Im Dezember 1989 sind sie auf die Straße gegangen und haben den Sturz Nicolae Ceausescus herbeigeführt. Seitdem haben aber viele die „Zertifikate der Revolutionäre“ gefälscht, um in den Genuss des Gesetztes 42/1990 zu kommen, das denjenigen, die nachweisen können, Revolutionäre gewesen zu sein, weitreichende Privilegien einräumt. Es handele sich um 20 bis 30 000 Menschen, „die auserwählt wurden unter den Millionen von Rumänen, die damals demonstrierten“, erklärt Revista 22 und bezeichnet diese als „Revolutionsprofiteure“. Daher begrüßt die Wochenzeitung auch die Absicht des Ministerpräsidenten Emil Boc, ihre Privilegien aufzuheben. „Die Reaktionen der Revolutionäre sind heftig, aber Boc sollte keinen Rückzieher machen, wenn er sieht, wie jedes Jahr 80 Millionen Euro aufgrund dieser Privilegien verschwinden. Es ist richtig, Verwundete und die Hinterbliebenen der Toten staatlich zu versorgen“ (im Dezember 1989 kamen ungefähr 1 000 Menschen ums Leben). Als Reaktion auf die Proteste der „Opfer“ des Ministerpräsidenten beteuert der Staatssekretär für Angelegenheiten der Revolutionäre George Costin: „Jetzt ist es zu spät. Es wurde ein Gesetz verabschiedet, um die Leute zu kaufen. Man kann das alles jetzt nicht mehr rückgängig machen“.
Rumänien
Ende der Privilegien für Revolutionäre
29. Juli 2011
Presseurop
Revista 22 Revista 22, 29. Juli 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
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