“Auf Wiedersehen bei vorgezogenen Wahlen”: Auf dem Titelblatt der Dnevnik grüßt der aus dem Amt scheidende Ministerpräsident Borut Pahor die Fotografen. Am 20. September war seine linksliberale Regierung gestürzt. Die Minderheitsregierung unter der Leitung des Sozialdemokraten verlor im Parlament ein von ihr selbst initiiertes Misstrauensvotum, wie die Zeitung erklärt. Weiter wird berichtet, Staatspräsident Danilo Turk habe New York, wo er an der UN-Generalversammlung teilnehmen sollte, überstürzt verlassen, um eine Lösung “für eine stark verschlimmerte politische Krise” zu finden. Turk hat sieben Tage, um dem Parlament einen neuen Ministerpräsident vorzuschlagen. Das Land bleibe “mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise” ohne Regierung, schreibt das Blatt aus der Haupstadt. Kann man sich nicht auf einen Namen einigen, so dürften Ende 2011, Anfang 2012 vorgezogene Wahlen abgehalten werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.