Dossiers
Euro, Währung auf Bewährung
Täglich grüßt die “Schicksalswoche”
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Eurokrise
Die Selbstherabstufung der Politik
16. Januar 201263Financial Times London -
Schuldenkrise
Der nackte Kaiser von Standard & Poor’s
16. Januar 201215PresseuropCorriere della Sera, Die Presse, Diário de Notícias & 2 weitere -
16. Januar 201211Le Monde Paris
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Eurokrise
Das Panik-Prinzip
30. November 201114Berliner Zeitung Berlin -
Presseschau
Schicksalstage für den Euro
28. November 201115PresseuropDie Welt, El Economista, La Tribune & 3 weitere -
Debatten
Zur Verteidigung der Technokraten
17. November 201111The Guardian London -
Debatte
In den Händen der Technokraten
15. November 201110Financial Times London -
Debatte
Die Krise und dreierlei Europa
14. November 20119România libera Bukarest -
Schuldenkrise
Europa gegen das Volk?
11. November 201123The Economist London -
Schuldenkrise
Panikwelle in Frankreich
11. November 20118PresseuropLe Monde -
Eurokrise
Technokratie ist nicht die Lösung
7. November 20116Il Sole-24 Ore Mailand -
4. November 20112PresseuropLa Repubblica
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Eurokrise
Griechenland pokert zu hoch
2. November 20118Le Figaro Paris -
EU-Gipfel
Die falsche Euro-Rettung
27. Oktober 20113Berliner Zeitung Berlin -
27. Oktober 201113PresseuropLibération
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Presseschau
“Das ist der €-day für Europa”
26. Oktober 20111PresseuropLe Figaro, Handelsblatt, La Vanguardia & 2 weitere -
26. Oktober 2011PresseuropCorriere della Sera
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EU-Gipfel
Tag der Wahrheit
26. Oktober 20112Le Monde Paris -
EU-Gipfel
Rom, der ideale Sündenbock
24. Oktober 20117Corriere della Sera Mailand -
Presseschau
Gefährliches Spiel der Ratingagenturen
19. Oktober 201116Presseurop -
Meinung
Wie der Euro Europa spaltet
17. Oktober 201115Gazeta Wyborcza Warschau -
Presseschau
Dexia, Zombiebank in der Eurozone
5. Oktober 20112Presseurop -
Italien
Moody’s schlägt wieder zu
5. Oktober 2011PresseuropCorriere della Sera -
Deutschland
Merkel rettet den Euro und sich selbst
30. September 2011PresseuropFrankfurter Allgemeine Zeitung
Lösung verzweifelt gesucht
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Euro-Gipfel
Die teuer erkaufte Einigung
9. Dezember 201121Die Zeit Hamburg -
Schuldenkrise
Lebewohl, liebe Souveränität
8. Dezember 201117El País Madrid -
Europäischen Union
Merkels Wirtschaftsmodell
8. Dezember 20116Libération Paris -
Schuldenkrise
Van Rompuys und Barrosos Lösungen
7. Dezember 20113PresseuropEl País -
Presseschau
“Merkozys ungewisser Weg”
6. Dezember 201121PresseuropAdevărul, Rzeczpospolita, Postimees & 4 weitere -
1. Dezember 20113PresseuropPresseurop
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Staatsanleihen, Schuldenkrise
Sparer zeigen Flagge
29. November 20114PresseuropPresseurop -
24. November 201110El Mundo Madrid
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Krise der Eurozone
Euro-Sünder unter EU-Kuratel
22. November 20114PresseuropDe Volkskrant -
Krise in der Eurozone
Groupe de Francfort, Europas Kampftruppe
16. November 201111The Spectator London -
Ratingagenturen
Kommission reguliert mit der Samtpfote
16. November 20111PresseuropLa Tribune -
Schuldenkrise
Das Zauberwort lautet “Geld drucken”
14. November 20117Le Monde Paris -
10. November 201115Respekt Prag
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EFSF
Europas Flop-Fonds
8. November 20111Süddeutsche Zeitung München -
Eurokrise
Wenn Griechenland ginge...
4. November 201113Le Figaro Paris -
Eurokrise
Es lebe das Einheitsdenken!
3. November 201110Die Presse Wien -
Europäische Union
Geburtsstunde der Nicht-Euro-Zone?
2. November 20112PresseuropAdevărul -
Schuldenkrise
In China steht ein Retter bereit
28. Oktober 20119The Global Times Peking -
Schuldenkrise
The Economist skeptisch vor Rettungsplan
28. Oktober 20111PresseuropThe Economist -
Finanzkrise
Angst fressen Politik auf
20. Oktober 20118Frankfurter Rundschau Frankfurt -
Eurokrise
Die Potemkinschen Dörfer der Troika
12. Oktober 20118Irish Independent Dublin -
Eurokrise
Europa verträgt keine Fehler mehr
11. Oktober 20118La Vanguardia Barcelona -
6. Oktober 20112El País Madrid
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Schuldenkrise
Vorsicht vor den Euro-Rettern
5. Oktober 20117Der Freitag Berlin -
Presseschau
Barroso – kampfesmutig aber entwaffnet
29. September 20117Presseurop -
Eurozonenkrise
Nationale Identität als Rettungsanker
16. September 201115The Guardian London
Alle Augen auf Deutschland
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Eurokrise
Tu, was die Dame sagt
2. Dezember 201164La Repubblica Rom -
Eurokrise
Sikorskis Europa-Rede und dananch
30. November 20119PresseuropGazeta Wyborcza -
Wer hat Angst vor Deutschland (4)
Merkels Nein ruiniert die EU
24. November 201116Die Tageszeitung Berlin -
Wer hat Angst vor Deutschland / 2
“Jetzt spricht man deutsh”
22. November 201110Berliner Zeitung Berlin -
Wer hat Angst vor Deutschland / 1
Die Mär vom deutschen Sparweltmeister
21. November 201120Der Spiegel Hamburg -
Deutschland/EU
Der Hegemon ist verhindert
3. November 20118Die Zeit Hamburg -
Eurozone
Abhängig von Deutschlands Gnade
27. Oktober 201122Eleftherotypia Athen -
Presseschau
Merkel hat die Hosen an
24. Oktober 20117Presseurop -
Eurozonenkrise
Das Ende der föderalen Idee
21. Oktober 20115Le Figaro Paris -
Eurokrise
Für einen neuen deutschen Weg
31. August 20116Der Spiegel Hamburg -
Deutschland
Helmut Kohl liest Angela Merkel die Leviten
26. August 20112Presseurop -
Deutschland
Helmut Kohl: Merkel macht mir mein Europa kaputt
18. Juli 20115PresseuropDer Spiegel
Nach der kollektiven Herabstufung von neun Ländern der Eurozone, darunter Frankreich, ist deutlich geworden, dass sich die EU-Politik mit ihrer Kombination von Rettungsfonds und Sparpolitik erschöpft hat. Zeit für Angela Merkel und ihre Partner, eine glaubwürdige Lösung zu finden.
Mit der Herabstufung der Bonität von neun Ländern der Eurozone hat die Ratingagentur Standard & Poor’s nur bestätigt, was die Märkte längst wissen: Der Eurozone geht es vor allem deshalb schlecht, weil ihre Mitgliedsstaaten nicht in der gleichen Liga spielen.
Frankreichs Verlust seiner Top-Bonität hat zweierlei Folgen: Nicolas Sarkozy und seine Konkurrenten bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen stehen noch stärker unter dem Druck der Märkte, und Europa ist mehr denn je in Nord und Süd gespalten.
Angst, Alarm, Apokalypse: Stimmungen statt Fakten steuern den Menschen, schreibt Zukunftsforscher Matthias Horx. Das gilt auch für die Euro-Krise.
Die Rating-Note aller europäischen Länder ist gefährdet, hat Moody’s am 28. November verkündet. Gleichzeitig steht Italien seitens der Märkte unter hohem Druck. Die Vorschläge zur Krisenbewältigung häufen sich. Aber ist es vielleicht schon zu spät?, fragt sich die europäische Presse.
Die Ernennung von Lucas Papademos und Mario Monti in Griechenland und Italien wurde in der britischen Presse heftig kritisiert. Doch außerhalb Großbritanniens haben Fachexperten oft eine positive Rolle in der Politik gespielt. Deshalb sollten wir aufhören, über die Technokraten herzuziehen, meint der Guardian-Journalist Philip Oltermann.
Das Eintreffen technokratischer Regierungen in Griechenland und Italien mag zwar die nervösen Märkte beruhigen, doch es könnte auch Wasser auf die Mühlen der populistischen Parteien sein, die den Mangel an Demokratie innerhalb der EU anprangern, meint Gideon Rachman.
Die EU könnte sich bald aufspalten in die Leistungsstarken, die Hinkenden und die Zurückgebliebenen, sorgt sich die rumänische Politikwissenschaftlerin Alina Mungiu-Pippidi. Und man brauche auch nicht damit zu rechnen, das Ganze durch eine künstliche europäische Identität zu vereinen.
Die Bemühungen zur Rettung des Euro können nicht unendlich gegen den Willen der Wähler ablaufen, mein Charlemagne von The Economist.
Regierungen von “Experten”, die in Italien und Griechenland vorgeschlagen wurden, könnten in Notsituationen gewiss gute Entscheidungen treffen, doch sie würden das Misstrauen der europäischen Bürger gegenüber einer noch indirekteren Demokratie noch vertiefen. Um dies zu vermeiden, muss die Politik ihre Rolle zurückgewinnen.
Griechenlands Regierungschef will den Rettungsplan für sein Land einer Volksabstimmung unterziehen. Das ist gefährlich und verantwortungslos, klagt der Figaro.
Europas Politiker mögen die Beschlüsse des Gipfels vom 26. Oktober als historisch feiern. Die Euro-Krise bleibt uns noch ein wenig erhalten. Denn das Grundparadox, dass Staaten das Vertrauen der Anleger mit Geld erkaufen wollen, das sie nicht haben, kann man nicht einfach wegbeschließen.
Der Sondergipfel am heutigen 26. Oktober in Brüssel ist für die europäische Presse entscheidend. Sowohl was die Rettung Griechenlands als auch die Aufrechterhaltung der Einheitswährung selbst betrifft, herrscht jedoch Verunsicherung vor.
Der Doppelgipfel der Eurozone und der EU sollen einen Flächenbrand in der Schuldenkrise verhindern. Die Europäische Union braucht aber vor allem eines, wenn sie überleben will: frischen Wind.
Auf dem jüngsten EU-Gipfel übten sich Deutschland und Frankreich in der Schelte ihrer Partner, vor allem Italiens. Die Presse reagiert pikiert. Kritik an der Berlusconi-Regierung sei sicher gerechtfertigt. Aber das heutige Ausmaß der Krise ist auch auf das zögerliche Handeln in Berlin und Paris zurückzuführen, schreibt der Corriere della Sera.
Wenige Tage vor dem für die Eurozone “entscheidenden” EU-Gipfel stuften die Ratingagenturen Spaniens Kreditwürdigkeit herab und drohten Frankreich und Italiens Banken mit der Senkung ihrer Bonitätsnoten. Ein letzter Angriff, obwohl Brüssel sich um Reaktionen bemüht?, fragt sich die europäische Presse.
Reicht es, die Eurozone zu reformieren, um ihren Zusammenbruch zu vermeiden? In Wirklichkeit, so ein Redakteur der Gazeta Wyborcza, betont das nur die Spaltungen zwischen Euro- und Nicht-Euro-Ländern.
Durch ihre “toxischen“ Finanzkonstruktionen geschwächt, steht die französisch-belgische Bank kurz vor dem Konkurs. Manche meinen, sie könnte die erste einer ganzen Reihe von insolventen Banken in Europa werden. Für andere wiederum steht vor allem die Glaubwürdigkeit der Staaten auf dem Spiel.
Ohne Zweifel: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy sind ihrem Ziel einer Fiskalunion einen großen Schritt nähergekommen. Aber zu welchem Preis? Großbritannien bleibt außen vor. Jetzt kommt die Rettung, oder der Zerfall der Union.
Falls sie von den 27 abgesegnet wird, dann wäre die von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy vorgeschlagene Fiskalunion ein neuer, entscheidender Schritt in Richtung des europäischen Föderalismus. Doch sind auch alle bereit, den Preis dafür zu zahlen und ihre Haushaltsautonomie aufzugeben?
Hinter Angela Merkels Forderung nach mehr Haushaltsdisziplin und Sanktionen innerhalb der Eurozone steht kein Streben nach Hegemonie. Es handelt sich um die Weiterführung einer Doktrin, auf welcher das deutsche Wirtschaftswunder beruht: der Ordoliberalismus.
Angela Merkel und Nicolas Sarkozy haben am 5. Dezember in Paris neue Vorschläge zur Rettung des Euro ausgearbeitet. Die 27 sollen diese nun während des Gipfeltreffens vom 8./9. Dezember absegnen. Doch verlassen sollte man sich darauf nicht, meint die Presse im restlichen Europa.
Die Kommission hat sie offiziell vorgeschlagen und die Eurobonds werden auch von den Krisenländern als DIE Lösung in der Schuldenkrise angesehen. Jetzt muss nur noch Deutschland davon überzeugt werden und wird hoffentlich bald einlenken, hofft El Mundo.
Eine kleine Gruppe von nicht gewählten EU-Funktionären rund um Angela Merkel und Nicolas Sarkozy hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eurozone zu regieren und nicht fügungswillige führende Politiker zu entfernen, schreibt die konservative britische Wochenzeitschrift The Spectator.
Der Weg aus der Eurokrise ist eigentlich ganz einfach: Wenn nichts mehr geht, dann soll die Europäische Zentralbank den Staaten zu Hilfe kommen. Aber diese von vielen Wirtschaftsexperten empfohlene Lösung stößt bei der Bank auf Widerstand. Ein rein ideologischer Starrsinn.
Weil sich die Krise der Eurozone verschärft, versuchen die Nicht-Mitglieder Mittel und Wege zu finden, um die Kontrolle über ihr Schicksal in der EU nicht zu verlieren.
Und würde Griechenland aus der EU austreten, was dann? Es käme zu neuen geopolitischen Umwälzungen im Balkan, warnt Giorgos Prevelakis, Professor für Geopolitik. Die EU selbst müsste sich zudem eingestehen, dass ihr es in dreißig Jahren Mitgliedschaft nicht gelungen ist, das Land zu “europäisieren”.
Unverantwortlich? Pokerspiel? – Die Reaktionen auf das griechische Referendum zeigen, wie stark die “Brüsseler Glaubenskongregation” an ihren Dogmen festhält. Das ist gut so, schreibt der Chefredakteur der Presse: Denn Häresie ist Europas letzte Chance.
Die Eurozone sucht finanzielle Unterstützung in Schwellenländern, allen voran China. Diese Vorstellung lässt viele Europäer erschauern. Für die offizielle Pekinger Tageszeitung Global Times dürfte die bevorstehende Vereinbarung jedoch “zivilisiert” ausfallen.
Aus Angst und Unkenntnis versucht die Politik seit Beginn der Krise die Finanzmärkte mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Sie kann aber noch so viele Billionen zur Verfügung stellen: Wenn sie sich nicht auf die Spielregeln der Politik besinnt, muss sie das Kräftemessen verlieren.
EU und IWF haben sich in Griechenland, Irland und Portugal ihre ganz eigene Fantasiewelt ausgemalt. Wirtschaftskolumnist David McWilliams berichtet, dass aber hinter dieser Fassade nun nach und nach die Wirklichkeit durchscheint: Banken voller Fehlinvestitionen.
Die Rekapitalisierung der Banken, wie sie nun Angela Merkel fordert, ist richtig. Doch sollte man nicht die Fehler vom Beginn der Krise wiederholen und es wäre besser, das europäische Wachstum zu fördern. Und da ist Deutschland gefordert, meint La Vanguardia.
Für die einen ist er viel zu zögerlich, für die anderen mischt er sich zu sehr in Staatsangelegenheiten ein. Doch immerhin hat der Präsident der Europäischen Zentralbank den Euro bis jetzt am Leben erhalten und verhindern können, dass die Gemeinschaftswährung der Krise zum Opfer fällt.
Wer Europa retten möchte, der sollte sich jetzt gegen Kanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy & Co. wenden. Denn sie werben für eine Union mit Demokratiedefizit, Steuerwettlauf und Sozialdumping.
Mit seiner "Rede zur Lage der Union" vor dem Europäischen Parlament am 28. September verteidigte der Kommissionspräsident seine Institution und schlug konkrete Maßnahmen zur Krisenbewältigung vor. Aber die europäische Presse zweifelt an seiner Handlungsfähigkeit.
Der sich anbahnende griechische Zahlungsausfall hat eine arrogante, anmaßende EU zum Wendepunkt geführt. Und die Rückkehr zu einer nationalen Dimension ist das Resultat, auf das wir uns freuen können, schreibt ein britischer Journalist.
Europa muss lernen, mit Deutschland zusammenzuarbeiten, sagt Italiens Vorzeige-Journalistin Barbara Spinelli. Trotz seines strengen Rufs ist das deutsche Modell die einzig lebbare Alternative zum chinesischen.
Allein gegen alle sagt die Kanzlerin Nein zu einer stützenden Rolle der EZB und der Schaffung gemeinsamer Euro-Anleihen. Auch in Deutschland warnen immer mehr Experten, dass ihr Festhalten an Disziplin und Gehorsam die Eurozone ins Chaos stürzt.
“Europa spricht Deutsch”, posaunt Volker Kauder und sorgt damit für Verstimmung bei Deutschlands Nachbarn. – Vielleicht war das aber eine dringend notwendige kalte Dusche, bemerkt die Berliner Zeitung. Denn ein Bund freier Demokratien sieht anders aus.
Deutschland verkauft sich in der Krise als Hort der Stabilität – und die Finanzmärkte glauben das sogar. Doch in Wahrheit steht es kaum besser da als die anderen Länder. Die öffentliche Zuchtmeisterrolle ist arrogant und gefährlich, schreibt Spiegel Online.
Es diktiert die Tagesordnung auf EU-Gipfeln, bestimmt die Regeln, lässt den ganzen Kontinent im Ungewissen und am Ende setzt es sich immer durch: Deutschland steht seit der Euro-Krise plötzlich ganz allein an der Spitze Europas. – Und ist damit völlig überfordert.
Die Staats- und Regierungschefs der Länder der Eurozone haben die griechische Schuldenlast erleichtert und den Betrag ihrer finanziellen Hilfen erhöht. Mit dem "Rettungspaket voller deutscher Panzer" geraten Griechenland und alle anderen Europäer unter Berlins Fuchtel, meint dagegen Eleftherotypia.
Die europäische Presse ist sich einig: Beim Gipfeltreffen in Brüssel am 23. Oktober hat die Bundeskanzlerin ihren Partnern – einschließlich Frankreich – gegenüber ihre Bedingungen durchgesetzt, um dem Euro und den am stärksten verschuldeten Ländern aus der Krise zu helfen.
Dem EU-Gipfel zur Eurokrise am 23. Oktober soll auf Antrag Deutschlands und Frankreichs ein weiterer am 26. Oktober folgen. Doch die Vorgehensweise von Berlin und Paris in der Eurokrise zeigt: Trotz aller Meinungsverschiedenheiten hat sich die bilaterale Methode gegenüber der föderalistischen Idee durchgesetzt, meint Le Figaro.
Angesichts der Krise und der Protesbewegungen der europäischen Jugend gibt es nur eine Lösung: mehr Europa. Ein politisches Ziel, das Angela Merkel mutig zur Priorität machen muss, so wie früher die Ostpolitik in den siebziger Jahren, meint der Soziologe Ulrich Beck. 




































