"Die Exekutive lässt die Richter abstürzen", sorgt sich der Cotidianul. Die rumänische Regierung ist aufgrund des Darlehens über 12,95 Mrd. Euro, das ihm im Frühjahr vom Internationalen Währungsfonds gewährt wurde, gezwungen, die Gehälter der staatlichen Angestellten zu kürzen. Sie beabsichtigt, die Gehälter der Justizbeamten stärker zu beschneiden als die der anderen Beamten. "Rechtsstaat ade!", titelt die Bukarester Tageszeitung und merkt an, dass "die Justiz unter der Wirtschaftskrise leidet: das Gehalt eines Justizbeamten wird bald dasselbe sein wie das eines Hilfsangestellten in einem Ministerium".
Nach der Abschaffung ihrer "Stressprämie" im vergangenen Juli "werden die Justizbeamten 23 Prozent ihres aktuellen Einkommens einbüßen", erklärt die Zeitung. Aus Protest werden sie ab dem 1. September nur noch internationale sowie Kinder betreffende Akten behandeln. Sie drohen auch damit, die Vorbereitungen für die im November geplante Präsidentschaftswahl zu blockieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.