Ein geheimes Spionagenetz von rund hundert Personen, mit dem Namen ORG, arbeitet darauf hin, dass Dänemark von seinen Immigranten „gesäubert“ wird, berichtet die dänische Tageszeitung Politiken. Nach Angaben der Zeitung, die Zugang zu einem geschlossenen Internet-Forum des Netzwerks bekam, existiert ORG seit 20 Jahren. Es bespitzelt die dänische Linke und liefert Informationen über die renommiertesten Persönlichkeiten der radikalsten rechtsextremen Gruppen in Dänemark, wie „Den danske forening“ (dt. „Die dänische Vereinigung“). Die Organisation will auch „mit den Verrätern abrechnen“, die die Immigration ermöglicht bzw. öffentlich unterstützt haben.
Im Jahr 2009 wurde ein Mitglied des Netzwerks verurteilt, weil es seine Stellung als Polizeibeamter dazu missbraucht hatte, Informationen über „politische Gegner“ zu erhalten. Mehrere Gründungsmitglieder von ORG waren in der Parteileitung der populistischen dänischen Volkspartei (FP) und feiern – wie auf den Fotos auf dem Forum der Organisation zu sehen ist – die Sommersonnenwende rund um ein flammendes Kreuz, nach einem alten traditionellen dänischen Ritus. Der Chef der ORG, Jesper Nielsen, lehnte ein Gespräch mit den Journalisten der Politiken ab, schrieb ihnen jedoch, dass „ORG die aktuelle Aufmerksamkeit nicht wünscht, denn wir nehmen an, dass die Nichtöffentlichkeit der Organisation falsch interpretiert werden wird“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.