“Die Wahrheit”, titelt das Handelsblatt und setzt jeglichen Annahmen zur berühmten deutschen Sparsamkeit ein Ende. Die offizielle Staatsschuld Deutschlands beträgt 2 Billionen Euro. Doch ein Großteil der Rechtsansprüche von Rentnern, Kranken und Pflegebedürftigen ist in dieser Zahl nicht berücksichtigt. Neueste Berechnungen beziffern die heimliche Staatsschuld auf zusätzliche 5 Billionen Euro. Damit hat Deutschland eine Schuldenquote von 185 Prozent im Verhältnis zu seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) und nicht 83 Prozent, wie angegeben. Zum Vergleich: Griechenland wird 2012 voraussichtlich zu 186 Prozent seines BIP verschuldet sein, Italien ist es heute zu 120 Prozent. Die kritische Schwelle, von der an die Staatsverschuldung das Wachstum drückt ist 90 Prozent. Seit Amtsantritt hat Kanzlerin Angela Merkel “mehr Schulden gemacht als alle Kanzler der letzten vier Jahrzehnte zusammen”, schreibt der Chefökonom der Wirtschaftszeitung. “Diese sieben Billionen sind ein ungedeckter Scheck auf die Zukunft, ausgestellt von und allen und einzulösen von unseren Kindern und Enkeln.”
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.