"Die schwedische Ratspräsidentschaft will diesen Herbst offiziell den Misserfolg der Lissabon-Agenda verkünden", berichtet Dziennik und zitiert einen entsprechenden Artikel des Düsseldorfer Handelsblatts. Das vor zehn Jahren beschlossene Projekt sah vor, dass die EU 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden sollte. Ann Mettler, Direktorin des Instituts Lisbon Council in Brüssel, sagt im Interview mit dem Warschauer Blatt, die Agenda sei fehlgeschlagen, weil Mitgliedsstaaten zu schnell bei den wichtigsten Zielen aufgegeben hätten, der Wettbewerbsfähigkeit. Stattdessen hätten sie sich auf das Wirtschaftswachstum konzentriert, das Europas Wohlstand gewährleistet habe. Diese Wende erklärt sich dadurch, dass die EU-Länder die Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit bereits erfüllten: Eine Beschäftigungsrate von 70 Prozent und Investitionen in Innovation und Entwicklung in Höhe von drei Prozent des BIP.
Schweden und Spanien, das 2010 die Ratspräsidentschaft innehaben wird, wollen nun ein "grüneres" und "sozialeres" Wachstum, das zum "Exportschlager" der EU werden soll, berichtet Dziennik.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.