„Deutsche sollen Euro-Opfer bringen“, titelt die Berliner Zeitung. In einem Interview mit der Tageszeitung fordert Hans-Peter Keitel, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Angela Merkel auf, die Einheitswährung zu retten, „auch wenn es schmerzt“. „Wir wollen nach vorn gehen und (…) in den Euro investieren. Wir brauchen eine stabile Gemeinschaft“, erklärt Keitel. „Wenn wir die europäische Integration weiter vorantreiben wollen, müssen sich alle Staaten an die Regeln halten oder nationale Kompetenzen abgeben“. Vier Wochen vor der Bundestags-Abstimmung über die Euro-Rettungspakete und erste Schritte in Richtung einer europäischen Wirtschaftsregierung wird Angela Merkel immer offener kritisiert. Die bayrische CSU hat am Wochenende vrlauten lassen, sie lehne "eine Wirtschaftsregierung für die Euro-Staaten sowie einen europäischen Finanzminister entschieden ab“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.