Regierungschef Petr Nečas hat ein neues Problem: Ladislav Bátora. Dieser Berater des Bildungsministers schreibt „eine neue Episode der Regierungskrise“, titelt Mladá Fronta DNES: Am 17. August verließen die fünf Minister der Partei TOP 09 die Kabinettssitzung, um gegen die Aussagen Bátoras zu protestieren. Dieser hatte den Außenminister und TOP 09-Parteivorsitzenden Karel Schwarzenberg auf seiner Facebook-Seite als „armen Alten“ bezeichnet, der „eine außerordentlich feuchte Aussprache hat“. Nun drohen die Minister damit, die Regierung zu verlassen – was sie zum Sturz bringen könnte –, solange Bátora und sein Minister nicht auf ihre Ämter verzichten. Für die Prager Tageszeitung ist das Ganze so kompliziert, weil Staatspräsident Václav Klaus den ehemaligen Anführer der Rechtsextremen und Präsidenten der radikalen und euroskeptischen Initiative Bátora unterstützt und nicht eine Gelegenheit auslässt, Nečas in die Bredouille zu bringen.
Der Fall Bátora erinnert an den italienischen Minister für föderale Reformen und Parteivorsitzenden der Lega Nord, Umberto Bossi. Indem er seinen Kollegen Renato Brunetta eine „zwergwüchsige Nervensäge“ nannte, löste er in der italienischen Presse unlängst heftigen Protest aus.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.