Dossiers
Ist Spanien noch zu retten?
Von einer Krise in die nächste
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Katalonien: Europas Implosion im Kleinformat
2. Oktober 2012311 51 Diário de Notícias Lissabon -
Katalonien: Artur Mas, der Spaniens Zukunft in der Hand hält
2. Oktober 2012143 87 Financial Times London -
Spanien : Katalonien, neuer Problemfall für die EU
24. September 2012598 76 El País Madrid -
Spanien: Madrid will schnelle Sanierung des Bankensektors
29. August 201243 4PresseuropCinco Días -
Spanien: Wirtschaften nach deutscher Art
14. August 2012125 23 Le Monde Paris -
Eurozone: Spaniens Rettung ist nunmehr unumgänglich
24. Juli 2012297 88 The Guardian London -
EU-Gipfel: Montis und Rajoys zweites Westfalen
2. Juli 2012179 42 La Vanguardia Barcelona -
Spanien: Vorsicht vor den „Men in Black“
5. Juni 2012120 8PresseuropABC -
Spanien: Spaniens schwerste Stunde
5. Juni 2012138 13 El País Madrid -
Spanien: 500 Jahre verpasster Gelegenheiten
1. Juni 20121319 208 Süddeutsche Zeitung München -
Bankenkrise: Kommt Madrid von allein wieder auf die Beine?
29. Mai 2012212 43 El País Madrid -
Spanien: Mit ein wenig Disziplin wird alles gut
18. Mai 201257 18 El Mundo Madrid -
Spanien: Banken im Soll wegen Immobilienblase
9. Mai 201261 29PresseuropEl País, ABC -
Spanien: Die ersten Kratzer der Regierung Rajoy
10. April 2012102 76 El Mundo Madrid -
Spanien: Ein Rekord-Sparhaushalt
30. März 2012139 6PresseuropEl País -
Spanien: Auf bestem Weg zu einer „Kriegswirtschaft“
28. März 2012414 50 El País Madrid -
Spanien: Wie aus dem Wunder ein Albtraum wurde
1. August 2011101 3 El País Madrid -
Spanien: Verschuldete Regionen fordern Aufschub
27. Juli 2011PresseuropABC -
Spanien: Haushalts-Spiel Madrid-Barcelona
28. April 2011PresseuropEl País -
Spanien: Grünes Licht für Rentenreform
28. Januar 20111PresseuropABC -
Spanien: Sparkassen bald in Staatshand?
25. Januar 2011PresseuropEl País -
Spanien : Die Hoffnung stirbt zuletzt
5. Januar 2011PresseuropABC -
Spanien: Spar-Schock um des Vertrauens willen
2. Dezember 201089PresseuropEl Periódico de Catalunya -
Spanien: Reformen oder Krise
26. November 2010PresseuropLa Vanguardia -
Spanien: Nach Dublin, Madrid
23. November 2010PresseuropEl Mundo -
Krise : Madrid ist (noch) nicht Athen
17. Juni 201011 2 El Mundo Madrid -
Spanien: España - Europas Patient lebt
31. Mai 201012 1 El País Madrid
Wenn Europa eingreift
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EU-Gipfel: Mit verdeckten Karten Richtung spanische Rettung
19. Oktober 201277 75 El Periódico de Catalunya Barcelona -
Spanien: Katalonien sinkt auch
25. Juli 2012101 31PresseuropEl País, El Mundo, El Periódico de Catalunya, La Vanguardia -
Spanien: Brandbeschleuniger EZB
23. Juli 2012120 44 ABC Madrid -
Spanien: Finanzspritze ist für beide Seiten teuer
11. Juli 201227 4PresseuropEl País, El Mundo -
Eurozone : Spanien sieht nichts kommen
9. Juli 201236 21PresseuropEl País -
Spanien: Pokern um die Rettung-Light
11. Juni 2012107 68 El País Madrid -
Spanien: Erleichterung und Besorgnis in Europa
11. Juni 201277 1PresseuropDe Volkskrant, Les Echos, Die Welt & 2 weitere -
Banken-Krise: Spanien zwischen Panik und Prognose
6. Juni 2012162 166 La Vanguardia Barcelona -
Spanien : EZB beteiligt sich an Bankenreform
16. Mai 201250 5PresseuropCinco Días -
Euro-Zone: Euro-Schutzwall könnte mit Griechenland zu Fall kommen
15. Mai 201265 1PresseuropFinancial Times -
Eurozone: Wie sagt man „Basta“ auf Deutsch?
26. April 2012503 108 El País Madrid -
Eurokrise: Schadenfreude, mon amour
13. April 2012303 165 El País Madrid -
Spanien: Madrid soll mehr sparen als andere
26. März 201268 1PresseuropEl País -
Eurozone: Eurogruppe gibt Spanien keinen Rabatt
13. März 201252 8PresseuropEl País -
EU-Gipfel: Eine Strafe für die spanischen Banken
27. Oktober 20111PresseuropABC -
Spanien: Grünes Licht für „goldene Regel“
2. September 2011PresseuropLa Vanguardia -
Spanien: Der IWF macht Druck
22. Juni 2011PresseuropEl Periódico de Catalunya -
Spanien: Brüssel prangert Defizite der Provinzen an
7. Juni 2011PresseuropEl Periódico de Catalunya
Leben in Zeiten der „crisis“
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Spanien: Oma und Opa müssen ran
26. Oktober 2012293 15 Le Monde Paris -
Spanien: Eurovegas - alles andere als ein Vergnügen
21. September 201286 91 El País Madrid -
Spanien: Marinaleda, die „rote Oase“ fordert die Krise heraus
29. August 20122695 25 Público Madrid -
Zurück nach Spanien (3/3): Pepe ist nicht mehr Pepe
10. August 2012354 38 Der Spiegel Hamburg -
Zurück nach Spanien (2/3): Bankenstürmen in Barcelona
9. August 2012334 20 Der Spiegel Hamburg -
Zurück nach Spanien (1/3): Alles dreht sich um die Krise
8. August 2012295 43 Der Spiegel Hamburg -
Spanien: Neuer Mannschaftsgeist gesucht
20. Juli 201296 57 El País Madrid -
Auswanderung: Die „Indignados“ fliegen aus
19. April 20121045 13 Polityka Warschau -
Spanien: 1000 Euro? Ein Traumjob!
13. März 2012524 6 El País Madrid -
Spanien: Katerstimmung in Valencia
7. März 2012478 21 Le Monde Paris -
Norwegen: Das kalte Schicksal der Euro-Flüchtlinge
15. Februar 2012349 35 El País Madrid -
Emigration: Die Spanier wandern aus
17. Januar 201266PresseuropEl Mundo -
Spanien: Ein Leben als Schnäppchenjäger
9. Januar 2012341 14 El País Madrid -
Spanien: In Salvaterra de Miño ist die Peseta zurück
6. Januar 2012194 5 Le Monde Paris -
Armut: Spanien sitzt auf der Straße
2. Dezember 2011404 9 El Mundo Madrid -
Spanien : Rekord-Kluft zwischen arm und reich sprengt die Skala
31. Oktober 20112PresseuropEl País -
Lateinamerika : Die Spanier sind zurück
24. Juni 2011222 2 El País Madrid
Editorial
Spaniens Banken könnten das Land ruinieren. Weder die Sparmaßnahmen der sozialistischen Regierung Zapatero noch ihre Weiterführung unter dem Konservativen Rajoy haben die schweren Folgen der Immobilienblase abgeschwächt. Die Geldhäuser wanken unter toxischen Aktiva und brauchen Finanzspritzen. Der Staat kämpft mit einer ausgelaugten Wirtschaft, hat kaum die Mittel und will keine Hilfe von außen. Und Europa fürchtet, dass diese nächste Rettung den stark angeschlagenen Euro mit sich reißt.
Je eifriger Madrid spart, desto lauter werden in Barcelona die Rufe nach Unabhängigkeit. Katalonien ringt mit der Zentralregierung um Wirtschafts- und Steuerfragen und droht, Spaniens demokratisches Gleichgewicht zu stören.
Nicht nur befindet sich Spanien in einer verheerenden Wirtschaftskrise, es könnte ihm auch eine Verfassungskrise bevorstehen: Artur Mas, der nationalistische Präsident der autonomen Region Katalonien, hat eine Wahl einberufen, die als Volksentscheid über die Unabhängigkeit betrachtet wird. Porträt.
Das reiche und verschuldete Katalonien will nicht mehr für einen hoch verschuldeten Staat zahlen und droht sowohl Madrid als auch Brüssel mit der Unabhängigkeit. Die Debatte über die Steuerhoheit der autonomen Provinz erinnert an die Haltung Deutschlands gegenüber den südeuropäischen Ländern, meint der Journalist von El País.
Im Kampf gegen die Krise nimmt sich Spanien ein Vorbild an Deutschland, vor allem an dessen Exportüberschuss. Die boomenden Verkäufe ins Ausland sind ein — schwacher — Lichtblick in dem ansonsten von 5,5 Millionen Arbeitslosen gekennzeichneten Land.
Die spanische Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch, der Immobilienmarkt implodiert, die Banken verzeichnen enorme Verluste, und die Zinsen für zehnjährige Anleihen liegen bei 7,5 %. Wir sollten uns nicht länger an die Hoffnung klammern, eine Rettung sei zu vermeiden, meint der Wirtschaftsredakteur von The Guardian.
Die auf Druck Spaniens und Italiens getroffenen Brüsseler Gipfel-Beschlüsse bedeuten vor allem eines: Dreieinhalb Jahrhunderte nach dem Westfälischen Frieden wird der Nationalstaat nur überleben, wenn er Souveränität abgibt.
Spanien wird nicht nur von der Wirtschaftskrise gebeutelt, sondern auch von einer Krise des Bankensystems heimgesucht. Die Probleme Spaniens und Europas haben jedoch dieselbe Wurzel: die Vorherrschaft nationaler Interessen und Partikularismen. Die Lösung heißt neue Institutionen, die auf politischem Willen aufbauen.
Die heutige Bankenkrise hat ihren Ursprung im anti-ökonomischen Denken seit der Reconquista und der Entdeckung Amerikas, und verhindert bis heute eine dynamische Entwicklung. Der Beitritt zur EU 1986 hat daran nichts geändert.
Die Beteuerungen des Ministerpräsidenten klingen hohl: Die Bankenkrise, die das Land erschüttert, wird Madrid bald dazu zwingen, sich an die EU zu wenden. Als Gegenleistung für die rettende Finanzspritze wird Spanien sich wohl wie Irland bevormunden lassen müssen.
Mariano Rajoys Regierung steht einer neuen Verschlimmerung der Finanzkrise gegenüber und versucht, den Märkten Sicherheiten zu geben und gleichzeitig die Unterstützung der EU zu verlangen. Vergleicht man jedoch ihre Situation mit der Lage in Portugal und Griechenland, merkt man, dass es keine Alternative gibt, stellt El Mundo fest.
Der spanische Ministerpräsident trifft eine Sparmaßnahme nach der anderen, um den wirtschaftlichen Zusammenbruch seines Landes zu vermeiden. Aber nach sieben Jahren in der Opposition ist es schwierig, glaubhaft und effizient zu sein, unterstreichen drei Ökonomen.
Am 29. März steht der Generalstreik an. Mitten in der Rezession. Zudem sind die Haushaltslöcher tiefer als geplant… Trotz der Reformen und der tiefgreifenden Sparmaßnahmen schafft Spanien es einfach nicht, die Krise zu überwinden. In der Eurozone bereitet das natürlich Bauchschmerzen.
Mit dem Platzen der Finanzblase ließ auch die gute Konjunktur der Jahrtausendwende nach. Daran werden auch die vorgezogenen Wahlen im November nicht viel ändern können.
Das Gerücht verbreitet sich seit Ende letzter Woche: Bald könnte es an Spanien sein, bei seinen Partnern um Hilfe zu bitten, um gegen Schulden und Spekulation anzukämpfen. Die Regierung tut alles, um die Öffentlichkeit zu beschwichtigen, doch der Druck bleibt stark.
In den fetten Jahren des "Wirtschaftswunders" strahlte Spaniens Stern heller als ihm zustand. Heute, unter dem harten Druck der Krise ist er mehr verglüht als ihm gebührte, schreibt El País.
Mehr denn je glich der jüngste EU-Gipfel einer scharfen Pokerpartie. Die Bankenunion ist dabei nur eine Karte.
Denn im Spiel geht es auch um die Kontrolle der Staatshaushalte oder die Rolle der EZB. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen Spanien sein Blatt auf den Tisch legt und um Rettung ansucht.
Katalonien wird Finanzhilfe in Madrid beantragen und verschärft damit die landesweite Schuldenkrise. Jetzt wird deutlich, wie weit die Regionen über ihre Verhältnisse gelebt haben, meinen die Zeitungen aus Madrid und Barcelona.
Druck der Märkte, Demonstrationen gegen das Sparpaket, akute Finanznot der Regionen: Das Kabinett Mariano Rajoy hat kaum mehr Handlungsspielraum. Die Europäische Zentralbank, die helfen könnte, scheint einen Rettungsplan unter dem wachsamen Auge der Troika zu bevorzugen, warnt ABC.
Nachdem sie wochenlang abstritt, dass der spanische Bankensektor Hilfe brauchte, entschloss sich die Regierung in Madrid doch dazu, die EU um ihre Unterstützung zu ersuchen. Und pokerte geschickt, damit auch die Deutschen mitmachten. Hier die Entschlüsselung.
Wann wird der Rettungsplan für den spanischen Bankensektor fertig sein? Seit Wochen stellt sich die europäische Presse diese eine Frage. Daran, dass er kommen wird, zweifelte wohl niemand. Am 9. Juni bat die Regierung die EU nun endlich darum, die tief in Immobilienkredit-Schulden steckenden spanischen Banken zu rekapitalisieren.
Bis zu dieser Woche hat Madrid geglaubt, man könne mit Bankenhilfen bis zur Wahl in Griechenland warten. Weil sich keine einfache Lösung zeigt, herrscht jetzt Panik.
Trotz der sozialen und politischen Folgen preisen die Bundesbank und Angela Merkel nach wie vor den Sparkurs, der seit zwei Jahren in Europa gesteuert wird. Es sei Zeit, den Schaden zu begrenzen, protestiert der spanische Politologe José Ignacio Torreblanca.
In Spanien steht die Finanzkrise wieder vor der Tür, während die übrigen EU-Länder sich beglückwünschen, dass nicht sie von dem Missgeschick betroffen sind. Diese Schadenfreude könnte Europa ins Verderben stürzen, warnt ein spanischer Politologe.
Sie holen die Kinder von der Schule ab, sie helfen am Monatsende finanziell aus und sie gehen auch gegen die Sparpolitik auf die Straße. In Spanien sind die „Abuelos“ (Großeltern) eine der letzten Säulen einer wankenden Gesellschaft.
2016 soll ein „europäisches Las Vegas“ in der Nähe von Madrid entstehen. Als Antwort darauf startet Katalonien das Superprojekt „Barcelona World“, obwohl die aus den USA importierten Freizeitparks in Europa selten die wirtschaftlichen Hoffnungen erfüllen, die sie erwecken.
Der andalusische Ort kennt keine Arbeitslosigkeit und floriert im Schatten seiner landwirtschaftlichen Genossenschaft. Während Spanien mit voller Kraft den Sparkurs steuert, hat sich Bürgermeister Juan Manuel Sánchez Gordillo an die Spitze einer Widerstandsbewegung gestellt.
Was ist in Spanien los? Im zweiten Teil seiner Fahrt in die Heimat seiner Eltern, entdeckt Spiegel-Reporter Juan Moreno die Rache der Ruinierten an den Banken.
Am 19. Juli gingen hunderttausende Spanier gegen die Sparpolitik der Regierung Rajoy auf die Straße. Das Vertrauen zwischen Volk und Regierung ist gebrochen, obwohl das Land gerade heute einen Neustart braucht, klagt der Soziologe Fernando Vallespín.
Tausende junger Menschen, oft mit Hochschulbildung, verlassen Portugal und Spanien. Europa braucht sie nicht, aber Afrika und Südamerika nehmen sie mit offenen Armen auf.
Als der 2005 der Begriff „Mileurista“ aufkam, wurde damit die junge Generation der prekären 1000-Euro-Jobber bezeichnet. Heute ist jeder zweite junge Mensch arbeitslos und 1000 Euro zu verdienen, ist zum unerreichbaren Traum geworden.
Regatten, Formel 1, Freizeitparks... Während der Jahre des Wirtschaftsbooms symbolisierte der Mittelmeerhafen mit Glanz und Gloria die Erfolgsstory Spaniens. Heute, angesichts der Krise und Budgetkürzungen, ist hier die Ernüchterung groß.
Auf der Flucht vor Arbeitslosigkeit ziehen hunderte Spanier nach Norwegen. Im idealisierten Land angekommen, haben nur wenige Glück. Viele finden lediglich Arbeitslosigkeit, Kälte und Verzweiflung vor. Ein neues Kapitel der gewaltigen Krise, die Spanien quält.
In Krisenzeiten, wenn man 1 000 Euro brutto monatlich verdient und nicht völlig auf gewisse Annehmlichkeiten verzichten will, ist Schmalhans Küchenmeister, und das Leben wir zur Schnäppchenjagd.
Angesichts der Krise haben die Einzelhändler dieser kleinen Kommune in Galizien beschlossen, wieder eine Zeit lang die alte Landeswährung zu akzeptieren. Und die Kunden, durch den alten Wechselkurs aus dem Jahr der Euro-Einführung 2002 angelockt, kommen in Scharen.
Tausende spanische Familien müssen ihre Wohnungen verlassen, weil sie Opfer der Arbeitslosigkeit, der Immobilienblase und zu lockerer Bankkredite geworden sind. Die Krise zeigt, wie reformbedürftig das Kreditssystem ist.
Viele Spanier versuchen ihr Glück im boomenden Lateinamerika, denn in ihrem Heimatland gibt es kaum Perspektiven, aber eine so hohe Arbeitslosigkeit wie noch nie. 






