„Das Merkel-Syndrom“, titelt Cicero und bringt ein fast 20 Seiten starkes Titelthema zu einer Kanzlerin, die baden geht. Artikel wie „Das Phantom im Kanzleramt“, „Verlust der Glaubwürdigkeit“, „Wer regiert, verliert“ oder „Rettet unseren Rechtsstaat“ lassen keinen Zweifel an der Grundaussage: „Die Merkel-Methode […] Verhältnisse zu entdramatisieren und entpolitisieren, die gleichwohl dramatisch und hochpolitisch sind: Klima, Nuklearenergie, Afghanistan, Finanzmärkte außer Kontrolle, die Eurokrise – reicht zum Regieren nicht mehr aus.“
2 Mandate ist genug, meint Cicero und sagt Merkel schwarze Zeiten voraus: „Die publizistische Schonzeit für die erste Frau im Kanzleramt dauerte fast sechs Jahre. […] Viele Journalisten behandelten sie wie ein rohes Ei, mit liebevoller Kritik und viel Verständnis für diese Art der Dahindümpeldemokratie, die keine großen Vorgaben macht. […] Doch jetzt ist sie zu Ende.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.