Die linksliberale Le Monde (frz.: „ Die Welt“) nennt sich selbst maßgebend meinungsbildende Zeitung. Sie ist mit 35 000 außerhalb Frankreichs verkauften Exemplaren die wichtigste französischsprachige Tageszeitung weltweit. Seit ihrer Gründung 1944 gilt sie als Abendzeitung, ist aber in Wirklichkeit eher ein Mittagsblatt, da um 10 Uhr 30 Redaktionsschluss ist. Lange Zeit galt Le Monde als trocken; sie hat aber nun ihr Layout modernisiert und den Inhalt erweitert, um eine größere Leserschaft zu erreichen.
Mit mehr als 40 Millionen Zugriffen pro Monat ist die Internetseite lemonde.fr die größte französischsprachige Nachrichtenseite. Neben Artikeln aus dem gedruckten Blatt und sofortige Neueinstellung aktueller Themen findet man auf der Seite viele Blogs von Journalisten, Slideshows und Videos.
Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.
Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.