„Wir wachsen. Aber wie lange noch?“ fragt die Gazeta Wyborcza nach der Veröffentlichung der Wirtschaftszahlen für das zweite Quartal 2011. Polens Bruttoinlandprodukt ist in dieser Zeit um 4,3 Prozent gestiegen, nach einem 4,4-prozentigen Wachstum in den ersten drei Monaten des Jahres. „Während Europa schwächer wird, hält Polen weiter aus“, bemerkt die Warschauer Tageszeitung. Doch die meisten Wirtschaftsexperten sind sich einig, dass dieses schnelle Wachstum aufgrund der Verlangsamung in anderen Ländern der Eurozone, der drohenden Rezession, der niedrigeren Nachfrage der Industrie und der sinkenden Exportzahlen langfristig nicht haltbar sein wird. „Die vom [zentralen Statistikamt] GUS veröffentlichten Daten sind in der Tat sehr positiv. Doch diese Zahlen beziehen sich auf die Vergangenheit. Die Gefahr könnte sehr bald aus dem Ausland kommen“, warnt der Wirtschaftswissenschaftler Witold Orłowski, der damit auf die schlechte Performance von Deutschlands Bruttoinlandprodukt im letzten Quartal anspielt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.