„Märkte im Keller, Angriff auf die Banken“, titelt La Repubblica. Die erneute Herabstufung der griechischen Anleihen durch Moody’s und „die amerikanische Pattsituation zwischen Demokraten und Republikanern haben die Märkte beeinträchtigt, die von den Banktiteln heruntergeschleift wurden“, schreibt die italienische Tageszeitung. „Spanien und vor allem Italien wurden vom gestrigen Sturm erfasst.“ Unter den Börsen in Europa war Mailand am stärksten getroffen: Bei Börsenschluss hatte sie 2,48 Prozent eingebüßt. Die Banken in Italien und Spanien stürzten ebenfalls ab: Italiens größte Bank Intesa San Paolo fiel um 8,33 Prozent, nachdem die Ratingagentur Moody’s beschloss, den Umtausch von griechischen Staatsanleihen als Zahlungsausfall zu definieren.
„Die große Angst ist noch nicht vorbei“, kommentiert La Repubblica, „schlimmer noch, der Ertragsdifferenz zwischen italienischen Zehnjahresanleihen und deutschen Anleihen stieg. Das zeigt, dass Italien nicht mehr so verlässlich ist wie früher“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.