"Am 24. August 1989 wählte das polnische Parlament Tadeusz Mazowiecki zum Ministerpräsidenten. Die sowjetischen Truppen waren noch in Polen stationiert und die Berliner Mauer unversehrt. Wir waren sehr vorsichtig", schreibt die Gazeta Wyborcza anlässlich des 20. Jahrestags der Bildung der ersten nichtkommunistischen Regierung in Polen seit dem Zweiten Weltkrieg. Seine Kandidatur wurde von Adam Michnik, dem Chefredakteur der Wyborcza, durch einen Artikel unterstützt, der seine Zeit prägen sollte: "Euer Präsident, unser Ministerpräsident".
Michniks Gedanke hatte bei der Oppositionsbewegung Solidarnosc starke Kritik hervorgerufen, auch bei Mazowiecki. "Nach den Wahlen am 4. Juni wollten die Kommunisten, die noch von ihrer Niederlage gebeutelt waren, die Macht nicht abgeben. Und die Solidarnosc, die noch von ihrem Sieg gebeutelt war, wollte sie nicht wirklich übernehmen", erinnert sich Roman Malinowski, damals Chef der polnischen Volkspartei (ZSL), in einem Interview mit der Warschauer Tageszeitung, und fügt hinzu, dass damals die Vermittlung zwischen der ZSL und den Demokraten durch Lech Walesa ausschlaggebend dafür war, dass ein Weg aus der Sackgasse gefunden wurde.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.