Die deutsche Justiz wird öko. Zum ersten Mal stoppte sie den Bau eines Kohlekraftwerks. Das Münsteraner Gericht argumentierte – unter anderem – , dass das Werk in Datteln "keinerlei Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasen leistet", meldet die Tageszeitung. Es handele sich hier weder "um irgendein Kraftwerk, noch um irgendein Urteil", bemerkt das Berliner Blatt. Laut dem Energiekonzern Eon war das Kraftwerk ein Prototyp einer neuen Kraftwerksgeneration, das leistungsfähigste Europas, mit einer Leistung von rund 1.100 Megawatt – "also fast so viel wie ein Atomkraftwerk". Jedoch hätte Datteln für 0,73 Prozent des gesamten deutschen Kohlendioxidausstoßes gestanden, ohne ein älteres Kraftwerk zu ersetzen. Sein Bau hätte also gegen die Klimaziele der Landesentwicklung verstoßen: CO2-Emissionen reduzieren. "Deshalb ist es gut, dass die Richter genau im Fall Datteln klarmachen, dass den Sonntagsreden vom Klimaschutz nun auch endlich Taten folgen müssen", schließt die TAZ.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.