"Die Manager von Trafigura, einem internationalen Rohstoffhändler mit Sitz in Amsterdam, wussten, dass die Abwässer, die sie 2006 vor der Elfenbeinküste deponierten, giftig waren und nicht exportiert werden konnten", enthüllt De Volkskrant. Die Tageszeitung verfügt über interne E-Mails und andere vertrauliche Dokumente.
Ein vom Konzern gechartertes Schiff, die Probo Koala, hatte Giftschlamm in ungeschützten Müllkippen in Abidjan deponiert, wodurch 17 Menschen ums Leben kamen und mehrere tausend vergiftet wurden. "Der Geschäftsführer und Mitbegründer von Trafigura, Claude Dauphin, ist persönlich an der Ausarbeitung eines Plans beteiligt, um den Giftmüll loszuwerden", schreibt die niederländische Zeitung.
In dem immer noch laufenden Justizverfahren wurde die Strafverfolgung gegen den Geschäftsführer eingestellt. Trafigura sei dabei, ein finanzielles Abkommen mit ungefähr 30.000 Opfern über eine Summe von mehr als 100 Millionen Euro abzuschließen. "Mit diesem Arrangement scheint es außer Frage zu stehen, Trafigura weiterhin gerichtlich zu verfolgen", bedauert De Volkskrant.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.