"Vive la Belgique" auf französisch, "Leve België" auf flämisch. So lautet der Titel der neuen Single der flämischen Rockband Clouseau, deren Erscheinen eine heftige Polemik in Belgien auslöste. "Leve België" wird am 4. September im Stadion Roi Baudoin in Brüssel bei einem großen Leichtathletiktreffen live zu hören sein. Der Song ruft die niederländisch- und die französischsprachige Gemeinde zur Einheit auf und wird in beiden Sprachen gesungen, wodurch er sich harte Kritik von flämischen Politikern einhandelte. "Es handelt sich hier um ein Propagandastück, das mich an derartige Versuche in den kommunistischen Ländern erinnert", äußert sich zum Beispiel der flämische Innenminister Geert Bourgeois (Neu-Flämische Allianz, Separatist). Auf der Titelseite der flämischen Tageszeitung De Morgen prangert der Kolumnist Hugo Camps die Worte Geert Bourgeois an, den er den "Minister der Missgunst" nennt. "Für wen zum Teufel hält er sich eigentlich, um Clouseau vorschreiben zu wollen, was sie singen sollen und was nicht?" Er bestärkt die Musiker von Clouseau, sich nicht von Bourgeois einschüchtern zu lassen, „der noch nicht einmal sauber singen kann“. Die französischsprachige Tageszeitung Le Soir titelt ihrerseits: "Der flämische Megastar [2 Millionen in Belgien verkaufte Alben] fordert die Nationalisten heraus."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.