Die Ergebnisse der drei Landtagswahlen vom 30. August in Sachsen, Thüringen und im Saarland haben gezeigt, dass einen Monat vor der Bundestagswahl noch alles offen ist.
Bislang galt die Koalition aus CDU und FDP als sicherer Gewinner. Doch die CDU hat nur in Sachsen mit 41 Prozent "keine ernsthafte Konkurrenz", konstatiert die Zeit. In Thüringen und im Saarland dagegen verliert die Partei von Angela Merkel über 10% gegenüber den letzten Landtagswahlen. Die Linke überrascht mit einem Zugewinn von über 18 Prozent im Saarland mit "Oskar Lafontaine an der Spitze" und ohne "ernsthaftes Programm", wie die Zeit ironisch bemerkt. Die Grünen liegen in allen drei Landtagen bei über 5 Prozent, so dass nun "fast jede Koalition möglich scheint: Schwarz-Gelb, Schwarz-Rot, Rot-Rot Grün, vielleicht sogar Jamaika – bloß nicht die [Ampelkoalition], auf die Steinmeier setzt", um sich doch noch gegen Angela Merkel durchsetzen zu können. Die Wahlbeteiligung in Thüringen und im Saarland ist gestiegen und "nur in Sachsen schaffte die NPD den Einzug in das Landesparlament", bemerkt die Zeit. Am Wahlabend vom 27. September gibt es also "vor allem: keine Langeweile", freut sich die Wochenzeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.