Dossiers
Panik in Euroland
La contagion
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Presseschau: Worst-Case-Szenario zeichnet sich ab
13. September 20111395Presseurop -
Eurozone: Madrid und Rom: zwei Arten der Krise
8. September 20111165 La Vanguardia Barcelona -
Schuldenkrise: Als gäbe es keine Lösungen
10. August 201114211 Mediapart Paris -
Eurozone : Spanien und Italien in der Schuldenspirale
3. August 20111493 El País Madrid -
Schuldenkrise : Italien und Spanien in Turbulenzen
19. Juli 2011512PresseuropPresseurop -
Eurozone: Entscheidende Schlacht um Italien
12. Juli 20111354 La Repubblica Rom -
Schuldenkrise: „Das ist der Euro, ihr Idioten!“
12. Juli 20111317 Presseurop -
Italien: Märkte sanktionieren politisches Chaos
11. Juli 2011PresseuropCorriere della Sera -
Schuldenkrise: Portugals Ramschniveau lässt Irland zittern
7. Juli 2011PresseuropThe Irish Times -
Griechenland: Neuer Ärger für Athen
5. Juli 2011PresseuropPúblico -
Schuldenkrise: Warum Griechenland den Euro mitreißt
14. Juni 201141715 The Irish Times Dublin -
Editorial: Dieses war der zweite Streich...
7. Juni 201123Presseurop
L'UE désarmée
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EU-Gipfel: Die falsche Euro-Rettung
27. Oktober 20112563 Berliner Zeitung Berlin -
Eurozone: Alles ist möglich, sogar ein Energiestoß
3. Oktober 20111133 La Tribune Paris -
Eurokrise: Die Märkte danken uns die Pleiten
28. September 20111762 Irish Independent Dublin -
Politikfiktion: Aus eins mach drei
16. September 201119912 De Volkskrant Amsterdam -
Eurozone: Ende des Stabilitätsakts
12. September 20111413 Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Schuldenkrise: Die EZB in der italienischen Falle
6. September 2011986 Il Sole-24 Ore Mailand -
Frankreich-Deutschland: Gute Ideen mit Verspätung
17. August 2011415 La Stampa Turin -
Schuldenkrise: Erst Lähmung, dann Panik
11. August 2011391 ABC Madrid -
Presseschau: EZB greift ein: zu spät, zu schwach
9. August 2011292 Presseurop -
Schuldenkrise: Wo sind die Chefs?
8. August 20113825 The Guardian London -
Schuldenkrise: Es ist ein Notfall, Dr. Merkel
5. August 201121215 La Repubblica Rom -
Eurokrise: Ohne Wall Street geht’s nicht
14. Juli 201110311 Die Zeit Hamburg -
Eurokrise: Euro – ein rechter Traum platzt
13. Juli 201185511 The Guardian London -
Schuldenkrise: Europa braucht einen Marshallplan
6. Juli 20113244 The Guardian London -
EU, USA: Amerika und Europa sinken gemeinsam
5. Juli 20112521 Financial Times London -
Editorial: Griechischer Mythos und Brüsseler Haushalt
1. Juli 2011441Presseurop -
Griechenlandkrise: In Platons Höhle
30. Juni 20111052 El Mundo Madrid -
EU-Haushalt: Die Krise verändert die EU-Regionalpolitik
28. Juni 2011331PresseuropPúblico -
Schuldenkrise: Rettet Griechenland und geht unter
24. Juni 201125PresseuropPresseurop -
Schuldenkrise: Euro: Was die 27 vorbereiten
23. Juni 2011622 Le Monde Paris -
Europäische Union : Solidarität durch Verteilung des Reichtums
23. Juni 201129PresseuropPresseurop -
Schuldenkrise: Bitte nicht zur Last fallen
23. Juni 20112PresseuropLa Tribune -
Debatte: Raus mit der Wahrheit
22. Juni 20112125 La Repubblica Rom -
Schuldenkrise: Black Box EZB
21. Juni 20111473 Mediapart Paris -
Schuldenkrise: Deutsches Requiem für die Einheitswährung
20. Juni 201146415 Der Spiegel Hamburg -
Griechenland - Deutschland: Berlin trägt den Euro zu schnell zu Grabe
20. Juni 201114323 To Vima Athen -
Schuldenkrise: Das Drama der Solidarität
17. Juni 20112618 Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Frankfurt -
Schuldenkrise: Die Verschwörung der Idioten
31. Mai 201118811 Jornal de Negócios Lissabon -
Schuldenkrise: Eurostaat oder Bankrott – Brüssel am Spieltisch
12. Mai 201178 The Times London -
Griechische Krise: Der Markt macht’s
10. Mai 2011694 The Guardian London -
Rettungspaket: Erst zahlen, dann denken
5. Mai 201150 Der Standard Wien
Agences de notation pyromanes
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Spanien: Die guten Geschäfte der Ratingagenturen
14. Juli 20111PresseuropEl Periódico de Catalunya -
Schuldenkrise: Wer zähmt die Rating-Agenturen ?
7. Juli 20111435 Público Lissabon -
Schuldenkrise: Alle gegen die Rating-Agenturen
7. Juli 2011891PresseuropPresseurop -
Schuldenkrise: Amartya Sen: Zurück zur Demokratie
24. Juni 20117443 The Guardian London -
Schuldenkrise: Ratingagenturen jagen den Euro
13. Juni 201146410 Libération Paris -
Wirtschaftskrise: Der Fluch der Ratingagenturen
21. Dezember 2010246 The Guardian London
Editorial
Ein Jahr nach Ausbruch der Griechenlandkrise steht die Eurozone immer noch am Abgrund. Weder die von der EU und dem IWF versprochenen 110 Milliarden Euro noch der drastische Sparplan der Regierung Papandreou haben die finanzielle Situation Griechenlands verbessert. Die Finanzmärkte und die Ratingagenturen konnten auch nicht überzeugt werden und verstärkten ihren Druck nur.
Nach Griechenland, Irland und Portugal, die von der Schmalhanskost zum Rettungsschirm und vom Knüppel zum Sparplan übergehen mussten, werden Italien und Spanien durch die Finanzmärkte ins Wanken gebracht. Dabei würde ein Staatsbankrott eines der beiden Länder die Eurozone zum bersten bringen und unvorhersehbare politische und wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.
In Brüssel, in Frankfurt am EZB-Sitz, in Berlin, Paris und in allen europäischen Hauptstädten suchen Politiker und Wirtschaftsexperten nach einer Lösung. Sparmaßnahmen anziehen? Mehr Solidarität zeigen? Was ist mit Zahlungsunfähigkeit, müsste der Banksektor seinen Beitrag leisten? Zwischen Aufrufen zum Föderalismus und der Verteidigung (egoistischer?) nationaler Interessen sind die europäischen Staatschefs unentschlossen, wie der weitere Weg aussehen soll. Sie sind von der Macht der Märkte und der Ratingagenturen schockiert und scheinen vor Furcht unfähig zu sein, eine entscheidende Maßnahme zu ergreifen. Dabei wächst das Risiko, dass die Situation aus dem Ruder läuft...
Die einen unterwerfen sich den Sparforderungen Deutschlands und der EZB, die anderen drucksen herum und verstricken sich in politische Spielchen. Dabei spielen Spanien und Italien beide eine entscheidende Rolle für die Zukunft der Einheitswährung.
Die europäischen Regierungen sind sich zwar über die Diagnose der kranken Weltfinanz und insbesondere der Eurozone einig, sie handeln aber unorganisiert und scheinen den Ernst der Lage nicht erfasst zu haben. Dabei ist die Zeit knapp, notiert Mediapart, und es gibt viel Arbeit.
Mit jedem Tag werden die beiden Länder gegenüber den Märkten schwächer. Je mehr die Finanzierung ihrer Staatsschulden kostet, desto weniger Chancen haben sie, der Krise zu entkommen. Und bis jetzt weiß niemand, wie diese Spirale gestoppt werden kann.
Italiens Wirtschaft steht nicht am schlechtesten in der Europäischen Union da, doch hohe Verschuldung und schwaches Wachstum machen es anfällig für Spekulation. Und jetzt, da diese neue Front eröffnet wird, könnte sich dort die Zukunft des Euro entscheiden.
Die Märkte stehen skeptisch dem griechischen Rettungsplan gegenüber und fahren nun Attacken auf die spanischen und italienischen Staatsschulden. Für die spanische Presse sind die Europäer schuld, die unfähig sind, zur Rettung der gemeinsamen Währung an einem Strang zu ziehen.
Standard & Poor's gibt dem griechischen Staat das niedrigste Rating der Welt. Der Wirtschaftsredakteur der Irish Times ist der Meinung, das seit Jahrhunderten zerrüttete politische und wirtschaftliche Leben des Landes lasse darauf schließen, dass auch die 16 anderen Länder der Eurozone gefährdet sind.
Europas Politiker mögen die Beschlüsse des Gipfels vom 26. Oktober als historisch feiern. Die Euro-Krise bleibt uns noch ein wenig erhalten. Denn das Grundparadox, dass Staaten das Vertrauen der Anleger mit Geld erkaufen wollen, das sie nicht haben, kann man nicht einfach wegbeschließen.
Kurz vor zwei wichtigen Terminen, dem Europäischen Gipfel vom 18. Oktober und dem G20 im November, stehen die Grundprinzipien Europas in vollem Umbruch. Die Krise bringt die EU weiter, doch die Zeit drängt, findet der Redaktionsleiter der Tribune.
Die immer lauter werdenden Gerüchte über einen Zahlungsausfall Griechenlands haben die Märkte nicht etwa abstürzen lassen, sondern beflügelt. Folgerung: Lange Agonien und das Herumfackeln um das Schicksal der Eurozone sind schlimmer als ein Zahlungsausfall, findet ein irischer Ökonom.
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Manche Länder der Gemeinschaftswährung haben nur wenig gemeinsam, was eine Bewältigung der Krise unmöglich macht. Die Lösung, schreibt ein niederländischer Ökonom, sei die Schaffung von drei Euro-Gruppen, mit mehr oder minder strengen Auflagen.
Angesichts der Gefahr eines Zahlungsausfalls Italiens hatte die Europäische Zentralbank Rom unterstützt, das sich verpflichtet hatte, dringende Sparmaßnahmen einzurichten. Doch das Zögern der Berlusconi-Regierung bedroht nun die Glaubwürdigkeit der EZB.
Die von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy bei ihrem Treffen am 16. August vorgeschlagenen Maßnahmen sind im Kampf gegen die Schuldenkrise nützlich. Wären sie Monate früher getroffen worden, wäre diese Krise zu vermeiden gewesen.
Das Zögern der europäischen Entscheidungsträger sowie die Gerüchteküche sind die Gründe für die neuen Börsenabstürze weltweit. Damit der Euro von dem Strudel nicht mitgerissen wird, ist eine finanzielle Integration nötig. Und nur Angela Merkel kann den Ausschlag in die eine oder andere Richtung geben.
An diesem 9. August macht die europäische Presse — mit Ausnahme der britischen — geschlossen mit einem Thema auf: Die Talfahrt der Aktienkurse trotz Einschreitens der Europäischen Zentralbank.
Bestenfalls gelähmt, schlimmstenfalls verantwortungslos treten die meisten europäischen Politiker in der Eurokrise auf. Der Ernst der Lage fordert aber starke Männer und Frauen mit zündenden Ideen, die die Dinge in die Hand nehmen, und sich nicht von ihnen treiben lassen.
Die europäische Bürokratie arbeitet langsam und Deutschland verweigert weiterhin beharrlich die einzige Therapie, die den Euro und Europa retten kann: gemeinsame Verantwortung für die Staatsschulden und Verzicht auf nationale Souveränität in der Haushaltspolitik.
Es ist der zentrale Streitpunkt dieser Tage: Sollen private Anleger sich an den Rettungsaktionen für die Schuldenländer beteiligen? Deutschland vertritt diese Ansicht, vor allem mit Blick auf seine Parlamentarier, und führt die EU damit in eine Politik, die diejenigen vertreibt, die Union dringenst braucht: die Finanziers.
Während die Existenz des Euro in Frage gestellt wird, erinnert ein amerikanischer Wirtschaftsexperte an den grundlegenden Unterschied zwischen der Einheitswährung und der Europäischen Union: Erstere ist das Resultat einer sehr rechtslastigen Politik, zweitere entstammt einem tief solidarischen Projekt. Der Tod der einen ist nicht gleichbedeutend mit dem Tod der anderen.
Nach Meinung der zögerlichen Führungskräfte Europas ist jeder neue Marshallplan zum Scheitern verurteilt.
Was die EU verzweifelt braucht? Weitsicht, die Bereitschaft zur Umschuldung und Finanzinstitutionen, meint der englische Journalist und Historiker Mark Mazower.
Sowohl die EU als auch die USA strampeln sich ab, um auf ihre jeweils eigene Art und Weise mit der Wirtschaftskrise fertig zu werden. Ein großer Irrtum, findet Gideon Rachman, da ihre Probleme mehr oder weniger dieselben sind.
Wie die Schatten in der Höhle des griechischen Philosophen sind die Maßnahmen, die verhindern sollen, dass die Verschuldung Griechenlands nicht das Aus für den Euro bedeuten, so paradox, dass die Europäer dies nicht sehen wollen, so der stellvertretende Chefredakteur der Zeitung El Mundo.
Während die Einheitswährung wieder einmal kurz vor dem Zusammenbruch steht, treten die Regierungschefs der 27 EU-Staaten im Rahmen des Europäischen Rats in Brüssel zusammen, um ein System auszutüfteln, das eine Wiederholung der Griechenlandkrise garantiert ausschließt.
Die Krise hat so manche Betrügereien und Listen der Politik offen gelegt, aber die europäischen Staatschefs verstecken sich weiterhin vor der Wahrheit und verleugnen, was offensichtlich ist. Dabei sind nur Offenheit und der Mut, die Dinge beim Namen zu nennen, in der Lage, Europa zu retten.
Für zahlreiche Ökonomen ist eine Umschuldung für Griechenland der einzige Ausweg aus der Schuldenkrise. Eine Option, die von der Europäischen Zentralbank kategorisch abgelehnt wird: das europäische Bankensystem würde zusammenbrechen. Zu einer Refom ist es jedoch nicht in der Lage.
Zögerlich stampfen Europas Politiker ein neues Hilfsprogramm für Griechenland aus dem Boden. Das ist der falsche Weg aus der Eurokrise, schreibt Der Spiegel. Die Währungsunion kette Volkswirtschaften aneinander, die nicht zusammenpassen, und werde zur größten Gefahr für Europa. (Auszüge)
Ein von der griechischen Flagge bedeckter Sarg der Einheitswährung. Mit diesem Bild enthülle Der Spiegel das geheime Ziel der deutschen Politik: Die Vormachtstellung in Europa. Das zumindest meint die Tageszeitung To Vima aus Athen.
Das Griechenretten nützt nichts. Es schadet nur. Der Rechtsstaat erodiert. Aus aufrechten Europäern wird eine Bande von Bestechern und Erpressern, schreibt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.
Indem sie den Schuldenländern drastische Sparpläne verordnet, stellt die Union und ihre politische Führung ihre Blind- und vielleicht auch Dummheit unter Beweis: Die Partner werden in Zwickmühlen gebracht, ohne dass dies irgendjemandem etwas bringe, schreibt ein portugiesischer Jurist.
Die Rettungsschirme gehen zwar nicht auf, zentralisieren jedoch die Macht auf Kosten der Nationalstaaten, meint der Times-Kolumnist Anatole Kaletsky.
Trotz einer Reihe von drastischen Sparhaushalten zur Beruhigung der internationalen Märkte steht Griechenland wieder einmal am Rande des Bankrotts. Doch sollen demokratische Staaten ihre Wirtschaftspolitik auf das ausrichten, was ein paar tausend Trader vielleicht wollen – oder auch nicht?
Wie viele Bankrottstaaten müssen noch nach Hilfe rufen? Das neue Rettungspaket für Portugal sollte das letzte sein, bevor Europa seine Währungsunion umkrempelt, meint der Wiener Standard.
Während sie stets bereit sind, das "Oligopol" der Rating-Agenturen zu verurteilen, haben es die Verantwortlichen in Europa bisher nicht vermocht, konkrete Maßnahmen gegen die Macht der Agnturen zu ergreifen, bedauert die portugiesische Tageszeitung Público.
Die Griechenlandkrise veranschaulicht, was passiert, wenn politische Behörden die Verantwortung an nicht rechenschaftspflichtige Instanzen wie etwa Ratingagenturen abgeben, schreibt der Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger.
Nachdem sie die bisherigen Krisen nicht vorausgesehen hatten, werden Moody’s, Standards & Poor’s und Fitch heute beschuldigt, die Eurozone aus dem Gleichgewicht bringen zu wollen und nun die stabileren Länder zu bedrohen. 

























