The Scottish Herald titelt über die Freilassung des Mannes, der für den Bombenanschlag im schottischen Lockerbie verurteilt wurde. In Libyen empfingen ihn Tausende von Menschen, zum Teil mit schottischen Fahnen. Obwohl in vielen britischen Zeitungen debattiert wird, ob seine Freilassung aus einem schottischen Gefängnis aus "humanitären Gründen" nun berechtigt war oder nicht, konzentriert sich das Sonderdossier der schottischen Tageszeitung auf die Tatsache, dass es "wenig Chancen für eine Offenlegung neuer Beweise" gibt.
Viele Familien britischer Opfer des Attentats sind der Überzeugung, dass nicht die ganze Wahrheit ans Licht gekommen ist und dass al-Megrahis Berufungsprozess hätte fortgesetzt werden sollen. Der Scottish Herald gibt an, dass die Ansprache des schottischen Justizministers Kenny MacAskill "[ein] Angriff auf das 'Treffen in der Wüste' war, bei welchem Tony Blair vor zwei Jahren mit Gaddafi ein Abkommen zur Überführung des Gefangenen unterzeichnete." Er fand es auch "bedauerlich", dass seine Kollegen in Westminster die Atlantik-Themen nicht früher behandelt hätten, was die anhaltenden Spannungen zwischen London und dem regionalen schottischen Parlament in diesem Fall unterstreicht.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.