„Heute Abend sind die Straßen mit Liebe gefüllt.“ Nach dem feierlichen Trauermarsch für die 76 Opfer (die Zahl wurde nach unten korrigiert), bei dem 150.000 Menschen in Oslo mit einer Rose in der Hand auf die Straße gingen, widmet Aftenposten ihr Titelblatt der Rede, die Kronprinz Haakon verlesen hat. „Diejenigen, die sich auf Utøya und im Regierungsviertel aufgehalten haben, waren Ziel des Terrors. Aber er hat uns alle getroffen“, erklärte der norwegischen Thronfolger. Stunden zuvor war der Mörder vor der Justiz erschienen und gestand, am 22. Juli eine Bombe vor dem Regierungssitz gelegt zu haben, bevor er das Feuer auf Jugendliche eines Feriencamps der sozialistischen Partei auf der Insel Utøya eröffnete. Er könnte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.