In der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise seit dem Krieg handelt die EU mehr oder weniger koordiniert. Die in unterschiedlichem Ausmaß getroffenen Mitgliedsstaaten suchen nach Wegen, um neues Wachstum herbeizuführen ohne ihren Besitzstand zu opfern.
Die an mehreren Finanzplätzen angegriffene europäische Währung macht ihre bis jetzt härteste Prüfung durch. Die europäische Presse prangert eine konzertierte Offensive an und ruft die 27 zur Reaktion auf.
Die finanziellen Schwierigkeiten von Ländern wie Griechenland oder Irland lassen die Frage ihres Ausschlusses aus der Eurozone aufkommen. Doch die Meinungen über die Durchführbarkeit eines solchen Vorgehens sind geteilt.
Der Konjunkturaufschwung bringt die Regierungen dazu, neue Maßnahmen zu ergreifen, um das Wachstum anzukurbeln. Doch wie bei der drohenden Rezession vor einem Jahr sind die 27 unfähig, zusammenzuarbeiten, um gemeinsam "das Ende der Krise" vorzubereiten, schreibt Le Monde.
Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.
Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.