Dossiers
Berlin + EU, eine Beziehungskiste
Angela Merkel, die Unumgängliche
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Wer hat Angst vor Deutschland (4)
Merkels Nein ruiniert die EU
24. November 201116Die Tageszeitung Berlin -
Presseschau
Merkel hat die Hosen an
24. Oktober 20117Presseurop -
Deutschland
Helmut Kohl liest Angela Merkel die Leviten
26. August 20112Presseurop -
21. Juli 20114Le Monde Paris
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Deutschland
Helmut Kohl: Merkel macht mir mein Europa kaputt
18. Juli 20115PresseuropDer Spiegel -
Deutschland
Es gibt keinen anderen Kanzler als Merkel
28. März 20112Der Spiegel Hamburg -
Gipfel der Eurozone
Merkel hat den Schlüssel
11. März 20112The Economist London -
Wirtschaftskrise
Eiserne Kanzlerin wird sich durchsetzen
3. März 2011PresseuropPresseurop -
Eurokrise
Merkel ist leider nicht Marshall
19. November 20101PresseuropHandelsblatt -
27. Oktober 20102Süddeutsche Zeitung München
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Stabilitätspakt
Merkel allein in Europa
26. Oktober 2010PresseuropFinancial Times Deutschland -
Euroland in der Krise
Angelas Wahl
25. März 2010Süddeutsche Zeitung München -
Deutschland
Hört Merkel Europas Ruf?
8. März 2010PresseuropNewsweek
Ein deutsches Europa
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Deutschland
Nennt uns Nazis, wenn’s euch Spaß macht
3. Februar 2012304Die Zeit Hamburg -
EU-Gipfel
Merkel geht zu weit
31. Januar 201215PresseuropDer Tagesspiegel -
Deutschland-Italien
Leviten lesen auf Italienisch
30. Januar 201223Die Zeit Hamburg -
Eurozone
Alles klar, Herr Spar-Kommissar?
30. Januar 201261PresseuropPúblico, Le Monde, Ta Nea & 2 weitere -
Eurokrise
Deutschland raus aus dem Euro
27. Januar 2012120The Times London -
Wer hat Angst vor Deutschland / 5
Unsere schrecklich nette Familie
25. November 201119Die Zeit Hamburg -
Wer hat Angst vor Deutschland / 3
Wir Technokraten mit Goethe unterm Arm
23. November 201115Der Spiegel Hamburg -
Wer hat Angst vor Deutschland / 2
“Jetzt spricht man deutsh”
22. November 201110Berliner Zeitung Berlin -
Eurozone
Abhängig von Deutschlands Gnade
27. Oktober 201122Eleftherotypia Athen -
Eurozone
Ende des Stabilitätsakts
12. September 20113Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Euro-Rettungspakete
Karlsruhe sagt ja, aber...
7. September 20113Süddeutsche Zeitung München -
Deutschland
Sprachlos in Berlin
5. September 20114Die Zeit Hamburg -
Griechenland – Deutschland
Berlin trägt den Euro zu schnell zu Grabe
20. Juni 201123To Vima Athen -
Europäische Union
Deutschland skeptischer Zuschauer
27. April 20115PresseuropHandelsblatt -
Deutschland
Germany gut, alles gut
15. März 20112The Guardian London -
Pakt für den Euro
Berlin, Zahl- und Zuchtmeister
14. März 2011PresseuropPresseurop -
Schuldenkrise
Europa wird deutsch
3. Februar 201113Die Zeit Hamburg -
14. Dezember 20104Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Frankfurt
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13. Dezember 20101PresseuropLidové noviny
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Griechenlandkrise
Deutschland hat ein Problem mit Europa
19. Mai 20102Gazeta Wyborcza Warschau -
EU-Institution
Deutschlands Streben nach Europamacht
14. Juli 20091Financial Times London
Deutschland-Frankreich, ein komisches Paar
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Wirtschaft
Nicolas Sarkozy: Von Deutschland besessen
2. Februar 201215PresseuropLe Monde, Le Figaro, La Croix, Libération -
13. Oktober 20111PresseuropPúblico
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Eurokrise
Könnten Kohl und Mitterrand das besser?
10. Oktober 20112De Volkskrant Amsterdam -
Europäische Integration
Paris und Berlin spielen Brüssel zu
9. Februar 20112The Times London -
Schuldenkrise
Die Achse übernimmt wieder
4. Februar 20111Le Monde Paris -
10. Dezember 20101PresseuropLe Figaro
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Europäischer Rat
Sarkozy, Merkel und der Vertrags-Irrsinn
28. Oktober 20101El País Madrid -
Stabilitätspakt
Sturm auf das Merkel-Sarkozy-Diktat
22. Oktober 2010PresseuropLa Tribune -
Stabilitätspakt
Das Merkel-Sarkozy-Diktat
20. Oktober 2010The Guardian London -
Deutschland / Frankreich
Armes Scheidungskind Europa
21. Juni 2010Die Zeit Hamburg -
Institutionen
Merkel-Sarkozy, die große Harmonie
15. Juni 2010PresseuropLe Figaro
Editorial
Klassenbester zu sein ist manchmal ein schwieriger Stand. Deutschland ist EU-Gründungsmitglied, das wirtschaftsstärkste Land der Union und liegt als Dreh- und Angelpunkt zwischen Nord-, Süd-, West- und Osteuropa. Zudem wurde das Land im Laufe der Wirtschaftskrise und der Angst über die Zukunft des Euro zur tragenden Säule der EU, ohne die nichts entschieden und ohne deren Geld keinem Land geholfen werden kann.
Doch die Idee, dass Deutschland ein Problem mit Europa hat, breitet sich immer weiter aus. Man wirft dem Land mangelnde Solidarität gegenüber den strauchelnden Mitgliedern vor und, dass Deutschland den anderen seine anscheinend erfolgreiche, rigide Sparpolitik aufzwingen will.
Eine Frau steht im Kreuzfeuer der Kritik: Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit oftmals zu ruhiger Hand, zeigt sie sich gleichzeitig unentschlossen und unflexibel, dominant aber von einem komplexen politischen System eingeschränkt. Sie symbolisiert, wie das heutige Deutschland in Europa wahrgenommen wird. Nicht zu vergessen ihre misstrauische Beziehung zum französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy: eine für Europa immer noch notwendige, aber nicht mehr ausreichende Beziehung.
Während die häufige Kritik, dass Deutschland Europa dominieren wolle, eher einer überholten Vision der Geschichte angehört, zeigen die hier versammelten Artikel, warum das führende Land der Union manchmal an Europa zweifelt, und wie aus Idealismus Pragmatismus wurde.
Allein gegen alle sagt die Kanzlerin Nein zu einer stützenden Rolle der EZB und der Schaffung gemeinsamer Euro-Anleihen. Auch in Deutschland warnen immer mehr Experten, dass ihr Festhalten an Disziplin und Gehorsam die Eurozone ins Chaos stürzt.
Die europäische Presse ist sich einig: Beim Gipfeltreffen in Brüssel am 23. Oktober hat die Bundeskanzlerin ihren Partnern – einschließlich Frankreich – gegenüber ihre Bedingungen durchgesetzt, um dem Euro und den am stärksten verschuldeten Ländern aus der Krise zu helfen.
Die Griechenlandkrise muss bewältigt und die Gemeinschaftswährung gerettet werden. Die Herausforderungen des Krisengipfels sind enorm und verlangen, dass die deutsche Kanzlerin und der französische Staatspräsident endlich Verantwortung übernehmen, fordert der Direktor der Tageszeitung Le Monde.
Angela Merkel erlebt eine Zeitenwende. Bei den gestrigen Landtagswahlen stürmten die Grünen die konservative Hochburg Baden-Württemberg – und stellen das Land auf den Kopf. Sie sind nun Volkspartei. Kanzlerin Merkel wird trotzdem bleiben. Sie hat für diese Krise vorgesorgt.
Wenn die Spitzenpolitiker der Eurozone am 11. März in Brüssel zusammentreten, um einen Ausweg aus der Wirtschaftskrise zu finden, kann anscheinend nur eine einzige Frau das Auseinanderfallen der EU in zwei konkurrierende Blöcke verhindern. Doch ist Angela Merkel dieser Aufgabe gewachsen?
So viel Streit war selten in der EU und Angela Merkel trägt mit Schuld daran. Ihre Pläne für schärfere Schuldenregeln werden beim EU-Gipfel am 28. Oktober auf die scharfe Gegenwehr ihrer Kollegen treffen. Dabei hat sie recht, sagt die Süddeutsche. Vielleicht zum letzten Mal...
Auch wenn die anderen Staaten zetern: Nach dem griechischen Fiasko zwingt Merkel Europa zur Disziplin. Schließlich steht das politische Werk ganzer Generationen auf dem Spiel, schreibt die Süddeutsche Zeitung.
“Gauleiter”, “Besatzungsmacht” – es ist jedes Mal dasselbe: Berlin versucht seine Position in der Eurokrise durchzusetzen und wird im Gegenzug mit Nazi-Vergleichen überzogen. Die Zeit überlegt, wie die Deutschen damit umgehen sollten.
Lange war Deutschland in Italien als Besserwisser verflucht, aber als Klassenerster respektiert. Mit dem Antritt des korrekten Herrn Monti ändert sich das, und “La Merkel” wird sich an einige Lektionen aus Rom gewöhnen müssen.
Die 130 Milliarden des zweiten Rettungspakets für Griechenland gegen die Vormundschaft eines europäischen Haushalts-Kommissars in Athen: Dieser deutsche Vorschlag gelangte noch vor dem EU-Gipfel an die Öffentlichkeit und ist nicht mehr und nicht weniger als eine Verletzung der Staatshoheit, findet die europäische Presse.
Deutschland wälzt die Sparpolitik auf seine Partner in der Eurozone ab und weigert sich stur gegen eine größere Rolle der EZB und gegen mehr gegenseitige Unterstützung in Sachen Staatsanleihen. Es ist also eher ein Hindernis als ein Rückhalt für die Einheitswährung, findet Anatole Kaletsky.
Eine Familie mit überstrengen Eltern, schwarzen Schafen und tough love: das ist heute Europa, meint ein Redakteur der Zeit und ruft dazu auf, die historisch beispiellose Kultur der Solidarität zu verteidigen.
Was Deutschlands Führung in der EU bedeutet, ist nicht so ganz klar – am wenigsten den Deutschen selbst. Ein Spiegel-Kolumnist sucht die Antwort in zwei Büchern zwischen der verlorenen Seele und dem Genius des Landes.
“Europa spricht Deutsch”, posaunt Volker Kauder und sorgt damit für Verstimmung bei Deutschlands Nachbarn. – Vielleicht war das aber eine dringend notwendige kalte Dusche, bemerkt die Berliner Zeitung. Denn ein Bund freier Demokratien sieht anders aus.
Die Staats- und Regierungschefs der Länder der Eurozone haben die griechische Schuldenlast erleichtert und den Betrag ihrer finanziellen Hilfen erhöht. Mit dem "Rettungspaket voller deutscher Panzer" geraten Griechenland und alle anderen Europäer unter Berlins Fuchtel, meint dagegen Eleftherotypia.
Das Bundesverfassungsgericht hat den europäischen Rettungsmechanismus für verfassungskonform erklärt. Allerdings muss für eine noch tiefere europäische Integration die Verfassung umgeschrieben – und vom Volk bestätigt werden, meint der Kommentator Heribert Prantl.
Mit einem angeschlagenen Außenminister auf der einen Seite und einer wenig geschlossenen Koalition auf der anderen steuert Angela Merkels Regierung durch eine schwierige außenpolitische Phase. Diese Unsicherheit hat Auswirkungen in ganz Europa.
Ein von der griechischen Flagge bedeckter Sarg der Einheitswährung. Mit diesem Bild enthülle Der Spiegel das geheime Ziel der deutschen Politik: Die Vormachtstellung in Europa. Das zumindest meint die Tageszeitung To Vima aus Athen.
Nach einem unruhigen 20. Jahrhundert trat Deutschland als das wirtschaftliche und politische Kraftwerk Europas hervor. Und das Wiederaufleben seiner Hauptstadt Berlin steht symbolisch für seine neue Rolle als führende Kraft in einer zunehmend integrierten Europäischen Union.
Wenn ihr Euroland retten wollt, dann tut es den Deutschen nach! Diese oft von Angela Merkel wiederholten Worte dringen jetzt zu ihren Partnern durch. Populär sind sie nicht Aber die krisengeschüttelte EU wird diesen Preis Zahlen müssen, findet Die Zeit.
Für die einen ist es die Mutter aller Finanzkrisen, für die anderen ohne Alternative: ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro, für den sich eine Mehrheit der Deutschen erwärmt. Ein Zurück zur D-Mark ist zwar teuer, aber machbar.
Für die Europäische Union ist die griechische Krise nicht nur ihr bisher schwierigstes Problem sondern nun auch ein Test dafür, was Europa wirklich für Deutschland bedeutet, schreibt die polnische Gazeta Wyborcza.
Am 14. Juli nehmen die neugewählten Europaabgeordneten ihre Arbeit auf mit dem Ziel, ihren Einfluss auf die EU-relevanten Entscheidungen zu vergrössern. Doch nach Ansicht von Wolfgang Münchau stellt die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ihre Legitimität in Frage und wird die zukünftige Entwicklung der EU in ihrem Wesen verändern.
Der französische Staatspräsident, der sehr wahrscheinlich erneut für das höchste Amt in Frankreich kandidieren wird, scheint eine Wirtschaftspolitik einschlagen zu wollen, die das ‘Deutsche Modell’nachahmt. Eine Strategie, die die französische Presse überrascht.
Fehlt es Europas Politikern an Führungsqualitäten, um die Krise in den Griff zu bekommen? Oder werden sie vielmehr von den uneinigen Koalitionspartnern und der Öffentlichkeit an ihrer Arbeit gehindert? Das zumindest meint einer der Redakteure der Volkskrant.
Der Wettbewerbspakt ist weniger ein deutsch-französischer Versuch, die Macht in der EU an sich zu reißen, sondern vielmehr ein Schritt in Richtung föderales Europa, urteilt Times-Kolumnist Anatole Kaletsky. Der Entwurf einer Wirtschaftsregierung wird deshalb auch die Folgen der Finanzkrise nicht mildern können.
Am 28. und 29. Oktober werden Deutschland und Frankreich in Brüssel versuchen, ihre Partner davon zu überzeugen, den Vertragstext der Union zu reformieren, um die Haushaltsdisziplin der Länder zu garantieren. Eine ebenso simple wie unnütze Idee, schreibt ein spanischer Leitartikler.
Kurz vor dem EU-Gipfel, bei dem der gebeutelte Euro wieder stabilisiert werden soll, einigten sich der französische Staatspräsident und die deutsche Bundeskanzlerin nicht nur auf neue Haushaltsregeln, sondern riefen auch zur Änderung des Vertrags von Lissabon auf. Ein abgekartetes Spiel, murren die Beamten in der Kommission.
Es ist ein historisches Tief zwischen zwei Mächten. Es geht auf Kosten Europas. Einen ungünstigeren Zeitpunkt hätten Angela Merkel und Nicolas Sarkozy für ihre Beziehungskrise nicht wählen können, mahnt die Zeit. Denn wenn die beiden europäischen Hauptakteure nicht endlich wieder zusammenfinden, verspielen sie den Einfluss des Kontinents in der Welt. 


















