„Sprengsatz Euro-Bonds“, meint das Handelsblatt, für das die hier und dort als Heilmittel für die Schuldenkrise ausgerufenen Anleihen Angela Merkel in eine heikle Lage gegenüber den europäischen Partnern und im eigenen Regierungslager bringt. Das Wirtschaftsblatt berichtet, die Bundeskanzlerin habe sich am Vortag im CDU-Präsidium festgelegt: Es soll keine gemeinsamen Anleihen der Euro-Staaten geben. „Euro-Bonds sind nicht die richtige Antwort auf die Krise in Europa“, stellte sie klar.
Damit wollte sie eine Debatte beenden, welche derzeit die politische Klasse Deutschlands beschäftigt und für viel Wirbel in der Regierungskoalition sorgt. Die CDU zeigt sich gespalten, und die FDP ist vehement gegen die Einführung von „Euro-Bonds“. Eine Meinung, die von mehr als drei Vierteln der Deutschen geteilt wird, wie eine vom Handelsblatt zitierte Umfrage unterstreicht. Doch zweifelt das Blatt, dass Angela Merkel „den Volkswillen vollstrecken werde“, denn Deutschland hat „in der Frage nicht viele Verbündete,“ unter anderem „Frankreich steuert auf Anti-Merkel-Kurs“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.