Portugals Präsident, Aníbal Cavaco Silva, hat zum zweiten Mal sein Veto gegen den Gesetzesentwurf eingereicht, der hetero- und homosexuellen Paaren, die in freier Verbindung zusammenleben, die gleichen Rechte wie Ehepaaren einräumt. Dem Staatschef zufolge, zitiert Público, "gehen wir auf diese Weise das Risiko ein, zwei verschiedene Realitäten zu verwechseln, welche die Bürger gerne so belassen würden, wie sie sind" und "die eheähnlichen Gemeinschaften zu Proto-Hochzeiten oder Hochzeiten zweiten Ranges umzubilden." Außerdem sagt er, "wurde zu wenig über ein Thema diskutiert, dass natürlicher Weise umstritten ist." Seine Legislaturperiode geht demnächst zu Ende, denn am 27. September wählen die Portugiesen ihr Parlament. Die neue Nationalversammlung muss sich dann der Frage annehmen. Von der sozialistischen Partei des Premierministers José Sócrates befürwortet, wird dieses Thema im Zentrum der Wahlkampagne stehen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.