Thema
Euro unter Druck
Die belagerte Währung
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Meinung
Der Euro braucht ein Referendum
10. Mai 20115PresseuropDie Zeit -
Mitteleuropa
Der Euro, kein Stoff zum Träumen
4. April 2011Presseurop -
Pakt für den Euro
Das neue Gemeinschaftshaus
25. März 20113Rzeczpospolita Warschau -
Europäischer Rat
Ein Euro und Siebzehn Sisyphos
24. März 20114La Tribune Paris -
Schuldenkrise
Richtungsentscheidung in der Eurozone
10. März 20111The Daily Telegraph London -
Schuldenkrise
Europa wird deutsch
3. Februar 201113Die Zeit Hamburg -
Schuldenkrise
Eurozone: Wo die kalte Schulter König ist
19. Januar 20113The Guardian London -
Schuldenkrise
Ungewisse Zukunft des Euro
12. Januar 2011Presseurop -
EU-Gipfel
Währung sucht verzweifelt ein Land
13. Dezember 2010PresseuropPúblico -
10. Dezember 20101PresseuropLe Figaro
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Eurozone
Das letzte Stündlein
6. Dezember 20101PresseuropDer Spiegel -
Einheitswährung
Der Tag, an dem der Euro starb
3. Dezember 20102The Independent London -
Wirtschaftskrise
Wenn Euroland Selbstmord begeht
3. Dezember 20104The Economist London -
Eurokrise
Die Banken werden zahlen…ein bisschen
29. November 20101Presseurop -
Wirtschaft
Freu dich deines Euros
26. November 20101Le Monde Paris -
Eurozone
Ein Kartenhaus vorm Einsturz
25. November 2010PresseuropSME -
Wirtschaft
Ein Euro für alle, aber jedem der seine
24. November 2010Les Echos Paris -
Eurokrise
Merkel ist leider nicht Marshall
19. November 20101PresseuropHandelsblatt -
Wirtschaftskrise
Schirm aufspannen!
12. November 20103Presseurop -
Schuldenkrise
Spanische Ängste und irischer Humor
11. November 2010PresseuropEl País -
29. Oktober 20101Presseurop
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Editorial
Die Endlos-Baustelle
29. Oktober 2010Presseurop -
Europäischer Rat
Sarkozy, Merkel und der Vertrags-Irrsinn
28. Oktober 20101El País Madrid -
27. Oktober 20102Süddeutsche Zeitung München
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Stabilitätspakt
Sturm auf das Merkel-Sarkozy-Diktat
22. Oktober 2010PresseuropLa Tribune -
Stabilitätspakt
Das Merkel-Sarkozy-Diktat
20. Oktober 2010The Guardian London -
Stabilitätspakt
Der Teufel steckt im Detail
19. Oktober 2010PresseuropIl Sole-24 Ore -
Europäischer Rat
Die Wirtschaftsregierung muss warten
18. Juni 20102Presseurop -
17. Juni 20102El Mundo Madrid
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Institutionen
Komm' ins Zweiklasseneuropa
17. Juni 20101Gazeta Wyborcza Warschau -
Wirtschaftskrise
Geheimniskrämerei gefährdet den Euro
7. Juni 20101Financial Times London -
7. Juni 2010Le Temps Genf
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Finanzen
Brüssel rüttelt an Rating-Agenturen
3. Juni 2010PresseuropLe Soir -
Wohin steuert die Union? / 4
Zurück in die harte Gegenwart
28. Mai 2010Gazeta Wyborcza Warschau -
Wohin steuert die Union? / 3
Unser europäisches Einheitsschicksal
26. Mai 20104Die Zeit Hamburg -
Wohin steuert die Union? / 1
Zerrissene Bande
21. Mai 2010Die Presse Wien -
Griechenlandkrise
Deutschland hat ein Problem mit Europa
19. Mai 20102Gazeta Wyborcza Warschau -
Wirtschaftskrise
Was die Eurozone von Afrika lernen kann
18. Mai 20101The Guardian London -
Banken
Rettungsplan schlägt 27
17. Mai 2010Irish Independent Dublin -
Welche Zukunft hat der Euro? / 3
Tatkraft schützt vor Dummheit nicht
17. Mai 20102La Stampa Turin -
Haushalt
Europa im Zeitalter des Sparens
14. Mai 2010Financial Times London -
Wirtschaftskrise
Fertig zum Sparen
11. Mai 20105Financial Times London -
Welche Zukunft hat der Euro? / 2
Willkommen in den Vereinigten Staaten von Europa
11. Mai 20101Eesti Päevaleht Tallinn -
EU-Rettungsschirm
Ein Bollwerk im Bund?
10. Mai 2010Presseurop -
Welche Zukunft hat der Euro? / 1
Reformen statt Sparzwang
7. Mai 2010The Guardian London -
Börsen
Im Bann des Schwarzen Lochs
29. April 20101El País Madrid -
Währungskrise
Wir sind alle Lügner
29. April 2010Frankfurter Allgemeine Zeitung Frankfurt -
Krise in Griechenland
Und wenn Deutschland die Eurogruppe verlässt?
27. April 20104Frankfurter Rundschau Frankfurt -
Griechische Krise
Zu einem Euro der zwei Geschwindigkeiten ?
26. April 2010La Repubblica Rom -
Griechenland
Europas Albtraum
23. April 2010PresseuropLes Echos -
Euroland in der Krise
Angelas Wahl
25. März 2010Süddeutsche Zeitung München -
Euro-Krise
Er hängt am seidenen Faden
25. März 20101Presseurop -
Wirtschaft
Keine Lust auf Abspecken
18. März 20102International Herald Tribune Paris -
Wirtschaftskrise
Euroclub, die Politik der schwankenden Tür
15. März 2010Gazeta Wyborcza Warschau -
Europäischer Währungsfonds
Die Bank mit Herz?
15. März 2010El País Madrid -
Wirtschaftskrise
Wie sieht ein EU-Währungsfonds aus?
9. März 2010PresseuropHandelsblatt -
Währungsunion
Euros Retter kommt aus dem Osten
18. Februar 20101Handelsblatt Düsseldorf -
16. Februar 2010PresseuropLa Tribune
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Finanzen
Goldman half Athen rechnen
15. Februar 2010PresseuropThe Independent -
Finanzen
Das zweite Leben des Euro
12. Februar 2010Die Zeit Hamburg -
Editorial
Die neue Europakarte
12. Februar 2010Presseurop -
Euroland
Krisenföderalismus ahoi
10. Februar 2010Presseurop -
8. Februar 20101Presseurop
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Wirtschaftskrise
PIGS suchen Peanuts
4. Februar 20107Presseurop -
26. Januar 2010Presseurop
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Mittelmeerländer
Pleitewelle an der Euroschwelle
19. Januar 20101Die Zeit Hamburg
Griechenland im Sog
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Griechenlandkrise
Geräte abschalten?
11. Mai 20111PresseuropHandelsblatt -
Griechenland
Umschuldung wird kommen
10. Mai 20112PresseuropDie Presse -
Griechenland
Tarnen, täuschen, retten
9. Mai 20113Süddeutsche Zeitung München -
Griechenland
Wer profitiert von den Eurogerüchten?
9. Mai 2011Libération Paris -
Griechenland
Die Umschuldung naht
6. April 2011PresseuropFinancial Times Deutschland -
Eurokrise
Dublin und Athen: paralleles Schicksal
28. Februar 20112Kathimerini Athen -
Griechenlandkrise
Operation gelungen, Patient...
3. Mai 2010Presseurop -
Griechenland-Krise
Schlechte Karten für den Euro
28. April 20101La Repubblica Rom -
Griechenland
Europas Albtraum
23. April 2010PresseuropLes Echos -
Griechenland
Drei Jahre zur Rettung des Euro
16. April 2010PresseuropThe Economist -
Griechenland
Die Nachbarn fürchten die Zeche
12. April 20104Presseurop -
Griechenland
Spekulanten bedrohen Athens Sanierungsmaßnahmen
9. April 20104Presseurop -
Bulgarien
Hellas’ Euros fluten den Markt
1. April 2010Standart Sofia -
Griechenland-Krise
Vorläufig Schluss mit dem Psychostress
26. März 2010Presseurop -
Griechenland
Den Gürtel sollst du enger schnallen
11. Februar 20101Le Figaro Paris -
Griechenland
Papandreou verspricht Blut und Tränen
9. Februar 2010PresseuropTo Ethnos -
Wirtschaft
Euros nach Athen tragen
26. Januar 20103La Stampa Turin -
Griechenland
Mitgefangen, mitgehangen?
15. Dezember 2009Der Spiegel Hamburg -
Griechenland
Nach Dubai, Athen?
9. Dezember 20091Presseurop
Portugals Sturz
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Portugal
Brüssels rentables Rettungspaket
11. Mai 20111PresseuropPúblico -
Rettungspaket
Erst zahlen, dann denken
5. Mai 2011Der Standard Wien -
Eurokrise
Wir retten uns zu Tode
14. April 20118Týždeň Bratislava -
Schuldenkrise
Neue Agenda für Portugal
12. April 2011PresseuropPúblico -
Schuldenkrise
Portugal zieht den Schiffbruch vor
23. März 20112Público Lissabon -
11. Januar 20112Jornal de Negócios Lissabon
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Wirtschaftskrise
Portugals Anleihen über 7 Prozent
10. November 2010Presseuropi -
Portugal
Der Domino-Effekt erreicht Lissabon
28. April 20101Presseurop -
15. Februar 20101La Repubblica Rom
Durch die Krise in der Eurozone kühlte die Begeisterung für die Einheitswährung in den meisten mitteleuropäischen Ländern ab. Heute träumen nur noch die Baltenstaaten vom Euro, schreibt die Rzeczpospolita.
Der Pakt für den Euro, über den die 27 dieser Tage in Brüssel diskutieren, sieht einen tief greifenden Umbau des „europäischen Wirtschaftshauses“ vor. Damit es den Elementen trotzen kann, setzen die leitenden Architekten Frankreich und Deutschland auf Funktionalität und Sicherheit, was auf Kosten der Vielfalt geht.
Die EU-Gipfel seit Beginn der Griechenlandkrise konnten weder eine Rezession noch die politische Krise verhindern. Auch der am 24. März beginnende Gipfel wird daran nichts ändern, schreibt La Tribune. Es gebe nur zwei Alternativen: Entweder die Schuldenlast der Pleiteländer zu reduzieren oder deren Ausstieg aus der Eurozone zu organisieren.
Politische Lähmung in Brüssel, Geldverknappung durch die EZB und steil ansteigende Zinssätze für portugiesische, irische und griechische Anleihen: Die Vorzeichen des richtungsweisenden Gipfels der Eurozone vom 11. März sind nicht gut.
Wenn ihr Euroland retten wollt, dann tut es den Deutschen nach! Diese oft von Angela Merkel wiederholten Worte dringen jetzt zu ihren Partnern durch. Populär sind sie nicht Aber die krisengeschüttelte EU wird diesen Preis Zahlen müssen, findet Die Zeit.
Könnte Portugal nun doch unter den erniedrigenden Rettungsschirm schlüpfen? Und der Schirm selbst ohne Limit aufgestockt werden? Die Debatte gewinnt an Fahrt und die Spannungen innerhalb der Eurozone steigen. Mitschuld daran sind die zankenden Führungskräfte und „Europas großes Kommunikationsproblem“.
Für den Euro werden die kommenden Tage entscheidend sein. Mehrere Länder müssen den „Markttest“ durchführen, indem sie Staatsanleihen abstoßen. Für die europäische Presse wird das Ergebnis die Märkte wieder daran glauben lassen, dass auch die schwächsten Länder der Eurozone ihre Finanzen wieder geradebiegen können, und so die Einheitswährung stabil halten.
Könnte Europas Währung stürzen? Und wenn, was würde dann passieren? Sean O’Grady stellt sich einen verhängnisvollen Tag in der Zukunft vor, in welcher die Mitgliedsstaaten das Rad zurückdrehen.
Angesichts der Rettungsaktionen, der verheerenden Sparhaushalte und der agressiven Rentenmärkte meinen viele, die Tage der Einheitswährung seien gezählt. Doch ein Zusammenbruch des Euro würde beispiellose technische, wirtschaftliche und politische Kosten hervorrufen, wie im Economist zu lesen ist.
Zusätzlich zum Rettungspaket für Irland haben die EU-Spitzenpolitiker beschlossen, ab 2013 auch die privaten Gläubiger in die Pflicht zu nehmen, wenn es darum geht, anderen Staaten Finanzhilfen bereit zu stellen. Ein Schritt in die richtige Richtung, schätzt die Presse, aber die Krise ist noch nicht überstanden.
Sicher, die Gemeinschaftswährung ist durch die Krisen in Irland oder Griechenland geschwächt. Doch auf internationalem Parkett bleibt sie eine zukunftsträchtige Währung. Der Euro verdient, dass man um ihn kämpft, schreibt der französische Publizist Alain Frachon.
Zuzeiten des Wohlstandes machten die Unterschiede in Steuer-, Haushalts- und Lohnsystemen zwischen den Mitgliedsstaaten die Menschen nicht unsicher. Nun sind sie jedoch der Grund dafür, dass es den gegen die Krise ankämpfenden Europäern an Zusammenarbeit und Solidarität mangelt, meint ein französischer Wirtschaftsexperte.
Seit der Krise Griechenlands im letzten Frühjahr wirkte kein anderes Land den Märkten gegenüber so verletzlich wie Irland. Während sich die Idee eines Rettungsplans für das Land in den Köpfen ausbreitet, sorgt sich die europäische Presse um die Folgen für die anderen Mitgliedsstaaten der EU.
Warum sollte der Vertrag, der letztes Jahr in Kraft trat, nun geändert werden? Die europäische Presse reagiert überaus reserviert auf die Entscheidung der 27, die gemeinsame Währung so konsolidieren zu wollen.
Am 28. und 29. Oktober werden Deutschland und Frankreich in Brüssel versuchen, ihre Partner davon zu überzeugen, den Vertragstext der Union zu reformieren, um die Haushaltsdisziplin der Länder zu garantieren. Eine ebenso simple wie unnütze Idee, schreibt ein spanischer Leitartikler.
So viel Streit war selten in der EU und Angela Merkel trägt mit Schuld daran. Ihre Pläne für schärfere Schuldenregeln werden beim EU-Gipfel am 28. Oktober auf die scharfe Gegenwehr ihrer Kollegen treffen. Dabei hat sie recht, sagt die Süddeutsche. Vielleicht zum letzten Mal...
Kurz vor dem EU-Gipfel, bei dem der gebeutelte Euro wieder stabilisiert werden soll, einigten sich der französische Staatspräsident und die deutsche Bundeskanzlerin nicht nur auf neue Haushaltsregeln, sondern riefen auch zur Änderung des Vertrags von Lissabon auf. Ein abgekartetes Spiel, murren die Beamten in der Kommission.
Beim Gipfeltreffen vom 17. Juni in Brüssel legten die 27 den Grundstein zu einer "Gouvernance", einem Steuerungssystem, das ihre Wirtschaftsstrategien besser koordinieren soll. Den Schritt zu einer echten gemeinschaftlichen Wirtschaftsverwaltung vollzogen sie nicht, wollen jedoch eine eher unwahrscheinliche Banksteuer einführen, wie die europäische Presse berichtet.
Das Gerücht verbreitet sich seit Ende letzter Woche: Bald könnte es an Spanien sein, bei seinen Partnern um Hilfe zu bitten, um gegen Schulden und Spekulation anzukämpfen. Die Regierung tut alles, um die Öffentlichkeit zu beschwichtigen, doch der Druck bleibt stark.
Die Maßnahmen gegen die Finanzkrise verändern die Substanz der EU. Die Länder, die nicht zur Eurozone gehören, sehen dem Wandel von außen zu und befürchten, zweitrangige Mitglieder zu werden.
Schon bald werden sich die Finanzminister der Union auf die Einzelheiten des Rettungsschirms für die schwächeren Mitglieder der Eurozone einigen. Für Kolumnist Wolfgang Münchau sind die Europäische Zentralbank und die Geheimhaltungskultur der EU jedoch langfristig eine Gefahr für die Einheitswährung.
Die Hedgefonds, denen vorgeworfen wird, gegen den Euro zu spekulieren, konnten im Mai keine Gewinne erzielen, stellen Beobachter fest. Grund dafür sind die Maßnahmen der Union gegen die Währungsangriffe und die schlechte Finanzmarktlage der letzten Wochen.
Jahrelang lebte die Union mit einer politisch korrekten Fiktion: Alle Länder haben dieselben Rechte. Doch um das europäische Modell verteidigen zu können, müssen Bürger und Eliten lernen, Klartext zu reden, meint der bulgarische Politologe Ivan Krastev.
Getreu dem Vorbild der deutschen Kanzlerin verschanzen sich Europas Spitzenpolitiker hinter Volkes Willen, um ihre eigene Trägheit zu erklären. Wer jedoch der Krise begegnen und die europäische Idee wiederbeleben will, der braucht ein politisches Rückgrat, warnt der Philosoph Jürgen Habermas. Auszüge.
Sie hadern mit ihrer Freundschaft. Der Umgang mit der Euro-Krise zerstört die Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich. Alleingänge abseits von EU-Institutionen werden zum Spaltpilz der Europäischen Union, schreibt die Wiener Presse.
Für die Europäische Union ist die griechische Krise nicht nur ihr bisher schwierigstes Problem sondern nun auch ein Test dafür, was Europa wirklich für Deutschland bedeutet, schreibt die polnische Gazeta Wyborcza.
Es gibt keine andere Lösung für die Griechenlandkrise als eine Umstrukturierung der Schulden, meint die indische Wirtschaftswissenschaftlerin Jayati Ghosh. Die Erfahrung hoch verschuldeter afrikanischer Staaten legt nahe, dass Sparmaßnahmen nicht nur eine Gefahr für die wirtschaftliche Erholung innerhalb der Eurozone darstellen, sondern auch erneute Rezessionen auslösen könnten.
Die massiven Rettungsaktionen, zuerst für Griechenland und dann für die Eurozone, sind kaum eine Beruhigung für die überspannnten internationalen Märkte. Das Problem, so David McWilliams, liegt darin, dass die Staaten ihr Schicksal an ein fragiles Bankensystem gekuppelt haben, und zwar auf Kosten ihrer Bürger.
Im Gegensatz zu dem, was die politischen Spitzen wacker vorgeben, reichen der Vertrag von Lissabon und der Rettungsschirm für überschuldete Länder nicht aus, um Europa Zukunftsperspektiven zu geben. Um neue Krisen zu vermeiden, braucht es mehr Integration, fordert die Publizistin Barbara Spinelli.
Eine neue Epoche des Sparens ist angebrochen, in der alle Regierungen Europas dazu bereit sind, drastische, flächendeckende Kürzungen einzuführen. Könnte der harte Sparkurs aber nicht auch zu einem Zusammenbruch der Sozialsysteme führen und das Wirtschaftswachstum unterdrücken?
Europa hat sich mit seinem Rettungspaket von 750 Milliarden für den Euro etwas Zeit gekauft. Das Kernproblem bleibt aber bestehen.
Im Grunde unterliegt das 750-Milliarden-Rettungspaket, das die Siebenundzwanzig am 9. Mai verabschiedet haben, zwei Jahre später demselben Prinzip wie die Maßnahmen Washingtons vom Herbst 2008 zur Rettung der maroden Banken.
Die europäische Presse begrüßt die Entscheidung der Siebenundzwanzig — mit Ausnahme Großbritanniens — einen 750-Milliarden-Euro Rettungsschirm zu schaffen, um das Vertrauen in die Gemeinschaftswährung wieder herzustellen. Wenn sich dessen Wirkung auch erst beweisen muss, so handelt es sich dabei dennoch um einen ersten Schritt hin zur einer Wirtschaftsregierung innerhalb der Union.
Wie soll Europa mit der Krise in Griechenland umgehen, die den Euro in Gefahr bringt? Der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz meint, dass das Aufzwingen drastischer Sparmaßnahmen im Privatsektor und im Gemeinwesen nicht die Lösung ist.
Nach Griechenland und Portugal wurde Spaniens Rating-Note von der Agentur Standard & Poor’s am 28. April herabgesetzt. El País fürchtet, dass die negative Dynamik immer unkontrollierbarer wird.
Griechenland muss glaubwürdiger werden, heißt es jetzt überall. Schluss mit dem Geseufze: Wir sollten endlich damit beginnen, mit den Lebenslügen unserer Gesellschaft aufzuräumen, schreibt die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Deutschland zögert, Griechenland Finanzhilfen zur Bekämpfung seines Defizits zur Verfügung zu stellen und droht gar damit, Länder mit angeschlagenem Staatshaushalt aus der Eurogruppe auszuschließen. Dabei kann die größte Wirtschaftsmacht der EU selbst kein Interesse an der Aufweichung der Gemeinschaftswährung haben. Denn ohne den Euro würde Deutschland in eine beispiellose Krise geraten.
Erneut stellt Deutschland seine Bedingungen, bevor finanzielle Hilfe von der EU und dem IWF nach Griechenland fließt. Erklären lässt sich diese Haltung vor allem mit der Angst, für andere Länder zahlen zu müssen. Aber auch der Wunsch, die Umrisse der Euro-Zone neu festzulegen, scheint eine Rolle zu spielen, meint La Repubblica.
Auch wenn die anderen Staaten zetern: Nach dem griechischen Fiasko zwingt Merkel Europa zur Disziplin. Schließlich steht das politische Werk ganzer Generationen auf dem Spiel, schreibt die Süddeutsche Zeitung.
In Brüssel haben sich die EU-Spitzenpolitiker versammelt, um – unter anderem – über die Modalitäten zur Rettung der griechischen Finanzen zu sprechen. Der deutsch-französische Motor steht allerdings still. Dabei hängen die Zukunft der Einheitswährung sowie die Zustimmung der anderen Länder gerade von diesen beiden Ländern ab.
Von Griechenland bis Irland ermahnt die Europäische Union ihre Mitgliedsländer zur Durchsetzung schmerzhafter Einschnitte bei den Staatsausgaben. Jedoch wächst die Kritik an diesem „Spar-Kult“, der Europa noch weiter in die Rezession treiben könnte.
Alteingesessene gegen neue Mitglieder, unverantwortliche gegen rechtschaffene Staaten, Toleranz der EU angesichts überzogener Forderungen: Die Krise der Einheitswährung hat innerhalb der Union eine neue Schwachstelle enthüllt, so der bulgarische Politologe Ivan Krastev.
Allmählich scheint sich die Idee eines Europäischen Währungsfonds durchzusetzen, mit dem man die Länder retten könnte, die – wie Griechenland – so hoch verschuldet sind, dass sie die Stabilität des Euro gefährden. Seine Gegner – zu denen vor allem Deutschland gehört – sollten sich daran erinnern, dass Europa schon einmal bewies, wie solidarisch es sein kann. Als es nämlich um die deutsche Wiedervereinigung ging.
Seit der Krise in Griechenland gleicht der Euro einer Porzellankiste der Währungsunion. Diese sollte jedoch zügig voranschreiten, um zu neuer Stärke zu finden, fordert das Handelsblatt. Für die Wirtschaftszeitung ist es höchste Zeit, dynamische Volkswirtschaften zu integrieren, heißt: die Länder aus dem Osten.
Er war eine Währung ohne Staat und abhängig von den Bewegungen der Finanzmärkte. Jetzt haben die 27 Griechenland ihre Unterstützung zugesichert, krempeln den Euro um und schaffen ein völlig neues System, in dem alle Verantwortung zeigen müssen, lobt Die Zeit.
Der Sondergipfel der 27, der mitten in der Finanzkrise diesen Donnerstag in Brüssel abgehalten wird, könnte die Entstehung einer Art "europäischer Wirtschaftsregierung" besiegeln. Dieses von manchen Staaten lange debattierte Konzept scheint heute unvermeidlich – das findet jedenfalls die Presse.
Die an mehreren Finanzplätzen angegriffene europäische Währung macht ihre bis jetzt härteste Prüfung durch. Die europäische Presse prangert eine konzertierte Offensive an und ruft die 27 zur Reaktion auf.
Portugal, Irland, Griechenland, Spanien: Die vier labilsten Länder der Eurozone — deren Initialen "PIGS" ergeben, stehen unter Druck. Sie versuchen, ihre Wirtschaft wieder anzukurbeln. Jedes auf seine Weise, doch Skepsis herrscht überall, auch in der Presse.
Die finanziellen Schwierigkeiten von Ländern wie Griechenland oder Irland lassen die Frage ihres Ausschlusses aus der Eurozone aufkommen. Doch die Meinungen über die Durchführbarkeit eines solchen Vorgehens sind geteilt.
Es sind die Lieblingsurlaubsländer der Deutschen. Aber sie steuern auf die Pleite zu. Die Europäer müssen für die Schuldenkönige zahlen, erklärt Die Zeit, wenn sie nicht als letzter Domino in der Pleite-Reihe ins Finanzchaos gerissen werden wollen.
So kann man den Euro nicht retten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Mit ihrem Geheimtreffen zur Griechenlandkrise haben die EU-Finanzminister das letzte Vertrauen der EU-Bürger in ihre Regierungen verspielt. Das muss Konsequenzen haben.
Seit mehreren Wochen laufen die Drähte heiß. Fehlinformationen über die griechische Wirtschaft sind zuhauf im Umlauf. Athen ist destabilisiert. Wer profitiert von diesen Meldungen, fragt Libération.
Revolte an den Urnen in Irland, lähmende Streiks in Griechenland – Europas wirtschaftlich zerbrechlichste Mitglieder reagieren unterschiedlich auf die von EU und IWF verordneten Sparprogramme. Ihre Geschicke sind aber verflochten, wenn sie am Ende der Krise ein Wort in der Eurozone mitreden wollen, schreibt ein Ökonom.
Der von den Staaten der Eurogruppe am 2. Mai angenommene Rettungsplan bietet Griechenland einen Ausweg. Doch – langfristig gesehen – bleiben sowohl die Zukunft der Einheitswährung als auch die Führung der EU gefährdet, findet die europäische Presse.
Staaten und Finanzmärkte spielen eine Pokerpartie auf Leben und Tod. Der Euro wird möglicherweise unter den Ruinen des Parthenon versinken. Ein Spieler vor allem kann den Ausschlag geben: Deutschland, dessen nationalistische Strategie das Ende der Währungsunion besiegeln könnte.
Mit Argwohn beobachten mehrere Länder die Entwicklung der wirtschaftlichen Situation Griechenlands. Entweder weil sie wirtschaftlich sehr stark an Athen gebunden sind, oder weil sie befürchten, dass die griechische Krise ihren Beitritt zur Einheitswährung hinausschiebt.
Die von der Krise hart getroffenen Griechen geben ihre Euros bei ihren bulgarischen Nachbarn aus, wo die Preise niedriger sind. Die dortigen Einzelhändler und Zahnärzte haben gut Lachen.
Mit dem am Abend des 25. März getroffenen Abkommen über den Nothilfeplan für Griechenland haben die 16 Mitglieder Eurolands der seit Monaten andauernden Tragödie ein Ende gesetzt. Doch die europäische Presse beurteilt die gefundene Lösung als nicht gerade ideal und meint, der Bruch innerhalb der Union werde lange brauchen, bis er sich wieder schließt.
Die 27 kommen in Brüssel zusammen, um die griechische Wirtschaft zu retten. In Athen trifft der von der Regierung angekündigte Sparkurs nicht auf Begeisterung. Doch in einem Land, in dem der Staat gegenüber der allgemein verbreiteten Steuerhinterziehung hilflos ist, scheint eine Änderung der Gewohnheiten unausweichlich.
Die gesamtwirtschaftlichen Probleme Griechenlands beunruhigen die europäischen Behörden. Sie befürchten, dass Athens Zugehörigkeit zur Eurozone die Vertrauenswürdigkeit der europäischen Währung beeinträchtigen könnte; und auch die der gesamten EU. Ist sie doch unfähig, das Verhalten ihrer Mitglieder zu kontrollieren.
In Berlin und Brüssel wachsen die Zweifel, dass das Euro-Mitglied Griechenland seine Schuldenprobleme aus eigener Kraft lösen kann. Wenn nichts geschieht, droht dem Land die Insolvenz – mit unvorhersehbaren Folgen.
Die Staatsverschuldung ist außer Kontrolle geraten, Steuerflüchtige reiten im Galopp, das Rentenloch klafft… Das Land steht kurz vor dem Bankrott. So lautet die Diagnose der europäischen Presse. Wer sorgt sich um die Konsequenzen für den Euro und einen möglichen Dominoeffekt, der die weniger sparsamen Länder mitreißen könnte?
Wie viele Bankrottstaaten müssen noch nach Hilfe rufen? Das neue Rettungspaket für Portugal sollte das letzte sein, bevor Europa seine Währungsunion umkrempelt, meint der Wiener Standard.
Nach Griechenland und Irland ist jetzt Portugal dran. Aber läuft die Rettung verschuldeter Staaten mit dem Geld anderer verschuldeter Staaten nicht auf das Ende des Euro hinaus? Ein slowakischer Kolumnist versteht nicht mehr, welches Spiel die EU spielt.
Unter dem Druck der Finanzmärkte und mancher Staaten, die zur Annahme einer finanziellen Unterstützung drängen, muss die Regierung unter José Sócrates fest bleiben und das Vertrauen wieder aufbauen, versichert eine portugiesischen Editorialistin, denn Rettungspläne verschlimmern die Krise nur.
Am 27. April wurde nach Griechenland nun auch die Bewertung portugiesischer Staatsanleihen von der Agentur Standard & Poors um zwei Stufen gesenkt – mit ebenfalls negativem Ausblick. Nun bereitet sich Lissabon darauf vor, zum nächsten Opfer der Spekulanten zu werden.
Portugal ist nicht nur erster der europäischen Krisenstaaten PIGS, sondern steckt auch in einer Vielzahl von Problemen. Die Folgen der Wirtschaftskrise bekommt es dank seiner eher bescheidenen Wirtschaftsdynamik jedoch nicht so sehr zu spüren. 














