Dossiers
Die neue europäische Diplomatie
Die große Maschine der Lady Ashton
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Diplomatie: Catherine Ashton: Mission impossible
1. April 20111097 El País Madrid -
Institutionen: Catherine Ashton, die unsichtbare Frau
28. Januar 20112612 Le Monde Paris -
EU-Diplomatie: Aus Schein mach Sein
7. Oktober 201064 Gazeta Wyborcza Warschau -
Diplomatie: EU sucht Annäherung an NATO
13. September 2010PresseuropThe Irish Times -
EU-Diplomatie: Top-Jobs für alte Herren aus dem “alten Europa”
23. August 2010831 Dziennik Gazeta Prawna Warschau -
Europäischer Auswärtiger Dienst: Mammutmaschine der Diplomatie
23. Juli 2010231 La Stampa Turin -
EU-Russland: EU-Diplomatie, Neues vom Katzentisch
2. Juni 2010PresseuropLe Figaro -
Diplomatie: Lady Ashtons Monsterbehörde
27. April 2010PresseuropEl Periódico de Catalunya -
EU-Diplomatie: Der zahnlose Riese
29. März 2010131 El País Madrid -
Europäische Union: Verschwörung gegen Lady Ashton
26. Februar 2010272 Presseurop -
Außenpolitik: Ashton plant EU-Spionagezentrum
22. Februar 2010PresseuropEUobserver.com -
Editorial: Unsichtbare Diplomatie
19. Februar 2010Presseurop -
Institutionen: Ein paar Ambitionen, bitte!
1. Dezember 2009Dziennik Gazeta Prawna Warschau -
Hoher Vertreter: Das bürokratische Monster zu ihren Füßen
20. November 20091 Der Spiegel Hamburg -
Europäischer Rat: Herman wie? Catherine wer?
20. November 200965 Presseurop
Die EU in der Welt, Stärken und Schwächen
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Naher Osten: Europa muss seine Rolle übernehmen
28. Juli 2011751 Al Hayat London -
Naher Osten: Europa hilflos in Libyen und Syrien
15. Juni 20112015 Libération Paris -
Diplomatie: Europas Null-Doktrin
25. Februar 20112986 El País Madrid -
Europa – Ägypten: Stabilität, unser Fetisch
4. Februar 2011PresseuropDie Tageszeitung -
Naher Osten: Hände weg von Ägypten!
2. Februar 20112406 The Guardian London -
EU-Ägypten: Letzter Aufruf für Ohnmächtige
31. Januar 20111581 Presseurop -
Diplomatie: Frattinis Plan für Ägypten
28. Januar 2011PresseuropThe Independent -
Vereinte Nationen: Europas schwache Stimme
14. Oktober 2010105 The New York Times New York -
Diplomatie: EU persona non grata der Vereinten Nationen
15. September 201015PresseuropLe Soir -
Diplomatie : EU fordert Sonderstatus in der UNO
24. August 201024PresseuropRzeczpospolita -
Pakistan: Warum Europa so wenig tut
13. August 2010291PresseuropPresseurop -
Naher Osten : Europa sollte Palästina-Hilfe überdenken
22. März 20104 Financial Times London -
Diplomatie: Lady Ashton hat Haiti lokalisiert
2. März 2010PresseuropEl País -
Haiti: Furchtbare Feuertaufe
18. Januar 2010El País Madrid -
Haiti: EU braucht zu lange für ihre Hilfe
15. Januar 2010PresseuropDe Standaard
Während vor Europas Toren die libysche Krise tobt, ist die Hohe Vertreterin der europäischen Außenpolitik wie vom Erdboden verschwunden. Die Frage stellt sich, ob ihr Amt möglicherweise überflüssig sei, schreibt der Publizist José Ignacio Torreblanca.
Sie sollte die Stimme Europas auf internationaler Ebene sein, die Chefdiplomatin einer EU, welche weltweit Ambitionen hatte. Doch Catherine Ashton ist nicht zu hören, kaum zu sehen und hat das Vertrauen der meisten Mitgliedsstaaten bereits verloren.
Ein effizienter diplomatischer Dienst reicht nicht, solange es immer noch keine gemeinsame EU-Außenpolitik gibt, schreibt Gazeta Wyborcza.
Nur zwei der 115 Botschafter der Europäischen Union kommen aus Zentraleuropa. Die restlichen Beamten stammen aus dem "alten Europa". Polen hat jetzt genug von diesem abgekarteten Spiel.
Nach langen Traktationsmonaten zwischen Kommission, Parlament und Mitgliedsstaaten wird der Europäische Auswärtige Dienst im Herbst einsatzfähig sein. Ob sich seine Komplexität und seine Kosten in einer entsprechenden Effizienz umsetzen, bleibt noch abzuwarten.
Die Union würde gern zum Zirkel der internationalen Mächte gehören. Wird sie sich dank des von Catherine Ashton kürzlich vorgestellten Organisationsplans für den "Europäischen Auswärtigen Dienst" in die Rangliste der Weltmächte katapultieren können? Sieht man sich an, wie umfangreich die Verwaltung ist, wie ungern die Staaten auf ihre Vorrechte verzichten und wie entschlossen sie institutionelle Kämpfe um ihre Einflussbereiche führen, so scheint dies eher unwahrscheinlich.
Wenn jetzt der Vertrag von Lissabon in Kraft tritt, wird die EU Verantwortung beweisen müssen, wenn sie in der Welt eine Rolle spielen will. Doch das Zeichen, das durch die Ernennung der neuen Führung gesetzt wurde, geht leider nicht in diese Richtung, findet der polnische Politologe Aleksander Smolar.
Durch ihre Ernennung zur Hohen Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik ist Catherine Ashton über Nacht zu einer der mächtigsten Frauen der Welt geworden. Aber ihre Funktion, mag sie auch mit mehr Prestige winken als die des EU-Ratspräsidenten, birgt einige Fallen, berichtet der Spiegel.
Die Europäische Union spielt seinen langem nur eine Nebenrolle in der arabischen Welt, dabei könnte sie neben den USA und Russland, die beide von den Umwälzungen in der Region überfordert sind, eine konstruktive Kraft sein, schreibt eine arabische Kolumnistin der Zeitung Al-Hayat.
Mit ihrer Beteiligung am Libyen-Einsatz entdecken die Europäer, dass sie nicht über die Mittel für ihre Ambitionen verfügen. Und ohne militärische Mittel steht die Union in einer für sie strategisch wichtigen Region ohne eine glaubwürdige Diplomatie da. Deshalb müssen die EU-Länder in der Verteidigung zusammenarbeiten.
In entscheidenden Momenten der Geschichte entwickeln Großmächte eine klare diplomatische Doktrin, mit der sie ihre Interessen durchsetzen. Die arabischen Revolutionen sind so ein Moment, und Europa täte gut daran, sich ein paar Gedanken dazu zu machen, schreibt José Ignacio Torreblanca.
Die Ereignisse in Ägypten sind für jeden Verfechter der Bürgerrechte berauschend, gibt Simon Jenkins, Kolumnist des Guardian, zu. Doch angesichts seiner Geschichte blutiger und unnützer Interventionen weltweit, sollte sich der Westen gut überlegen, ob er sich beim Streben der muslimischen Staaten nach Selbstbestimmung wirklich einmischen will.
Erst reagierte sie nur zögerlich auf die tunesische „Jasminrevolution“, jetzt scheint die EU angesichts des ägyptischen Aufstands gegen Husni Mubarak schon wieder gelähmt. Dabei, so die europäische Presse, ist doch gerade jetzt die Gelegenheit, für mehr Demokratie in ihrem „Hinterhof“ am Mittelmeer einzutreten.
Könnte Deutschlands und Portugals Wahl in den UNO-Sicherheitsrat den nachlassenden Einfluss Europas auf die Welt wieder beleben? Darauf sollte man sich besser nicht verlassen, meint die New York Times.
Nach Catherine Ashtons Reise nach Israel und Palästina treffen sich die EU-Außenminister am 22. März in Brüssel um über eine geschlossene Politik im Nahen Osten zu beraten. Laut der Financial Times sollte die EU erst einmal die Frage der Unterstützung der palästinensischen Autonomiebehörde überdenken.
Jede europäische Ratspräsidentschaft, egal wie peinlich genau sie auch geplant wurde, musste früher oder später mit einer unerwarteten Krise fertigwerden. Haiti ist der erste Test, der darüber entscheiden wird, ob die neuen außenpolitischen Institutionen der Europäischen Union auch wirklich funktionieren. 

