In der Debatte um die Kontrolle der spanischen Defizite ist der Ton zunehmend gereizter. „Regionen auf Kriegsfuß“, nennt das die Tageszeitung ABC. Der am 27. Juli in Madrid tagende Rat für Steuer- und Finanzpolitik wird „Licht ins Dunkel der regionalen Zuständigkeiten seit den Wahlen vom 22. Mai bringen“. Um die Schulden an den Staat zurückzuzahlen, verlangen die nunmehr von der (rechten) Volkspartei kontrollierten Regionen von der sozialistischen Regierung José Luís Rodríguez Zapateros einen zehnjährigen Aufschub. Für die konservative Tageszeitung müssen die momentan 19 Milliarden Euro Schulden „zwingend“ reduziert werden, „um den öffentlichen Haushalt“ nach der „Verschwendung und Misswirtschaft“ der letzten Jahre „auszugleichen“. Zur auslaufenden Legislaturperiode hatte sich die Abgeordnetenkammer am Tag vor dieser Verhandlung von Zapatero verabschiedet. Wie ABC versichert, sind vorgezogene Wahlen im Herbst mehr als wahrscheinlich.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.