Die Sozialdemokratin Helle Thorning-Schmidt, die Sozialliberale Margrethe Vestager und die Chefin der Linksextremen Johanne Schmidt-Nielsen: Die Berlingske stellt auf ihrer Titelseite “die Ministerpräsidentin und die Gewinner“ vor. Gestern, am 15. September, konnte die Linke die Parlamentswahlen in Dänmark gewinnen. Es ist jedoch ihren Partnerinnen zu verdanken, dass Thorning-Schmidt als erste Dänin an der Spitze einer Regierung stehen wird, berichtet die Tageszeitung. Denn die sozialdemokratische Partei erhielt weniger Sitze als 2007. Insgesamt erhielt die Linke 92 Sitze gegenüber 87 für die rechte Seite. “Die Linken haben zwar gewonnen, aber es ist ein knapper Sieg“, stellt die Zeitung fest.
Die Jyllands-Posten erklärt, dass die rechtsextreme Dänische Volkspartei (DF) mit 22 gegenüber vormals 25 Sitzen nicht mehr in der Lage ist, eine liberal-konservative Mehrheit zu stellen, so wie sie es seit 10 Jahren getan tat. Das Ergebnis dieser Wahl könne nicht als ein “Vertrauensvotum für Helle Thorning-Schmidt und ihr Programm“ ausgelegt werden, meint die Zeitung und fragt sich, ob die neue Mehrheit dem Einfluss der Rechtsextremen auf die Politik ein Ende setzen kann.
Die Zeitung Information bemerkt, dass die Sozialdemokraten und die Sozialisten die Einwanderungspolitik der Rechten übernommen haben. In der Tat seien “Helle Thorning-Schmidt und Pia Kjaersgaard (Chefin der DF) die eifrigsten Verfechterinnen von zehn Jahren skandalöser Einwanderungspolitik.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.