„Geert Wilders verteidigt sich gegen die durch die Anschläge in Norwegen ausgelöste Kritik“, titelt NRC Handelsblad nur wenige Stunden nach der geschriebenen Stellungnahme des PVV-Chefs: „Die brutale Ermordung Dutzender unschuldiger norwegischer Zivilisten hat die PVV zutiefst schockiert.“ Breivik sei „ein Psychopath, der den Kampf gegen die Islamisierung auf gewaltsame Weise missbraucht hat.“ Mit seiner Stellungsnahme „Wir sind in erster Linie Demokraten. Niemals hat die PVV zu Gewalt aufgerufen und wird dies nie tun“, distanzierte Wilders sich vom Attentäter.
Wilders reagiert damit auf die Kritik an der PVV, nachdem bekannt geworden war, dass Massenmörder Anders Breivik der niederländischen populistischen Partei in seinem Manifest große Bewunderung ausgesprochen hatte. Der sonst Interviews und öffentliche Debatten vermeidende Wilders wurde von Journalisten gebeten, sich klar zu seinem Kampf gegen den Islam zu äußern. „Wilders wird nun endlich direkt auf die Fragen antworten. Von den Mitgliedern der PVV können wir nun erwarten, dass sie ihre eigene Rolle hinterfragen“, schreibt eine Redakteurin in der NRC.
Allerdings wird diese Debatte nicht nur in den Niederlanden geführt. „In ganz Europa verteidigten sich die populistischen und anti-islamischen Rechtsparteien“, berichtet De Standaard aus Brüssel und spielt damit unter anderem auf die französische Front National (FN) und die österreichische FPÖ an.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.