"Warum Wien?", fragt Die Presse nach der gewalttätigen Auseinandersetzung im Sikh-Gebetshaus der österreichischen Hauptstadt. Die Bilanz des Attentats vom 24. Mai: ein Toter, 12 Verletzte. "Eigentlich hätte man erwartet, dass sich ein Terrorakt wie dieser in London oder Indien ereignet", schreibt die Zeitung. Denn der Konflikt zsichen den Anhängern der Ravi-Dasi-Sekte und orthodoxen Sikhs findet auf der ganzen Welt statt. Letztere werfen Ersteren vor, sich dem Kastensystem zu verweigern und die Gebote der Religion nicht ausreichend zu befolgen.
Laut Die Presse, erklärt sich der "Tatort Wien" aus zwei Gründen: "In der indischen Community leben überproportional viele Sikhs. Denn in den Achtzigern, als viele Sikhs aus dem Punjab fliehen mussten, konnte man in Österreich über die Ausnahmeregelung für Zeitungskolporteure relativ einfach Arbeit finden." Außerdem sei die Ravi-Dasi-Sekte, in deren Tempel geschossen wurde, ist in Österreich sehr aktiv.
Die Wiener Zeitung prüft auch die Lage beim deutschen Nachbarn, wo zwei zu den Sikh-Organisationen von der EU als terroristische Organisationen gelistet sind. Der deutsche Verfassungsschutzbericht erwähnt die Gruppen und stellt fest, dass "seit Jahrzehnten auch mit terroristischen Mitteln dafür (kämpfen), einen eigenen unabhängigen Staat 'Khalistan' auf dem Gebiet des nordindischen Bundesstaates Punjab zu errichten."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.