Die einzelnen Länder können ihr Monopol in Sachen Geldspiel weiterhin aufrechterhalten. So lautet die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 8. September. Bwin, eine österreichische Internetseite für Online-Wettspiele, die ihren Sitz in Gibraltar hat, klagte im Namen des Prinzips des Freien Dienstleistungsverkehrs vor dem EuGH , nachdem die portugiesische Justiz sie verurteilt hatte. Das Gericht entschied, dass Portugal sehr wohl das Recht hatte, das Monopol der nationalen Lotterie, der Santa Casa da Misericordia de Lisboa, aufrechtzuerhalten, und Bwin in seinem Land zu verbieten. Der Meinung des Gerichtshofes zufolge ist das Verbot dadurch gerechtfertigt, weil es dem Ziel "des Kampfes gegen Betrug und Kriminalität" dient. "Für alle europäischen Lotterieanstalten ist das ein großer Tag", beglückwünscht sich der Präsident der Europäischen Vereinigung Staatlicher Lotterien, Friedrich Stickler, der in Le Figaro zitiert wird. Der französischen Tageszeitung zufolge könnte diese ungeduldig erwartete Entscheidung "über den portugiesischen Fall hinaus zum Präzedenzfall werden".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.