/gennaio/07/Fitoussi_Francia_piu_vicina_voi_co_8_120107002.shtml">beobachtete</a>, hat Frankreich ab sofort einen <a target="_self" href="http://www.presseurop.eu/de/node/488">Verb&uuml;ndeten</a> gegen&uuml;ber einem Deutschland, das gewollter oder ungewollter Weise, dominiert und es bis jetzt geschafft hat, bei seinen Partnern seine L&ouml;sung aus der Krise durchzusetzen: Disziplin und Sparen.</p>
<p>Genau wie Nicolas Sarkozy ist Mario Monti der Auffassung, dass sein Land, was die Sparpl&auml;ne betrifft, genug gegeben hat, und dass es nun an der Zeit sei, sich um das Wachstum zu k&uuml;mmern. Die Europ&auml;ische Union soll hierf&uuml;r mittels des Stabilit&auml;tsfonds und der Zentralbank der Motor sein. Deutschland ist dazu aufgefordert, sich dem nicht in den Weg zu stellen. Diese Sichtweise wird von den anderen s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;ndern mit Spanien an der Spitze, geteilt. Der italienische &ldquo;Professore&rdquo; hat sich in gewisser Weise zu ihrem Wortf&uuml;hrer gemacht, vor allem als er die Deutschen vor der Verbitterung <a target="_self" href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13808298/Warum-Italien-mehr-wie-Deutschland-sein-sollte.html">warnte</a>, die eine zu harte Strenge von Seiten Berlins bei den Italienern ausl&ouml;sen k&ouml;nnte.</p>
<p>Doch das sich neu abzeichnende Trio ist nicht weniger st&ouml;ranf&auml;llig als das alte Duo: Sarkozy k&auml;mpft im April um sein Mandat und Merkel muss sich st&auml;ndig gegen&uuml;ber einer blasser werdenden Koalition rechtfertigen. Monti, der nicht gew&auml;hlt wurde, st&uuml;tzt sich auf eine bunt zusammengew&uuml;rfelte Mehrheit, von der ein Teil (angefangen bei den Anh&auml;ngern Berlusconis und der Lega Nord) keine Sekunde z&ouml;gern w&uuml;rde, um ihn aus dem Amt zu hebeln, wenn f&uuml;r sie die M&ouml;glichkeit best&auml;nde, das Ruder an sich zu rei&szlig;en. Insofern bleibt ihm nur wenig Zeit, Europa aus der Krise zu ziehen, wenn er dazu in der Lage ist. Das kommt nun zuf&auml;llig einmal gelegen, denn f&uuml;r die Rettung des Euro wird die Zeit auch knapp.</p>
<p><em>Aus dem Franz&ouml;sischen von Signe Desbonnets</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 13 Jan 2012 16:25:02 +0100</pubDate><guid>1392481</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Monti mischt mit bei "Merkozy"</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1387681-monti-mischt-mit-bei-merkozy</link><description><![CDATA[<p>&quot;Wenn es f&uuml;r die Italiener in absehbarer Zeit nicht greifbare Erfolge ihrer Spar- und Reformbereitschaft gibt, wird in Italien ein &ndash; sich heute schon abzeichnender &ndash; Protest gegen Europa entstehen, auch gegen Deutschland, das als Anf&uuml;hrer der EU-Intoleranz gilt, und gegen die Europ&auml;ische Zentralbank&quot;, warnt Mario Monti in einem <a href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13808298/Warum-Italien-mehr-wie-Deutschland-sein-sollte.html" target="_self"><em>Gespr&auml;ch mit der Welt online</em></a>. Seinen Mahnruf scheint die Kanzlerin wohl vernommen zu haben.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p><div class="extract"><div class="intror"><p>So kann <a target="_self" href="http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9639"><em>La Stampa berichten</em></a>: &quot;Merkel gibt Italien gr&uuml;nes Licht&quot;.&nbsp;Die Zeitung <a target="_self" href="http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9639"><em>schildert</em></a>, dass:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/120112stampa_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Deutschland Gefallen an Mario Montis Italien findet. Der geplante EU-Vertrag, über den man momentan diskutiert, scheint keine Bedrohung mehr darzustellen. […] Vereinfacht gesagt: Monti besuchte Angela Merkel, um ihr mitzuteilen, dass er sehr gut versteht, warum die Deutschen von den anderen Ländern der Eurozone so unnachgiebig Härte und Effizienz verlangen, auch wenn sie dadurch längere Zeit kurz vor dem Ruin stehen. Allerdings warnte [Monti] sie auch davor, dieses Spielchen nicht zu weit zu treiben und machte klar, wie belastbar Italien noch ist.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span>F&uuml;r </span><a href="http://www.difesa.it/Sala_Stampa/rassegna_stampa_online/Pagine/PdfNavigator.aspx?d=12-01-2012&amp;pdfIndex=69"><em><span>La Repubblica</span></em></a><span> legt Deutschland dagegen keine &uuml;berm&auml;&szlig;ige &quot;Offenheit&quot; an den Tag: Auch wenn es Monti gelungen ist, die in der Vereinbarung f&uuml;r eine verst&auml;rkte Wirtschaftsunion geplante Haushaltskontrolle zu lockern, die Ende Januar diskutiert werden soll, &quot;lassen die Ma&szlig;nahmen, mit denen man das Vertrauen der M&auml;rkte gewinnen will, doch sehr zu w&uuml;nschen &uuml;brig.&quot;<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/120112repubblica.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Bundeskanzlerin Merkels Lobrede auf das, was Montis Regierung bisher geleistet hat […] beweist, wie groß Europas Angst vor einem finanziellen Zusammenbruch Italiens war und wie erleichtert man darüber ist, dass das Land nun endlich verantwortungsbewusst regiert wird. Jedoch wird das nicht reichen, um das Land zu retten. Und vermutlich nicht einmal, um den Euro zu retten.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a target="_self" href="http://www.ilsole24ore.com/art/notizie/2012-01-11/problema-italia-225111.shtml?uuid=AamLv3cE"><em><span>F&uuml;r Il Sole 24 Ore </span></em></a><span>ist &quot;das Problem&quot; in Europa &quot;nicht mehr Italien&quot;, sondern Deutschland. W&auml;hrend die Rezession an Europas und Deutschlands T&uuml;ren klopft und die Wirtschaft nur durch eine gemeinsame europ&auml;ische Dynamik wieder angekurbelt werden kann, gibt es nur <br />
<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/120112sole_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Worte, auch wenn sie neu sind, aber nur Worte: Das ist alles, was Merkel Montis Italien anbietet. […] Wenn ein deutsches Regierungsoberhaupt so viel über Europa spricht, dabei aber weder etwas wirklich Wichtiges sagt noch etwas wirklich Wichtiges tut, obwohl die Zukunft des Euro in Gefahr ist; wenn es auf die Haushaltsführung seiner Partner direkten Einfluss nehmen will, ohne dafür eine Gegenleistung zu erbringen, dann besteht durchaus Grund zur Sorge. Insbesondere weil dieses Spiel schon viel zu lange dauert und – wie die Märkte beweisen – nichts dabei herauskommt. So sehr, dass man vielmehr nach der Verantwortungslosigkeit Deutschlands fragen sollte, als den Mittelmeerländern immer und immer wieder ihr unverantwortliches Benehmen vorzuwerfen, während sie sich trotz hoher sozialer Kosten darum bemühen, die Lage wieder in den Griff zu bekommen. (Außer natürlich [Deutschland] hat sich zum Ziel gemacht, den Euro nicht zu retten, sondern ihn zu ruinieren.)</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span>Die Kanzlerin hat Mario Monti &quot;zu Recht gelobt&quot;,<a target="_self" href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mario-monti-roms-vermoegen-11602364.html#Drucken"><em> meint die Frankfurter Allgemeine Zeitung</em></a> mit Blick auf die Reformen, die Montis Regierung auf den Weg gebracht hat. Dar&uuml;ber hinaus hat sie dem italienischen Regierungschef zu mehr Mut geraten: Er solle &quot;die extrem hohen Finanzverm&ouml;gen&quot; seines Landes endlich besteuern. Montis Wunsch, seinem Land auf den M&auml;rkten zu niedrigeren Kreditzinsen zu verhelfen, liegt dem konservativen Blatt dagegen ein wenig schwer im Magen:<br />
<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/120112faz_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">Seit jeher ertragen die EU-Partner die italienische Abweichung vom erträglichen Schuldenmaß mehr als duldsam. Die Italiener haben das größte Geschenk des Euro, ungewohnt tiefe Zinsen, nicht zur Sanierung der Staatsfinanzen genutzt. […] Nicht die EU schuldet Italien niedrigere Zinsen, sondern Rom den Europartnern den immer wieder versprochenen Abbau der zu hohen Staatsschuld.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><span>Von Berlins Dickkopf, der immer mehr Sparma&szlig;nahmen fordert, scheint man in ganz Europa langsam aber sicher genug zu haben, <a target="_self" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,808090,00.html"><em>stellt Der Spiegel online fest</em></a>. Erste Konsequenz: Innerhalb der EU scheinen sich die Kr&auml;fte zu verschieben. Der franz&ouml;sische Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy und Mario Monti haben sich zu einem neuen &quot;Duo&quot; zusammengeschlossen, um Angela Merkel Kontra zu geben, berichtet <em>Der Spiegel</em> und<a target="_self" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,808090,00.html"><em> betitelt</em></a> das Ganze mit: &quot;Zwei gegen &#039;La Merkel&#039;&quot;.<br />
</span></p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/logo-spiegel.png" alt="" class="iquote" /><p class="quote">So schnell kann ein Hoffnungsträger unbequem werden. […] Monti will nicht mehr sparen. Er möchte eine andere Politik, eine ganz andere als die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. […] Alles das fordert, so oder ähnlich, Paris seit langem. […] Bislang hat [Merkel] sich gegen Sarkozys Wünsche meist durchsetzen können. Das wird nun schwieriger. Denn nun bekommt der Franzose Verstärkung aus Italien, der drittgrößten Volkswirtschaft der Euro-Zone immerhin. Ende vergangener Woche war Monti beim französischen Präsidenten, um die weitere Marschroute abzustimmen. Es ging wohl sehr einträchtig zu.</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Thu, 12 Jan 2012 16:19:16 +0100</pubDate><guid>1387681</guid></item>
<item><title>Arbeitsmarkt | Die Mär vom Immigranten im Arbeitsamt</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1379471-die-maer-vom-immigranten-im-arbeitsamt</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Immigration verursacht keine Arbeitslosigkeit&rdquo;, <a target="_self" href="http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/immigration-does-not-cause-unemployment-6287404.html">titelt <em>The Independent</em></a> und reagiert damit auf einen <a target="_self" href="http://www.niesr.ac.uk/pdf/090112_164026.pdf">Bericht des National Institute of Economic and Social Research</a>. Der Bericht widerlegt die <a target="_self" href="http://www.migrationwatchuk.org/briefingPaper/document/247">Behauptung</a>, der Zustrom von Ausl&auml;ndern in Gro&szlig;britannien verursache Arbeitslosigkeit bei den geb&uuml;rtigen britischen Arbeitern. Dem Bericht zufolge gibt es &ldquo;keinen Zusammenhang&rdquo; zwischen h&ouml;heren Immigrations- und Arbeitslosigkeitszahlen. Obwohl Gro&szlig;britannien die schlimmste Rezession seit Generationen erlebt...:</p>
<blockquote><p>... wirkt die Immigration als &ouml;konomischer Impuls. Sie treibt den Besch&auml;ftigungsgrad h&ouml;her und verringert die Anzahl der Empf&auml;nger von Arbeitslosenhilfe.</p>
</blockquote>
<p>Die Wirtschaftsexperten des Instituts erkl&auml;ren, dass...:</p>
<blockquote><p>&hellip; sich die Interaktion zwischen Migrantenzufl&uuml;ssen und BIP als positiv erweist. Dies deutet darauf hin, dass Migrantenzufl&uuml;sse in Zeiten des verminderten Wirtschaftswachstums [...] mit einem langsameren Anstieg der Arbeitslosenzahlen assoziiert werden als es sonst der Fall gewesen w&auml;re.</p>
</blockquote>
<p>In Italien steigt die Besch&auml;ftigung nach einem dreij&auml;hrigen R&uuml;ckgang infolge der Wirtschaftskrise wieder an, <a target="_self" href="http://lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9628">ist in <em>La Stampa</em> zu lesen</a>. Die letzten <a target="_self" href="http://www.istat.it/it/archivio/49705">Daten des Nationalen Instituts f&uuml;r Statistik</a> (ISTAT) zeigen, dass die Anzahl der mit italienschen Staatsb&uuml;rgern besetzten Arbeitspl&auml;tze im dritten Quartal 2011 um rund 39.000 gestiegen ist. Auch die Besch&auml;ftigung der ausl&auml;ndischen Arbeitnehmer stieg wie in den letzten Jahren schon stetig, wenn auch etwas langsamer: 120.000 zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze, im Vergleich zu 167.000 im zweiten Quartal 2011.</p>
<p>&ldquo;Ist das ein positives Zeichen f&uuml;r eine allm&auml;hliche Erholung von der Krise?&rdquo; fragt der Soziologe Luca Ricolfi in der Turiner Tageszeitung.</p>
<blockquote><p>Ich f&uuml;rchte, die Antwort lautet nein. [...] Etwas Neues spielt sich ab: Nach einer mehrj&auml;hrigen Krise merken die Italiener, dass sie es sich nicht mehr leisten k&ouml;nnen, fr&uuml;h in Pension zu gehen, nur Jobs auf h&ouml;chster Ebene anzunehmen und bessere Zeiten abzuwarten. Wir sehen noch keine direkte Konkurrenz, doch [die Arbeitgeber] reagieren auf die Krise, indem sie die Nachfrage nach ausl&auml;ndischen Arbeitskr&auml;ften reduzieren, und [die Arbeitnehmer], indem sie ihre Arbeitspl&auml;tze nicht aufgeben. [...] Der scheinbar unaufhaltsame Anstieg der ausl&auml;ndischen Besch&auml;ftigung scheint nun zwangsl&auml;ufig langsamer zu werden, wenn er nicht ganz abebbt.</p>
</blockquote>
<p>Doch die Krise bewirkt auch, dass immer mehr italienischen Arbeitslose die Ssuche ganz aufgeben, <a target="_self" href="http://www.corriere.it/economia/12_gennaio_09/Eurostat-lavoro-8-milioni-senza-speranza-3-sono-italiani_f2d153fa-3ae3-11e1-8a43-34573d1838c1.shtml">bemerkt dazu der <em>Corriere della Sera</em></a> und zitiert Daten aus den <a target="_self" href="http://epp.eurostat.ec.europa.eu/statistics_explained/index.php/Underemployed_and_potentially_active_labour_force_statistics">Eurostat-Statistiken &uuml;ber die unterbesch&auml;ftigte und potentiell besch&auml;ftigte Erwerbsbev&ouml;lkerung</a>. 2,7 Millionen Italiener, der h&ouml;chste Stand innerhalb der EU, von insgesamt 8,2 Millionen Menschen in Europa, k&ouml;nnten eine Arbeit ausf&uuml;hren, suchen aber keine. Die einzigen L&auml;nder, in denen der Pessimismus hinsichtlich der Aussichten auf dem Arbeitsmarkt noch relativ niedrig ist, sind Deutschland, Frankreich und Belgien.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 10 Jan 2012 15:23:05 +0100</pubDate><guid>1379471</guid></item>
<item><title>Italien | Eine Stadt lehnt sich gegen die Camorra auf (El Mundo, Madrid)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1320751-eine-stadt-lehnt-sich-gegen-die-camorra-auf</link><description><![CDATA[Ercolano im Süden Italiens ist die erste Stadt, die keine Schutzgebühren mehr an die Mafia bezahlt. Eine Freiheit, die von Händlern und dem Bürgermeister der Stadt entschieden verteidigt wird (Article)]]></description><pubDate>Thu, 29 Dec 2011 12:00:34 +0100</pubDate><guid>1320751</guid></item>
<item><title>Italien | Monti überreicht die Rechnung</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1249841-monti-ueberreicht-die-rechnung</link><description><![CDATA[<p>&ldquo;Dekret zur Rettung Italiens ist da&rdquo;, titelt <em>La Repubblica</em>, nachdem Regierungschef Mario Monti am 4. Dezember sein Spar- und Reformpaket vorgestellt hat. Mit dem Sparprogramm soll der Haushalt saniert und das Vertrauen der M&auml;rkte in die italienischen Staatsanleihen wiederhergestellt werden. Das Sparpaket, welches 20 Einsparungs- und 10 Konjunkturma&szlig;nahmen umfasst und heute dem Parlament vorgelegt wird, soll die Staatskasse um 30 Milliarden Euro entlasten. Die wichtigsten Ma&szlig;nahmen neben Einsparungen im &ouml;ffentlichen Sektor sind die Wiedereinf&uuml;hrung der Grundsteuer, die Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer auf 23 Prozent und die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 66 Jahre.</p>
<p><a href="http://www.repubblica.it/politica/2011/12/05/news/il_sentiero_stretto-26099697/?ref=HREA-1" target="_self">Der Tageszeitung zufolge</a> handelt es sich um ein &ldquo;Programm auf Kosten der Steuerzahler, das dennoch notwendig ist, um die Zahlungsunf&auml;higkeit unseres Landes zu verhindern. Sonst droht auch das Aus f&uuml;r den Euro und die politischen Ambitionen Europas.&rdquo; Entgegen aller Bef&uuml;rchtungen konnte Monti allerdings noch mit einer &ldquo;gewissen politischen und nationalen Autonomie&rdquo; gegen&uuml;ber Br&uuml;ssel und Frankfurt handeln, <a href="http://www.repubblica.it/economia/2011/12/05/news/molte_tasse_poca_crescita-26099701/?ref=DRM-26099006-2" target="_self">glaubt <em>La Repubblica</em></a>. Die Zeitung kritisiert dennoch &ldquo;die zur Gewohnheit gewordene Steuerflut f&uuml;r die B&uuml;rger und das Aushungern der Gebietsk&ouml;rperschaften&rdquo;.</p>
<p>Auch <a href="http://www.corriere.it/editoriali/11_dicembre_05/amara-medicina-di-vico_944e8b2a-1f0b-11e1-befb-0d1b981db5e8.shtml" target="_self"><em>Corriere della Sera</em> glaubt</a>, dass Monti den Italienern &ldquo;eine bittere Pille verabreicht hat. [&hellip;] Die Mittelschicht hat wieder einmal das Gef&uuml;hl, von den aufeinanderfolgenden Regierungen  &ndash; &nbsp;ob technisch oder politisch spielt dabei keine Rolle  &ndash; &nbsp;als Geldautomaten betrachtet zu werden, die man leicht ausnehmen kann&rdquo;.</p>
<p><a href="http://www.ilsole24ore.com/art/commenti-e-idee/2011-12-05/cambio-cosa-075516.shtml?uuid=AafDIQRE" target="_self"><em>Il Sole 24 Ore</em>&nbsp;schreibt</a>, dass &ldquo;wir akzeptieren, mehr (viel mehr) zu zahlen, aber nicht einfach ins Blaue hinein [&hellip;]. Wir sind dazu bereit und wir werden genau &uuml;berwachen, dass die zu bringenden Opfer gerecht auf alle verteilt werden. Im Gegenzug muss das Sparpaket von Monti wesentlich zur Senkung der Zinsen auf italienischen Anleihen beitragen&rdquo;.</p>
<p>Dieser Forderung scheinen die M&auml;rkte Folge zu leisten: schon am Tag nach der Bekanntgabe des Sparpakets verringerte sich der Abstand zwischen den deutschen und italienischen Zinss&auml;tzen auf weniger als 400 Punkte. Und die Mail&auml;nder B&ouml;rse konnte ein Plus von 2 Prozent verzeichnen, <a href="http://www.corriere.it/economia/11_dicembre_05/mercati-spread_ddf55298-1f17-11e1-befb-0d1b981db5e8.shtml" target="_self">meldet der <em>Corriere della Sera</em></a>.</p> (News in brief)]]></description><pubDate>Mon, 05 Dec 2011 15:21:32 +0100</pubDate><guid>1249841</guid></item>
<item><title>Schuldenkrise | Angela die Herrin | Cartoon (The Sunday Business Post, Dublin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/cartoon/1229001-angela-die-herrin</link><description><![CDATA[ (Cartoon) (Cartoon)]]></description><pubDate>Tue, 29 Nov 2011 15:13:17 +0100</pubDate><guid>1229001</guid></item>
<item><title>Staatsanleihen, Schuldenkrise | Sparer zeigen Flagge</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief/1228971-sparer-zeigen-flagge</link><description><![CDATA[<p>Werden die Sparer zum letzten Schutzwall gegen die Krise?, <a target="_self" href="http://www.latribune.fr/actualites/economie/international/20111129trib000667434/les-epargnants-dernier-rempart-contre-la-crise-.html">fragt sich La Tribune</a>. Die Zeitung stellt fest, dass &bdquo;<em>der Ruf nach nationaler Solidarit&auml;t in den letzen Monaten immer lauter wurde, w&auml;hrend gleichzeitig &uuml;ber eine Renationalisierung der europ&auml;ischen Schulden nachgedacht wird.</em> [...] <em>Letzte Woche hatte die belgische Regierung, die mit immer h&ouml;heren Marktfinanzierungskosten zu k&auml;mpfen hat, sehr werbewirksam verk&uuml;ndet, mit Hilfe der gesamten Bev&ouml;lkerung einen neuen Kredit aufzunehmen</em>. [&hellip;] <em>Es geht vor allem darum, den M&auml;rkten den Zusammenhalt der Bev&ouml;lkerung in Krisenzeiten aufzuzeigen</em>&rdquo;.</p>
<p><a target="_self" href="http://www.lalibre.be/economie/actualite/article/703043/bons-d-etat-1208-milliard-d-recoltes-en-3-jours.html">La Libre Belgique</a> spricht unter dem Titel &bdquo;<em>Staatsanleihen: jeder will sie f&uuml;r f&uuml;nf Jahre kaufen</em>&rdquo;, von einer &bdquo;<em>unerhofft</em>&rdquo; erfolgreichen Aktion. Fast 2 Milliarden K&auml;ufer sind es bereits. Besonders die Staatsanleihen &uuml;ber 5 Jahre mit einem Zinssatz von 4 Prozent erfreuen sich gro&szlig;er Beliebtheit.  La Libre erl&auml;utert weiterhin, dass diese neuen Staatsanleihen vom 24., 25. und 28. November &bdquo;<em>vom Sparaufruf profitiert haben, den der zur&uuml;ckgetretenen Ministerpr&auml;sidenten Yves Leterme an die Belgier gerichtet hatte</em>&rdquo;.</p>
<p><a target="_self" href="http://www.corriere.it/economia/11_novembre_28/massaro-primo-btp-day-titoli-senza-commissioni_e10e5728-198a-11e1-8452-a4403a89a63b.shtml">Corriere della Sera</a>&nbsp; zufolge war in Italien der &bdquo;<em>BTP day</em>&rdquo; oder &bdquo;<em>Tag der Staatsanleihen</em>&rdquo; am 28. November ein gro&szlig;er Erfolg im Kampf gegen die Spekulation. Mit einer Rendite von &uuml;ber 7 Prozent sind die Anleihen &uuml;ber 3 und 10 Jahre  &auml;u&szlig;erst attraktiv. Dies wurde noch von der Entscheidung der Banken verst&auml;rkt, die Provisionen zu senken. &bdquo;<em>Es soll ein Signal st&auml;rkeren Engagements gesendet werden</em>&rdquo;, unterstreicht die Vereinigung italienischer Banken. Der Kauf dieser Staatsanleihen durch Privatpersonen &bdquo;<em>kann als Zeichen f&uuml;r das Vertrauen der Italiener in ihr Land gewertet werden</em>&rdquo;. Ein weiterer &bdquo;<em>BTP day</em>&rdquo; ist f&uuml;r den 12. Dezember geplant.</p>
<p>Obwohl Frankreich davon bedroht ist, sein <a target="_self" href="http://www.latribune.fr/actualites/economie/france/20111128trib000667230/d-ici-dix-jours-le-triple-a-francais-risque-de-se-retrouver-sous-perspective-negati">Triple A</a> zu verlieren, scheinen die Franzosen wenig geneigt zu sein, den Staatsfinanzen zur Hilfe zu eilen, <a target="_self" href="http://www.latribune.fr/actualites/economie/france/20111128trib000667249/moins-d-un-epargnant-francais-sur-trois-pret-a-investir-dans-la-dette-de-l-etat-.html">erkl&auml;rt LaTribune</a>. Einer Umfrage der Harris Interactive JOL Press zufolge w&auml;ren weniger als ein Drittel der Befragten bereit, franz&ouml;sische Staatsanleihen zum marktaktuellen Zinssatz zu kaufen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p>Man k&ouml;nnte eigentlich erwarten, dass die Franzosen in dieser Krise, die vom Pr&auml;sidenten und Ministerpr&auml;sidenten st&auml;ndig mit 1945 verglichen oder als &quot;Krieg&quot; gegen die M&auml;rkte bezeichnet wird, deutlich aktiver w&auml;ren. Der Traum von einem gro&szlig;en Volkskredit, mit dem Nicolas Sarkozy letztes Jahr lieb&auml;ugelte, ist ausgetr&auml;umt. [&hellip;] Man muss der Wahrheit ins Auge sehen: im allgemeinen geben die Franzosen mehr aus als sie produzieren.</p>
</blockquote> (News in brief)]]></description><pubDate>Tue, 29 Nov 2011 15:04:34 +0100</pubDate><guid>1228971</guid></item>
<item><title>Schicksalstage für den Euro</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/press-review/1225371-schicksalstage-fuer-den-euro</link><description><![CDATA[<div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Wird der Euro Weihnachten noch erleben?&rdquo;: diese Frage des <a target="_self" href="http://www.lejdd.fr/Economie/Actualite/Attali-annonce-un-troisieme-plan-de-rigueur-429769/?from=headlines">Journal du Dimanche</a> l&auml;sst der EU keine Ruhe. Die Pariser Wochenzeitung  stimmt der katastrophalen Prognose von Jacques Attali zu. Der Journalist  erwartet das Aus f&uuml;r den Euro noch vor Jahresende, wenn die Regierungen  &ldquo;nicht &uuml;ber den Tellerrand ihrer eigenen Legislaturperioden schauen&rdquo;.  Es bleibt &ldquo;nur noch ein Monat, um den Euro zu retten&rdquo;, schreibt die  Zeitung:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/JDD-2811201-100.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“Nach Griechenland, Irland und Portugal hat das tödliche Virus auch Italien befallen. Die überschuldete Halbinsel musste diese Woche Kredite zu horrenden Zinssätzen aufnehmen. Am Freitag verlangten die Gläubiger 7,8 Prozent für einen Zwei-Jahres-Kredit, das heißt 3,2 Prozentpunkte mehr als vor zwei Monaten. […] Sollte die drittgrößte Wirtschaft der Eurozone zahlungsunfähig werden, bedeutet dies das Ende der Währungsunion. […] Die Anspannung ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Kurz vor dem Wochenende hatte die Rating-Agentur Standard & Poor’s Belgiens Note gesenkt. Nächsten Donnerstag muss Paris ein Darlehen von 3 bis 4,5 Milliarden Euro aufnehmen. Ein echter Test, denn die Gläubiger kehren nun auch dem besser notierten Deutschland den Rücken. Diese Woche konnte Berlin nur 3,6 statt der erhofften 6 Milliarden Euro aus den Märkten gewinnen. Eine Überraschung”.
</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>&ldquo;Die Euro- und Schuldenkrise ist an einem Scheidepunkt angekommen, der  die europ&auml;ische Wirtschaft und sogar die Grundstrukturen des Kontinents  nachhaltig beeinflusst&rdquo;, <a target="_self" href="http://rassegna.governo.it/testo.asp?d=73054804">sch&auml;tzt le Corriere della Sera</a> :</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Corriere-della-sera-2811-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“In einigen Wochen wird nichts mehr sein wie vorher. Aber niemand kann mit Sicherheit sagen, dass alles so verläuft, wie geplant[…].Am Dienstag wird die Eurogruppe über die französischen und (vor allem) deutschen Vorschläge über eine Fiskalunion, wie es Kanzlerin Angela Merkel nennt, beratschlagen,. […] Diese Vorschläge werden mit hoher Wahrscheinlichkeit beim EU-Gipfel am 9. Dezember gebilligt. Kurz zuvor wird die EZB einer unbegrenzten Liquidität für zwei oder (sehr wahrscheinlich eher) drei Jahre zustimmen, um den Banken unter die Arme zu greifen. Und bis dahin wird Regierungschef Mario Monti im Ministerrat die Maßnahmen zur Stabilisierung Italiens durchgesetzt haben. Alles wird bereit sein, damit die EZB handeln kann. Sie könnte die Zinssatzgrenze für Staatsanleihen [Differenz zwischen den niedrigsten und höchsten Zinssätzen auf Staatsanleihen] festlegen. Über diese Grenze hinaus wird die Bank dann uneingeschränkt auf den Märkten eingreifen. Dieses Limit wird allerdings relativ hoch angesetzt, um die Staaten zu Zinssenkungen anzuregen. So sieht der Weg der Krisenbewältigung aus. Europa bereitet sich darauf vor, wohl wissend, dass man sich in der Vergangenheit schon oft verlaufen hat”.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p><a target="_self" href="http://www.lastampa.it/_web/cmstp/tmplRubriche/editoriali/gEditoriali.asp?ID_blog=25&amp;ID_articolo=9492">La Stampa stellt fest</a>, dass Angela Merkel und Nicolas Sarkozy &ldquo;mit Mario  Monti einen neuen Verb&uuml;ndeten im&nbsp; Kampf um die Vertrags&auml;nderungen gefunden  haben&rdquo; und spricht auf der Titelseite vom &ldquo;Dreierpakt f&uuml;r Europa&rdquo;. Der  Wirtschaftsexperte Franco Bruni schreibt in der Turiner Tageszeitung,  dass:</p>
<p>&nbsp;</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/La-stampa-28112011-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“die Schwierigkeiten der italienischen Schulden zu einem Hauptproblem der Weltwirtschaft geworden sind. Vielleicht ist das etwas übertrieben. Die Überdramatisierung ist für bestimmte Phasen einer Finanzkrise typisch, besonders wenn die Regulierungsmaßnahmen und Reformen auf politischen und sozialen Widerstand stoßen. Das betrifft auch die Diskussionen über das Ende des Euro, ohne zu wissen, wovon man spricht und ohne zu verstehen, dass die Probleme damit nicht gelöst werden, sondern allen eher noch mehr geschadet wird”.</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Der Countdown hat auch f&uuml;r <a target="_self" href="http://www.latribune.fr/actualites/economie/union-europeenne/20111127trib000667005/paris-et-berlin-preparent-l-europe-version-2012.html">La Tribune</a> begonnen:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/La-tribune-28112011-100.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“Tick tack, tick tack... Die Stoppuhr, die die Überlebenschancen des Euro misst, läuft unerbittlich weiter. […] Offiziell sträubt sich Deutschland weiterhin gegen das Eingreifen der EZB. Angesichts der sich zuspitzenden Krise ähnelt diese sture Weigerung dem Verhalten eines Feuerwehrmannes, der das Haus abbrennen lässt, um den Kindern beizubringen, dass man nicht mit Streichhölzern spielen darf.”</p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>Die Madrider Zeitung <a target="_self" href="http://www.eleconomista.es/economia/noticias/3564106/11/11/Alemania-seleccionara-a-nueve-paises-para-avanzar-en-el-refuerzo-del-euro.html">El Economista ist &uuml;berzeugt</a>, dass die Eurozone in zwei Teile zerbrechen k&ouml;nnte &ndash; eine Zone f&uuml;r die tugendhaften L&auml;nder und eine f&uuml;r die schw&auml;cheren Staaten. Angela &ldquo;Merkel wird au&szlig;erdem neun L&auml;nder ausw&auml;hlen, um den &lsquo;Super-Euro&rsquo; zu schaffen&rdquo;, glaubt die Tageszeitung. Denn die Kanzlerin:</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/El-economista-28112011-100_0.jpg" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“möchte ein Abkommen über einen neuen Stabilitätspakt, ähnlich dem Schengen-Abkommen. Nach den Regeln der EU müssen demnach mindestens neun Länder Abkommen für eine stärkere Zusammenarbeit unterzeichnen. Merkel ist mit dieser Formel aus zwei ersichtlichen Gründen zufrieden: die Zeit und Einfachheit der Umsetzung (…) – das Abkommen könnte schon im Januar oder Februar 2012 in Kraft treten. Das wäre im Vergleich zu einer Vertragsänderung, die mindestens ein Jahr dauert, unvergleichlich schnell. (...) Italien und Spanien wären mit von der Partie. Ihre Einbeziehung wäre für die beiden Länder existenziell, denn die unterzeichnenden Staaten hätten die ständige Unterstützung der EZB sicher. Eine Teilung zwischen Norden und Süden könnte zudem auch verhindert werden.” </p></div><div class="extract"><div class="intror"><p>In Berlin spricht <a target="_self" href="http://www.welt.de/politik/ausland/article13738327/Sechs-Euro-Laender-sollen-fuer-Europa-haften.html">Die Welt</a> von &ldquo;Elite-Bonds&rdquo;: &ldquo;Die sechs Euro-L&auml;nder,  die &uuml;ber die h&ouml;chste Bonit&auml;t (Triple A) an den Finanzm&auml;rkten verf&uuml;gen ,  sollen k&uuml;nftig gemeinsam Anleihen begeben, deren Zinssatz im g&uuml;nstigsten  Fall zwischen 2,0 et 2,5 Prozent liegen soll.&quot; <a target="_self" href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article13738318/Jetzt-regiert-Angela-Merkels-harte-Hand-in-Europa.html">Der Leitartikler</a> der Tageszeitung glaubt,  dass</p></div><img src="http://www.presseurop.eu/files/Die-welt-28112011-100_0.JPG" alt="" class="iquote" /><p class="quote">“die Märkte ein glaubhaftes Signal wollen. […] Die neuen Beschlüsse – wie immer sie aussehen – werden diese Botschaft senden. Jetzt regiert Merkels harte Hand in Europa.”</p></div> (Presseschau)]]></description><pubDate>Mon, 28 Nov 2011 16:53:20 +0100</pubDate><guid>1225371</guid></item>
<item><title>"Merkozy" ist nicht allein | Editorial</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/editorial/1217091-merkozy-ist-nicht-allein</link><description><![CDATA[<p>Eine Brise der Erleichterung wehte in den letzten Tagen &uuml;ber Europa. Man kann noch nicht von einem Wind der Erneuerung sprechen, aber das gesetzte Zeichen war deutlich: Am 24. November fanden sich Deutschland und Frankreich zum wiederholten Male in Stra&szlig;burg zu einem Gipfeltreffen zusammen, um &uuml;ber eine m&ouml;gliche L&ouml;sung aus der Schuldenkrise zu reden. Diesmal war &ldquo;Merkozy&rdquo; nicht mehr allein. Der italienische Regierungschef Mario Monti war auch zur Stelle und zeigte, dass er keineswegs nur den Anstandswauwau f&uuml;r das deutsch-franz&ouml;sische Paar geben wollte.</p>
<p>Dieses Paar entstand aus einer Vernunftehe, deren (wirtschaftlicher) Gesundheitszustand sich verschlechtert. Frankreich hat mehreren Beobachtern zufolge <a href="http://www.rue89.com/rue89-eco/2011/11/11/pour-jacques-attali-la-france-deja-perdu-son-triple-226443" target="_self">seine kostbare AAA-Wertung so gut wie verloren</a> und die deutschen Staatsanleihen sind nicht mehr so verlockend wie sie einmal waren. Dies wurde am <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1210821-merkels-nein-ruiniert-die-eu" target="_self">relativen Misserfolg der Ausgbae von zehnj&auml;hrigen Bundesanleihen</a> am 23. November deutlich. </p>
<p>Die Meinungsverschiedenheiten Deutschlands und Frankreichs hinsichtlich der einzusetzenden Mittel, um die Anst&uuml;rme der Spekulanten auf die Staatsschulden abzuwehren, halten die Eurozone in Atem &ndash; Vorschl&auml;ge sind die Schaffung gemeinsamer <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/article/1210471-eurobonds-werden-unsere-rettung-sein" target="_self">Euro-Bonds</a> oder Darlehen an Staaten, wenn gleichzeitig in den Vertr&auml;gen Sparpl&auml;ne und Steuerharmonisierung festgehalten werden. Doch jeder weitere Tag der Unklarheit bringt das Paar immer n&auml;her an den Rand.</p>
<p>Die Presse auf dem Stiefel begr&uuml;&szlig;t die &ldquo;R&uuml;ckkehr Italiens nach Europa&rdquo; nach Jahren des Desinteresses und Berlusconischer Fehltritte. Gleichzeitig l&auml;sst der Einzug der dritten europ&auml;ischen Wirtschaftsmacht, verk&ouml;rpert durch den hoch geachteten ehemaligen EU-Kommissar Monti, Hoffnung auf einen Ausweg aus der Sackgasse aufkommen, in der sich Euroland erneut befindet. Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, dass Monti den Schiedsrichter zwischen Paris und Berlin geben k&ouml;nnte oder wolle, ist er sehr wohl in der Lage, als Vermittler zu fungieren. </p>
<p>Ein Vermittler, der, wie er wiederholt seinen Kameraden &ndash; Verfechtern der zwischenstaatlichen Methode &ndash; in Stra&szlig;burg verdeutlichte, &uuml;berzeugt davon ist, dass der Weg aus der politischen und wirtschaftlichen Krise der EU &uuml;ber Respekt und Ausbau der Methode und der gemeinschaftlichen Institutionen geht. Kommissionschef Jos&eacute; Manuel Barroso wird ihn hierin voll unterst&uuml;tzen, denn dieser hatte sich k&uuml;rzlich in &auml;hnlicher Weise <a href="http://www.presseurop.eu/de/content/news-brief-cover/1199341-euro-suender-unter-eu-kuratel" target="_self">ge&auml;u&szlig;ert</a>.</p>
<p>Dies sollte diejenigen beruhigen k&ouml;nnen, die f&uuml;rchteten, dass &ldquo;Merkozy&rdquo; durch eine Dreiecksbeziehung ersetzt werden w&uuml;rde, f&uuml;r die die europ&auml;ischen Journalisten schon freudig hinreichend Namen erfunden haben: &ldquo;Sarmonkel&rdquo;, &ldquo;Merkozonti&rdquo;, &ldquo;Merkonti&rdquo;, &ldquo;AnNiMa&rdquo; oder &ldquo;MMS&rdquo; sind einige der beliebtesten. Sie haben die Wahl! Dar&uuml;ber sollte man aber nicht vergessen, dass die Zeit l&auml;uft und die Erwartungen steigen. </p>
<p><em>Aus dem Franz&ouml;sischen von Signe Desbonnets</em></p> (Editorial)]]></description><pubDate>Fri, 25 Nov 2011 17:06:35 +0100</pubDate><guid>1217091</guid></item>
<item><title>Wer hat Angst vor Deutschland / 5 | Unsere schrecklich nette Familie (Die Zeit, Hamburg)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1214701-unsere-schrecklich-nette-familie</link><description><![CDATA[Eine Familie mit überstrengen Eltern, schwarzen Schafen und tough love: das ist heute Europa, meint ein Redakteur der Zeit und ruft dazu auf, die historisch beispiellose Kultur der Solidarität zu verteidigen. (Article)]]></description><pubDate>Fri, 25 Nov 2011 16:21:48 +0100</pubDate><guid>1214701</guid></item>
<item><title>Wer hat Angst vor Deutschland / 3 | Wir Technokraten mit Goethe unterm Arm (Der Spiegel, Hamburg)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1203421-wir-technokraten-mit-goethe-unterm-arm</link><description><![CDATA[Was Deutschlands Führung in der EU bedeutet, ist nicht so ganz klar – am wenigsten den Deutschen selbst. Ein Spiegel-Kolumnist sucht die Antwort in zwei Büchern zwischen der verlorenen Seele und dem Genius des Landes. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 23 Nov 2011 17:28:34 +0100</pubDate><guid>1203421</guid></item>
<item><title>Europäische Union | Die Revolution von oben (Libération, Paris)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1205461-die-revolution-von-oben</link><description><![CDATA[Die politischen Machtwechsel in Griechenland, Italien und Spanien zeigen, dass die europäischen Politiker die Machtverhältnisse zwischen Gesellschaft und Staat, zwischen Wirtschaft und Politik umwälzen. Nur weiß niemand, wo darin der Platz der Bürger sei, meint der französische Philosoph Etienne Balibar. (Article)]]></description><pubDate>Wed, 23 Nov 2011 17:06:58 +0100</pubDate><guid>1205461</guid></item>
<item><title>Wer hat Angst vor Deutschland / 2 | "Jetzt spricht man deutsh" (Berliner Zeitung, Berlin)</title><link>http://www.presseurop.eu/de/content/article/1198041-jetzt-spricht-man-deutsh</link><description><![CDATA[“Europa spricht Deutsch”, posaunt Volker Kauder und sorgt damit für Verstimmung bei Deutschlands Nachbarn. – Vielleicht war das aber eine dringend notwendige kalte Dusche, bemerkt die Berliner Zeitung. Denn ein Bund freier Demokratien sieht anders aus. (Article)]]></description><pubDate>Tue, 22 Nov 2011 16:23:15 +0100</pubDate><guid>1198041</guid></item>
</channel></rss>
