"Eine Dollar-Infusion für die Europäischen Banken", titelt die Rzeczpospolita. Gestern pumpten führende Notenbanken weltweit Dollars in das Finanzsystem, indem sie den europäischen Banken dreimonatige Anleihen anboten. Infolgedessen schossen die Anteile in die Höhe und der Euro sprang wieder an. "Manche Analysten sehen in diesem Schritt eine Absicht der Liquiditätserhöhung, also die erste Etappe in der Vorbereitung eines Bankrotts Griechenlands... ein Szenario, das von den führenden Politikern in Europa offiziell ausgeschlossen wird", erklärt die Warschauer Tageszeitung. Der positive Effekt der "Dollar-Infusion" – die genau drei Jahre nach dem Sturz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers stattfindet – könnte jedoch nur von kurzer Dauer sein und wird "nötige Reformen" nicht ersetzen.
Die vor kurzem veröffentlichten Konjunkturprognosen der Europäischen Kommission zeigen, dass die EU-Wirtschaft sich verlangsamt... doch die Situation könnte sogar schlimmer werden, da niemand genau vorhersehen kann, welche Folgen die Umschuldung der griechischen Anleihen haben wird", warnt die Warschauer Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.