Dossiers
Wohin steuert Europa?
On Presseurop
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Referendum: Plädoyer für ein europäisches Referendum
23. August 201214296 De Morgen Brüssel -
Ideen: 2014 soll europäisch gewählt werden
17. August 201222358 La Repubblica Rom -
Debatte: Für die Vereinigten Kleinstaaten von Europa
8. August 201236799 EUobserver.com Brüssel -
Jugend: Warten auf den europäischen Frühling
1. August 201247819 Polityka Warschau -
Demokratie: Urnen frei für die Direktwahl des EU-Präsidenten
11. Juli 201230070 Fokus Stockholm -
Debatte: Die Manipulation von Europas DNA
6. Juli 20129629 Gazeta Wyborcza Warschau -
Debatte: Fünf Vorschläge für ein neues Europa
4. Juli 2012277122 Internazionale Rom -
Schuldenkrise: 10 Thesen gegen den Aberwitz
27. Januar 2012162524 Süddeutsche Zeitung München -
Gespräch: Geert Mak – Europas Wiedereroberung
9. Januar 20122377 NRC Handelsblad Amsterdam -
Europäische Union: Gebt Demokratie eine Chance!
1. Dezember 201140730 The Guardian London -
Eurokrise: Für einen neuen deutschen Weg
31. August 20111966 Der Spiegel Hamburg -
Politic-Fiction: Eine eigenständige Supermacht
22. August 20111525 Le Figaro Paris -
Debatte: Europa muss aufwachen
8. Juli 20112266 De Groene Amsterdammer Amsterdam -
Debatte: Ein kosmopolitisches Europa - oder gar nichts
1. Juli 201131215 Die Zeit Hamburg -
Eine Stimme zu Europa: Ich habe einen Traum
4. Februar 20117381 The Guardian London -
Integration: Föderales Europa gefällig?
12. Oktober 20101383 The Independent London -
Diskussion: Geist Europas, bist du noch hier?
10. September 2010312 Philosophie Magazine Paris -
Europa in Fragen: Die kopflose EU
30. August 2010322 Trouw Amsterdam -
Wohin steuert Europa / 10 : Eine multipolare Union
29. Juli 201035 Gazeta Wyborcza Warschau -
Wohin steuert die Union? / 9: Einem chaotischen Korallenriff gleich
12. Juli 201025 Respekt Prag -
Wohin steuert die Union / 8: Im Wahn des "Immer-mehr-Europa"
5. Juli 2010351 Público Lissabon -
Wohin steuert die Union / 7: Krise stellt Ost gegen West
1. Juli 201076 La Repubblica Rom -
Wohin steuert die Union? / 6: Gebt den Behörden die Zügel
23. Juni 2010331 Corriere della Sera Mailand -
Wohin steuert die Union / 5: Dichtmachen verboten
15. Juni 201084 L'Espresso Rom -
Wohin steuert die Union? / 4: Zurück in die harte Gegenwart
28. Mai 201026 Gazeta Wyborcza Warschau -
Wohin steuert die Union? / 3: Unser europäisches Einheitsschicksal
26. Mai 20101174 Die Zeit Hamburg -
Wohin steuert die Union? / 2: EWG, die ideale Formierung
25. Mai 20101 Der Spiegel Hamburg -
Wohin steuert die Union? / 1: Zerrissene Bande
21. Mai 201042 Die Presse Wien -
Editorial: Trotzdem beste Glückwünsche
9. Mai 2010112Presseurop
Die oftmals als unabdingbare Ergänzung zur Währungs- und Fiskalunion genannte politische Union wäre ohne eine damit einhergehende demokratische Absegnung nicht legitim. Deshalb sei eine europaweite Abstimmung notwendig, schreibt ein flämischer Journalist.
Den gemeinsamen politischen Raums in Europa gibt es. Die politische Union nicht. Sie sollte zum Wahlkampfthema der europäischen Parlamentswahlen 2014 werden, um die Bürger für ein großes Projekt zu mobilisieren, schreibt der italienische Rechtsprofessor Andrea Manzella
Die Größe eines Landes ist entscheidend: wirtschaftlich, diplomatisch und auch in der Verwaltung. Im weltweiten Vergleich sind die EU-Staaten einfach zu klein. Die Lösung? Europa nach dem Vorbild der USA umbilden. Das zumindest schlägt der Journalist Philip Ebels vor.
Jeder fünfte Jugendliche in Europa ist heute arbeitslos. In manchen Ländern sogar jeder zweite. Auf solche Zahlen wartete die Jugend in arabischen Staaten nicht, um sich gegen ihre Regierungen aufzulehnen. Was wird geschehen, wenn unser Sozialmodell ihnen auch die letzte Hoffnung raubt?
Warum wissen die Europäer mehr über Obama und Romney als über Barroso und Van Rompuy ?
Weil sie die EU-Spitze nicht selber wählen können. Der beste Weg, um das „demokratische Defizit“ zu beseitigen, wäre den Präsidenten per Direktwahl zu bestimmen, meint der schwedische Journalist Martin Ǻdahl.
Ob es nun wirtschaftliche Solidarität oder politische Einheit bedeutet, „Mehr Europa“ scheint der Ausweg aus der aktuellen Krise zu sein, schreibt ein polnischer Redakteur. Doch wie können wir das erreichen, ohne die Kluft zwischen dem, was die EU braucht, und dem, was die europäischen Gesellschaften zu akzeptieren gewillt sind, noch zu vertiefen?
Die politische Union als logische Folge der Währungsunion kann nur entstehen, wenn die EU sich mit demokratischeren Strukturen ausrüstet, die mehr Europäer einbezieht. Eric Jozsef, Redakteur bei Internazionale, macht einige Vorschläge, wie das bewerkstelligt werden könnte.
Es ist der Wahnsinn, der zur Selbstverständlichkeit wurde: Seit Jahren wird das Gemeinwesen geplündert und die Demokratie ruiniert. Der deutsche Schriftsteller Ingo Schulze hat genug. Zehn Gründe, sich selbst wieder ernst zu nehmen.
Was wird das Jahr 2012 dem Projekt Europa bringen? Ein gemeinschaftliches System mit einer starken Europäischen Kommission oder ein dezentralisiertes, zwischenstaatliches System, wie es Deutschland will? Der Historiker Geert Mak hat ein düsteres Buch über die Zukunft der Europäischen Union geschrieben.
Wird die EU zu einem Europäischen Empire deutscher Prägung? Diese Furcht ist verbreitet und beschrien, aber wir sollten sie nutzen und uns endlich eine neue Organisationsform für die Union ausdenken, schlägt Ulrich Beck vor. Einer Union, die sich auf die Gemeinschaft ihrer Bürger stützt.
Angesichts der Krise und der Protesbewegungen der europäischen Jugend gibt es nur eine Lösung: mehr Europa. Ein politisches Ziel, das Angela Merkel mutig zur Priorität machen muss, so wie früher die Ostpolitik in den siebziger Jahren, meint der Soziologe Ulrich Beck.
Der Figaro beginnt seine Sommerserie "Die Welt in 20 Jahren" mit einer europäischen Episode: Die Taufe des Flaggschiffs der europäischen Kriegsmarine im Jahr 2031 gibt den Startschuss für die lang erwartete gemeinsame EU-Verteidigung, das letzte Element des acht Jahre zuvor eingeleiteten „Großen Auffahrens“, mit dem die EU endlich auf internationaler Ebene den ihr gebührenden Platz einnimmt.
Welches ist die Rolle des Westens im 21. Jahrhundert? Wenn die Europäische Union nicht fähig ist, sich neu zu erfinden und die Lage in den Griff zu bekommen, besteht kaum Hoffnung, argumentiert der Historiker Geert Mak und appelliert an sein Land und die Europäische Union, dem Projekt Europa neues Leben einzuhauchen.
Für den Soziologen Ulrich Beck sind sowohl die „Vereinigten Staaten von Europa“ als auch die „Union aus Nationalstaaten“ veraltete Optionen. Jetzt müsse in kosmoploitischen Dimensionen gedacht werden, offener und demokratischer. (Auszüge)
Während es eine erneute Vertrauenskrise durchlebt, hat sich Europa in zwei gegnerische Lager geteilt: Die einen wollen das föderative Projekt wieder ankurbeln, die anderen wollen eine losere Mitgliedschaft im britischen Stil. Und es ist sehr schwer zu sagen, welche Lösung die bessere ist.
Der Niedergang Europas ist ein Gedanke, der im Trend liegt. Verstärkt wird er durch die schlechten wirtschaftlichen und demografischen Indikatoren. Doch eine Zivilisation wird auch nach ihrer schöpferischen Kraft beurteilt, wie uns ein französischer Intellektueller erinnert.
Die EU durchlebt derzeit eine Wirtschaftskrise sowie politische und soziale Schwierigkeiten, doch es scheint ihren führenden Köpfen an Durchsetzungswillen zu fehlen, um dem abzuhelfen. Der Politologe Rob de Wijk fordert sie dazu auf, die Tendenz umzukehren, um den Niedergang des Kontinents zu bremsen.
Länder, die ihre eigene Agenda verfolgen, Deutschland und Frankreich, die den Spitzenplatz in der Union beanspruchen und wichtige Entscheidungen, die bei informellen Treffen getroffen werden: die Union driftet auseinander, meint der polnische Philosoph und EU-Experte Marek Cichocki.
Die Griechenlandkrise, die deutsche Strenge, das neue Gleichgewicht der Welt: Die letzten Monate durchlief die EU harte Zeiten. Dies soll sie aber nicht daran hindern, sich eine neue Identität in einer leicht veränderten Form zu schaffen, versichert der deutsche Journalist und Politologe Josef Joffe.
In Anbetracht des Bankrott-Risikos der höchstverschuldeten EU-Mitgliedsstaaten haben die EU-27 Gegenmaßnahmen ergriffen, die in die Richtung einer tieferen Integration gehen. Doch wieder einmal wurden die Schritte eingeleitet, ohne vorher die Meinung der Europäer eingeholt zu haben, bedauert Público.
Die Annährung von West- und Osteuropa wurde von der Wirtschaftskrise verlangsamt, vielleicht sogar gestoppt. Die Länder des ehemaligen Ostblocks müssen mit ansehen, wie die Werte, für die sie gekämpft haben, pervertiert werden. Der strauchelnde Kapitalismus bremst ihre Begeisterung für die liberale Demokratie, schreibt der bosnische Literaturwissenschaftler Predrag Matvejević.
Genau dann, als es die Einführung der Einheitswährung erfordert hätte, blieb Europa ohne echte Führung. Angesichts der Euro-Krise und der Fragmentationsgefahr der EU ist es höchste Zeit, dass die nationalen politischen Verantwortungsträger wirklich unabhängigen europäischen Behörden weichen.
In Krisenzeiten haben Abkapselung, Egoismus und die Angst vor dem Fremden Hochkonjunktur bei Regierungen und Bürgern. Dabei gehören Einwanderer jetzt ebenso zur europäischen Landschaft wie ihre alteingesessenen Mitbürger, meint Schriftsteller Tahar Ben Jelloun.
Jahrelang lebte die Union mit einer politisch korrekten Fiktion: Alle Länder haben dieselben Rechte. Doch um das europäische Modell verteidigen zu können, müssen Bürger und Eliten lernen, Klartext zu reden, meint der bulgarische Politologe Ivan Krastev.
Getreu dem Vorbild der deutschen Kanzlerin verschanzen sich Europas Spitzenpolitiker hinter Volkes Willen, um ihre eigene Trägheit zu erklären. Wer jedoch der Krise begegnen und die europäische Idee wiederbeleben will, der braucht ein politisches Rückgrat, warnt der Philosoph Jürgen Habermas. Auszüge.
Sie hadern mit ihrer Freundschaft. Der Umgang mit der Euro-Krise zerstört die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich. Alleingänge abseits von EU-Institutionen werden zum Spaltpilz der Europäischen Union, schreibt die Wiener Presse. 


