Für seine Präsenz in Birma/Myanmar hat der französische Öl-Riese Total schon immer ein und dasselbe Argument vorgebracht: Die Bevölkerung vor Ort profitiere von seinen Aktivitäten. Ein Bericht der amerikanisch-thailändischen Nicht-Regierungsorganisation Earth Rights International (ERI) vom 10. September widerspricht dieser Behauptung. Dem Unternehmen (und seinem amerikanischen Partner Chevron) wird zudem vorgeworfen, die hauptsächlichen Geldgeber der Junta zu sein, die seit 1962 an der Macht sei, berichtet Libération. ERI deckt ebenfalls auf, dass die Gasvorkommen des Standorts Yanada im Süden des Landes den Machthabern in Myanmar zwischen 2000 und 2008 zu 4,83 Milliarden Dollar (3,31 Milliarden Euros) Gewinn verhalfen. "Anstatt das Budget Myanmars zu bereichern (…), werden diese Dollars jedoch auf geheime Konten geleitet, die sich im Besitz verschiedener Generälen in Singapurer Banken befinden", berichtet die französische Tageszeitung. Der Bericht erwähnt für den Standort Yadana ebenfalls mehrere Fälle von "Zwangsarbeit" und "Hinrichtungen". Libération bedauert, dass "Europa es immer vermieden hat, Erdöl, und somit Total, mit möglichen Sanktionen [gegenüber Rangun] zu bestrafen".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.