Die Geschichte des Standaard, gegründet 1918, war lange Zeit eng mit der Geschichte der flämischen Bewegung verbunden, besonders mit der flämischen Christdemokratischen Partei, die von 1945 bis 1999 an der Macht war. Ziel der Zeitungsgründer war es, die flämische Sprache in Behörden und im Bildungssystem zu verteidigen. Als Referenzzeitung des belgischen Establishments, ging das Blatt aus Antwerpen mit dem Katholizismus auf Distanz, verteidigt aber weiterhin vigoros die flämische Sprache. Mit erstklassigen Analysen und Beilagen unterstreicht die Zeitung ihren Anspruch, zur "Qualitätszeitung von europäischen Format" zu werden.
Die Online-Ausgabe zeigt sich interaktiv : die User werden aufgefordert, Artikel zu kommentieren, über verschiedene Themen mit der Redaktion zu debattieren und an zahlreichen Umfragen teilzunehmen.
Man braucht nicht Deutschlands Vorzeige-Powerfrau nach überstandenem Burn-out zu sein, um sich an manchen Montagen direkt ins Wochenende zu wünschen. Auch die Angst um den Arbeitsplatz, die in der Wirtschaftskrise zu heftigem Schuften antreibt, muss nicht ewig als Stundentreiber im Job dienen. Wer von ausgedehnter freier Zeit träumt, und ihre Bedeutung im Leben eines Menschen schätzt, zog bisher zu seiner ökonomischen Verteidigung gerne Marx heran.
Zusammenbruchsszenarien zum Euro werden besonders gerne in Großbritannien geschrieben. Man berichtet über anrüchige PIGS und ihren drohenden Rauswurf aus der Eurozone. Und während die europäische Presse in den letzten Wochen mit allen verfügbaren Fingern auf Berlin zeigte, so es um die Rettung des griechischen Sünders ging, rief die deutsche Presse aus vollen Lungen nach Europa.