Mit schätzungsweise einer Million Überwachungskameras, die das Kommen und Gehen der Einwohner verfolgen – angeblich als Abschreckungsmaßnahme und Aufklärungshilfe von Verbrechen –, ist London eine der meistkontrollierten Städte der Welt. Der Daily Telegraph enthüllt jedoch auf der Titelseite, dass dieses Werkzeug zur Kriminalitätsbekämpfung sich, einem internen Bericht der Polizei der britischen Hauptstadt zufolge, alles andere als effizient erweist. Jährlich wird pro 1000 Überwachungskameras nur ein einziges Verbrechen aufgedeckt. Die konservative Tageszeitung deutet also darauf hin, dass angesichts der auf bisher 200 Millionen Pfund geschätzten Ausgaben für die Kameras wohl "die Aufklärungskosten für jedes dieser Verbrechen 20.000 Pfund betragen". Hierauf reagierte Parlamentsmitglied David Davis, der frühere Schatten-Innenminister, mit der Erklärung, dass die Kameraüberwachung "einen gewaltigen Eingriff in die Privatsphäre darstellt, und dabei kaum bzw. gar keine Verbesserung der Sicherheit bietet". In der Zwischenzeit erklärte die Regierung, dass die Kameras "dazu beitragen, dass sich die Bevölkerung sicherer fühlt."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.