„Tschechische Republik immer glaubwürdiger. So sind wir solider als Italien“, freut sich Hospodářské noviny über die Bewertung von Standard & Poor`s. Gestern hob die Ratingagentur die Kreditwürdigkeit des Landes um zwei Stufen an. Diese in der aktuellen Schuldenkrise seltehn gewordene Benotung erklärt die Ratingagentur wie folgt: Mit der Veränderung der eigenen Kriterien wurden langfristige Fremdwährungskredite von A auf AA und langfristige Landeswährungskredite von A+ auf AA hochgestuft. Von nun an wird auch auf die politische und wirtschaftliche Orientierung der Regierung Wert gelegt. Die bessere Bewertung gründet demnach auf den von der Regierung in Gang gesetzten Renten-, Sozial- und Steuerreformen. Ministerpräsident Petr Nečas betonte deshalb, wie notwendig weitere Reformen sind und warnte: „Eine Bewertung kann zwar besser ausfallen, sich aber ebenso gut wieder verschlechtern“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.