"Die österreichische Armee wird in diesem Jahr nicht an der Ehrung der Waffen-SS in Kärnten teilnehmen", berichtet die Frankfurter Rundschau und bezeichnet dies ironisch als "eine schon ganz nette Meldung". Seit 1958 findet jedes Jahr eine Gedenkfeier auf dem Ulrichsberg statt, organisiert von der Kameradschaft IV, einem Veteranenverband ehemaliger Mitglieder der Waffen-SS. Persönlichkeiten der rechtsextremen Szene Europas, wie die Tochter Heinrich Himmlers oder der verstorbene Rechtspopulist Jörg Haider, nahmen regelmässig an dem Treffen teil. Die FR findet es daher "kaum vorstellbar", dass die österreichische Armee das Veteranentreffen bisher offiziell unterstützte: "Sie spielte die Marschmusik und stellte die Ehrenposten". Seine Meinung geändert hat Österreich jetzt, weil Verteidigungsminister Norbert Darabos eingesehen hat, dass "es bei dieser Veranstaltung keine ausreichende Distanz zur nationalsozialistischen Ideologie gibt". Die Soldaten des Bundesheeres dürfen daher nicht mehr in Uniform daran teilnehmen. In ihrer Freizeit aber steht ihnen diese Freiheit natürlich weiter offen, witzelt die Frankfurter Rundschau.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.