Demonstrationen, Runde Tische, Revolutionen: 1989 bereitete Osteuropa seinen kommunistischen Regimen aus der Nachkriegszeit ein Ende und riss den Eisernen Vorhang nieder. Von Warschau bis Bukarest über Prag und Budapest entdeckten die Menschen nun eine neue Art zu leben: Demokratie, Reisefreiheit, Kapitalismus, Wahlfreiheit, aber auch: Arbeitslosigkeit, Korruption und Einwanderung. Zwanzig Jahre später ist der Übergang zur Demokratie trotz ihres Beitritts zur NATO und EU nicht abgeschlossen.
Der gewaltlose Fall des kommunistischen tschechoslowakischen Regimes am 17. November 1989 fand ohne die Erregung statt, die Revolutionen sonst so an sich haben. Der Journalist Jiří Peňás liefert hier eine psychoanalytische Interpretation der Ereignisse.
Laut einer kürzlich durchgeführten internationalen Meinungsumfrage gehören die Ungarn zu den zukunftspessimistischsten Völkern. Von den Verlierern der postkommunistischen Übergangszeit bis zu den Ideologen – der Soziologe Elemér Hankiss erstellt die verschiedenen Profile dieser kollektiven Niedergeschlagenheit.
Hiroshima, Tschernobyl, Ground Zero, Auschwitz… lauter Orte, die Erinnerungen an Massenmorde, Genozide und Katastrophen hervorrufen und die jedes Jahr Millionen von Touristen anziehen. In Rumänien konzentriert sich die Neugier der nach makabren Emotionen heischenden Besucher auf das einstige Gefängnis von Sighet.
Sie sind Mitte der 1980er Jahre in den damaligen Ostblock-Ländern geboren. Heute sind sie 20 Jahre alt und nutzen ohne Komplexe die Öffnung ihrer Gesellschaften zum Kapitalismus. Ein Treffen mit den neuen "working girls" Europas.
Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.
Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.