„Sofortige Veränderungen oder Italien geht unter“, titelt La Repubblica. Die italienische Tageszeitung berichtet von einem „brandneuen und dramatischen“ Manifest, das Gewerkschaften, Banken und der Arbeitgeberverband Confindustria am 27. Juli unterzeichnet haben. Darin fordern sie die Regierung Berlusconis auf, unverzüglich zu handeln, um „das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen, bevor die wirtschaftliche Lage Italiens aus den Fugen gerät“. „Um das Schuldenniveau langfristig tragbar zu machen und neue Arbeitsplätze zu schaffen“ sind „ein Bruch [mit der Vergangenheit] und ein neuer Sozialpakt notwendig“, heißt es in diesem Dokument.
„Die von der italienischen Regierung in der vergangenen Woche ergriffenen Sparmaßnahmen haben die Märkte bisher nicht überzeugt“, unterstreicht La Repubblica. „In einem Land, das jede Glaubwürdigkeit verloren hat,“ ist das Manifest das „Wutgeheul der italienischen Wirtschaft“, meint Corriere della Sera-Kolumnist Massimo Franco und schreibt weiter: „Mit diesem fast beispiellosen Dokument wird die italienische Regierung ins ewige Fegefeuer geschickt. Ihr wird deutlich gemacht, wie unzufrieden man allerseits mit der Wirtschaftspolitik der Regierung Berlusconis ist.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.