Heute öffneten sich die Türen der italienischen Schulen, unter anderen auch für 700.000 Jungen und Mädchen ausländischer Abstammung. Ein Rekord, der den demografischen Wandel widerspiegelt, heißt es in La Repubblica. Trotz der Bemühungen, die Realität des Multikulturalismus zu negieren, ist die Integration an der Basis langsam im Gange, berichtet die Tageszeitung. "Ich bin Muslim, aber ich möchte gerne beim christlichen Religionsunterricht mitmachen", meint ein singhalesisches Kind. "Ich glaube, das ist ein anderes Mittel, um die Italiener besser zu verstehen."
Solche Bestreben sind verlorene Liebesmühe für die Gräfin Isabella Bossi Fedrigotti beim Corriere della Sera, die der Meinung ist, die steigenden Ausländerzahlen "bedrohten" die Qualität der Ausbildung. Sie nennt dazu einen Fall in Rom, bei welchem die italienischen Eltern aufgrund der hohen Immigration ihre Kinder von einer Schule nahmen, die nun einen 97-prozentigen Anteil von nichtitalienischen Schülern aufweist. "Wir können es ihnen nicht vorwerfen", seufzt die Contessa. "Wenn so viele Schüler kaum italienisch sprechen, geht der Unterricht nur langsam voran. Die einzige Lösung ist ein Quotensystem." Eine Lösung, über die auch Erziehungsministerin Maria Stella Gelmini nachgrübelt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.