Als vereinfachte Ausgabe des Verfassungsvertrags, den Franzosen und Niederländer 2005 ablehnten, hat der Vertrag von Lissabon zum Ziel die Funktionsweise einer Union von 27 Mitgliedern zu vereinfachen. Dann aber wiesen die Iren ihn 2008 zurück. Einspruch kam aus Polen, der Tschechischen Republik und sogar Deutschland. Nach einer bewegten Geschichte trat er schließlich am 1. Dezember 2009 in Kraft, und Europa baut nun seine Zukunft auf ihm auf, davon zeugen die Artikel dieses Dossiers.
Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.
Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.